Zu Silvester habe ich dann für die Kids (zu kindegerechter Zeit - also weit vor Mitternacht) ein paar Vulkane und ähnlichen Kleinkram (da waren auch Böller dabei - davon habe ich aber nur einen gezündet, weil mir das nix bringt und die Kinder nur erschreckt) sowie eine €20 Batterie abgebrannt. Das Erlebnis war da für alle Beteiligten nochmals was ganz anderes und trotz dem sehr bescheidenen Aufwand für meine Tochter wohl mindestens genauso faszinierend wie das Disney-Spektakel. Man ist viel unmittelbarer dran, bestimmt selbst das wann und wo und hat diesen Moment der Spannung zwischen Zündung, dem hörbaren Zischen der Zündschnur und dem Abschuss (den man auch ganz anders hört, sieht, riecht und wahrnimmt als bei einem Feuerwerk was in mindestens fünfzig Meter Entfernung gezündet wird). Für die Kinder war das total krass, dass der Papa im eigenen Garten sowas veranstalten kann (zugegebenermaßen natürlich auch zum ersten Mal seit Corona).
Ich denke ich werde das nächstes Jahr ähnlich machen.
Ich hatte hier im Thread ja schon erwähnt, dass ich einen kleinen Teil (so ein Set mit kleinen Fontänen) mit den Kindern zusammen entzündet hatte. Später um Mitternacht dann hatte ich noch eine kleine Batterie und einen großen Vulkan (welcher aber eher eine Enttäuschung war ... gemessen an seiner Größe ... war kein Schweizer Vulkan).
Mein Sohnemann wollte gerne Feuerwerk gucken, aber in seiner Müdigkeit war das auch alles etwas viel ... er wollte gerne auf meinem Arm bleiben. Meiner Tochter ist das zu viel, wenn es von allen Seiten her knallt und sie nicht weiß, wo es als nächstes Blitzt und Donnert. Sie wollte im Haus bleiben. Nur das eigene wäre für beide wohl genügend ... oder gar besser.
Die letzten Jahre - also auch vor Corona - hatte ich auch nur wenig um Mitternacht abgebrannt. Meistens standen wir dann im Bademantel mit einem Glas Sekt auf dem Balkon, während die Kinder gepennt haben. Etwaiges eigenes Feuerwerk haben wir vorher angemacht.
Der Himmel war von allen Seiten erleuchtet von anderen Raketen - die Nachbarn und insbesondere deren Kinder (die etwas älter als meine sind, die zu der Zeit schon längst im Bett waren) hatten nur Augen für das was sie selbst hochgeschossen haben.
Ein zentrales Feuerwerk würde dieses Erlebnis nicht ansatzweise ersetzen. Wer das sehen will kann das ganze Jahr zu den entsprechenden Veranstaltungen gehen und sich das ansehen - davon gibt es mehr als genug (jede Popels-Kirmes hat doch mittlerweile mindestens ein Feuerwerk im Programm).
Ein großes zentrales Feuerwerk gab es in meinem Heimatort nie ... dennoch, das eigene Feuerwerk war deutlich interessanter als die Alternative. Also Feuerwerk im Fernsehen ... durchaus verständlich.
Sich irgendwann selbst Feuerwerk kaufen und selber anzünden ... das war für mich als kleinen Bub (bzw. Teenager) total aufregend.
Viel aufregender als Profi-Feuerwerke aus der Ferne.
Für Erwachsene ist dies sicher anders. Man hat es häufig gesehen, man hat es häufig erlebt ... man war auch schon viel öfter um Mitternacht nicht im Bett.
Aber als Kind fand ich das alles total aufregend.