Der große Auto-Thread


Es ist sogar viel einfacher.

Für Nutzer hat der Verbrenner noch den Vorteil, dass er neu viel billiger ist, wenn man große Reichweite möchte. Gebraucht ist es nicht mal sowas ähnliches wie ein Wettkampf, weil ein guter Verbrennermotor viel länger hält als eine aktuelle große Batterie.

Für Hersteller hatte das den Vorteil, dass man mit den Verbrennermodellen sofort noch viel mehr Geld verdienen konnte, als mit erst langsam aufkommenden E-Autos. Außerhalb Chinas sieht es da ja bis auf Norwegen mau aus. Vorstände solcher Konzerne denken an ihre Boni am Jahresende und nicht die in 8 Jahren.

Das Fragwürdige ist, wieso diese Vorstände nicht auf die Idee gekommen sind, SOWOHL das Geld bei den Verbrennern mitzunehmen, ALS AUCH in die Zukunftstechnologie E-Auto und moderne Batterie zu investieren. Die Idee, dass man letzteres später billig einkaufen kann statt teuer selbst mitzuentwickeln, war einfach dämlich. Warum sollte China das tun, wenn man auch das ganze Auto mit horrender Gewinnspanne verkaufen kann?
 
@gentleman
Weiß nicht, ob dein Beitrag ironisch gemeint war, aber die Effizienz von Verbrennern im Vergleich zu e-Autos ist verheerend schlecht. Der Wirkungsgrad von Verbrennern liegt irgendwo zwischen 10 und 30%, je nach Art, Größe und Einsatz. Der von Elektromotoren bei 80% (wenn Ladeverluste einberechnet werden, so zwischen 65 und 70%).

Bei e-Fuels kommt dazu, dass ja erstmal Energie aufgewendet werden muss, um sie herzustellen...und wirkungsgradstärker werden die Verbrennermotoren damit dann auch nicht. Aus meiner Sicht ist das also (für den PKW-Verkehr) eine komplett tote Richtung, die die "technologieoffene" FDP da immer gern einschlagen möchte.

Was den Preis von Strom angeht: in meiner Stadt kostet die kWh aus der Steckdose gerade knapp 30 Cent. Das bedeutet, dass ich (bei angenommenen 20 kWh/100 km) etwas 7,20€ für 100 km brauche. Man zeige mir den Benziner, der das hinkriegt.
Bei Stadt-/Landfahrten liege ich eher im Bereich 13-16 kWh/100 km, was mich also in den Bereich von 5-6€ auf 100 km bringt.
Klar ist der Strom an den Ladesäulen teurer, aber auch das wird sich in den nächsten Jahren ändern.

@sonic00
Es gibt ja schon erste Versuche, alte Autobatterien als Stromspeicher für Gebäude nachzunutzen. Auch da wird sich sicher demnächst was bewegen.

@LeZ
Die Argumente mit der Reichweite und Haltbarkeit kommen ja immer als erstes.
Dazu 2 Fragen: wie oft im Jahr fährst du (oder der durchschnittliche Deutsche) 500 km am Stück?
Und welcher Hersteller gibt dir denn 8 Jahre oder 160000 km Garantie auf deinen Motor? Das ist nämlich das, was E-Auto-Hersteller im Schnitt gerade an Garantie auf die Batterie geben.

Mir ist klar, dass e-Autos nicht für jeden was sind, aktuell im Schnitt noch sehr teuer und ohne Möglichkeit, zuhause zu laden, auch etwas unkomfortabler. Aber es gibt leider auch immer noch viele Vorurteile, die einfach ein paar Jahre alt und heute nicht mehr haltbar sind.
 
@gentleman
Weiß nicht, ob dein Beitrag ironisch gemeint war, aber die Effizienz von Verbrennern im Vergleich zu e-Autos ist verheerend schlecht. Der Wirkungsgrad von Verbrennern liegt irgendwo zwischen 10 und 30%, je nach Art, Größe und Einsatz. Der von Elektromotoren bei 80% (wenn Ladeverluste einberechnet werden, so zwischen 65 und 70%).

Bei e-Fuels kommt dazu, dass ja erstmal Energie aufgewendet werden muss, um sie herzustellen...und wirkungsgradstärker werden die Verbrennermotoren damit dann auch nicht. Aus meiner Sicht ist das also (für den PKW-Verkehr) eine komplett tote Richtung, die die "technologieoffene" FDP da immer gern einschlagen möchte.
Nein gar nicht, ich bin da wie gesagt auch zu wenig in der Materie drin und danke für deine Ausführungen. Ich hatte zum Wirkungsgrad und letztlich auch CO2-Bilanz von Verbrennungsmotoren in den letzten Wochen einige widersprüchliche Berichte (liegt wohl auch am Medium und deren Agenda) gelesen, daher war ich auch etwas unschlüssig. Ich meinte vorwiegend auch, dass im Vergleich zu früher aus Verbrennungsmotoren halt noch mehr rausgeholt werden kann (gerade bei deutschen HErstellern), im gesamten Wirkungsgrad ist es aber wie du schreibst sicher noch immer oder auch weiterhin ein schlechtes Bild, das Verbrenner im Vergleich zu E-Motoren ablegen.
 
Die Liebe zum Verbrenner kommt in erster Linie weil man sonst in allen Technologien abgehängt wurde...
Jetzt kann man sagen E-Autos sind nicht wirklich die Zukunft aber auch im Sektor Software und Elektronik ist man absolut abhängig von anderen Märkten. Ich glaube der Premium Gedanke kann noch funktionieren bei den Deutschen Herstellern.
Aber damit bist du halt nicht mehr auf dem absoluten Massenmarkt unterwegs.

Die Heulerei europäischer (und insbesondere deutscher) Fahrzeug-Hersteller kommt mehr oder weniger aus einer Grube, die man sich selbst geschaufelt hat.

Über Jahre hat man auf den nordamerikanischen PKW-Markt geschielt und den Kunden die SUVs als das Mantra des Autofahrens beworben. Der sportliche Wagen der alles kann und gleichzeitig noch Platz bietet. Zu blöd nur, dass die Geräte im Vergleich zu Limousinen und Kombis ordentlich schwere Spritschleudern sind (dem Kunden wird bei der Gelegenheit noch verraten, dass man sich mit weniger als 200PS auch nicht auf deutschen Autobahnen blicken lassen soll). Also macht man noch mehr oder weniger halbherzig bei den Plug-In-Hybriden und Elektroautos mit, um die von der EU geforderten CO2-Flottenwerte zu erfüllen.

Sparsame Verbrenner wie beispielsweise Kleinwagen verschwinden nach und nach vom Markt. Was will der Hersteller schon mit ihnen, wenn sie halb so viel Kraftstoff verbrauchen wie die SUV-Schlachtschiffe, aber gleichzeitig die Gewinnspanne deutlich kleiner ist? Eigentlich beliebte Modelle wie Ford Fiesta (größtenteils in Köln gebaut), VW up und VW Fox verlassen die Bühne.

Das Elektroauto wird für manch Hersteller eher Mittel zum Zweck. Man bringt Elektroautos auf den Markt, aber die Stückzahlen bleiben erstmal klein ... und das Produktionsvolumen auch. Während PKWs wie die von Tesla optisch eher biedern rüberkommen, toben sich europäische E-Auto-Designer in ihren Fabriken aus. "Sehr her, ich fahre ein E-Auto, ich bin progressiv!" ... das ist wohl das Denken, dass die Auto-Hersteller von ihren E-Auto-Kunden erwarten.
Autos wie z.B. BMW i3 und Renault Twizy sehen einfach scheíße aus.

Lange Zeit sind die E-Auto-Verkäufe dementsprechend schlecht. Manch Hersteller bietet einen E-Auto-Kleinwagen an. Peugeot und Citroen verkaufen den Mitsubishi i-Miev unter ihrem Branding als iOn bzz. C-Zero. Gewissermaßen das, was die Leute heute mehr oder weniger suchen, aber bei der Markteinführung werden der hohe Preis und die niedrige Reichweite (ca. 150km) kritisiert. Die Zulassungszahlen sind schlecht.

Wie reagieren die europäischen Autobauer? Ganz klar ... der Kunde will mehr SUVs. Also gib ihm mehr SUVs. E-SUVs, wer braucht sie nicht? Die Reichweite ist groß und die Werbebotschaften ansonsten ähnlich wie bei den Verbrenner-SUVs. Da klingeln die Euro-Zeichen in den Augen, da ist ne große Gewinnspanne.
Problem: Die Leute wollen keine E-SUVs.
Sie kaufen sich profane Limousinen wie den Tesla Modell 3, der gut 500km weit elektrisch fahren kann.
Sie kaufen sich Kleinwagen wie VW e-up! (eingestellt) und Renault ZOE. Modellreihen die lange eher Stiefmütterlich behandelt werden. Neue Hersteller drängen auf den Markt. Chinesische E-Auto-Marken ploppen hier und da auch und bieten mittlerweile auch nicht mehr Fahrzeuge die nur 1 Stern beim NCAP-Crashtest bieten, sondern die früheren Schwächen chinesischer PKWs vergessen machen.

Irgendwann klingelt es so langsam. VW verabschiedet sich von e-up, e-Golf, e-Passat. Einfach nen Elektromotor in nen Benziner packen reicht nicht aus. Benzintank und Batterie sind nicht das gleiche, sie wollen unterschiedlich in der Karosserie angeordnet werden.

Irgendwann bringt man dann mal rein als Elektro-Auto konzipierte und entwickelte Modelle. Man kopiert ein wenig von Tesla und packt den größten Fernseher in die Mittelkonsole, welche einen noch die Windschutzscheibe sehen lässt.
Aber warum kostet der VW ID.7 nun im Basispreis fast 10.000€ mehr als der VW Passat GTE?
Tjoa, so wird man hohe Absatzzahlen vielleicht auch nicht erreichen.

Die Konkurrenz aus Fernost ist fast schon etablierter und sogar auf dem Gebrauchtwagenmarkt präsenter ... falls man erstmal "probieren" will.



Tjoa, nun hat man keine günstigen Verbrenner-Kleinwagen mehr die Reichweite können und hat gleichzeitig keine E-Autos die - wenn sie Reichweite können - einen tief in die Kasse greifen lassen.

Ein Kompaktwagen wie der BYD e2 (400km Reichweite) kostet ab 13.000€. Sein Konkurrent, der VW ID.3 möchte mindestens das dreifache sehen.

Tja....
 
Was den Preis von Strom angeht: in meiner Stadt kostet die kWh aus der Steckdose gerade knapp 30 Cent. Das bedeutet, dass ich (bei angenommenen 20 kWh/100 km) etwas 7,20€ für 100 km brauche. Man zeige mir den Benziner, der das hinkriegt.

Ein Kumpel von mir fährt einen SEAT Leon TGI mit Erdgas (CNG). Da er auch einen Benzin-Tank hat und einen Ottomotor fährt, könnte man das als Benziner zählen. ;-)

Der Erdgas-Preis ist zwar etwas gestiegen (also er zahlt nicht mehr 99 Cent pro Kilogramm, wie vor ein paar Jahren), aber meistens tankt er für 1,17€ das Kilogram Bio-CNG auch recht günstig. Bei einem Verbrauch von gut 4kg/100km zahlt er für seinen Kraftstoff pro Kilometer auch Preise, von denen ich nur träumen kann. Gleichwohl hat Bio-CNG eine bessere Klimabilanz und verbrennt sauberer als Diesel oder Benzin. Weniger CO2, weniger Stickoxide, kaum Ruß.

Der Anschaffungspreis (war n gebrauchter) war auch nicht so viel höher als ein Vergleichbarer Seat Leon TSI, auf dessen Motor der TGI basiert. Abgesehen vom jährlichen Ölwechsel (Gas schmiert weniger als Sprit) kostet die Wartung auch nicht viel mehr als beim Benziner.

Wir fahren beide gut 15.000km pro Jahr. Das bedeutet für ihn gut 700€ an Kraftstoffkosten. Bei mir (Super E10 pendelte die letzten Jahre mehr oder weniger um 1,70€/l) sind es rund 1700€.



Man könnte sagen er fährt günstig, mit Bio-CNG recht klimafreundlich und vergleichsweise schadstoffarm. Und das - wenn er auch noch den Benzin-Tank leer fahren würde - mit einer Reichweite, von der Elektro-Kompaktwagenfahrer nur träumen können.

Aber was nützt es ... CNG als Kraftstoff ist totgesagt. Wer mit Bio-CNG unterwegs ist, mag zwar nahezu klimaneutral fahren ... aber die Hersteller konnten den geringeren CO2-Emissionen von Ergasfahrzeugen nicht auf den Flottengranzwert anrechnen, weil sie halt dennoch als Benziner zählen.
Nach und nach haben sich die Hersteller von CNG verabschiedet und bieten keine neuen Modelle mehr an.
Das CNG-Tankstellen-Netz war mal am wachsen ... nun ist es eher am schrumpfen.
Zwar braucht es "nur" einen Kompressor, wenn die Tankstelle ohnehin an das Erdgas-Netz angeschlossen ist, aber gerade an Autobahnen sind CNG-Tankstellen eher rar.

Plug-In-Hybride schönigen die CO2-Flottenwerte der Hersteller und bis Ende 2022 gabs noch die Umweltprämie drauf. Selbst wenn im so geförderten Dienstwagen das Stromkabel originalverpackt im Kofferraum verblieb und der Wagen dank der gewichtigen Batterie am Ende mehr Kraftstoff verbraucht als ein reiner Verbrenner.


Hinzu kommt, dass die Preise für CNG zwischen den Tankstellen teils stark schwanken. Mancherorts wird auch 2€ pro Kilogramm getankt. Kein Wunder wenn dort dann irgendwann keiner mehr hinfährt und die CNG-Tankstelle schließt.
So stirbt CNG langsam aus, mit den Modellen und mit den Tankstellen.
Irgendwann werden sich nurmehr Inseln halten wie in Zwickau, wo die Stadtwerke die Erdgas-Tankstelle betreibt und die Busflotte der Verkehrsbetriebe der größte Abnehmer ist.


Übrigens, als VW vor gut 5 Jahren noch stark auf den CNG-Zug setzte, da präsentierte man mit dem Passat CNG PHEV ein Forschungsfahrzeug als Plug-In-Hybrid und mit Erdgas-Antrieb. Dabei hat man es wohl auch hingekriegt, dass man auf einen Benzintank verzichten konnte, während sonst bei CNG-Autos der Kaltstart mit ein paar Spritzern Benzin erledigt wird.
Ein halbes Jahr später wurde verkündet, dass VW aus dem CNG-Segment aussteigen wird.


Die Akzeptanz von CNG blieb hinter den Erwartungen/Hoffnungen des VW-Konzernes zurück. Angebot und Nachfrage beim CNG-Tankstellen-Netz blieb gering, während es deutlich einfacher ist eine Elektro-Ladesäule irgendwo an den Straßenrand zu klatschen (oder zuhause als Wallbox). Mehr oder minder wie ein Teufelskreis wirkte sich das auf das Angebot an CNG-Fahrzeugmodellen aus.
 
Die Argumente mit der Reichweite und Haltbarkeit kommen ja immer als erstes.
Dazu 2 Fragen: wie oft im Jahr fährst du (oder der durchschnittliche Deutsche) 500 km am Stück?
Ich fahre im Jahr keine 3000km, für mich wäre es egal. Ich möchte nur theoretisch 300km eine Strecke fahren können, vor Ort während eines Termins dann laden, und dann unfallfrei wieder zurückkommen. Das gibt es momentan afaik von Tesla und dann ab Oberklasse für richtig Geld.
Und welcher Hersteller gibt dir denn 8 Jahre oder 160000 km Garantie auf deinen Motor? Das ist nämlich das, was E-Auto-Hersteller im Schnitt gerade an Garantie auf die Batterie geben.
Komisch, dass Tesla gerade überall rausfliegt aus den Flotten, weil die Wartungskosten/Total-Cost-of-Ownership mit "astronomisch" noch höflich umschrieben sind.

Mir ist klar, dass e-Autos nicht für jeden was sind, aktuell im Schnitt noch sehr teuer und ohne Möglichkeit, zuhause zu laden, auch etwas unkomfortabler. Aber es gibt leider auch immer noch viele Vorurteile, die einfach ein paar Jahre alt und heute nicht mehr haltbar sind.
Ein nettes E-Auto wäre genau mein Ding. Mein aktuelles Alltagsauto ist, neben dem Firmenfahrzeug, 21 Jahre alt, hat 180tkm gehalten, fährt immer noch wie ne Eins und ein Rennkart, und würde so wieder aufgebaut etwa 12-15000 Euro kosten (Rübe für 2500 gekauft und dann aufgebaut). Für das Geld bekomme ich bei Tesla die Räder, neben dem Problem Leon Most.
 
Während PKWs wie die von Tesla optisch eher biedern rüberkommen, toben sich europäische E-Auto-Designer in ihren Fabriken aus. "Sehr her, ich fahre ein E-Auto, ich bin progressiv!" ... das ist wohl das Denken, dass die Auto-Hersteller von ihren E-Auto-Kunden erwarten.
Also, sooo bieder finde ich Tesla überhaupt nicht, verglichen mit den von dir ja erwähnten Konkurrenzmodellen. :)

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Autos wie z.B. BMW i3 und Renault Twizy sehen einfach scheíße aus.
Da hasse leider wahr. :(

Irgendwann bringt man dann mal rein als Elektro-Auto konzipierte und entwickelte Modelle. Man kopiert ein wenig von Tesla und packt den größten Fernseher in die Mittelkonsole, welche einen noch die Windschutzscheibe sehen lässt.
Aber warum kostet der VW ID.7 nun im Basispreis fast 10.000€ mehr als der VW Passat GTE?
Tjoa, so wird man hohe Absatzzahlen vielleicht auch nicht erreichen.
Tesla wird einerseits größtenteils in China gefertigt, außerdem war der Preis das Result massivster Quersubventionierung durch den Zertifikathandel.

Die Konkurrenz aus Fernost ist fast schon etablierter und sogar auf dem Gebrauchtwagenmarkt präsenter ... falls man erstmal "probieren" will.
Die Dinger sind nur leider außer beim Preis Schrott. Wenn man Glück oder gute Nerven beim Reklamieren hat, ist ein Tesla tatsächlich ein ordentliches Auto. Beim Rest sieht es aus der einen (Preis) oder anderen (Leistung, Qualität) Perspektive noch mau aus.

Ich befürchte, dass die Preise deutscher "Premium"-E-Autos das Resultat der gewohnten "Kalkulation" sind. Wenn man sieht was für Preise bei Ersatzteilen aufgerufen werden, denen man ansieht dass die unter 5 Euro in der Herstellung kosten, dann kann man sich den Weg denken. Eine direkte Lösung fällt mir aber auch nicht ein, man hat halt ein Mengenproblem bei Kunden, Marktgröße und Mitarbeiterzahl. Das wird noch ganz, ganz finster, bei Letzteren. Der nächste Fall "Ende der Steinkohle".
 
Ich fahre im Jahr keine 3000km, für mich wäre es egal. Ich möchte nur theoretisch 300km eine Strecke fahren können, vor Ort während eines Termins dann laden, und dann unfallfrei wieder zurückkommen. Das gibt es momentan afaik von Tesla und dann ab Oberklasse für richtig Geld.
Nein, 300 km am Stück sind mittlerweile kein Problem mehr (wenn du nicht mit 160 über die Autobahn fahren willst).
Selbst mein Kia e-Soul mit 64 kWh Akku hat das auf der Fahrt von Offenbach zurück geschafft.

Ist natürlich die Frage, was für dich "richtig Geld" ist, aber gerade Hyundai Ioniq 5 und 6 sowie Kia EV6 mit dem großen Akku sollten einem sämtliche Reichweitenangst nehmen. Und die laden auch schnell (in deutlich unter 30 Minuten von 10 auf 80%).
Den EV6 gibts als Tageszulassung mittlerweile schon für unter 40000€: hier z.B.

Den Ioniq 5 ebenfalls.
Hat mir beim Fahren besser gefallen als der EV6, der Ioniq ist schon ein sehr gutes Auto.

Wenn es noch günstiger sein soll: Hyundai Kona für um die 30000€. Bisschen weniger Reichweite und im Innenraum nicht ganz so hochwertig, aber auch ein sehr ordentliches Auto.

Komisch, dass Tesla gerade überall rausfliegt aus den Flotten, weil die Wartungskosten/Total-Cost-of-Ownership mit "astronomisch" noch höflich umschrieben sind.
Ganz ehrlich: die günstigeren Tesla waren schon immer (vor allem im Innenraum) billig verarbeitete Autos wie die meisten Amis und Elon mehr auf Verkauf als auf Service getrimmt. Sie waren halt die ersten mit innovativer Technik, großen Reichweiten und dem gut ausgebauten Supercharger-Netzwerk. Aber einige andere Hersteller (vor allem die Koreaner) sind mittlerweile gleichauf bzw. aus meiner Sicht vorbeigezogen, gerade was Bedienung, Assistenzsysteme und Verarbeitung angeht. Die geben nicht umsonst 7 Jahre Garantie auf ihre Autos (neben der 8-Jahre-Garantie auf die Batterie).

Ein nettes E-Auto wäre genau mein Ding. Mein aktuelles Alltagsauto ist, neben dem Firmenfahrzeug, 21 Jahre alt, hat 180tkm gehalten, fährt immer noch wie ne Eins und ein Rennkart, und würde so wieder aufgebaut etwa 12-15000 Euro kosten (Rübe für 2500 gekauft und dann aufgebaut). Für das Geld bekomme ich bei Tesla die Räder, neben dem Problem Leon Most.
Die 12-15000€ meinst du für ein gebrauchtes Auto mit deiner aktuellen Laufleistung? Okay, da gibts im E-Auto-Bereich wenig - bis auf die (nicht zu unterschätzenden) Renault Zoe, aber das ist vor allem vom Sitzkomfort nichts für längere Strecken. Denke bei den Kona gehts im Bereich 22-25000 los mit brauchbaren Modellen, die haben dann aber auch deutlich unter 180000 km.
 
Was den Preis von Strom angeht: in meiner Stadt kostet die kWh aus der Steckdose gerade knapp 30 Cent. Das bedeutet, dass ich (bei angenommenen 20 kWh/100 km) etwas 7,20€ für 100 km brauche. Man zeige mir den Benziner, der das hinkriegt.
Kurzer Blick beim ADAC sagt mir zwischen 50 und 75 Cent kw/h an Ladesäulen. Wer kann sein E-Auto schon zu Hause laden? Beim doppelten Preis ist man dann bei 14 Euro für 100 km und dann ist der Benziner billiger.
 
Kurzer Blick beim ADAC sagt mir zwischen 50 und 75 Cent kw/h an Ladesäulen. Wer kann sein E-Auto schon zu Hause laden?

Nun, vielleicht zumindest die 42% der Deutschen, die im Eigentum wohnen und sich eine Wallbox installieren könnten. ;)

Ja, unterwegs laden ist noch teurer, da gebe ich dir Recht. Aber 1. wird sich das künftig ändern, da bin ich sicher.
2. gibt es jetzt schon Pakete für Viellader wie den Ionity Passport, wo du eine Grundgebühr zahlst und die kWh dann 39 Cent kostet. Oder eben von lokalen Energieunternehmen, wenn du vor allem bei dir im Umkreis lädst.
Und 3. sind die 20 kWh jetzt mal als Schnitt in den Raum geworfen. Bei einem Stadt/Landstraße-Mix, den die meisten auf dem Weg zur Arbeit haben würden, bin ich aktuell eher bei 13 kWh/100 km. Gerade in der Stadt ist der Unterschied im Verbrauch zum Benziner immens.
Autobahn ist es dann natürlich auch mal etwas mehr als 20 kWh, aber das fällt dann im Vergleich kaum ins Gewicht.

Ich behaupte weiterhin, dass man die meisten E-Autos günstiger "tankt" als jeden Benziner, auch wenn man nur öffentlich lädt. Wenn man Benziner mit vergleichbarem Motor heranzieht, stellt sich die Frage gar nicht mehr.
 
Nun, vielleicht zumindest die 42% der Deutschen, die im Eigentum wohnen und sich eine Wallbox installieren könnten. ;)

Es wohnen aber nicht 42 % in einem Einfamilienhaus. Wo willst du als Bewohner einer Eigentumswohnung die Wallbox installieren, wenn keine Garage oder ein Stellplatz vorhanden ist? Und selbst da muss die Eigentümergemeinschaft erstmal mitmachen bzw. kann zumindest Steine in den Weg legen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wohnen aber nicht 42 % in einem Einfamilienhaus. Wo willst du als Bewohner einer Eigentumswohnung die Wallbox installieren, wenn keine Garage vorhanden ist? Und selbst da muss die Eigentümergemeinschaft erstmal mitmachen...
An einer Außenwand, an deinem Stellplatz, am Carport - wo auch immer dein Auto steht.
Die Wallboxen sind in der Regel wetterfest und lassen sich per RFID-Karte schützen, so dass nur berechtigte Nutzer dran können.

Aber ja, die Eigentümergesellschaft muss zustimmen.

Aber ich sag immer: wer will, findet Lösungen. Wer nicht will, findet Probleme.
 
Viele Besitzer von älteren Eigentumswohnungen haben gar keinen eigenen Stellplatz oder gar Carport. Das Auto steht auf einem öffentlichen Parkplatz/am Straßenrand. Da wird es schwierig, Lösungen zu finden...
 
Viele Besitzer von älteren Eigentumswohnungen haben gar keinen eigenen Stellplatz ider gar Carport und das Auto steht auf einem öffentlichen Parkplatz/am Straßenrand...
Okay, ich gebe zu, bei denen wird es schwierig.

Aber auch wenn ich nur Zahlen aus 2018 gefunden habe, wohnen 36% der Menschen in einem Ein- oder Zweifamilienhaus. Der Anteil der Eigentumswohnungen war deutlich unter 3%. Beides bezogen auf alle Bewohner (Miete und Eigentum).
 
Ich denke auch, dass maximal 20% der Deutschen sich eine Wallbox installieren lassen können. Wenn überhaupt. Die Gründe sollten vielfältig sein.

Das Laden an öffentlichen Ladesäulen muss einfach viel besser werden, sonst wird die Akzeptanz recht niedrig bleiben. Wenn das verbessert wird, hat @lastsamurai sicher recht, das dann der preisliche Vorteil sich langsam lohnt wenn dann die E-Autos auch bezahlbar werden ;)
 
Das größte Problem (neben dem Preis) bei Elektroautos dürfte aktuell die Skepsis sehr vieler hinsichtlich der Haltbarkeit und Kosten der Batterie sein. Dazu kommt die Unsicherheit hinsichtlich möglicher Reparaturen. Gerade Käufer von Gebrauchtwagen wollen und/oder können es sich nicht leisten, bei jedem Problem eine Vertragswerkstatt aufzusuchen, bei der Wartung und Reparaturen in der Regel deutlich teurer sind als bei freien Werkstätten. Und bei letzteren ist die Frage, wie viele sich mit Elektroautos auskennen. Berichte darüber, dass gebrauchte Elektroautos Ladenhüter sind, schrecken zudem auch viele Interessenten für neue Elektroautos ab...
 
Aus den Gründen würde ich persönlich im Moment ein E-Auto maximal leasen. Dann noch eine Wall Box in die Garage und das wäre dann schon nicht schlecht.
Leasen ist bei uns eben noch das persönliche Problem, dass unser Auto regelmäßig wie eine Müllhalde aussieht. :D
 
Das größte Problem (neben dem Preis) bei Elektroautos dürfte aktuell die Skepsis sehr vieler hinsichtlich der Haltbarkeit und Kosten der Batterie sein. Dazu kommt die Unsicherheit hinsichtlich möglicher Reparaturen. Gerade Käufer von Gebrauchtwagen wollen und/oder können es sich nicht leisten, bei jedem Problem eine Vertragswerkstatt aufzusuchen, bei der Wartung und Reparaturen in der Regel deutlich teurer sind als bei freien Werkstätten. Und bei letzteren ist die Frage, wie viele sich mit Elektroautos auskennen. Berichte darüber, dass gebrauchte Elektroautos Ladenhüter sind, schrecken zudem auch viele Interessenten für neue Elektroautos ab...

Das ist halt ein Teufelskreis: es existieren immer noch Mythen zum Thema Batteriehaltbarkeit und Reparaturkosten, die sich aus meiner Sicht heute nicht mehr halten lassen. Aber der öffentliche Diskurs (und da beziehe ich die seriösen Medien mit ein) sorgt aktuell nicht dafür, mit diesen Mythen aufzuräumen.
Über die Garantie hinsichtlich der Batterie habe ich ja oben schon gesprochen und da gehts eben nicht nur um "wenn sie kaputt geht", sondern die Garantie beinhaltet in der Regel eine Mindestkapazität von 70% oder mehr bis zum Ablauf der Garantiezeit.

Zudem entwickelt sich die Technik bei E-Autos rasant: mein E-Soul ist ein 4,5 Jahre altes Modell. Die maximale Ladeleistung von knapp 80 kW ist ein Witz im Vergleich zu dem, was heute schon möglich ist: ein Ioniq 6 lädt mit bis zu 240 kW, ein Porsche Taycan mit bis 300 kW. Bei den Dingern lädt man in 20 Minuten 400-500 km Reichweite nach.

Zurück zum Teufelskreis: Leasing-Rückläufer (also 3-4 Jahre alte Gebrauchtwagen) sind nicht auf dem aktuellen Stand der Technik. Also sind sie nicht sehr nachgefragt, außer bei E-Auto-Enthusiasten (die sich über die aktuellen Gebrauchtwagenpreise freuen, fragt man in den entsprechenden Foren nach). Dazu kommt, dass sich viele Leute zwar zutrauen, den technischen Zustand eines Verbrenners einzuschätzen, bei einem E-Auto aber davor zurückschrecken ("Ich weiß ja nicht, in welchem Zustand die Batterie ist").
Der Witz ist, dass bei gebrauchten E-Autos viel weniger Probleme warten dürften als bei gebrauchten Verbrennern: Schäden an Kupplung, Getriebe, Turbolader, Einspritzung usw., was für einen Laien gar nicht prüfbar ist, fallen bei E-Autos weg. Auch die Wartung sollte (selbst beim Fachhändler) deutlich günstiger sein, denn es fallen ja diverse Prüfungen und Flüssigkeitswechsel weg. Wie Motoröl beim Händler berechnet wird, grenzt ja an Wucher.

Also stehen die Autos beim Händler und darüber wird berichtet. Und die Leute denken "okay, wenn die keiner kauft, können die nicht doll sein". Händler kaufen keine mehr an, weil sie Angst haben, die nicht loszuwerden. Also fallen auch die Preise bei den privaten gebrauchten.

Ähnliche (umgekehrte) Psychologie wie während Corona die Klopapier-Hamsterkäufe: 3 Leute fangen an, die nächsten 3 sehen das halb leere Regal und kaufen lieber 2 statt 1 Packung. Und die danach folgenden 3 sehen ein komplett leeres Regal, obwohl nicht mehr oder weniger Klopapier verfügbar war als vorher. Und trotzdem heißt es überall "Oh, Klopapier wird knapp."
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus den Gründen würde ich persönlich im Moment ein E-Auto maximal leasen. Dann noch eine Wall Box in die Garage und das wäre dann schon nicht schlecht.

Genauso habe ich es auch gemacht: der aktuelle E-Soul ist auf 1 Jahr geleast, um mal zu gucken, wie ich mit einem E-Auto klarkomme, danach schau ich weiter. Ich will nicht ausschließen, nächstes Jahr was zu finanzieren, wenn der Preis bei den interessanten Modellen (z.B. Ford Explorer und Capri, Kia EV3 , Skoda Elroq) passt, aber ein weiteres Leasing ist wahrscheinlicher.
 
Leasing kommt bei und aus ähnlichen Gründen wie bei @Plissken nicht in Frage. Bei drei Kindern ist das Auto nicht nur regelmäßig zugemüllt, sondern es kommt hier und da auch zu Kratzern und/oder Beulen. Da habe ich keine Lust, am Ende des Leasings aufgrund der Schäden noch mehrere Tausend Euro zusätzlich zu zahlen...
 
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