Beim ÖSV zeigte man sich in einer Presseaussendung „schockiert, dass eine bestens vorbereitete nordische Ski-WM nun von einem Dopingskandal überschattet wird“. Gleichzeitig bedankte sich der Verband bei den Ermittlungsbehörden „für das Aufdecken dieses offensichtlich seit Jahren tätigen internationalen Dopingnetzwerks“ und hofft, dass die Hintermänner und Drahtzieher zur Verantwortung gezogen werden.
Für ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sei nichts „niederträchtiger als das Erkaufen von besseren Resultaten durch illegale leistungssteigernde Methoden. Ich bin zutiefst verärgert, dass einzelne Athleten scheinbar nichts aus der Vergangenheit gelernt haben. Im ÖSV gilt null Toleranz gegenüber Doping“, sagte Schröcksnadel.
Kein Hinweis auf involvierte ÖSV-Betreuer
Laut den Ermittlungen der Behörden gebe es keinen Hinweis darauf, dass Betreuer des ÖSV in diesen Dopingfall involviert seien, so der ÖSV-Präsident. „Unabhängig davon werde ich dem Präsidium vorschlagen, nach dieser Saison den Langlaufsport im ÖSV völlig neu zu organisieren“, erklärte Schröcksnadel.
Der ÖSV garantiere, alles in seiner Macht Stehende gegen Doping zu unternehmen. „Wir können aber nicht für jeden Einzelnen garantieren, dass er sich an die strengen Bestimmungen hält. Die Verantwortung trägt jeder einzelne Athlet selbst, die Folgen auch. Klar ist, wer dopt, wird unverzüglich aus dem ÖSV ausgeschlossen. Die juristischen Konsequenzen werden die Behörden ziehen“, meinte Schröcksnadel.