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Feuerwerk - ja oder nein?


Der Böllerscheiss beweist mir auch, dass wir in Mitteleuropa gar nicht so hochnäsig in Richtung USA blicken müssen. Gäbe es hier solche laschen Waffengesetze, gäbe es auch hier genug Vollpfosten, die diese bis aufs Blut verteidigen würden. (Hier in der Schweiz haben ja einige passenderweise vor ein paar Jahren sogar Schnappaung bekommen, als unsere Waffengesetze an diejenigen der EU angepasst werden sollten)
 
Ich finds so zum kotzen. 5 Tote, reihenweise Rettungskräfte angegriffen, in Berlin allein braucht man 5500 Polizisten, Kugelbomben machen Wohnungen unbewohnbar und da sind die ganzen Verstümmelungen noch gar nicht dabei. Und die Tagesschau titelt "meistens friedlich". Benennt es doch einfach wie es ist, eine Schande fürs Land, Umwelt und Sicherheitskräfte und erzählt nicht wieder alles sei in Ordnung... In meinen Lebzeiten wird das nix mehr mit verbieten, aber man kann am Ende ja immer eine positive Bilanz ziehen, glück gehabt.

Es hat sich in den letzten 5 bis 10 Jahren eben etabliert, dass es zu solchen untragbaren Zuständen kommt. Dadurch weicht die Empörung etwas ab, weil es sozusagen das aktuelle übliche Bild zu Silvester abbildet. In 10 bis 20 Jahren wird die Mitte der Gesellschaft dann erklären, dass es solche Vorfälle schon immer zu Silvester gegeben habe.

Es liegt dann an der Gesellschaft, klare Grenzen aufzuzeigen und sich an diese inakzeptablen Zustände nicht zu gewöhnen. Vielleicht mag es im Vergleich zu den letzten beiden Jahren etwas weniger gewalttätig verlaufen sein, aber kein Tag im Jahr sollte ein Freifahrtschein für gewalttätige Auswüchse sein.

Das Problem ist ja auch, dass sich die Entwicklung nochmals massiv verschärfen wird. Kinder und Jugendliche konsumieren TikTok, wo zu dieser Zeit natürlich Videos viral gehen, in denen man sich gegenseitig mit Pyrotechnik beschießt – oder eben Einsatzkräfte. Solche Videos gehen viral; das ist sozusagen der „Sport“ für gelangweilte Jugendliche zu dieser Jahreszeit. Dieser Vorgang wird durch die vielen Videos normalisiert.

Wenn man diese ganze Thematik rund um Pyrotechnik nicht eindämmt, dann wird das nochmals viel bedrohlicher enden. Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Mehrheit in Deutschland Pyrotechnik ablehnt. Lasst alle Städte ein zentrales Feuerwerk organisieren – von mir aus kann man da so richtig „auf die Kacke hauen“ und Unmengen verbrennen –, solange gewährleistet wird, dass davor und danach nichts mehr geschieht. Nach wenigen Jahren Abstand wäre die Mehrheit zufrieden damit und man würde nur noch mit dem Kopf schütteln, dass man die jetzigen Zustände akzeptiert und normalisiert hat.
 
Ich finds so zum kotzen. 5 Tote, reihenweise Rettungskräfte angegriffen, in Berlin allein braucht man 5500 Polizisten, Kugelbomben machen Wohnungen unbewohnbar und da sind die ganzen Verstümmelungen noch gar nicht dabei. Und die Tagesschau titelt "meistens friedlich". Benennt es doch einfach wie es ist, eine Schande fürs Land, Umwelt und Sicherheitskräfte und erzählt nicht wieder alles sei in Ordnung... In meinen Lebzeiten wird das nix mehr mit verbieten, aber man kann am Ende ja immer eine positive Bilanz ziehen, glück gehabt.

Die toten hätte aber ein Verbot wohl auch nicht gerettet, das war ja illegales oder selbstgebautes Feuerwerk
 

Guter post zu dem thema. Das problem ist toxische Männlichkeit und nicht die Herkunft, und toxische Männlichkeit gibt es sowohl bei Ali und Mohammed als auch bei Ronnie und kevin.

Wobei wir das früher auch gemacht haben das will ich nicht leugnen, es hat was martiarlisches mit Sprengstoff zu spielen auch wenn es objektiv äußerst dämlich ist.

Gefährliches Verhalten wie Mutproben etc machen halt wirklich fast schon männer, wir sind halt Affen:)
 
Vom Ansatz durchaus korrekt. Ich glaube hier wurde mal in irgendeinem Thread gepostet dass mit dem Roller rumcruisen illegal ist und das damals tatsächlich aus der Initiative entstanden ist etwas gegen die halbstarken jungen Männer zu tun. Und damals gab es im Grunde noch keine Migranten.

Ich denke das könnte auch heute ein gesellschaftlicher Konsens sein zu sagen die Halbstarken will keiner und gegen die sollte man rigoroser vorgehen völlig egal welche Herkunft. Bzw die Leute, denen es in Wahrheit doch nur um die Herkunft geht, die würden sich da schnell entlarven.

Gleichzeitig ist der Tweet natürlich total dumm. Warum muss er so tun als wären Menschen mit Migrationshintergrund bei sowas nicht überrepräsentiert? Lass das doch weg und mach deinen Punkt einfach so.
 
Wobei wir das früher auch gemacht haben das will ich nicht leugnen, es hat was martiarlisches mit Sprengstoff zu spielen auch wenn es objektiv äußerst dämlich ist.


Ja, aber mir ist dann die außergewöhnlich hohe Zahl der Angriffe auf Rettungskräfte entgangen. Die gab es in dieser Masse früher schlicht nicht. Das ist ein neues Phänomen.
 
Bei uns werden in der Grünanlage gegenüber grade die Reste von gestern aufgebraucht.

Ich würde jetzt gerne zur Verteidigung des Gummibärchen-Automaten schreiten, falls jemand diese Nummer vom Gerhard Polt kennt :wallbash:
 
Es gibt Verbote (ausgewiesene Schutzzonen) und es gibt darüberhinaus einen Freifahrtschein für die Tradition des eigen- und fremdgefährdenden idiotischen Böllerns.
Einfach nicht mehr erlauben, dass man an diesem Tag pyrotechnisch unterwegs sein darf.
Die Sprengstoff-Industrie muss dann halt abgewickelt werden. Es gibt auch andere Jobs in anderen Branchen.
 
Guter post zu dem thema. Das problem ist toxische Männlichkeit und nicht die Herkunft, und toxische Männlichkeit gibt es sowohl bei Ali und Mohammed als auch bei Ronnie und kevin.

Das Problem des Geschlechts ist aber vielleicht nicht die Schuld des toxischen Geschlechts, sondern evtl. genetisch bedingt und damit gewissermaßen entschuldigt.
Ausstoß von männlichen Stress-Hormonen unter Gefahr als Belohnungsprinzip zum Beispiel. Mit 100 Sachen mit einem gemieteten Dodge Challenger durch die Kölner Innenstadt heizen.

Solange es nicht andere schädigt, kann man das dem genetisch rückständigen zündelnden PS-Mann vielleicht nicht übel nehmen.
Aber man muss es ihm ja auch nicht extra per Ausnahme erlauben.
 
Zu allem Übel kommen noch die Vollidioten, die ihren ganzen Feuerwerksmüll auf den Straßen und Gehwegen liegen lassen.

Gestern irgendwo in Norddeutschland:

Am Nachmittag, während ich mit Frau & Kindern spazieren ging, begegnete uns ein anderes Paar mit Kind. Völlig zusammenhangslos ließ der Mann mitten in der Siedlung einen lauten Böller explodieren – um den entstandenen Müll kümmerte er sich natürlich nicht weiter.

...Allein in Deutschland werden jährlich rund 2.050 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerkskörper freigesetzt = 1 Prozent der insgesamt freigesetzten Feinstaubmenge des Landes. Das ist eine enorme Menge.

. ..Später, beim Einkauf im Edeka an der Kasse, fiel mein Blick auf ein anderes Symbol unserer gesellschaftlichen Widersprüche: Alkohol, prominent an der Kasse platziert – direkt neben den Kinderriegeln. Diese scheinbare Normalität verdeckt die immense Tragweite: Jährlich beläuft sich der geschätzte volkswirtschaftliche Schaden durch Alkohol in Deutschland auf 57,04 Milliarden Euro.

Diese Zahlen und Beobachtungen lassen mich über die Verantwortung nachdenken, die wir als Gesellschaft für unsere Umgebung und die kommenden Generationen tragen und es macht mich fassungslos, dass unsere Politik dies alles ohnmächtig und vielleicht auch machtlos geschehen lässt.

... am Abend, während der Böller schon längst verklungen war, drängte sich mir unweigerlich die Frage auf: Ist es der Funke der Zündschnur, der die Leichtfertigkeit entzündet, oder der stille Einfluss des Hochprozentigen, der derlei Handlungen in ein vermeintlich „logisches“ Licht taucht? Schließlich scheinen Böllern und Alkohol eine Gemeinsamkeit zu teilen: Beide hinterlassen Spuren – sei es in der Luft, auf der Straße oder in den Köpfen. Der Rauch verzieht sich, doch die Folgen bleiben.
 

Guter post zu dem thema. Das problem ist toxische Männlichkeit und nicht die Herkunft, und toxische Männlichkeit gibt es sowohl bei Ali und Mohammed als auch bei Ronnie und kevin.

Wobei wir das früher auch gemacht haben das will ich nicht leugnen, es hat was martiarlisches mit Sprengstoff zu spielen auch wenn es objektiv äußerst dämlich ist.

Gefährliches Verhalten wie Mutproben etc machen halt wirklich fast schon männer, wir sind halt Affen:)
Ich kenne keine Statistik dazu, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass junges Alter und niedriger Bildungsgrad auch einen erheblichen Risikofsktor darstellen. Junge ungebildete Männer sind allenfalls das Problem, nicht einfach Männer allgemein.
 
Wie?
Brot statt Böller hat nicht funktioniert. An die eigenverantwortung appellieren hat nicht funktioniert bzw funktioniert nicht.
Ans Umweltbewusstsein appellieren funktoniert sowieso nicht mehr.

Was bleibt da noch ausserhalb eines Verbots? Massive steuererhöhungen auf das Zeug?
Das war nur auf Kachelmann allgemein bezogen, er hat immer diesen belehrenden, überheblichen Ton drauf. Ich glaube allgemein nicht, dass diesw Art geeignet ist, um Leute aufmerksamer und einsichtiger zu machen.

Beim Feuerwerk sehe ich es in der Konsequenz genau wie du: Verbote, Steuererhöhung etc. Was halt nötig ist, um den Zugang und das Abbrennen möglichst einzuschränken.
 
Es gibt Verbote (ausgewiesene Schutzzonen) und es gibt darüberhinaus einen Freifahrtschein für die Tradition des eigen- und fremdgefährdenden idiotischen Böllerns.
Einfach nicht mehr erlauben, dass man an diesem Tag pyrotechnisch unterwegs sein darf.
Die Sprengstoff-Industrie muss dann halt abgewickelt werden. Es gibt auch andere Jobs in anderen Branchen.
Man kann nicht jede Brnache um des erhaltens willen erhalten.
Wenn ein Geschäftsmodell abläuft, läuft es ab und man muss sich neues einfallen lassen.
War schon immer so und nennt sich Markt, bzw unternehmerisches Risiko.
 
Da ist zu kurz gedacht. Illegales Feuerwerk fällt meist durchs Raster, weil bei der Menge an Vorfällen nicht alles verfolgt werden kann. Gäbe es ein Verbot und härtere Strafen, wäre vieles einfacher und könnte somit eher verhindert werden.
jap

So sieht sie aus, die freie und eigenverantwortlich handelnde Gesellschaft .
 
Zuletzt bearbeitet:
Das war nur auf Kachelmann allgemein bezogen, er hat immer diesen belehrenden, überheblichen Ton drauf. Ich glaube allgemein nicht, dass diesw Art geeignet ist, um Leute aufmerksamer und einsichtiger zu machen.
Ich glaube nicht, dass Kachelmann das will. Das wird hier aber ständig behauptet. In seinem Sozial Media Umfeld sind wohl auch außerdem eher weniger von den Menschen unterwegs, die das lesen müssten. Sollte eigentlich klar sein...
Kachelmann zeigt einfach die Probleme auf. Mit einer gewissen Art, welche vielen halt nicht passt.
 
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