Online-Scoring Jack Catterall vs. Arnold Barboza jr. u. Undercard, DAZN 🇬🇧 ❤


wicked

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Keine Schlacht, aber meiner Meinung nach durchaus ein spannender, taktischer Kampf.
Im Gegensatz zu den meisten Stimmen hier, sah ich den Kampf nicht zwingend bei Barboza. Hätte das Urteil Catteral gekriegt, wäre es IMO kein Fehlurteil gewesen.
Aber doch erfrischend, dass in einem sauknappen Kampf der Auswärtsboxer den Sieg kriegt.

Jetzt ist Barboza der Pflichtherausforderer von Teofimo Lopez. Stilistisch könnte Barbozas simpler, taktischer Stil dem talentierteren Teofimo einige Schwierigkeiten bereiten.
 

al

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Keine Schlacht, aber meiner Meinung nach durchaus ein spannender, taktischer Kampf.

Ernsthaft? Man kann sich ja viel schönreden, aber den Kampf als spannend zu bezeichnen ist schon gewagt (spannend insofern, als man von vornherein nicht sagen konnte, wer das Urteil bekommen würde - ich muss mir da einiges an Sarkasmus verkneifen ob der Verkühlungsgefahr wegen der unzähligen Luftlöcher beider Boxer ... usf.).

Im Gegensatz zu den meisten Stimmen hier, sah ich den Kampf nicht zwingend bei Barboza. Hätte das Urteil Catteral gekriegt, wäre es IMO kein Fehlurteil gewesen.
Aber doch erfrischend, dass in einem sauknappen Kampf der Auswärtsboxer den Sieg kriegt.

Ich hatte es im übrigen 117 : 111 für Barboza, dabei habe ich die Runden, in denen so gut wie gar nichts geschah (Wettbewerb im Fintieren und Antäuschen) eher Catterall gegeben. C. hat im ganzen Kampf wohl nur eine einstellige Zahl klarer Treffer gelandet (die man dann in den Pausen zigmal wiederholt hat), er hat von sich aus so gut wie nie Aktionen gesetzt, eigentlich war es immer Barboza, der über die 12 Runden nach vorne ging und wenigstens in Ansätzen so etwas wie einen Kampf im Sinn hatte.

Jetzt ist Barboza der Pflichtherausforderer von Teofimo Lopez. Stilistisch könnte Barbozas simpler, taktischer Stil dem talentierteren Teofimo einige Schwierigkeiten bereiten.

Im Lopez-Kampf ist Barboza für mich ganz klarer Außenseiter, weil aber Barboza aktiver ist als der unsägliche Catterall, könnte das ganz ansehnlich werden.
 

timeout4u

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Bin zwar nicht @wicked, aber ich fand den Catteral Kampf jetzt auch nicht so unspannend und unteressant von der technisch/taktischen Seite und dem engen Kampfverlauf, zumindest nach meiner Sicht. Klar, wenig Spektakel/Schlagabtausch, aber hier konnte man gut beobachten, mit wieviel unterschiedlichen Finten gearbeitet wird, Beinarbeit, Schlagtechniken etc.
Gutes Beispiel ua. ebf. für das Grundprinzip Vorbereitung/Ausführung/Absicherung bei vielen Boxaktionen, wenn z.B. der Fokus beider Boxer auf Defensive steht noch dazu mit unterschiedlichen Auslagen/Stilen. Ist eben Ansichtssache. Ich sehe mir Boxkämpfe auch gerade deshalb an, weil es unterschiedliche Arten zu kämpfen gibt, manchmal etwas zum Lernen dabei ist für die Praxis und eben solche Auseinandersetzungen gerade im Sport genauso ihre Berechtigung haben. Mehr als schnelle KO-Siege über ungleiche, handverlesene Gegner. Hat ja auch eine kleine Spur von Unfairness, Ungerechtigkeit, wenn man selbst von allen Boxern das Gleiche erwartet oder nur das, was man selbst mag.
 

al

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Nicht jeder Kampf muss eine Ward-Gatti-Schlacht sein - und ich glaube durchaus an technischem Raffinement auch meinen Gefallen zu haben. Aber dieser Kampf war ein Snoozer - vor allem wegen Catterall. Natürlich ist das ein guter Boxer, aber sich nur zu entziehen, auf Konter zu hoffen (Betonung auf "Hoffen", den meistens hat er ja nicht mal das versucht) und aufgrund des Heimpublikums, das jeden Schlagversuch schon enthusiastisch gefeiert und dadurch suggeriert hat, da wäre ein Treffer gelandet worden, zu erwarten, das Punkteurteil zu bekommen - also das ist schon echt wenig. Das hat teilweise wie ein Sparring ausgesehen, bei dem ein Boxer den Auftrag hat, Treffer zu meiden, sich zu entziehen. Alles schön und gut und richtig, aber über 12 Runden kann ich dem wirklich nichts abgewinnen, man sollte schon irgendwas dazu tun, um selbst - aktiv - den Kampf zu gewinnen. Nein, ich will nicht nur Ringschlachten sehen, aber das war schon teilweise abartig.
 

Lord Krachah

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Catterall vs. Barboza

10:9 Catterall sharper.
10:9 Barboza trifft nichts, Catterall gerne mal mit dem Ellenbogen.
9:10 Deutlich besser von Barboza. Catterall wie immer als Antiboxer unterwegs.
10:9 Catterall ist deutlich sharper, läuft aber immer Gefahr sich selbst und jeden Zuschauer einzuschläfern.
9:10 zu wenig von Catterall.
9:10 Catterall mal mit mehr Offensive, das kann er aber nicht so recht.
9:10 Catterall boxt jetzt irgendwie Barbozas Kampf.
10:9 Die geben sich nicht viel.
9:10 Alles eng, aber Barboza ist halt immer zuerst.
10:9 Barboza geht am Ende zu Boxen. Wird nicht als Niederschlag sondern als Slip gewertet. Hat er Glück gehabt, sag ich mal.
10:9 Fast nur Schattenboxen.
9:10 Barboza mit der besseren Schlussrunde.

114:114

Der Kampf war nicht so schlimm wie erwartet. Enges Gefecht, mein Ergebnis wäre jedenfalls spot on. :D Aber so wird es nicht kommen. Wahrscheinlich haushoch bei Catterall. Begeistern konnte - wie üblich - keiner der beiden.

115 Catterall, 115 Barboza, 115 Barboza. Ich bin sehr überrascht.
 

timeout4u

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man sollte schon irgendwas dazu tun, um selbst - aktiv - den Kampf zu gewinnen.
Nur Praxisproblem dabei ist z.B. :
der Konterboxer macht ebenso "aktiv" Sachen, damit er den Gegner zieht und kontern kann. Durch Finten, Bewegungen, Fallen stellen, Augenkontakt, Körpersprache uä. Wirkt vielleicht wie Nichtstun, ist aber ebenso schwierig und konditionsraubend wie andersrum.
Umgekehrt ist ein Boxer nicht zwangsläufig aktiv, wenn er ständig mit Doppeldeckung und Schlägen nach vorne in den Mann geht.
Nur als beschreibende Info gemeint.
 

wicked

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