Materialthread


Schon klar, Marti. Wir kennen alle die kreativenAusreden beim Dopen. ;) Überführt sind sie zum Teil ja schon, trotzdem kommt es natürlich für die Springer nun darauf an, dass mit Blick auf Olympia die Sperren nicht allzu hoch ausfallen. Auch wegen der Qualifikations-Liste, wo sie punkten müssen.
 
Er findet es seltsam, dass Pedersen, Johansson und Sundal suspendiert wurden, zumal sie von keinem Wettkampf disqualifiziert wurden und ihre Sprunganzüge vor ihrer Teilnahme genehmigt wurden.
hö, ich dachte man hat sich alle norwegischen Anzüge (plus die der Amis und von Artti) vor Oslo nochmal angeschaut. Deswegen ja auch die PK am Donnerstag wo gesagt wurde, dass man bei den Damen und Kombis und den anderen Springern nix gefunden hat, bei den 3 aber schon. ich check nix mehr 🤷🏻‍♀️
 
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Nun, klar ist diese Vorgangsweise ihr gutes Recht. Aber dann müssen sie sich auch gefallen lassen, dass sie an einer umfassenden Aufklärung nicht interessiert sind. Nur so viel zugeben, was man nicht mehr leugnen kann. Dass sie für ihre Springer rechtlichen Beistand bezahlen, spricht ja Bände. Diesen Luxus hatten viele Doper nicht.
Derzeit tappt die Öffentlichkeit im Dunkeln, was die Anzüge der anderen drei anlangt. Bei Forfang und Lindvik ist die Sache ja sonnenklar. Da wird immer noch die Verteidigungslinie gefahren, dass man das den armen Springern untergeschoben hat. Ob sich zumindest diese Argumentation halten wird, ist höchst fraglich.
Wer weiß, hätte man in den Video nur den Anzugschneider Livelten gesehen, hätten Brevig und Lobben möglicherweise auch behauptet, dass dies der böse Livelten ganz alleine gemacht hat und das natürlich ohne ihr Wissen.
Interessant aus rechtlicher Sicht ist auch: Wenn sich die Theorie mit dem bösartigen Unterjubeln bestätigen würde, dann könnten Lindvik und Forfang theoretisch den Verband klagen. Der könnte sich zwar an Livelten, Brevig und Lobben schadlos halten. Aber ob die dann weiterhin so schweigsam wären?
Nur ein Gedankenspiel. Dass Forfang und Lindvik den Verband klagen, ist meiner Ansicht nach so wahrscheinlich wie ein rumänischer Olympiasieger im Einzelspringen 2026.
 
Aber dann müssen sie sich auch gefallen lassen, dass sie an einer umfassenden Aufklärung nicht interessiert sind. Nur so viel zugeben, was man nicht mehr leugnen kann. Dass sie für ihre Springer rechtlichen Beistand bezahlen, spricht ja Bände. Diesen Luxus hatten viele Doper nicht.
Ja die Äußerungen der FIS, dass der norwegische Verband ja super kooperativ ist, können natürlich auch angezweifelt werden.
 
Nun, klar ist diese Vorgangsweise ihr gutes Recht. Aber dann müssen sie sich auch gefallen lassen, dass sie an einer umfassenden Aufklärung nicht interessiert sind. Nur so viel zugeben, was man nicht mehr leugnen kann. Dass sie für ihre Springer rechtlichen Beistand bezahlen, spricht ja Bände. Diesen Luxus hatten viele Doper nicht.
Derzeit tappt die Öffentlichkeit im Dunkeln, was die Anzüge der anderen drei anlangt. Bei Forfang und Lindvik ist die Sache ja sonnenklar. Da wird immer noch die Verteidigungslinie gefahren, dass man das den armen Springern untergeschoben hat. Ob sich zumindest diese Argumentation halten wird, ist höchst fraglich.
Wer weiß, hätte man in den Video nur den Anzugschneider Livelten gesehen, hätten Brevig und Lobben möglicherweise auch behauptet, dass dies der böse Livelten ganz alleine gemacht hat und das natürlich ohne ihr Wissen.
Interessant aus rechtlicher Sicht ist auch: Wenn sich die Theorie mit dem bösartigen Unterjubeln bestätigen würde, dann könnten Lindvik und Forfang theoretisch den Verband klagen. Der könnte sich zwar an Livelten, Brevig und Lobben schadlos halten. Aber ob die dann weiterhin so schweigsam wären?
Nur ein Gedankenspiel. Dass Forfang und Lindvik den Verband klagen, ist meiner Ansicht nach so wahrscheinlich wie ein rumänischer Olympiasieger im Einzelspringen 2026.
Der Verband zahlt denen die Anwälte und sie verklagen den Verband?! Wie bizarr wäre das denn. Ich denke, es geht einzig und allein darum, möglichst geringe Strafen zu erreichen. Reue der Athleten, auf die Tränendrüse drücken wäre da die bessere Taktik als weiter rumzulügen, dass die nichts wussten. Was sämtliche aktive und nicht mehr aktive Kollegen längst widerlegt haben. Aber nee. Johann renoviert fröhlich sein Haus und postet noch Filmchen davon fürs Netz.
 
Für mich stellt sich an der Stelle die Frage, inwieweit es im Regelwerk eine rechtliche Grundlage für die Suspendierung der norwegischen Springer gibt. Das bislang übliche Verfahren bei einem Material-Regelverstoß war ja eine Disqualifikation für den betreffenden Wettkampf - und das war es dann aber auch. Die Manipulationen der Norweger gehen über das gewöhnliche Maß hinaus - aber trotzdem muss es ja für eine Sperre über mehrere Wettkämpfe hinweg eine Regelgrundlage geben.

Ich halte es daher durchaus für denkbar, dass man vonseiten der Norweger überlegt, umgekehrt die FIS zu verklagen mit der Begründung, dass es dafür möglicherweise keine ausreichende Grundlage in den Regeln gibt. Und mit der Hoffnung, dass man eine Art Entschädigung für entgangene Preisgelder herausschlagen kann.
 
Nun, was "Materialbetrug" angeht, habe ich auch nix gefunden. Es gibt natürlich was zum Thema Doping, aber auch Wetten und Wettbetrug (ja, wäre auch beim Skispringen sehr leicht möglich).
 
Wobei man natürlich schon hofft, dass die FIS sich zumindest auf irgend eine Grunglage da berufen hat, selbst wenn die nicht hundert Prozent rechtssicher ist.
Die 5 einfach ohne jegliche eigene niedergeschriebene Grundlade gesperrt zu haben, wäre natürlich schon ein bissel, nun nennen wir es unprofessionell.
 
Das hier steht in den International Competition Rules:

223.3.2 All competing competitors may be subject to the following additional penalties:
- Disqualification
- Impairment of their starting position
- Forfeiture of prizes and benefits in favour of the organiser
- Suspension from FIS events

Ich bin kein Jurist und kenne mich mit Vertragstexten nicht aus, aber ich sehe in dem letzten angeführten Punkt eine Handhabe (natürlich nur, wenn ein Verstoß bewiesen ist - das ist wohl hier das Problem).
 
Ich halte es daher durchaus für denkbar, dass man vonseiten der Norweger überlegt, umgekehrt die FIS zu verklagen mit der Begründung, dass es dafür möglicherweise keine ausreichende Grundlage in den Regeln gibt.
Auch wenn es keine Grundlage geben sollte: Die FIS könnte entgegensetzen, dass man ihnen nicht vorschreiben kann wen sie starten lassen, denn am Ende sind sie "nur" ein Sportverband. Kann man einem privaten Sportverband vorschreiben, wen er bei von ihm ausgerichteten Veranstaltungen starten lässt?
Ja, sie haben sich ein Reglement gegeben, aber ob man hier eine Verletzung beim CAS oder gar einem zivilen Gericht einklagen kann ist für mich fraglich. Wenn mir die Entscheidung eines Dachverbandes nicht gefällt, ist die einzig wirklich wirksame Alternative einen anderen Verband zu gründen, und das ist in anderen Sportarten eh so, dass es kein Monopol gibt.

Die Norweger könnten aber in Richtung Diskriminierung argumentieren, bzw. dass diese Sperre für Profisportler de facto einem Berufsverbot gleichkommt.
 
schaut mal hier auf der Seite der FIS: https://www.fis-ski.com/inside-fis/sport-integrity/ethics#Prevention of Competition Manipulation

Gegen diesen Grundsatz haben die Norweger ja nachweislich verstossen. Da ist die FIS auch den anderen Nationen gegenüber verpflichtet, dass weitere Manipulationen unterbunden werden. Außerdem wäre es den Konkurrenten gegenüber wohl kaum zuzumuten gewesen, überführte Betrüger weiter antreten zu lassen. Entsprechende Proteste von Polen und anderen standen im Raum.

Dass mit den entgangenen Preisgeldern dürfte schwierig nachzuweisen sein. Ob sie mit korrekten Anzugen mit vorne gelandet wären weiss man nicht.
 
Mika Kojonkoski möchte Einheitsanzüge
Dem Finnen schwebt beispielsweise ein Modell mit einheitlichen Anzügen vor.
Diese würden von der FIS außerhalb der Wettkämpfe verwahrt und nach Losentscheid an die Springer ausgegeben werden. Die elastischen Standardanzüge würden sich der jeweiligen Körpergröße anpassen, wie der ehemalige ÖSV-Cheftrainer zu skandinavischen Medien sagte.
Hat er das wirklich so gesagt? Das wäre noch zu klären. So wie es dasteht, scheint dies irgendwo undurchführbar.
 
Ich frag mich, was das für Anzüge sein sollen, wenn die jedem Springer passen sollen. Das ist doch nicht möglich
 
Die ganze Idee ist .... naja. Der Einheitsanzug, der sich dehnt. Soso. Ich hoffe immer noch, dass man da was falsch verstanden hat. So deppert ist der Kojonkoski dann doch nicht, glaube ich halt.

Fürn Krafti könnte das ganz interessant werden. Entweder er gewinnt 25 Springen in der nächsten Saison oder er wird 25 Mal disqualifiziert. :LOL:
 
Der Artikel sollte doch eigentlich erst kommende Woche Dienstag erscheinen :licht:
Jedenfalls klingt es halt nach einem typischen Aprilscherz 😇
 
Ich frag mich, was das für Anzüge sein sollen, wenn die jedem Springer passen sollen. Das ist doch nicht möglich
Dem einen passt der Anzug besser, dem anderen nicht. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das gegenüber allen fair sein soll.

Dass die Dinger unter Verschluss kommen wäre ja in Ordnung, aber schon aus Sicherheitsgründen sollten das eigene Anzüge sein, an die der Springer gewöhnt ist. Und die sie im Training ordentlich testen.
 
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