@Stiebonaut und
@Konne
Ihr habt ja beide Recht. Ans muss nicht sein. Das Resultat hätte auch mit dieser Schlussrampe nicht sehr viel anders ausgesehen. Eventuell hätte Remco seinen 3. Platz noch gegen einen Bergfex aus der gleichen Gruppe verloren, aber Platz 1 und 2 wären so geblieben.
Das Industriegebiet ist allerdings ziemlich hässlich. Solche Ecken gibt es rund um Lüttich aber oft, also unrealistisch war das nicht.

Beim Flèche Wallonne gab es früher eine Anfahrt an fiesen Lagerhallen und ranzigen Fabrikgebäuden vorbei. Die hat man inzwischen ausgespart, durch eine neue Schleife über die Côte d'Ereffe.
Schöner sind definitiv die Eindrücke von den Ardennen-Wäldern und das Auf-und-Ab entlang der alten Vennbahn.
Ich verbinde viele Radsport-Erinnerungen an das Finale in Ans mit der Côte de Saint-Nicolas davor.
Mittlerweile wird dieser Klassiker von den Topfahrern über ein langes Solo ab La Redoute entschieden.
Bis 2019 (letztes Mal Ans) gab es solche krassen Unterschiede im Teilnehmerfeld nicht und viele Ausgaben wurden erst durch die beiden Schlussrampen entschieden.
So hat sich das bei mir eingeprägt. Die favorisierten Bergaufsprinter und GT-Fahrer mussten sich noch Körner für diese letzten üblen Herausforderungen aufsparen.
Das war meistens hochspannend bis zur Ziellinie.
Ich bin seitdem manchmal etwas irritiert, weil ich denke: gleich kommt noch dieses Finish, aber nüschte.
Da das Finale jetzt in Lüttich ist, müsste man auch für die Côte de Saint-Nicolas noch eine Extraschleife durch unschöne Gegenden drehen.
Vielleicht findet man ja noch einen anderen Kniff.... Nach dem Falkenross am schicken Lütticher Bahnhof vorbei über Saint-Nicolas und hinauf nach Ans, dann rasende Abfahrt mit Ziel in Lüttich.
