Grundsätzlich sollte ein open scoring überhaupt kein Problem sein.
Wie wir hier ja auch wieder an der Diskussion gemerkt haben, wird beim Boxen sowohl von den Punktrichtern, als auch von Fans und Kommentatoren/Experten hinter den gelten Regeln und Wertungskriterien ein Kampf mitunter seeeehr unterschiedlich bewertet.
In diesem Fall hatten einige (warum auch immer) NV klar vorne, andere sahen einen insgesamt engen Kampf (zumindest sah wohl niemand Usyk (klar) vorne. Das open scoring bestätigte die zweite Gruppe und wäre nicht abgebrochen worden, wäre OU mit zwei Punkten Vorsprung in die letzte Runde gegangen. Ob das jetzt letztlich den Beteiligten nach 4 und 8 Runden klar war oder man es nicht wusste, da sehe ich keinen kriegsentscheidenen Unterschied.
MMn sind die Regeln ausreichend klar formuliert und da bin ich voll bei
@timeout4u , dass die klaren Treffer oberstes Wertungskriterium sind. Habe ich in diesem Bereich kaum Unterschiede (und so war es letztlich in diesem Kampf), können die weiteren 3 Kriterien das Pendel in eine Richtung bewegen. Aber auch da sah ich in Summe keinen der beiden vorne, sonndern jeder hatte seine Art von Momenten.
Für mich war es so, und das merkte man den englischen Kommentatoren von Runde 1 an, dass sich viele sofort auf die Seite des Aussenseiters schlugen und seine guten Aktionen viel höher bewerteten.
Und genau dieses Gesamzkonstrukt wird eventuell dazu führen, dass als nächstes ein (lukrativer) Rückkampf gemacht wird, anstatt der sportlich korrekten Ansetzungen.