• Liebe Community, derzeit gibt es ab und zu Zugriffsprobleme, was wohl an einem massiven Zugriff von (AI-)Bots auf den Server liegt. Dadurch wird die Tabelle, in der die Sessions abgelegt sind, zu groß. Wir arbeiten an einer Lösung und bitten um Verständnis. Viele Grüße Eure Admins

O-Scoring: Oleksandr Usyk vs Rico Verhoeven + Undercard


timeout4u

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Es bleibt eine subjektive „Tatsachen“-Entscheidung des Ringrichters und wenn er etwas zu sehen glaubt, was für ihn den Abbruch rechtfertigt, dann darf er abbrechen, egal was andere Betrachter denken und was objektiv geschehen ist. Er dürfte demnach auch mitten im Schlagabtausch dazwischen gehen, wenn er der Meinung ist, dass einer der Boxer komisch geblinzelt hat, richtig?
Bin ja kein RR/PR, aber zumindest aus zig Gesprächen mit solchen Leuten: ja, darf er. Man muss dabei auch bedenken, dass der Ref. einen Kampf anders sieht als ein PR/Zuschauer und entsprechend auf Warnsignale hinsichtlich Gesundheit, Schlagwirkung achtet. Klar, kommt es dabei sicher auch zu Fehlentscheidungen, falscher Deutung, aber ich wüsste jetzt nicht auf Anhieb, wie man sonst dieses Ermessen des Refs. gerechter, fairer, richtiger machen könnte?
Objektiv gibt es dann regeltechnisch so etwas wie Fingerspitzengefühl des Ringrichters nicht. Selbst wenn Verhoeven im Eifer des Gefechts den Anweisungen des Ringrichters vollständig gefolgt wäre, hätte der Ringrichter wegen seines Eindrucks abbrechen dürfen, auf das Verhalten Verhoevens kommt es regeltechnisch gar nicht an. Wenn ich das richtig verstanden habe, finde ich das bemerkenswert.
Sollte es nicht geben, denn mit Fingerspitzengefühl verliert man eigentlich die Mitte und tendiert ja irgendwie zu einem der beiden Boxer, was nicht sein sollte für einen RR und wegen der Gerechtigkeit.
Und ja: hätte er auch, weil das alles auch nur Tipps, Hilfsmittel sein können, aber niemals eine 100%ige sichere Diagnose ist, einfach ausgedrückt. Aber wenn Rico alle Anweisungen befolgt hätte, erhöht das zumindest die Chancen auf eine Fortsetzung bzw. deutet mehr daraufhin, dass er "klarer im Kopf" ist.
Eigentlich wars ja vermutlich gerade dieses Fingerspitzengefühl, welches zur Kontroverse führte. Der RR nahm den Hinweis auf den Mundschutz wichtiger als seine Anweisung, dass Rico einen Schritt vor macht. Genau dadurch benachteiligte er Usyk usw. und so fort.
Ich persönlich sehe den Fehler beim RR, dass er den Kampf nicht sofort nach dem Anzählen abgewunken hat. Wenn ein RR schon hier eine Schema-Anweisung gibt, sollte er selbst sich auch daran halten, wenn der Boxer falsch oder nicht reagiert. So hat man nun den Salat und eine Fehlentscheidung jagte die nächste hier.
Entspricht ja auch der Natur des Boxens: du hast nur die eine Chance, auf die man sich verlassen darf. Und die meisten Kontroversen entstehen ja erst, weil man Regeln nicht strikt befolgt, sondern anfängt auszulegen und Ermessen walten zu lassen.
 
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LeZ

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Jemand mit Menschenkenntnis sieht Verhoeven nach dem Knockdown in die Augen, und sieht, dass die auf Höhle Nacht Säbelzahntiger ich sterbe gleich standen. Ob er in der Pause nochmal geschafft hätte, Feuer zu machen, sei mal dahingestellt. Gesund wäre es nicht gewesen, da hätte der Ringrichter nen Sandsack mit Handtuch gebraucht was er Usyk sofort an den Kopf schmeißt, wenn Verhoeven anfängt zu kassieren.
 

xEr

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Jemand mit Menschenkenntnis sieht Verhoeven nach dem Knockdown in die Augen, und sieht, dass die auf Höhle Nacht Säbelzahntiger ich sterbe gleich standen. Ob er in der Pause nochmal geschafft hätte, Feuer zu machen, sei mal dahingestellt. Gesund wäre es nicht gewesen, da hätte der Ringrichter nen Sandsack mit Handtuch gebraucht was er Usyk sofort an den Kopf schmeißt, wenn Verhoeven anfängt zu kassieren.

Verhoeven ist im Kickboxen aber bekannt dafür gewesen nach harten Niederschlägen und scheinbar aussichtslosen Situationen wieder zurückzukommen. Mit 1 Minute Pause hätte ich ihm das durchaus zugetraut.
 

TheYank

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Aus diesem Blickwinkel sieh der Abbruch durch den Ref sogar noch unmöglicher, wenn nicht sogar massiv korrupt aus aus :gitche:

Verhoeven mit aktiven Meidbewegungen, so hab ich es gesehen und das Video dient nochmal als Bestätigung.

Äußere mich kurz zum Kampf. Auch wenn ich es zuvor nicht geschrieben habe, sah ich es vorab nicht als eindeutige Sache pro Usyk. Es war klar davon auszugehen, dass hier kein geschulter Boxer textbook seine Wege suchen wird und Usyk oft zwangsläufig einfach Kämpfen muss. Das kann er und hat er auch bewiesen. Interessanter und für mich unbeantwortbar ist ob Usyk sich diesem Faktor und den eigenen Begleitumständen (alter,, Beweglichkeit, schnellkraft) bewusst war und tatsächlich das Gewichtsplus mit einkalkulierte um linear mehr Wirkung zu erzielen. Den Kampfstil von Rico wird usyk auch mit Meidbewegungen nicht besser beikommen können. Verhoeven kam viel besser als jeder andere in die Range,dass war gut vorbereitet und erinnert mich sehr an vieles was bspws Parker od tyson fury schon machten wenn es textbook nicht funktionierte. Mit senkkopf in den Mann. Usyk machte das dann Phasenweise ziemlich akkurat und technisch äußerst sauber. Das sollte man ihm zu gute halten. Nicht zu vergleichen mit Fury gegen Ngannou
 
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Savi

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Ist jetzt auch nichts ungewöhnliches, wenn diesem Kampf im Nachgang, etwas Kontroverses nachgesagt wird.
Ich gucke ja gar nicht soviele Kämpfe, aber alleine aus der Hüfte gabs bei den Kämpfen
Wilder vs Fury 1
Usyk vs Dubois 1
Fury vs Usyk 1
Kabayel vs Knyba
Wardley vs Dubois
Usyk vs Verhoeven
sehr unterschiedliche Herangehensweisen seitens der Ringrichtwer, wann und ob ein Fight vorzeitig abgebrochen wird. :saint:
 

KRAFT&HERZ

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Ob er in der Pause nochmal geschafft hätte, Feuer zu machen, sei mal dahingestellt.
Das sagt die KI (Kickbox Intelligence)

Rico Verhoeven, der langjährige Schwergewichts-Champion im Kickboxen, ist für seine herausragenden Erholungsfähigkeiten bekannt. Seine extreme Widerstandskraft im Ring und schnelle Regeneration zwischen Trainingseinheiten verdankt er einem strikten, professionellen Regenerationsmanagement.

Ja, Rico Verhoeven stand in seiner Karriere bereits mehrfach in großem Bedrängnis und musste harte Niederschläge sowie blutige Duelle überstehen.
Die bisher größten Herausforderungen und Momente, in denen der Niederländer in akuter Gefahr war:
  • Jamal Ben Saddik I (2011) & Trilogy (2021): In seinem ersten Duell 2011 ging Verhoeven in der zweiten Runde schwer K.O. Auch im packenden dritten Aufeinandertreffen (Glory 79) wurde Verhoeven zu Beginn hart niedergeschlagen und musste sich zurückkämpfen, bevor er seinen Gegner in der vierten Runde doch noch stoppen konnte.
  • Badr Hari II (2019): Im mit Spannung erwarteten Rückkampf musste Verhoeven gleich zwei Niederschläge in den Runden eins und drei einstecken. Obwohl er in Bedrängnis geriet, drehte er den Kampf durch permanente Bein-Tritte (Lowkicks), bis Hari in Runde drei verletzungsbedingt aufgab.
  • Guto Inocente (2018): In diesem Kampf ging Verhoeven unerwartet in der dritten Runde zu Boden, was den Kampf völlig offen gestaltete, bevor er das Duell über die Runden retten konnte.
Das sagt die KI (Kraft & Herz Insuffizienz)

Wenn der sagenumwobene, angeschlagene und somit brandgefährliche Boxer,
diesen einen, allesverändernden Schlag, im sagenumwobenen Schwergewicht hätte noch anbringen dürfen, dann...

Unwahrscheinlich, aber es gibt eben nichts, was es nicht gibt und es gab es zudem auch schon in der Geschichte.

Man darf es also wirklich nicht nur so sehen, dass Rico wegen dem KD ganz sicher in einer möglichen 12. Runde KO gegangen wäre.
Sonst gäbe es ja kein "Zurückkommen" im Boxen.

Solche Slogans (hinkende Metaphern) sind ja nicht neu im Boxen:

"Angeschlagene Boxer sind am gefährlichsten"
"die Argentinier sind hart im Nehemen" > denen würde man also mehr zumuten?
"den Niederschlag aus der Anfangsrunde wieder gut machen"
"nach diesem Niederschlag muss er all in gehen, wenn er noch gewinnen will"

Für Usyk gäbe es den Fakt der Unterschätzung der Restkraft ("The Overconfidence Trap") von Vehoeven.

Beispiele, wo man es hat anders laufen lassen:
Tyson Fury wurde so was von astrein von Wilder flachgelegt und der durfte nach der Verlängerung im Runterzählen nochmal ran...
McCall wurde weinend x-mal getroffen...

Man kann also keinesfalls sagen, dass der Diskurs in Fall von Rico auf der einen oder der anderen Seite mehr im rechten Licht stattfindet.

Wenn ein Boxer ggf. dauerhalft Schaden nimmt, dann ist das Geschrei groß und der, der es zu lange hat laufen lassen, ist der Depp.

Dann ist der Ref in der Bredouille und muss in Windeseile unter dem Lärm der Masse so ne Art Triage-Entscheidung fällen.

Ich würde das nicht machen wollen.
 
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LeZ

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Gut, wenn Verhoeven soviel im Tank hatte wie McCall damals, dann hätte der auch noch 20 Runden mehr boxen können. Da kann Kalle sich gleich mit ihm verbrüdern, gesichtstechnisch. :)

Ich sage nochmal, es war nicht falsch, abzubrechen. Wenn er die 12. Runden erlaubt aber wie ein Schießhund aufpasst auf Zeichen von Fahrigkeit, ist es auch nicht falsch, weil es kein Dauerbombardement sondern ein glasklarer Volltreffer am Kinn war. Er muss dann aber sofort abbrechen, wenn Verhoeven anfängt zu torkeln oder kassiert. Und nicht abwarten bis der bewegungslos am Boden liegt.
 

Gladio

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nicht funktionierte. Mit senkkopf in den Mann. Usyk machte das dann Phasenweise ziemlich akkurat und technisch äußerst sauber. Das sollte man ihm zu gute halten.
Usyk ist ein TOP 5 HW ATG. Das er technisch allererste Sahne ist, steht völlig außer Frage.

Nicht zu vergleichen mit Fury gegen Ngannou
Weder Usyk war so miserable wie Fury gegen Ngannou, noch war Ngannou herausragend wie Rico gegen Usyk. Über jede andere Aussage darf man getrost hinwegsehen.

Hier noch einiges zur Ergänzung. Usyks körperlicher Zustand ist das Resultat seines Alters und einem Jahr Ringabstinenz, ohne ein permanentes HIT Programm.

Vorher war er praktisch durchgehend im Wettkampf Training, was in seinem Alter, auf diesem sehr hohen sportlichen Niveau, belastungsgesteurt und altersbereinigt, auch nötig ist.

Persönlich habe ich große Zweifel ob Usyk nochmal den körperlichen Zustand von vor einem Jahr erreicht. Dafür müsste er nochmal auf sehr viel Lebensqualität verzichten und monatelang im Camp verbringen, um seine Parameter successive zu verbessern. Ob er mit 40 Jahren dann tatsächlich nochmal die exakten Werte von vor einem Jahr erreicht, steht ebenfalls in den Sternen.
 

timeout4u

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Ich würde das nicht machen wollen.
Nach der herrschenden Meinung hier ist das alles doch ganz einfach. Man braucht nicht viel zu können und entscheidet einfach nach dem jeweiligen "schwarz"Geldfluß. Viel zu befürchten gibts ohnehin nicht, was Sanktionen, Strafverfolgung usw. angeht, ausser dass man nur mit "blind", "dumm", "korrupt" leben muss. ;)
 

KRAFT&HERZ

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Ich sage nochmal, es war nicht falsch, abzubrechen. Wenn er die 12. Runden erlaubt aber wie ein Schießhund aufpasst auf Zeichen von Fahrigkeit, ist es auch nicht falsch, weil es kein Dauerbombardement sondern ein glasklarer Volltreffer am Kinn war. Er muss dann aber sofort abbrechen, wenn Verhoeven anfängt zu torkeln oder kassiert. Und nicht abwarten bis der bewegungslos am Boden liegt.
nuff said
 

Gladio

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Sagen wir mal so. Egal wie man es am Ende dreht und wendet. Versucht es mit Ausreden und Regularuen zu erklären. Wenn man Rico von Beginn an eine faire Chance hätte geben wollen den Fight zu gewinnen, wäre zu Beginn der 11. Runde keine MD Draw auf den Scorecards gestanden und ich glaube bei folgedem sind sich alle Fachleute, Experten und Fans weltweit einig, hätte kein Ref der Welt, einen Fight Sekunden vor Schluss abgebrochen, bei dem der situationsbedigt, unterlegene Sportler aktive und bewusste Abwehrbewegungen macht.
 

Irgendwer

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irgendwo im nirgendwo
Verhoeven ist durch solche "Höllen" sogar mit Kicks zum Kopf schon weiter gegangen, als gegen Usyk.
Nach der Ringpause zur 12. Runde wäre Rico sicher nicht sofort umgefallen,
dem darf man schon gute Recovery attestieren.

Ich möchte Verhoeven's Leistung oder Nehmerfähigkeit nicht schlecht reden oder schmälern und sah schon mehrere seiner Glory Fights. MMn ist es ein Unterschied ob er in einem Glory Fight in drei Runden zwanzig Hände nimmt oder in einem Boxfight von einem Spezialisten +/- 100. Spricht natürlich für seine Nehmerfähigkeiten aber der Schaden könnte dadurch auch deutlich höher sein.

Und zu den Kicks, man sieht Kämpfer wegen einem "Streifer" KO gehen und andere nehmen heftigere und bleiben stehen. Spielen sicher mehrere Faktoren eine Rolle die man aus der Zuschauerrolle nicht wahr nimmt. Ein wuchtiger Kick von KroCop der voll einschlägt, ob er auch bei diesem stehen bleibt?
 
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Gladio

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Ein wuchtiger Kick von KroCop der voll einschlägt, ob er auch bei diesem stehen bleibt?
Rico hat als junger Fighter einen still-in-Prime-Sammy Schilt überlebt. Viel knackiger als Sammy, der übrigens wie Mirko und Andy Hug auch aus dem Kyokushin kommt, geht es im KB-Sport nicht. Er hat zwar verloren, ist aber nicht down gegangen.
 
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KRAFT&HERZ

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Ich möchte Verhoeven's Leistung oder Nehmerfähigkeit nicht schlecht reden oder schmälern und sah schon mehrere seiner Glory Fights. MMn ist es ein Unterschied ob ich in einem Glory Fight in drei Runden zwanzig oder dreißig Hände nehme oder in einem Boxfight von einem Spezialisten 200. Spricht natürlich für seine Nehmerfähigkeiten aber der Schaden könnte dadurch auch deutlich höher sein.

Und zu den Kicks, man sieht Kämpfer wegen einem "Streifer" KO gehen und andere nehmen heftigere und bleiben stehen. Spielen sicher mehrere Faktoren eine Rolle die man aus der Zuschauerrolle nicht wahr nimmt. Ein wuchtiger Kick von KroCop der voll einschlägt, ob er auch bei diesem stehen bleibt?
Glaube, ich hab für meinen Teil alles gesagt.
Und ob der Impact bei Mighty Mo oder David Tua größer gewesen wäre trotz telegraphie wie bei einem präzisen Usyk,
hab ich mal wieder keine Ahnung.

Ich bin ja, wie hier nachzulesen ist, selbst recht ambivalent bezüglich des Fightausgangs.

Da es aber ähnliche Veranstaltungen an den Wochenenden sind, kann man bemängeln, dass es an einem Samstag einen Elfmeter gibt in ner ähnlichen Situation und an nem anderen Samstag gibts keinen.

Evtl. muss echt ein Videobeweiß herhalten, der die Situation im Ring dann bewertet.

Die Diskussionen im Nachgang werden trotzdem bleiben.

Im Ring hätte man dann sagen können, dass der Klingelton vorher zu hören oder simultan da war und der Referee müsste nicht wegen einem "Hörfehler", das Ding dann fälschlicher Weise so durchziehen und nachher Entschuldigungen finden.

Dann könnte er im Sinne des Aufschubparadigmas einen falschen Impuls geraderücken.

Das wäre keinesfalls schlimmer und würde den Kampf ggf. kurz unterbrechen, aber 30 Sekunden für Mundschutz ist auch ne Unterbrechung.

Wenn´s ein Hörfehler vom Ref war, dann kann ja keiner was dafür und ein NC wäre die richtige Korrektur.

...ginge halt nicht, wenn Öner den Videobeweis bewerten sollte ;)
 

Roberts

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Interessant ist ja, dass es unter den bekannten Boxexperten hier im Forum wie @Franz und @timeout4u sowie @Gladio mindestens zwei unterschiedliche Denkschulen und damit Bewertungsgrundlagen gibt. Von dumm gelaufen, aber auch etwas ungeschickt von Verhoeven, trotzdem aber regelkonform über klare Punkteführung für Usyk und Abbruch gerechtfertigt bis hin zu klare Punkteführung für Verhoeven und schlussendlich typischer Betrug an ihm, weil das Ergebnis von vornherein feststand mit gekauften Offiziellen und keinesfalls ein gerechtfertigter Abbruch.

Ich als Laie kann nicht sagen, was hier wahrscheinlich stimmt. Zumindest der Ausflug in die Regelkunde schien mir nachvollziehbar, aber was weiß ich schon…
 

timeout4u

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unterschiedliche Denkschulen
Du glaubst gar nicht, was es für zig Ansichten gibt, wenn verschiedene Trainer z.B. den Pass/Diagonalgang, die Deckung oder die Grundstellung diskutieren/erklären. :crazy:
"Stimmen" tut allerdings nur eins, was ich mal gelehrt bekommen habe: es gibt kein richtig oder falsch! ;)
 
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Doch! :D

Ich merke immer selbst, wenn ich versuche was zu verallgemeinern, wieviele "außer wenn"-Ausnahmen mir gleich einfallen.
 

Gladio

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Ich als Laie kann nicht sagen, was hier wahrscheinlich stimmt. Zumindest der Ausflug in die Regelkunde schien mir nachvollziehbar, aber was weiß ich schon…
Ich kann jetzt nur für mich selber sprechen. Versuche mich aber so zu erklären das es auch mit den aktuellen von der Assesociation of Professional Boxing Commission festgelegten Regelwerk, für professionellen Boxsport, erklärt wird. Wichtig für diesen Kampf sind die in der Assesociation of Professional Boxing Commission seperat aufgeführten Rules Of Championship Boxing.

Diese lauten folgendermaßen und können hier nachgelesen werden.

Dies ist der, durch eine KI ins Deutsche übersetzte Wortlaut:

1. Jede Runde dauert drei (3) Minuten, zwischen den Runden liegt eine Pause von einer (1) Minute.

2. Der Ringrichter ist der alleinige Schiedsrichter eines Kampfes und die einzige Person, die befugt ist, einen Kampf abzubrechen. Diese Regel schließt eine Videoüberprüfung oder sonstige Überprüfung einer Entscheidung gemäß den Verfahren der zuständigen Regulierungsbehörde nicht aus, wenn ein Protest wegen eines offensichtlichen Regelverstoßes eingereicht wird.

3. Alle Kämpfe werden von drei (3) Punktrichtern bewertet und gewertet.

4. Das 10-Points-Must-System ist das Standardwertungssystem für einen Kampf.

5. Der obligatorische eight (8)-Count nach Niederschlägen ist in allen Kämpfen Standardverfahren.

6. Alle Profiboxer sind verpflichtet, während des Wettkampfs einen Mundschutz zu tragen. Die Runde kann ohne den Mundschutz nicht beginnen. Wenn sich der Mundschutz während des Wettkampfs löst, unterbricht der Ringrichter den Kampf und lässt den Mundschutz beim ersten geeigneten Moment wieder einsetzen, ohne den laufenden Kampf zu stören. Der Ringrichter kann Punkte abziehen, wenn er der Ansicht ist, dass der Mundschutz absichtlich ausgespuckt wurde.

7. Es gibt KEINEN standing eight (8)-Count.

8. Es gibt KEINE Drei (3)-Knockdown-Regel.

9. Ein Boxer erhält eine 20-Sekunden-Zählung, wenn er aus dem Ring auf den Boden gestoßen wird. Der Boxer darf dabei weder von Zuschauern noch von seinen Sekundanten unterstützt werden. Wird er von jemandem unterstützt, kann der Boxer Punkte verlieren oder disqualifiziert werden, wobei diese Entscheidung im alleinigen Ermessen des Ringrichters liegt.

10. Ein Boxer, der zu Boden gegangen ist, kann nicht durch die Glocke gerettet werden.

11. Erleidet ein Boxer durch einen regelkonformen Schlag eine Verletzung, die so schwerwiegend ist, dass der Kampf abgebrochen werden muss, verliert der verletzte Boxer durch technischen K.o.

12. Durch Fouls verursachte Verletzungen:

A. Vorsätzliche Fouls.

1. Verursacht ein vorsätzliches Foul eine Verletzung und ist diese so schwerwiegend, dass der Kampf sofort abgebrochen werden muss, verliert der Boxer, der die Verletzung verursacht hat, durch Disqualifikation.

2. Verursacht ein vorsätzliches Foul eine Verletzung und darf der Kampf fortgesetzt werden, muss der Ringrichter die Verantwortlichen benachrichtigen und dem Boxer, der das Foul begangen hat, zwei (2) Punkte abziehen. Punktabzüge für vorsätzliche Fouls sind obligatorisch.

3. Verursacht ein vorsätzliches Foul eine Verletzung und führt diese Verletzung dazu, dass der Kampf in einer späteren Runde abgebrochen wird, gewinnt der verletzte Boxer durch TECHNISCHE ENTSCHEIDUNG, wenn er auf den Punktekarten in Führung liegt; der Kampf endet mit einem TECHNISCHEN UNENTSCHIEDEN, wenn der verletzte Boxer auf den Punktekarten zurückliegt oder gleichauf liegt.

4. Verletzt sich der Boxer bei dem Versuch, seinen Gegner absichtlich zu foulen, wird der Ringrichter keine Maßnahmen zu seinen Gunsten ergreifen, und diese Verletzung wird wie eine durch einen fairen Schlag verursachte behandelt.

5. Ist der Ringrichter der Ansicht, dass sich ein Boxer unsportlich verhalten hat, kann er den Kampf abbrechen und den Boxer disqualifizieren.

B. Versehentliche Fouls.

1. Verursacht ein versehentliches Foul eine Verletzung, die so schwerwiegend ist, dass der Ringrichter den Kampf sofort abbricht, endet der Kampf mit einem UNENTSCHIEDEN, wenn er vor Ablauf von vier (4) vollendeten Runden abgebrochen wird. Vier (4) Runden gelten als vollendet, wenn die Glocke ertönt
was das Ende der vierten Runde bedeutet.

2. Wenn ein versehentliches Foul eine Verletzung verursacht, die so schwerwiegend ist, dass der Ringrichter den Kampf nach vier (4) Runden abbricht, endet der Kampf mit einer TECHNISCHEN ENTSCHEIDUNG zugunsten des Boxers, der zum Zeitpunkt des Kampfabbruchs auf den Punktekarten in Führung liegt.

a. Teilrunden oder unvollständige Runden werden gewertet. Wenn keine Kampfhandlungen stattgefunden haben, sollte die Runde als unentschieden gewertet werden. Dies liegt im Ermessen der Punktrichter.

13. Ein Kämpfer, der einen versehentlichen Tiefschlag abbekommt, muss nach einer angemessenen Zeitspanne, jedoch spätestens nach fünf (5) Minuten, weiterkämpfen, andernfalls verliert er den Kampf.

Die wichtigsten Kriterien bei Bewertungen von professionellen Boxkämpfen, lauten wiefolgt:

•Bei der Bewertung einer Runde geht es nicht nur um die Schlagkraft, sondern auch um die Technik.

•Saubere Schläge: Präzise Schläge, die klar treffen.

•Effektive Aggression: Druck, der zu erfolgreichen Treffern führt.

•Ringgeneralship: Kontrolle über das Tempo und den Raum des Kampfes.

•Verteidigung: Geschicktes Ausweichen, Blocken oder Kontern von Schlägen.

Zu beachten ist folgendes:
Diese Elemente werden je nachdem, ob es sich um einen Amateur- oder Profikampf handelt, unterschiedlich gewichtet, bilden jedoch die Grundlage jeder offiziellen Entscheidung.


Einen Profi Boxkampf versuche ich persönlich immer neutral zu betrachten, auch wenn es sicherlich bevorzugte Kämpfer gibt, denen man lieber als anderen bei der Arbeit zusieht.

Meine persönlich bevorzugten Bewertungskriterien sind folgende. Die im Folgenden, der Gewichtung meiner persönlichen Präferenzen entsprechend, aufgelistet sind.

1. Ringgeneralship: Kontrolle über das Tempo und den Raum des Kampfes.

2. Effektive Aggression: Druck, der zu erfolgreichen Treffern führt.

3. Saubere Schläge: Präzise Schläge, die klar treffen.

4. Verteidigung: Geschicktes Ausweichen, Blocken oder Kontern von Schlägen.

Für mich persönlich war eine klare Führung für Rico, in anbetracht meiner Bewertungsvorgaben und meinem persönlichen Blick auf einen professionellen Box Weltmeisterschaftskampf, gegeben.

Rico hat dem Kampf die Linie diktiert. Dieses Diktat führte dazu das Usyk, nur bedingt zu Geltung kam und sich hauptsächlich auf das Kontern von Aktionen beschränkt hat. Zugegebenermaßen hat er ab und an bei diesen Kontern, ebenfalls front foot Counterpressure generieren können. Bei meiner persönlichen Wertungspräferenz hat diese Kampfführung nur zu zwei Runden, bis zum Beginn der 11. Runde pro Usyk gereicht. Ich bin persönlich davon überzeugt das den Fight aktiv zu suchen, wesentlich schwerer ist als diesen passiv zu führen.

Kommen wir zum absichtlichen ausspucken des Mundstücks von Rico. Wie oben aufgeführt obliegt die Bewertung der Situation einzig beim Ref. Hier nochmals die Regelung.

Wenn sich der Mundschutz während des Wettkampfs löst, unterbricht der Ringrichter den Kampf und lässt den Mundschutz beim ersten geeigneten Moment wieder einsetzen, ohne den laufenden Kampf zu stören. Der Ringrichter kann Punkte abziehen, wenn er der Ansicht ist, dass der Mundschutz absichtlich ausgespuckt wurde.
Der Ref schien das Ausspucken nicht als zeitschindende Absicht erkannt zu haben. In dem Fall hätte man einen Punktabzug oder bestenfalls eine Verwarnung nachvollziehen können.

Kommen wir zum Abbruch durch den Ref und zum Auslöser vieler weltweiter Diskussionen. Wie ebenfalls oben aufgeführt wird die Aufgabe des Refs folgendermaßen benannt:

Der Ringrichter ist der alleinige Schiedsrichter eines Kampfes und die einzige Person, die befugt ist, einen Kampf abzubrechen.

Es ist korrekt das ein Ref den Fight nach eigenem Ermessen abbrechen darf, aber er sollte dem Anlass entsprechend eingreifen. Persönlich finde ich man sollte einen Boxer die Chance geben, vorallem weil er zwar angeschlagen aber nicht vollständig besiegt war, in der letzten Runde eines Kampfes zu beweisen das er körperlich und geistig in der Verfassung ist, sich den Regeln entsprechend zu verteidigen.
Wichtig ist auch folgendes bei Weltmeisterschaftskämpfen zu beachten und betrifft die letzte Gefechtssequenz:

Es gibt KEINEN standing eight (8)-Count.

Der Ref hat angegeben das er den Schlußgong nicht gehört hat. Aber er hat die 10 Seconds Warning gehört. Und ich weiß aus Erfahrung das die Refs die letzten zehn Sekunden mitzählen. Zumindest hat der Ref gewusst das die Runde sehr kurz vor dem Ende war und hat sich trotzdem für einen Kampfabbruch entschieden. Ringrichter die ähnlich verlaufende Kämpfe auf Weltmeisterschaftsniveau leiten, hätten bei zwei Kontrahenten aus dem Boxsport, in einem solch wichtigen Kampf, nicht das unnötige apprupte Ende gewählt. Darin bin ich mir sehr sicher.
 
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Savi

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Es gab ein offenes scoring, sodass alle nach 4 und 8 runden wussten, dass alle 3 Kampfrichter bis auf die 10. genau die gleichen Wertungen hatten. Also bevor das Kampfende "korrupt" war, halte ich es für wahrscheinlicher, dass das ganze eben doch ein halber Showkampf war. Wenn man darüber hinaus bedenkt, wie oft "Profi" Punktrichter bei kämpfen auseinander liegen, brauchen wir hier die Meinung der praxiserfahrenen nicht höher hängen als andere. Genau wie im Fußball geben die Regeln normalerweise ein guten Rahmen vor nachdem ein Kampf von mehreren Objektiv und eindeutig bewertet werden kann. Die Realität zeigt aber, dass es Ermessensspielraum und subjektiv unterschiedliche Sichtweisen gibt. Fakt ist, dass Rico in einer zwölften Runde hätte Usyk niederschlagen müssen um ein Draw zu bekommen.
Da ich Live Schwierigkeiten mit dem Stream hatte, habe ich den ganzen Kampf im Nachgang zweimal gesehen. Auch die eingeblendeten Schlagstatistiken zeigten einen völlig ausgeglichenen Kampf. Rico schmiss sich oft an Usyk ran ohne.dann aber im infigjt allzu oft klare Treffer zu setzen. Solche Aktionen genau wie Klammern und dabei unsauberes schlagen Werte ich persönlich zum Beispiel nicht als relevante Treffer.
 
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