Moses Itauma vs. Filip Hrgovic | IBF-Weltmeisterschaft im Schwergewicht | 29.08.2026 in der O2 Arena in London, England | DAZN PPV


Rückkampfklauseln sind üblich geworden bei Titelverteidigungen, bei denen es einen Champion und einen Herausforderer gibt. Das ist bezüglich diesem speziellen Fight nicht der Fall. Hier wurde das Recht ein Gefecht als Weltmeisterschaftskampf führen zu dürfen, vom eigentlich Berechtigten Nr 1. Status auf den freien Weltmeister Titel der IBF, eingekauft und eine sofortige Verteidigung dieses Titels mit dem eigentlichen Nr. 1 Herausforderer Status vereinbart.
 
Zumal so etwas üblicherweise nur bei etablierten Größen und langjährigen Champions ünlich ist und das ist Moses (noch?) nicht.
Üblich vielleicht schon, aber grundsätzlich kann jeder in jedem Fight eine Rückkampfklausel vereinbaren, wenn der Gegner mitmacht und man selbst ua. über die nötige Vertragsmacht verfügt, z.B. Paul bei Woodley.
 
Rückkampfklauseln sind üblich geworden bei Titelverteidigungen, bei denen es einen Champion und einen Herausforderer gibt. Das ist bezüglich diesem speziellen Fight nicht der Fall. Hier wurde das Recht ein Gefecht als Weltmeisterschaftskampf führen zu dürfen, vom eigentlich Berechtigten Nr 1. Status auf den freien Weltmeister Titel der IBF, eingekauft und eine sofortige Verteidigung dieses Titels mit dem eigentlichen Nr. 1 Herausforderer Status vereinbart.
Hab gelesen, dass Frank Sanchez als IBF-Nr.1 das Recht hat gegen den Sieger aus dem WM-Kampf anzutreten.
 
Die Cutanfälligkeit von Hrgovic ist einfach das "Lindenblatt" des Kroaten.

Kann mir mal wieder eine tolles Slugfest bis zur 6 Runde ausmalen und dann bricht jemand ab,
weil Filip halt wieder "null Durchblick" hat:

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Wenn Itauma diese Sollbruchstelle nicht bearbeiten kann, dann ist der Kampf offen.
 
Moses sagt u.a. dass ein gutes Kinn nichts ist wofür man gelobt werden sollte. Hrgo antwortet aber richtig, dass man ohne selten ein ganz großer wird.
 
Offensiv konnte Moses bisher oft schon "glänzen".
Die entscheidenden Fragen werden sein:
  • Kann er seine Schläge wie bisher auch wieder relativ einfach anbrigen?
  • Muss er auch wieder wie bisher nichts nennenswertes einstecken (d.h. er hätte eine gute, funktionierende Deckung)
Dann wird`s ne einseitige Nr.
Hrgo ist kein Überboxer, aber sollte natürlikch Itaumas bisher mit Abstand stärkster Gegner werden.
Bin gespannt...
 
Bezüglich Itaumas Fähigkeiten gibt es aktuell noch einige offene Fragen. Itauma boxt sehr aufwendig und mit hohem Tempo. Was passiert, wenn der Kontrahent nach sechs Runden noch steht? Kann Itauma seinen Schlagoutput beibehalten oder wird die Lage für das Gegenüber in der zweiten Kampfhälfte deutlich entspannter? Itauma war noch nie mit echter Gegenwehr konfrontiert. Wie ist es um seine Defensive und seine Nehmerfähigkeiten bestellt? Itaumas Fintieren mit dem Jab wirkt durch den exzessiven Einsatz vorhersehbar. Hat das gegen gut antizipierende Boxer überhaupt noch einen Effekt oder muss er hier auf andere Mittel setzen, um seine Schläge anbringen zu können?

Leider sehe ich in Hirgovic nicht denjenigen, der diese Fragen beantworten kann. Hirgovic ist natürlich ein sehr solider Step-Up für Itauma, stilistisch spielt er Itauma aber extrem in die Karten. Hirgovic ist wenig mobil auf den Beinen, hat eine sehr löchrige Defensive und ist stark cutanfällig. Gleichzeitig hat er nicht den Punch, um einen Kampf mit einem einzelnen Treffer zu drehen. Sein noch nicht allzu fortgeschrittenes Alter von 34 Jahren und sein Kampfgeist werden ihn eine Weile im Kampf halten, aber nach sechs oder sieben Runden geht er KO oder hat so viel Schaden genommen, dass der Kampf abgebrochen wird.

Itauma ist aktuell einer der Boxer, die ich am liebsten boxen sehen. Ich finde es absolut richtig, dass er sich trotz seines jungen Alters zügig und kontinuierlich Richtung Weltspitze orientiert. Itaumas Kampfstil ist stark von jugendlichen Attributen geprägt. Wenn er jetzt trotz absoluter Dominanz jahrelang künstlich auf einem niedrigen Level gehalten wird, garantiert das keinen späteren Erfolg. Vielleicht bekommt er eine fiese Sehnen- oder Gelenksverletzung, die seine enorme Geschwindigkeit verschwinden lässt? Vielleicht zeigt er in einem Kampf, den er auf die leichter Schulter nimmt, eine schwache Leistung und auf einmal verschwindet seine enorm einschüchternde Aura im Ring? Nicht jeder Boxer erreicht mit 30 plus/mins 2 Jahren seine Prime. Ob ein gewisser Step-Up gewagt wird oder nicht, sollte also nicht pauschal am Alter eines Boxers festgemacht werden, sondern vielmehr an der gezeigten Reife im Ring.
 
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Itaumas Fintieren mit dem Jab wirkt durch den exzessiven Einsatz vorhersehbar. Hat das gegen gut antizipierende Boxer überhaupt noch einen Effekt oder muss er hier auf andere Mittel setzen, um seine Schläge anbringen zu können?
Das wirkt nur so, denn man kann eigentlich nie exzessiv genug mit dem sog. Jab "arbeiten", es sei denn: er ist z.B. nicht variabel genug, es ist immer die gleiche Finte oder sie hat wenig Wirkung.
Fintieren hat ua. den Sinn, dass man den Gegner stört, unter Druck setzt, ihn analysiert, zu einer Reaktion verleitet und er nie genau weiß, was die Finte in der Aktion genau ist oder bezweckt.
Vom dem her ist das Ziel erfüllt, wenn der Gegner die Finte "sieht" und darauf antwortet, weil man selbst ja eben eine Antwort provozieren will, um darauf seinerseits zu reagieren.
Außerdem besteht das Fintieren mit dem Jab ab einem Elite-Level aus zig verschiedenen Bausteinen (Beinarbeit, Bewegungen, Richtung, Tempo, Krafteinsatz usw.) und zig Variationen. Und gerade, wenn man viel und variabel mit der Führhand arbeitet, macht es das äußerst schwer für den Gegner überhaupt gut antizipieren zu können.
Klar, natürlich gibt es dabei Risiken und genauso zig Möglichkeiten, wie man eine Jab/finte neutralisiert, bekämpft etc. und wenn man z.B. merkt, dass der Gegner anfängt den Jab "vorherzusehen" oder das Jabduell "kontrolliert", versucht man umgekehrt passende Gegenmittel einzustreuen wie vielleicht der Cross, Schlag zum Körper, Distanzwechsel, Paraden und und und, um so wiederum die Hoheit bei der Führhand zu gewinnen, was bedeutet, dass viele "Jabs" unter den o.g. Voraussetzungem trotz allem immer effektiv bleiben bzw. einen Effekt haben, weil man da als Boxer ständig ebf. versucht den Gegner zu "stressen", lesen oder ein, zwei Aktionen voraus weiter zu denken/planen.
 
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Bei einem Gegner, der so ein gutes Timing und speed wie Itauma hat und dich mir nichts dir nichts ausknipsen kann,muss das fintieren für den Gegner ungemein stressig sein! Das was Hrgovic macht, agressiv nach vorne gehen mit gutem Kinn, könnte aber ein gutes Mittel dagegen sein. Er wird bestimmt von Anfang an all in gehen.
 
Das Schwergewicht in UK schaut exakt anders aus, wie es Itauma interpetiert.

Kämpfe wie:
Dubois vs AJ / Larena
Wardley vs Dubois / Parker / Clarke
Allen vs alle
Joyce, Chisora...

Diese Kämpfer ginge alle doch all in. Es wurde ein Slugfest geboten mit hartem Schlagabtausch.
Geben und nehmen.
Geben kann Itauma, aber das Nehmen, Hinnhemen und stoisch auf sich und sein Talent vertrauen, das musste er bisher noch nicht zeigen.
Einen solchen o. g. Kampf hat Moses einfach noch nicht gekämpft.

Für die Legacy in UK muss er mit diesem Wasser gewaschen sein, sonst endet der Hype.
 
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Das was Hrgovic macht, agressiv nach vorne gehen mit gutem Kinn, könnte aber ein gutes Mittel dagegen sein. Er wird bestimmt von Anfang an all in gehen.

Auch wenns bei Hrgovic nicht so aussehen mag: er arbeitet genauso mit Finten, nur eben anderen. Er nutzt z.B. überwiegend einfache, minimalistische, vorbereitende Finten ua. zum Druckaufbau, zur Ringkontrolle, zum Lesen, während Itauma mehr auf kombinierte, mehrstufige Finten (Oberkörper, Beine, Rumpf) setzt. Kann daher durchaus eine gewisse Rolle spielen, welcher der beiden Boxer hier qualitativ und taktisch variabler/besser kämpft neben den ganzen anderen Faktoren wie Kondition, Stil, Timing, Reaktion, Kampfverlauf usw. und Hrgovic entsprechend seiner Fintenwerkzeuge agiert ohne das sog. "All-Inn", welches immer großes Risiko ist und selten von Anfang an das Mittel zum Zweck für einen Boxer sein sollte.
 
Man kann es eigentlich stark vereinfachen. Itauma muss für stärkere, ausdauerndere Gegner sein Konzept einfach anpassen. Entweder er treibt den Aufwand den ein Usyk aufwendet, um so ein hohes Tempo auch 12 Runden gehen zu können. Oder er passt seine Frequenz an und überbrückt die Pausen mit guten Meidbewegungen, Distanzkontrolle und strategischem Halten. Das Können hat er dem Auge nach, die Frage ist, ob er das länger als einen halben Kampf kann.
 
Ich sag mal voraus das Hrgovic viel in der Closerange, Hooks zum Körper und Uppercuts zum Kinn schmeißen wird. Itauma ist ein Midrange Fighter mit enormen Fähigketen Power aus seinem exzellenten Shoulderrounding.zu generieren. Aber er muss mit Schwung aus der Mid-, in die Closerange um richtig gefährlich zu sein. Für einen Boxer wie Hrgovic, ist der Weg über die Closerange zum Körper, der Weg zum Ziel. Dort steht Itauma offen und macht die kritischsten Fehler in der Defensivbewegung.

Abel Sanchez wird das auch wissen und Filip direkt in die Pocket schicken, um Shots zu traden. Itaumas Stamina ist nicht die beste. Liegt auch daran das er viele Hände, hart schmeißt.

Itauma vs Hrgovic ist imo ein 50/50 Fight, bei dem Itauma gar nicht mal so gut aussehen und Hrgovic besser dastehen wird als viele denken.
 
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