*uffz* du trägst deinen Nick auch irgendwie völlig zurecht, nicht wahr?

Du bist einfach mal gegen alles
Ich finde, als Fan einer Sportart sollte man Unrechtsstaaten, generell Unrecht als solche(s) benennen und für sich eine klare Position beziehen. Das gilt auch für Sportler*innen, die in der Öffentlichkeit stehen. Wir leben nun einmal in einer Welt, die sicherlich ihre schönen, aber vor allem auch schwierigen und belastenden Seiten hat.
Dass es da natürlich Unterschiede gemacht werden ist eines, nehme ich frustriert zu Kenntnis. Genauso dass Geld über Moral steht…
Aber ich kann das, was wir zu Saudi-Arabien wissen, nicht einfach mit den klimatischen Bedingungen negieren.
Die weitere Begründung, dass die Spielzeiten in den USA, Kanada oder Mexiko dir nicht entgegenkommen, ist lächerlich und Tünnkram, der Bequemlichkeit geschuldet… du bist/Europa ist doch nicht Nabel der Welt. Tennis ist ein globaler Sport, dem gilt es Rechnung zu tragen, im Sinne aller Spieler*innen und auch der Fans der Sportart/der einzelnen Spielerinnen und Spieler der jeweiligen Länder und Kontinente.
Zur Aussage um den Ukraine-Krieg… Empathie ist keine Einbahnstraße. Erst recht, wenn man die Aussagen einer Marta Kostyuk unlängst noch in Erinnerung hat, als eine Bombe unweit ihres Elternhauses explodierte. Du betreibst hier eine Täter-Opfer-Umkehr, die ich unerträglich finde. Ja, es gibt Andrey Rublev, dessen eindrückliches Statement zu Beginn des Krieges ich noch vor Augen habe. Natürlich kann ich die sportlichen Leistungen beispielsweise einer Mirra Andreeva bei den FO anerkennen und würdigen. Das hat sie sportlich verdient. Die Erwartungshaltung an ukrainische Sportler*innen ist allerdings zu viel verlangt.
Du wirst das Weltgeschehen aber nicht aus dem gesamten Sport heraus halten können. So sehr wir uns sicherlich auch manchmal die rosarote Welt wünschen, um all die Horrornachrichten mal kurzzeitig auszublenden.
Was es allerdings bedeutet, wenn Sport zum Politikum wird, konnten wir auf noch größerer Bühne bei der Fußball-WM sehen. Letztendlich ist der Sport eine (zugegebenermaßen schöne) Nebensache, aber es bleibt im großen Ganzen eine Nebensache.