Steigerwald
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Sau geil einfach
Interessante Beobachtung, hab ich nur niemals so gesehen..Joa, das hat sich angedeutet. Zverev wirkt zeitweise ziemlich kraftlos, müde. Und Shelton trifft in diesem Satz alles und das meistens mit voller Kraft. Dadurch lässt er Zverev viel laufen – und laufen ist genau das, was Zverev in den letzten Minuten schwer fällt. Das muss er jetzt schnell abschütteln, sonst tauchen doch noch die Geister von 2020 wieder auf.
Interessante Beobachtung, hab ich nur niemals so gesehen..![]()
Schade, dass die australische Koksnase den Rüffel zu oft für Lines verwendet hat und andere Ablenkungen hatte, und nicht fokussierter war.Ich glaube, dass es wenig an der körperlichen Fitness lag. Zverev ist extrem fit, der war auch im dritten nicht müde. Shelton hat in diesen Satz einfach nur vor allem mental einfach alles reingelegt. Musste er ja auch, weil Zverev bis dahin klar besser war und er keinen echten Matchplan entwickeln konnte. Wie auch? Es stand vorher im H2H, Zverevs Spiel liegt ihm einfach auch nicht wirklich.
Also musste es im 3. über die Emotion gehen und Shelton hat sich da ja wirklich selbst komplett durchgepusht, während Zverev einfach normal weitergespielt hat.
Zverev hätte das Spiel mitmachen können. Mit der Chance, dann in 3 zu gewinnen. Aber mit dem (für mich höherem) Risiko, den Satz trotzdem zu verlieren, dazu aber auch noch seinen eigenen Tunnel. Es war völlig richtig, die Verschärfungen Sheltons nicht mitzugehen, weil es offensichtlich zu Zverevs Matchplan gehörte, eine potentielle Emotionalität (auch durch das Publikum, Heimvorteil Shelton) auf keinen Fall mitzugehen. Er hat ja jegliche Emotionen so sehr abgeblockt, dass er sogar den eigenen Matchball nicht mitbekommen har. Und das war genau richtig.
Es war ja selbst mir vor dem Bildschirm klar, dass es ziemlich unwahrscheinlich war, dass Shelton diese aufgepushte Fokussierung noch 2 Sätze länger durchhält. Weil er im 3.Satz nicht für das Match, sondern nur für diesen einen Satz gespielt und gefightet hat. Danach fällt erstmal eine Last ab und die Konzentration sinkt für eine Zeit: das ist völlig normal, wenn man nicht gerade auf Koks ist. Es ist extrem schwer, ein solches, erzwungenes Momentum in den nächsten Satz herüberzuretten. Das geht eigentlich nur, wenn man dann sofort wieder ein Break schafft. Es kam aber andersrum: Zverev blieb cool und nutzte Sheltons kurzen Adrenalinabfall sofort aus - und damit war das Match eigentlich schon gelaufen. Ich bin nun auch nicht der absolute super Experte, aber mir war sofort klar, dass Shelton nicht nochmal zurückkommt - und das Zverev nur bei sich bleiben muss, um es halten zu können. War dann auch so.
Shelton hat nichts falsch gemacht, er musste im 3. Satz so vorgehen, weil ein Zverev, der voll bei sich ist und cool bleibt, die besseren Waffen hat. Jedenfalls seit seiner Stilumstellung. Zverev hat einfach mehr möglichkeiten, nicht nur gut, sondern auch klug zu spielen - und das hat er heute gemacht. Die Leistung heute war spielerisch, aber vor allem strategisch und mental viel, viel besser als das Finale von RG.
Das wird genau nie angesprochen, ich schaue ja weitestgehend über amerikanische Streams (dieses Turnier komplett, mit beiden McEnroes als Co-Kommentatoren). Es war eher andersrum: der Hauptkommentator hat John heute während des Finals gefragt, ob diese Kulisse auch unter Druck setzen kann, z.B. im Daviscup (also den Amerikaner, nicht etwa den Gegner). Und John meinte, dass er die "USA, USA" rufe immer besonders geil fand. Deckt sich auch mit meinen Davsicuperinnerungen. In den USA gibt es keinerlei Gefühl für fairness, America first. Auch heute musste der Hauptkommentator extra darauf hinweisen, das Zveerv sein Spiel doch gut umgestellt hat, die McEnroes zählten vorher fleißig ganz genau, wie oft Zverev vor dem Aufschlag den Ball aufditschen lässt. Da ist von Amis, auch und gerade von Ex-Sportlern, rein gar nichts zu erwarten.Um das mit Publikum nochmal abzuschließen. Muss man kein Drama draus machen aber war schon sehr auffällig durchs ganze Turnier wie desinteressiert lahm das war wenn kein Ami am Start war. Eines Grand Slams unwürdig. Und wenn das dann der Fall war wie heute extrem unsportlich die Fehler Zverevs beklatscht und zumeißt Totenstille selbst wenn er geile Punkte gemacht hat. Gerade da ich dieses Jahr viel tennis geschaut hab föllt das schon sehr auf u
Wie gesagt es geht schlimmer und war ja auch schon schlimmer bei anderen Partien (Williams Osaka auch US Open) aber sollte auch mal in den USA thematisiert werden von Leuten wie McEnroe oder Roddick die Einfluss haben. Sowas kann sich auch bessern wenn man darüber spricht.