Du hast mich missverstanden, ich wollte auf die Durchmischung des Feldes hinaus. Eben, dass einige Topleute (Springer, die im GWC vorn liegen) schon früher dran sind. Und Springer auf den hinteren Rängen später, weil sie in der Quali ungewöhnlich gut waren. Ob das irgendwie sportlich spannender ist als wie bisher nach dem Stand im GWC zu starten werden wir sehen. Für den Eventfan vor Ort ist das sicher interessanter, wenn alle paar Springer ein bekannter Name auftaucht als wenn die bekannteren Springer erst alle geballt am Schluss des Durchgangs dran kommen.
Glaube ich nicht, dass jemand absichtlich in der Quali schlecht springt. Es kann ja auch sein, dass die Bedingugen im Laufe des Wettbewerbs besser werden. Taktieren ist schwierig, dazu ist der Sport zu unberechenbar.
Ich denke auch, dass die Durchmischung der Grund ist. Für Fans wie uns spielt das keine so große Rolle, weil wir uns ohnehin für relativ viele Springer interessieren und den Wettkampf daher von Anfang an interessant finden.
Nur glaube ich weniger, dass es bei der Durchmischung für die Eventfans vor Ort geht - sondern eher um die Gelegenheitsfans zu Hause vor dem Fernseher. Für solche Zuschauer, denen es vor allem um die Topleute geht, ist die erste halbe Stunde des ersten Durchgangs zugegebenermaßen nicht so spannend. Wenn da aber zwischendurch immer wieder mal ein Star springt, weil er am Vortag oder in der Quali gepatzt hat, macht es für diese Zuschauer die Anfangsphase vielleicht etwas interessanter.
Mir persönlich wäre die bisherige Reihenfolge lieber, die neue ist jetzt aber auch kein Beinbruch.
Also die Startreihenfolge nach Qualy find ich ok. Wertet die Qualy nochmal auf, ähnlich wie bei der Tournee. Was mir missfällt ist, dass man die Qualy teilweise am Sonntag entfallen lässt. Macht doch freitags einfach dann zwei Qualydurchgänge und schiebt das Training vor wenn unbedingt zwei Durchgänge benötigt werden oder macht einen Trainingssprung. Damit sollten sie schon klarkommen können. Oder man öffnet die Schanze schon donnerstags. Ich finds nicht wirklich fair wenn jemand einmal die Qualy nicht schafft, dass er dann das gesamte Wochenende bestraft ist.
Zwei Qualifikationen am Freitag wären aus meiner Sicht auch die bessere Idee, wenn man denn unbedingt vermeiden will, am Sonntag noch eine Quali springen zu müssen. Wegen einer zusätzlichen Quali schon donnerstags springen wird man sicher nicht - dann müsste man den Teams ja noch für eine weitere Nacht Unterkünfte anbieten, und das würde hohe Zusatzkosten verursachen.
Beim Herbstmeeting des Welt-Skiverbands sind erstmals konkrete Zahlen zur finanziellen Lage bekannt geworden. Das strukturelle Defizit beträgt rund 20 Millionen Euro jährlich. DSV-Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach zeichnet ein düsteres Bild.
www.br.de
Und apropos Kosten... das finde ich ja schon erschreckend,
wie sehr die FIS in den vergangenen Jahren heruntergewirtschaftet worden ist. Wenn sie das nicht in den Griff bekommen, wird das über kurz oder lang
- das Aus für diejenigen Disziplinen bedeuten, die Verluste machen,
- und die Einstellung der Zahlungen der FIS an die Verbände bedeuten, was wiederum zur Folge hat, dass auch dort die finanziellen Schwierigkeiten wachsen.
Und es zeigt eben auch nochmals, dass manches, was in der Vergangenheit kritisiert worden ist, schlicht aus finanziellen Gründen eine Notwendigkeit ist. Ich kann mich erinnern, dass es im letzten Winter irgendwo (im Kombi-Bereich) eine Diskussion gab, weil die gemischte Kombi- und Langlauf-Veranstaltung für Oberhof defizitär war - und das unter anderem deshalb, weil die Veranstalter die Übernachtungskosten für viele Sportler übernehmen müssen. Anders als im Biathlon, wo die IBU vieles zahlt.
Sehr interessanter Artikel mit konkreten Zahlen und Belegen, warum ein Langlauf- und NoKo-Weltcup nicht rentieren.
Im Langlauf und in der Kombination stellt der Weltverband FIS, ganz im Gegensatz zur IBU, horrende Anforderungen an alle Weltcup-Ausrichter und eben auch an Oberhof. Diese müssen die kompletten Preisgelder sowie die Übernachtungskosten für die Top 15 des Weltcups übernehmen, also für insgesamt 60 Athletinnen und Athleten. Hinzu kommen noch Hotelkosten für die internationalen Kampfrichter.
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Aber der Artikel zeigt den Grund: Die FIS kann sich das schlicht nicht leisten, sie hat dazu kein Geld.