Ich denke auch, dass die Durchmischung der Grund ist. Für Fans wie uns spielt das keine so große Rolle, weil wir uns ohnehin für relativ viele Springer interessieren und den Wettkampf daher von Anfang an interessant finden.
Nur glaube ich weniger, dass es bei der Durchmischung für die Eventfans vor Ort geht - sondern eher um die Gelegenheitsfans zu Hause vor dem Fernseher. Für solche Zuschauer, denen es vor allem um die Topleute geht, ist die erste halbe Stunde des ersten Durchgangs zugegebenermaßen nicht so spannend. Wenn da aber zwischendurch immer wieder mal ein Star springt, weil er am Vortag oder in der Quali gepatzt hat, macht es für diese Zuschauer die Anfangsphase vielleicht etwas interessanter.
Mir persönlich wäre die bisherige Reihenfolge lieber, die neue ist jetzt aber auch kein Beinbruch.
Zwei Qualifikationen am Freitag wären aus meiner Sicht auch die bessere Idee, wenn man denn unbedingt vermeiden will, am Sonntag noch eine Quali springen zu müssen. Wegen einer zusätzlichen Quali schon donnerstags springen wird man sicher nicht - dann müsste man den Teams ja noch für eine weitere Nacht Unterkünfte anbieten, und das würde hohe Zusatzkosten verursachen.
Und apropos Kosten... das finde ich ja schon erschreckend,
wie sehr die FIS in den vergangenen Jahren heruntergewirtschaftet worden ist. Wenn sie das nicht in den Griff bekommen, wird das über kurz oder lang
- das Aus für diejenigen Disziplinen bedeuten, die Verluste machen,
- und die Einstellung der Zahlungen der FIS an die Verbände bedeuten, was wiederum zur Folge hat, dass auch dort die finanziellen Schwierigkeiten wachsen.
Und es zeigt eben auch nochmals, dass manches, was in der Vergangenheit kritisiert worden ist, schlicht aus finanziellen Gründen eine Notwendigkeit ist. Ich kann mich erinnern, dass es im letzten Winter irgendwo (im Kombi-Bereich) eine Diskussion gab, weil die gemischte Kombi- und Langlauf-Veranstaltung für Oberhof defizitär war - und das unter anderem deshalb, weil die Veranstalter die Übernachtungskosten für viele Sportler übernehmen müssen. Anders als im Biathlon, wo die IBU vieles zahlt.
Sehr interessanter Artikel mit konkreten Zahlen und Belegen, warum ein Langlauf- und NoKo-Weltcup nicht rentieren.
Im Langlauf und in der Kombination stellt der Weltverband FIS, ganz im Gegensatz zur IBU, horrende Anforderungen an alle Weltcup-Ausrichter und eben auch an Oberhof. Diese müssen die kompletten Preisgelder sowie die Übernachtungskosten für die Top 15 des Weltcups übernehmen, also für insgesamt 60 Athletinnen und Athleten. Hinzu kommen noch Hotelkosten für die internationalen Kampfrichter.
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Aber der Artikel zeigt den Grund: Die FIS kann sich das schlicht nicht leisten, sie hat dazu kein Geld.