Eishockey allgemein


Die Geschichte um Blues-Prospect Matthew Mayich macht einen gleichzeitig traurig und wütend. Mayich, 21, wollte in der kommenden Saison für die Arizona State University am College spielen, ist aber bei einem Workout des Teams im August infolge eines Hitzeschlags kollabiert. Die Familie von Mayich erhebt schwere Vorwürfe, nachdem das von Spielern als "unerträglich" beschriebene Workout unter der Leitung eines Ex-Soldaten bei über 30 Grad durchgeführt wurde. Zudem wurde das Akklimatisierungs-Protokoll, wonach neue Spieler schrittweise an die Temperaturen in Arizona gewöhnt werden sollen, offenbar komplett ignoriert. Mayich wurde nach seinem Zusammenbruch leider auch alles andere als ideal erstversorgt, um das vorsichtig zu formulieren ... und laut dem Anwalt der Familie hat der im Koma liegende junge Mann leider keine realistische Chance, sich von den erlittenen Schäden zu erholen. Die Universität weist natürlich jede Schuld von sich und betont, wie locker das Workout doch gewesen wäre.

A lawyer for the family of an Arizona State University hockey player who collapsed into a coma after an outside workout said the school was failing to properly investigate what happened when an ex-Green Beret led the team in "grueling" drills.

Robert Carey said 21-year-old defenseman Matthew Mayich has "zero chance of recovery," and his family had no faith the university would conduct a complete and impartial inquiry. ASU has pushed an unofficial narrative about "how minimal, how soft and how easy" the workout was while players and others have privately reported it as being "unbearably hard," he said.

"My investigation shows the storyline is completely false," Carey told The Arizona Republic on Aug. 31. "This case has shattered (Mayich's) life. He deserves, and his family deserves, a proper investigation."

The 50-minute workout began in the early morning of Aug. 20, the first day of classes for the fall semester. Tempe Fire Medical Rescue crews responded at 8:30 a.m. to ASU's Joe Selleh Track for calls of a heat-related illness. The temperature at the time was between 87 and 89 degrees.
Carey said he has interviewed multiple players and has learned they were forced to go through a series of intensive workouts without standard breaks while the ex-soldier "yelled at them from the get-go ... like a dril instructor."

Players were told not to complain; water was available only to those who led exercises and little was left for those who trailed, Carey said. Mayich showed obvious signs of distress and was unable to complete tasks as the workout progressed, Carey said.

"He was disoriented and struggled well before he collapsed," he said.

The university has allowed coaches and team staff to remain in their roles overseeing players, who fear retaliation, such as the loss of scholarships or positions, if they speak out, Carey said. No effort has been made to sequester the hockey players from the coaching staff who oversaw the workout, he said.
The comatose Arizona State University hockey player may have been in metro Phoenix for less than a week before being allowed to participate in a military-style outdoor workout, potentially violating the school's heat policy.

Athletes are supposed to be acclimatized, or exposed, to the heat gradually over seven to 14 days by steadily increasing the intensity and duration of activity in the sun, according to a review of Athletic Department guidelines by The Arizona Republic.

Matthew Mayich had been in the Phoenix area "five days max" when his family's lawyer said the 21-year-old suffered exertional heatstroke and collapsed on Aug. 20 during a series of drills led by an ex-Green Beret on the first day of class.
A number of provisions could have protected the Canadian native before the 50-minute workout, during the exercises and after he fell to the ground near the end — if they had been followed.

Mayich was not immediately rushed to a cooling station or dunked in an ice bath when he fell down at the ASU track; he was instead left on the ground for several minutes, Carey said. "They didn't have any cooling plan in place," he said.

School guidelines say the first choice for treating heat illness "is with immediate cold water immersion," even if an athlete is fully clothed. They say "a cold tub half-filled with water" should be ready for immediate use. Three to four coolers of ice should be next to the tub to use in case of emergency.

Athletes suffering from heat illness should be moved from direct sunlight and heat to an indoor space with air conditioning, according to the guidelines. If that's not possible, they should be moved into the shade where fans can be used to cool them.

Mittlerweile hat auch die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

 
Und mittlerweile hat man 10 verletzte Spieler darunter der Tormann der der die ganze Saison ausfallen wird 😪

Gestern wurde sogar das Mannschaftstraining abgesagt, und nur einzeln trainiert.
Wieviel Pech kann man haben 😔
Aber der Trainer will nicht aufgegeben, und keine Ausreden hören 💪
 
Nein. Was hat sich an der Situation seit 2022 geändert? Nicht, gar nichts. Daher hätte man beim Ausschluss bleiben sollen.

Und was können die Sportler dafür? Am Anfang war der Ausschluss sicher richtig, aber die russischen Sportler haben den Krieg weder verursacht noch können sie etwas dafür. Wir müssen nicht darüber diskutieren, dass das Leid der Ukrainier unerträglich ist und Putin derjenige ist, der den Krieg in jeder Sekunde beenden könnte und dann Frieden wäre, aber es ist auch falsch, dass russichen Athleten, aufgrund einer Person, für deren Handeln sie nichts können, jahrelang ihre Träume genommen werden.
Jeder Krieg ist einer zuviel, aber dann bitte auch alle Länder bei jedem Krieg direkt sanktionieren, warum passiert das eigentlich nicht?
 
Ach, und über Zeit ändert sich was genau an der Bewertung?



..wer ist wobei genau gemeint?

Die USA z.B????

Und ja dauerhaft russische Athleten daran hindern ihren Beruf ordentlich auszüben und für Dinge zur Verantwortung zu ziehen, mit denen sie 0,0 zu tun haben ist natürlich absolut inakzeptabel. Von Anfang an konnte auch keiner erklären wie das irgend jemand weiter bringt, Menschen auszuschließen, die mit dem Krieg nichts zu tun haben.
Sollte es belastendes Material oder Beweise geben, dass sich rgendein russicher Sportler kriegstechnisch engagiert oder dergleichen unterstützt, natürlich ausschließen, aber pauschal alle Sportler in Geiselhaft zu nehmen ist für mich einfach ein Unding.
 
Du kapierst schon, dass du dir selber widersprichst mit deinem "am Anfang war es richtig", in Anbetracht deiner Argumentation? Denn der Ansicht zufolge (die man durchaus haben kann, ist ein legitimer Standpunkt, auch wenn ich ihn nicht teile) wäre es direkt von Anfang an falsch gewesen, die Athleten auszuschließen.


Bin ich grundsätzlich dabei, da ist das Problem dann eher, ob da ein durchgehender, jahrelanger Krieg vorliegt, oder "nur" zeitlich begrenzte Operation, etc. pp. Und bei der Fußball-WM natürlich der Umstand, dass man nicht so gut den Gastgeber wechseln kann/will.

Moralisch, klar, mehr Kriegstreiberei geht kaum.

Du schriebst halt "alle Länder", das wunderte mich, weil außer den USA (und Israel, die aber ja für die letzten Großereignisse eh nicht qualifiziert waren) fiel mir jetzt gar kein anderer aktueller Angriffskrieg ein. "Nur" diverse Bürgerkriege (Sudan etc.).
 
Du kapierst schon, dass du dir selber widersprichst mit deinem "am Anfang war es richtig", in Anbetracht deiner Argumentation? Denn der Ansicht zufolge (die man durchaus haben kann, ist ein legitimer Standpunkt, auch wenn ich ihn nicht teile) wäre es direkt von Anfang an falsch gewesen, die Athleten auszuschließen.



Bin ich grundsätzlich dabei, da ist das Problem dann eher, ob da ein durchgehender, jahrelanger Krieg vorliegt, oder "nur" zeitlich begrenzte Operation, etc. pp. Und bei der Fußball-WM natürlich der Umstand, dass man nicht so gut den Gastgeber wechseln kann/will.

Moralisch, klar, mehr Kriegstreiberei geht kaum.

Du schriebst halt "alle Länder", das wunderte mich, weil außer den USA (und Israel, die aber ja für die letzten Großereignisse eh nicht qualifiziert waren) fiel mir jetzt gar kein anderer aktueller Angriffskrieg ein. "Nur" diverse Bürgerkriege (Sudan etc.).


Neee finde ich nicht, am Anfang neigt man bei schlimmen Dingen schnell zu drastischen Maßnahmen und fühlt sich berufen zu Handeln und wie gesagt, dass war ja auch grundsätzlich okay, weil man der Ukraine beistehen wollte und ein Zeichen gegen den Agressor setzen wollte und musste.
Am Krieg hat das alles aber nichts geändert und der Agressor ist nun mal eben weder das russische Eishockey Team, noch die Langläufer oder Biathleten, die einfach nur ihren Sport ausüben wollen. Leute die den Krieg offensichtlich untersützen aus diesen Reihen, sollten wie gesagt natürlich weiter gesperrt bleiben aber man kann für die Verfehlungen und Abartigkeiten einzelner Leute kein ganzes Land in Geiselhaft bzw. Sippenhaftung nehmen.
 
Leute die den Krieg offensichtlich untersützen aus diesen Reihen, sollten wie gesagt natürlich weiter gesperrt bleiben aber man kann für die Verfehlungen und Abartigkeiten einzelner Leute kein ganzes Land in Geiselhaft bzw. Sippenhaftung nehmen.

Is halt insofern zu kurz gedacht, dass das herrschende Unrechtsregime eben sich selbst entsprechend inszenieren wird unter Nutzung der Athleten und ihrer Erfolge, wenn man sie teilnehmen lässt.
 
Is halt insofern zu kurz gedacht, dass das herrschende Unrechtsregime eben sich selbst entsprechend inszenieren wird unter Nutzung der Athleten und ihrer Erfolge, wenn man sie teilnehmen lässt.

So etwas darf aber nie der Grund sein, Sportler die sich nichts zu schulden haben kommen lassen, daran zu hindern, ihren Beruf ausüben zu lassen. Mit dem Argument müsste jeden Autoritären Staat, die Erfolge ihre Sportler ausschlachtet ausschließen, z.b. auch China etc. , dass kann aber niemals Grund sein unbescholtene Sportler zu trangsalieren.
 
Das sind halt die zwei Seiten der Medaille. Ich finde das gar nicht so eindeutig, wie du es darstellst, im Gegenteil. Das ist eine Abwägung zwischen

"Wir bieten einem Unrechtsregime keine Bühne, zum persönlichen Nachteil der Sportler dieses Landes"

vs

"Wir sorgen für die persönlichen Rechte dieser Sportler, bieten dadurch aber dem Regime diese Bühne"

wo ich persönlich eher bei A bin, und meinem Eindruck nach ist das auch die Mehrheitsmeinung. Aus gutem Grund. Kannst du anders sehen, wie gesagt, aber dieses "endlich wird das Unrecht beendet" ist halt einfach drüber.
 
Das sind halt die zwei Seiten der Medaille. Ich finde das gar nicht so eindeutig, wie du es darstellst, im Gegenteil. Das ist eine Abwägung zwischen

"Wir bieten einem Unrechtsregime keine Bühne, zum persönlichen Nachteil der Sportler dieses Landes"

vs

"Wir sorgen für die persönlichen Rechte dieser Sportler, bieten dadurch aber dem Regime diese Bühne"

wo ich persönlich eher bei A bin, und meinem Eindruck nach ist das auch die Mehrheitsmeinung. Aus gutem Grund. Kannst du anders sehen, wie gesagt, aber dieses "endlich wird das Unrecht beendet" ist halt einfach drüber.

Ist völlig legitim, ich bin halt komplett anderer Meinung und habe meine Argumente ja auch genannt. Wie gesagt wir werden nicht zusammenfinden, aber das ist ja auch komplett in Ordnung.
 
Und was können die Sportler dafür? Am Anfang war der Ausschluss sicher richtig, aber die russischen Sportler haben den Krieg weder verursacht noch können sie etwas dafür. Wir müssen nicht darüber diskutieren, dass das Leid der Ukrainier unerträglich ist und Putin derjenige ist, der den Krieg in jeder Sekunde beenden könnte und dann Frieden wäre, aber es ist auch falsch, dass russichen Athleten, aufgrund einer Person, für deren Handeln sie nichts können, jahrelang ihre Träume genommen werden.
Jeder Krieg ist einer zuviel, aber dann bitte auch alle Länder bei jedem Krieg direkt sanktionieren, warum passiert das eigentlich nicht?
Wenn am Anfang der Ausschluss richtig war, dann ist er es auch jetzt noch. Die Sportler müssen jedenfalls weit weniger Opfer bringen als es weite Teile der ukrainischen Bevölkerung tun muss. Die Ukrainer tun mir weit mehr leid als russische Sportler, die eh weiterhin ihr Einkommen haben. Die KHL läuft ja weiter und auch für andere Sportarten gibt es gut dotierte Ersatzbewerbe.
Im Prinzip ist es so: Ja, man muss im Sport schauen, dass es so wenig wie möglich Boykottaktionen gibt, sonst ist der Sport nur mehr Spielball diverser Politiker. Man hat aus den großen Boykottaktionen in den 70ern und vor allem den 80ern gelernt. Aber selbst da gibt es Grenzen: und die hat Russland eindeutig überschritten. Erstens haben die die Ukraine schon seit 2014 dransgsaliert und zweitens gabs gegen die Russen schon wegen des Dopings Sanktionen. Sie durften ja auch schon vor dem Einmarsch 2022 nicht als Russland auftreten, wurden also da schon sanktioniert. Die waren also schon davor höchst verhaltensauffällig. Daher geht die Ausnahme hier in Ordnung.
Und was andere "böse" Länder betrifft: Russland ist das allerletzte Land, wo man irgendeinen Gerechtigkeitssinn walten lassen sollte. Das haben die nicht verdient.
Außerdem war das ohnehin nur möglich, weil es sonst massive viele Sanktionen gegen Russland gibt und sich weite Teile der Staatengemeinschaft gegen sie gestellt haben. Es dann kann auch der Sport Maßnahmen setzen. Alleine kann er das nicht.
 
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