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ORF-Veranstaltung am Samstag in Korneuburg mit Bernardin Jakaj
In der Franz-Guggenberger-Sporthalle präsentiert Simba Sports Boxing eine sehenswerte Veranstaltung – live auf ORF Sport+.



Der Grund ist, dass sich aktuell keine finanziell nachhaltige Umsetzung finden liess. Der Entscheid schmerzt emotional, ist aber rational folgerichtig.
Weil wir an einem Punkt angekommen sind, an dem wir ein sehr gutes Live-TV-Produkt liefern. Wir garantieren tolle Kämpfe, regionale WBO-Titelkämpfe, jetzt sogar eine Frauen-Weltmeisterschaft. Auch produktionstechnisch waren wir auf einem Niveau, das sich mit internationalen Übertragungen vergleichen liess. Da wir dies erreicht hatten, musste für mich jetzt zumindest die Perspektive bestehen, dass sich eine TV-Übertragung monetarisieren lässt. Diese Perspektive fehlte.
Profiboxen finanziert sich letztlich überall über zahlende Zuschauer – entweder über Tickets oder über Pay-TV. Da es in der Schweiz aktuell kein funktionierendes Pay-TV-Modell fürs Boxen gibt, ist der Ticketverkauf für uns essenziell, er ist unsere grösste Einnahmequelle. Eine Übertragung im Free-TV reduziert potenziell sogar diesen wichtigen Ticketverkauf, weshalb ich die Live-Übertragung kritisch hinterfragen musste.
Ich will auf ein nachhaltiges System setzen. Mein Ziel ist es, den Boxen langfristig zu dienen, was wirtschaftlich stabile Events voraussetzt.
Also ich muss sagen, in meiner ganzen Karriere habe ich schon gedacht, dass ich nach meinem Karriereende unbedingt als Trainer arbeiten will. Dann bin ich auf die Idee gekommen, während meiner Karriere ein eigenes Gym aufzumachen. Das war in Basel, damals in der Boxakademie. Das hat zwei Jahre lang gut funktioniert, aber dort hatten wir dann einen Brandfall. Nach meinem letzten Kampf habe ich gesagt, komm, starten wir noch einmal und regeln es familiär. Zusammen mit meiner Frau haben wir vor zwei Jahren den Boxing Palace Basel aufgemacht. Dort arbeite ich mit meinen Amateuren und den Profis.
Als ich vor 15 Jahren in die Schweiz kam, waren wir weit entfernt vom internationalen Bereich, sowohl amateur- als auch profimäßig. Jetzt muss ich sagen, dass wir uns wirklich gut entwickelt haben. Es gibt viele Ausländer – Türken, Albaner –, die richtig trainieren und Fortschritte machen. Es gibt auch eine neue Generation an Trainern, die erfolgreiche neue Boxer formen.
Wir brauchen aber auch noch Zeit. Bei uns ist das Problem, dass alle Profi- oder Amateursportler nebenbei noch acht bis zehn Stunden arbeiten. So ist es sehr schwer. Hätten wir mehr Erfolg, dann kämen auch die Sponsoren und man müsste weniger arbeiten und hätte mehr Zeit, sich sportlich zu verbessern.
„Ich freue mich sehr darauf. Ich bin jetzt in meiner Fight Week, und man merkt, wie professionell alles ist. Es ist tatsächlich eine andere Liga, würde ich sagen. Mir gefällt es sehr. Als Co-Main-Event habe ich umso mehr Zuschauer – das gibt mir die Chance, ihnen meine Fähigkeiten zu zeigen und mich der Welt zu präsentieren“, so Dzambekov auf Nachfrage von Boxen1.
Für den Wiener war von Anfang an klar, dass er gerne bei Zuffa Boxing antreten würde, da er dem Projekt großes Potenzial beimisst.
„Zuffa Boxing ist insofern anders, weil hier die Paarungen ausgeglichen sind und jeder Kampf auf der Fightcard aus zwei Kämpfern besteht, die etwas zu bieten haben und da sind, um abzuliefern. Was die Professionalität betrifft, ist Zuffa weit voraus. So etwas kennt man im Kampfsport sonst nur von der UFC. Es freut mich sehr, dass Profiboxen bei Zuffa genauso professionell geführt wird, wie es der Boxsport verdient hat.“
Er trifft nun auf den Ägypter Ahmed Elbiali (24-1, 79,8 kg), der kein einfacher Gegner zu werden verspricht, auch wenn dieser zuletzt nur selten aktiv war.
„Mein Gegner ist erfahren und hat nur eine Niederlage gegen Pascal. Seine Bilanz spricht für sich. Mein Ziel ist es, meine Linie zu boxen und meinen Stil durchzusetzen“, so Dzambekov vor dem wichtigsten Kampf seiner Karriere.