Beim BDB haben doch solche Boxer auch schon gekämpft und Veranstaltungen stattgefunden. Das Problem ist aber, dass BoxRec so genauso handelt wie eben diese Art Boxer. Mehr Schein sls Sein.
Die Aufgabe von BoxRec: eine möglichst vollständige Datenbank sein, in der alle offiziellen Kämpfe verzeichnet werden. BoxRec darf aber keine Instanz sein, die als Monopol darüber entscheidet welche Kämpfe und Kämpfer es wert sind, überhaupt dort zu erscheinen. Die Streichung, Nichtanerkennung von Fights kann umgekehrt z.B. auch dazu führen, dass Schutzsperren umgangen werden, Boxer mehr Kämpfe haben als angegeben usw. Kann auch nicht Sinn der Sache sein, zumal das Boxgeschäft der Landauer kein Einzelfall ist, sondern dieses Geschäftsmodell findest du weltweit in jedem Land und auf zig Veranstaltungen. Solche "Sparringsfights" sind gang und gäbe und bei der Mehrheit der Boxer sind solche Fights im Rekord zu finden. Die Verbände sind in der Pflicht das zu kontrollieren, nicht aber BoxRec, die dazu weder die Befugnis noch das Know-how hat.
Da bin ich ganz bei dir. Ich finde es persönlich
ziemlich nervig, dass jetzt zum Beispiel die
WBA bei Boxrec
nicht mehr erwähnt wird, weil sie in der Boxwelt einfach weiter existiert. Das Gleiche gilt für die
IBA-Pro-Kämpfe. Man kann sich wünschen, dass diese nicht relevant wären, aber
die Namen, die dort aufschlagen, sind
in der Boxwelt einfach relevant. Da ist es einfach Mist, dass die Kämpfe nicht gelistet sind.
Ich bin der Meinung, dass
alle Kämpfe gelistet werden sollten, solange sie
den Boxregeln entsprechen und auch
wirklich stattgefunden haben. Wenn sich ein
Boxer nach einem Wattebauschschlag in der ersten Runde hinlegt, ist das
im Rahmen der Regeln erlaubt. Wenn so ein Kampf dann bei Boxrec steht, weiß man nach ein bisschen Recherche, was für Boxer man vor sich hat. Wenn
die Kämpfe nicht gelistet sind, hat man
keine Möglichkeit zur Einordnung. Das ist ein bisschen so wie ein Wochenende Praktikum in der Firma einer Tante. Daraus kann man zwar nicht ablesen, was die Person gelernt hat, aber der Fakt, dass die Person so ein Praktikum in den Lebenslauf aufnimmt, sagt viel über die Person aus. Genauso ist es bei offiziell gemeldeten "Sparringkämpfen".
Wenn man dann Beispiele wie
Alem Begic nimmt, muss man halt sehen, dass bei den
kritisierten Kämpfen offiziell der europäische Titel der WBO ausgekämpft wurde. Da kann man dann kritisieren, dass
kein großer Promoter für den Titel Geld ausgeben wollte. Wenn man dann aber diesen Titel gewonnen hat, ist es von der
WBO ja nur
korrekt,
dem Titelträger eine Chance auf den nächsthöheren Titel zu geben. Jetzt stelle man sich vor, Boxrec ignoriert die ersten Sparringkämpfe, hat dann als ersten Kampf beider Boxer den eropäischen Titel der WBO und dann eine WBO-WM im Rekord. Man hätte keine Möglichkeit einzuschätzen, wie es zu diesen Titeln gekommen ist, aber jetzt versteht man es, weil alles auf Boxrec steht und man kann sich selbst eine Meinung bilden.