Kritischer Gesundheitszustand im Boxsport (inkl. dem Genesungsprozess)


Young Kaelin🥊

merthyr matchstick
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Solche News in den Medien als "fantastisch" zu beschrieben, wirkt für mich persönlich immer wie ein Schlag ins Gesicht. Das kann man auch nur schreiben, wenn man die nötige Distanz und keinen persönlichen Bezug dazu hat. Wenn man die Folgen solcher Verletzungen kennt, die Probleme der Betroffenen damit, deren Alltag und und und: schüttelt man eher nur den Kopf, vor allem, wenn man weiß, dass die Mehrheit der Kämpfer, die solche Verletzungen erlitten haben, psychische und physische Wracks, Pflegefälle uä. geworden sind und nur ganz selten "100% geheilt" bzw. "glimpflich" davon gekommen sind. Ganz zu schweigen von den Belastungen für das soziale Umfeld. Aber gut: hauptsache überlebt und als solches abgehakt. :rolleyes: :crazy:
Denke, das für uns problematische Wort "fantastic" und dessen tatsächliche Bedeutung im angelsächsischen Bereich wurde hier schon gut erklärt. Kann gut sein, dass dies einfach ein Missverständnis ist.

Zum User Tokkeru: der Junge soll tatsächlich aus Grossbritannien stammen. Er ist aber nicht nur ein profunder Sachverständiger der britischen Szene, er ist auch einer der besten Box-Japan-Kenner welcher mir bekannt ist , setzt sich intensivst mit japanischem Boxen auseinander und war auch schon bei Kämpfen vor Ort. Würde ihn, was Japan anbelangt, mindestens in der Liga von Tim Boxeo verorten.

Das ist ein positiv Boxverrückter, der recht akribisch arbeitet. Er kennt sich auch mit der JBC gut aus und hat auch darüber publiziert.
 

Young Kaelin🥊

merthyr matchstick
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timeout4u

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Denke, das für uns problematische Wort "fantastic" und dessen tatsächliche Bedeutung im angelsächsischen Bereich wurde hier schon gut erklärt.
Danke. War mir schon klar, darum habe ich das fantastisch ja auch mit "..." geschrieben. Klar, positiv denken ist grundsätzlich vielleicht nicht verkehrt, aber die nackte Wahrheit in der Mehrheit solcher Fälle ist selten ein Happy End und derart einseitige Meldungen sind für mich weitgehend sinnbefreit. Nach meinen Erfahrungen sehen die Folgen so aus: Pflegefall, Magensonde, Windeln, schlaflose Nächte, überlastete, allein gelassene Pflegeangehörige, Schulden, jahrelange Behandlungen mit wenig Fortschritten, daran zerbrechende Familien, gefangen zwischen Arbeit, Pflichtbewusstsein, Aufopferung und und und. Viel Grund zur Freude erkenne ich persönlich da wenig, vor allem, weil niemand wirklich weiß, wie die geschädigten Boxer dabei empfinden und Fälle wie Michael Watson, was Genesung oder Magomed Abdusalamov, was Millionen Entschädigung,
die Ausnahme sind.
 

Young Kaelin🥊

merthyr matchstick
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Danke. War mir schon klar, darum habe ich das fantastisch ja auch mit "..." geschrieben. Klar, positiv denken ist grundsätzlich vielleicht nicht verkehrt, aber die nackte Wahrheit in der Mehrheit solcher Fälle ist selten ein Happy End und derart einseitige Meldungen sind für mich weitgehend sinnbefreit. Nach meinen Erfahrungen sehen die Folgen so aus: Pflegefall, Magensonde, Windeln, schlaflose Nächte, überlastete, allein gelassene Pflegeangehörige, Schulden, jahrelange Behandlungen mit wenig Fortschritten, daran zerbrechende Familien, gefangen zwischen Arbeit, Pflichtbewusstsein, Aufopferung und und und. Viel Grund zur Freude erkenne ich persönlich da wenig, vor allem, weil niemand wirklich weiß, wie die geschädigten Boxer dabei empfinden und Fälle wie Michael Watson, was Genesung oder Magomed Abdusalamov, was Millionen Entschädigung,
die Ausnahme sind.
Glaube nicht, dass es in der grundsätzlichen Einschätzung da zwischen uns grosse Differenzen gibt.

Du schreibst ja eindrücklich und auch richtig, was da mitunter zu erwarten ist.

Bin da bei Shigeoka zu wenig nahe dran, um auch nur ansatzweise beurteilen zu können, welchen Verlauf das nehmen wird. Trotzdem kann ichs nachvollziehen, dass es für ihn, die Angehörigen, das behandelnde Personal, ein wichtiger Step sein muss, das Spital verlassen zu können.

Fenix Ayala hatte ich damals ziemlich intensiv verfolgt. Das war eindrücklich zu sehen, wie sich das step by step zum Guten wenden kann.

Könnte sein, dass es bei Isis Sio aktuell auch gut kommt. Sieht jedenfalls so aus und ich habe gute Hoffnung.

Ist halt jeder Fall anders.

Ist ein Teil des Boxsports, der mind. für mich nur sehr schwer zu akzeptieren ist und der mir immer wieder ernsthaft zu schaffen macht.

Gewöhnen werde ich mich daran nicht mehr, so abgebrüht bin ich einfach nicht.
 

Himmelsstern

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Danke. War mir schon klar, darum habe ich das fantastisch ja auch mit "..." geschrieben. Klar, positiv denken ist grundsätzlich vielleicht nicht verkehrt, aber die nackte Wahrheit in der Mehrheit solcher Fälle ist selten ein Happy End und derart einseitige Meldungen sind für mich weitgehend sinnbefreit. Nach meinen Erfahrungen sehen die Folgen so aus: Pflegefall, Magensonde, Windeln, schlaflose Nächte, überlastete, allein gelassene Pflegeangehörige, Schulden, jahrelange Behandlungen mit wenig Fortschritten, daran zerbrechende Familien, gefangen zwischen Arbeit, Pflichtbewusstsein, Aufopferung und und und. Viel Grund zur Freude erkenne ich persönlich da wenig, vor allem, weil niemand wirklich weiß, wie die geschädigten Boxer dabei empfinden und Fälle wie Michael Watson, was Genesung oder Magomed Abdusalamov, was Millionen Entschädigung,
die Ausnahme sind.
Basierend auf dem, was du sagst, klingt es so, als würdest du denken, dass der Tod tatsächlich vorzuziehen wäre, als sie – ihre Angehörigen vielleicht – dadurch gehen zu lassen. Ich verstehe deinen Punkt. Aber du weißt ja, Menschen können sich erholen, und man weiß es nicht, bis man es versucht.

Ich habe selbst einen geliebten Menschen gepflegt, der unglaublich krank war, und ehrlich gesagt würde ich alles, was die Pflege mit sich bringt, jederzeit dem Verlust von ihnen vorziehen. Und auch wenn sie den Kampf letztendlich verloren haben, schätze ich jeden zusätzlichen Moment, den wir zusammen hatten, schwierig wie er auch war.

Ich schätze, ich bin einfach ein Optimist. Deshalb kann ich das als fantastische Nachricht sehen. Denn das Leben ist kostbar, und selbst wenn die Dinge schwierig oder schmerzhaft sind, kann Freude immer noch in Momenten gefunden werden, die später zu kostbaren Erinnerungen werden. Und es scheint, dass ihre Familie, zumindest im Moment, es auch als fantastische Nachricht sieht.
 

timeout4u

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Basierend auf dem, was du sagst, klingt es so, als würdest du denken, dass der Tod tatsächlich vorzuziehen wäre, als sie – ihre Angehörigen vielleicht – dadurch gehen zu lassen. Ich verstehe deinen Punkt. Aber du weißt ja, Menschen können sich erholen, und man weiß es nicht, bis man es versucht.
Denke ich, aber kann natürlich jeder selbst das denken, was er mag. ;) Mir ging es einfach nur um die Oberflächlichkeit solcher Berichte, weil ich das nur als eine Art Gewissensberuhigung oä. empfinde und eben wenig hilfreich erachte. Ist aber nur meine Meinung. Wenn man zuviele Schattenseiten gesehen hat, kann man echt nicht mehr viel mit guten Lebensweisheiten anfangen, zumal diese meist von "Gesunden" und "Starken" kommen und die "Kranken" und "Schwachen" sich sowas auch noch dauernd sagen lassen müssen. Aber wie gesagt: ist nur meine Ansicht. :wavey:
 
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