Eurovision Song Contest 2026 - Vienna calling (again)


Gladio

Mesmerising Measures
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Prog Metal echt? Ich steh total drauf, aber da bin ich einer der wenigen Metaller die das gut finden.

Da bin ich mal auf den Beitrag gespannt

Edit:

Ok das ist schlechter Gothic Metal. Da hat der Kommentar bei weitem übertrieben.
 

Finn-Lady

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Ich tippe dann mal im Finale: Moldau, Schweden, Kroatien, Griechenland, Portugal, Finnland, Israel, Litauen, Polen, Serbien (völlig wertfrei nach Startnummer 😉)

Bei Polen und Portugal ist der Wunsch dabei…
 

Suomigirl26

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Ort
Kärnten
Muss sagen, sehr schwach heuer alles 😳

Finnland

Schweden (Stimme könnte stärker sein)
Deutschland
Polen

Der Rest ist einfach nur Schweigen 😬
Sehr wenig mit Wiedererkennungswert, schade.
 

desl

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Hab bislang nur so halb mitverfolgt, weil ich nebenher ... nunja ... Kuchen backe.

Montenegro ist ganz böse.
Polen gefiel mir bislang am besten.
 

desl

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Ooooch, ich hätt Boy George gerne nochmal im Finale gesehen ... aber ich hatte nun auch tatsächlich einen kurzen Moment Sorge, dass Polen rausfliegen könnte.
 

Finn-Lady

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9/10 🥳

Ich hatte echt Befürchtung am Schluss, dass es Polen nicht schafft. Aber das wäre der starken Stimme nicht gerecht geworden.

Wir lesen uns dann beim nächsten Gemetzel am Donnerstag 🙋🏼‍♀️
 

JL13

King Kong
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Können hier alle über Griechenland meckern, wie sie wollen. Stimmumgstechnisch hat der in der Halle mit allen, inklusive Topfavorit Finnland, den Boden gewischt und danach noch gebohnert.

Wie geil war aber bitteschön das Opening? Moldawien und danach Schweden haben als erste zwei Beiträge gleich mal die Decke von der Stadthalle gepustet. Moldawien nimmt dich so krass mit, du bist da einfach mal die rund drei Minuten Moldawier. Es lässt dir keine Wahl. Obwohl du ausser „Moldova, Moldova, Republica Moldova“ genau einen Sch*issdreck verstehst blökst du das ganze Ding irgendwie mit, das hat so einen geilen Vibe.

Und sorry liebe Österreicher, ich liebe euch, ich feier den Australischen Milkshake Man (Skandal, dass er letztes Jahr im Halbfinale raus ist, Skandal!), aber dieses Ausistralia-Ding war das letztjährige „Made in Switzerland“ auf Temu bestellt und dann wurde es beim Transport noch beschädigt. Daran schrie jetzt alles Abklatsch, auch wenn man irgendwie Australien eingebaut hat für die originelle Note.

Ausführlicheren Bericht gibt es morgen oder Übermorgen. Notiz für mich: wenn du um 19 Uhr reingelassen wirst und um 19.15 Uhr läuft in der Halle als Warmup vom Warmup der Show „Allez ola olé“, gibt es vielleicht gute Gründe, warum die meisten Leute in der Halle sich noch nicht von der Stimmung catchen lassen, während JL13 schon das erste Mal die Bühne stürmen will. 99% der Anwesenden haben gerallt, dass die offizielle Fete erst um 21 Uhr losgeht und dann gilt noch bis mindestens 23.30 Uhr voll Karacho…und dann gibts halt noch JL13, der kurz nach 23 Uhr bereits einen Rollstuhl benötigt. Alter Verwalter bin ich fertig.
 

JL13

King Kong
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Portugal mal wieder mit dem landestypischen Kontrapunkt. Aber gerade deswegen will ich sie im Finale sehen, das ist ESC - steinigt mich in 3, 2, 1 🤣

Letztes Jahr kamen sie immerhin ins Finale. Irgendwie finde ich, haben deren Beiträge meistens was. Erstaunlicherweise haben sie aber ausgerechnet dann das Ding geholt, als deren Beitrag wirklich nichts hatte. Sobral für mich der schlechteste Sieger seit 1926 (ich weiss, dass es den ESC erst seit 1956 gibt, aber Sobrals Beitrag ist so schlecht, dass ich 30 Jahre draufschlagen muss, dass es der Schlechtigkeit dieses Lieds gerecht wird). Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass die jetzt gerade deswegen jährlich so abgewatscht werden, weil die mit so einem Unsinn gewonnen haben.
 

JL13

King Kong
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Erlebnisbericht Teil 1

Eines vorab: es war schon ein sehr geiles Erlebnis. Auf sehr vielen Ebenen. Bezüglich der logistischen Planung würde ich aber gern mit einem Verantwortlichen mal paar Worte wechseln. Ich bin mir sicher, dass da schon einige Überlegungen dahinter stecken, aber wenn du vor Ort bist, war es echt schwierig die nachzuvollziehen. Im ersten Moment schien es mir sinnvoll, dass der ID Check um 18 Uhr losgeht und Türöffnung und Sicherheitskontrolle erst um 19 Uhr. Mein Gedanke: dann kann man ersteres bisschen gestaffelt erledigen und ohne grossen Druck in zweites überleiten. So meine Vorstellung. Die Realität: der ID Check lief sehr schnell und speditiv ab und dann durften erstmal paar Tausend Leute knapp eine Stunde draussen warten, bis es weitergeht und man in die Halle darf. Klar konnte man in dem Zwischenbereich aufs Klo, was zu Essen und/oder Trinken kaufen oder bisschen Merch. Aber das ging in der Halle dann auch. Und wenn’s geregnet hätte, wäre das in dieser Stunde ziemlich unlustig geworden. Mir war auch klar, dass die Halle nach der Nachmittagsshow noch nicht bereit war. Aber ich glaube mit ID Check ab 18.30 Uhr wäre das alles viel fliessender gelaufen. Aber gut, vielleicht wollte man Öffis in Richtung Stadthalle auch entlasten.

Vor Ort habe ich auch gemerkt, was für eine ESC-live-vor-Ort-Jungfrau ich bin. Keine Ahnung, was ich bei den Tickets falsch mache, aber da waren teilweise wirklich Leute, mit Aufnähern aller ESC-Ausgaben, die sie besucht haben. Und das waren dann teilweise 5+. Und viele waren dann halt auch verkleidet und hatten schon Merch und Flaggen ohne Ende. Ich kam mir irgendwie wieder wie in der Schule/Studium vor, wo irgendwie alle ein Briefing bekommen haben, wir man richtig vor Ort eurosongt und ich habs irgendwie verpennt :saint:

Was auch ein schönes Bild war: Menschen, die gleichzeitig zu mehreren Ländern ihre Verbindung ausgedrückt haben. Eine Frau, mit Schweiz-Schal und Kroatien-Flagge, ein Kerl mit Kroatien-Flagge und Käppi des Griechen —> der hat das btw clever gemacht. Gestern habe ich so sehr wie nie gespürt, was so alles Elemente einer erfolgreichen ESC-Formel sein können, die viele in der Vergangenheit schon genutzt haben. Du brauchst etwas kleines, simples, das dich gleichzeitig unverwechselbar macht. Der Grieche mit dem Käppi, eine Handbewegung —> als während der Warmup-Party Rim Tim Dagi Dim lief, konnte die ganze Halle noch Baby Lasagnas Armbewegung, oder ein paar simple Worte, die leicht ins Ohr gehen und die jeder unabhängig von Land und Sprache schnell singen kannst (Cha Cha Cha, Rim Tim Dagi Dim). Als beispielsweise die Acts vom Donnerstag kurz eingeblendet wurden, konnten schon alle das „Jalla“ der Zypriotin mitsingen. Und das Ferto Ferto des Griechen konnten auch alle schon.

Ebenfalls schön zu sehen: vor Ort waren so viele offensichtlich queere Menschen, die einfach sie selbst sein durften. Du konntest richtig spüren, wie sie sich an dem Ort geborgen fühlen und ihre volle Persönlichkeit ausleben. Von mir ein ehrliches: gönnt euch, gönnt euch, gönnt euch 🫶 gibt leider immer noch zu viele Orte auf der Welt, wo das nicht der Fall ist. Ich mein vor uns waren zwei Kerle, an die zwei Meter gross, Vollbart, Glitzerfrack, Glitzerzylinder, Netzstrümpfe. Und die sind da gar nicht besonders aufgefallen. Generell war so viel positive Energie in der Halle. Neben uns stand ein Kerl, der offensichtlich alleine vor Ort war. Der war aber völlig im Reinen mit sich, hat für sich selbst Party gemacht und den Anlass und das Leben genossen. Schräg von uns stand eine Gruppe von 5 bis 7 Polen. Die haben den ganzen Abend Stimmung gemacht. Und als Polen dann an der Reihe war, waren die lauter als die anderen knapp 16 000 Leute in der Halle. Eine kleine Bitte, bei keinem Land zu buhen, hat btw auch schon gereicht. Zwei, drei unverbesserliche konnten es bei Israel zwar nicht lassen, aber sonst war auch bei Israel sehr positive Stimmung. Und obwohl es auch Leute mit Palästine-Flaggen in der Halle gab —> alle hatten untereinander gute Stimmung.

Was man vor Ort auch anders mitkriegt und vor dem TV komplett ausblendet (obwohl es komplett logisch ist, wenn man mal drüber nachdenkt, man tut es aber halt nicht). Während im Fernseher die Einspieler laufen, die ich nicht immer spannend finde, im Stil von „jetzt kommt Schweden, Schweden ist ein Land in Europa, der Künstler tut gern Musik machen, deshalb macht er hier bei einem Musikwettbewerb mit“, muss die Crew vor Ort die Bühne für den nächsten Act umbauen. Für das Publikum wurde ein Countdown eingeblendet. Meist ging es knapp 30 Sekunden, bis das nächste Land an der Reihe war. In der Zeit musste das neue Bühnenbild stehen. Klar waren das jetzt keine grossartigen Umbauten, aber es muss zuerst in sehr kurzer Zeit so korrekt erledigt werden. Props an diejenigen, die diese Arbeit erledigen durften/mussten. Habt einen gigantischen Job gemacht.

Fortsetzung folgt
 

JL13

King Kong
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Ergänzung zu Teil 1: wie viel der Anlass der LGBTQ-Community bedeutet, hat man auch während der Warmup-Party gemerkt. Da liefen dann logischerweise ältere ESC-Songs, Künstler wurden eingeblendet etc. Als dann plötzlich „Diva“ von Dana International lief, ging die Halle schon gut ab. Als dann aber Conchita Wurst eingeblendet wurde, sind die Leute – sicher auch der Tatsache geschuldet, dass wir in Wien sind (und es natürlich auch nicht so lange her ist, wie Diva) – komplett ausgerastet.
 

Finn-Lady

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Daaaaaaanke @JL13 für die ausführlichen Berichte :knuddel:Ich freue mich jetzt schon auf die Teile 2, 3, 4…
Freut mich sehr, dass du live dabei sein konntest 🥰

Hubsi Aiwanger ist bei deinem Bericht das Frühstück im Hals stecken geblieben *pfeif* 🤣 Am Ende glaube ich, dass die Menschen, so wie du es schilderst, ein Ereignis wie den ESC einfach brauchen - in Sachen Akzeptanz, Toleranz und Völkerverständigung. Egal was man von den einzelnen Musikbeiträgen so hält oder ob‘s den persönlichen Geschmack trifft. Einfach mal sich so wie man ist und das Leben feiern.
Mich hätten zwar alle Eindrücke komplett erschlagen. Aber hej 😄
 

Bongo

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Erlebnisbericht Teil 1

Eines vorab: es war schon ein sehr geiles Erlebnis. Auf sehr vielen Ebenen. Bezüglich der logistischen Planung würde ich aber gern mit einem Verantwortlichen mal paar Worte wechseln. Ich bin mir sicher, dass da schon einige Überlegungen dahinter stecken, aber wenn du vor Ort bist, war es echt schwierig die nachzuvollziehen. Im ersten Moment schien es mir sinnvoll, dass der ID Check um 18 Uhr losgeht und Türöffnung und Sicherheitskontrolle erst um 19 Uhr. Mein Gedanke: dann kann man ersteres bisschen gestaffelt erledigen und ohne grossen Druck in zweites überleiten. So meine Vorstellung. Die Realität: der ID Check lief sehr schnell und speditiv ab und dann durften erstmal paar Tausend Leute knapp eine Stunde draussen warten, bis es weitergeht und man in die Halle darf. Klar konnte man in dem Zwischenbereich aufs Klo, was zu Essen und/oder Trinken kaufen oder bisschen Merch. Aber das ging in der Halle dann auch. Und wenn’s geregnet hätte, wäre das in dieser Stunde ziemlich unlustig geworden. Mir war auch klar, dass die Halle nach der Nachmittagsshow noch nicht bereit war. Aber ich glaube mit ID Check ab 18.30 Uhr wäre das alles viel fliessender gelaufen. Aber gut, vielleicht wollte man Öffis in Richtung Stadthalle auch entlasten.

Vor Ort habe ich auch gemerkt, was für eine ESC-live-vor-Ort-Jungfrau ich bin. Keine Ahnung, was ich bei den Tickets falsch mache, aber da waren teilweise wirklich Leute, mit Aufnähern aller ESC-Ausgaben, die sie besucht haben. Und das waren dann teilweise 5+. Und viele waren dann halt auch verkleidet und hatten schon Merch und Flaggen ohne Ende. Ich kam mir irgendwie wieder wie in der Schule/Studium vor, wo irgendwie alle ein Briefing bekommen haben, wir man richtig vor Ort eurosongt und ich habs irgendwie verpennt :saint:

Was auch ein schönes Bild war: Menschen, die gleichzeitig zu mehreren Ländern ihre Verbindung ausgedrückt haben. Eine Frau, mit Schweiz-Schal und Kroatien-Flagge, ein Kerl mit Kroatien-Flagge und Käppi des Griechen —> der hat das btw clever gemacht. Gestern habe ich so sehr wie nie gespürt, was so alles Elemente einer erfolgreichen ESC-Formel sein können, die viele in der Vergangenheit schon genutzt haben. Du brauchst etwas kleines, simples, das dich gleichzeitig unverwechselbar macht. Der Grieche mit dem Käppi, eine Handbewegung —> als während der Warmup-Party Rim Tim Dagi Dim lief, konnte die ganze Halle noch Baby Lasagnas Armbewegung, oder ein paar simple Worte, die leicht ins Ohr gehen und die jeder unabhängig von Land und Sprache schnell singen kannst (Cha Cha Cha, Rim Tim Dagi Dim). Als beispielsweise die Acts vom Donnerstag kurz eingeblendet wurden, konnten schon alle das „Jalla“ der Zypriotin mitsingen. Und das Ferto Ferto des Griechen konnten auch alle schon.

Ebenfalls schön zu sehen: vor Ort waren so viele offensichtlich queere Menschen, die einfach sie selbst sein durften. Du konntest richtig spüren, wie sie sich an dem Ort geborgen fühlen und ihre volle Persönlichkeit ausleben. Von mir ein ehrliches: gönnt euch, gönnt euch, gönnt euch 🫶 gibt leider immer noch zu viele Orte auf der Welt, wo das nicht der Fall ist. Ich mein vor uns waren zwei Kerle, an die zwei Meter gross, Vollbart, Glitzerfrack, Glitzerzylinder, Netzstrümpfe. Und die sind da gar nicht besonders aufgefallen. Generell war so viel positive Energie in der Halle. Neben uns stand ein Kerl, der offensichtlich alleine vor Ort war. Der war aber völlig im Reinen mit sich, hat für sich selbst Party gemacht und den Anlass und das Leben genossen. Schräg von uns stand eine Gruppe von 5 bis 7 Polen. Die haben den ganzen Abend Stimmung gemacht. Und als Polen dann an der Reihe war, waren die lauter als die anderen knapp 16 000 Leute in der Halle. Eine kleine Bitte, bei keinem Land zu buhen, hat btw auch schon gereicht. Zwei, drei unverbesserliche konnten es bei Israel zwar nicht lassen, aber sonst war auch bei Israel sehr positive Stimmung. Und obwohl es auch Leute mit Palästine-Flaggen in der Halle gab —> alle hatten untereinander gute Stimmung.

Was man vor Ort auch anders mitkriegt und vor dem TV komplett ausblendet (obwohl es komplett logisch ist, wenn man mal drüber nachdenkt, man tut es aber halt nicht). Während im Fernseher die Einspieler laufen, die ich nicht immer spannend finde, im Stil von „jetzt kommt Schweden, Schweden ist ein Land in Europa, der Künstler tut gern Musik machen, deshalb macht er hier bei einem Musikwettbewerb mit“, muss die Crew vor Ort die Bühne für den nächsten Act umbauen. Für das Publikum wurde ein Countdown eingeblendet. Meist ging es knapp 30 Sekunden, bis das nächste Land an der Reihe war. In der Zeit musste das neue Bühnenbild stehen. Klar waren das jetzt keine grossartigen Umbauten, aber es muss zuerst in sehr kurzer Zeit so korrekt erledigt werden. Props an diejenigen, die diese Arbeit erledigen durften/mussten. Habt einen gigantischen Job gemacht.

Fortsetzung folgt
Gell live ist das komplett anders als vorm TV, wo man etliche Dinge überhaupt nicht wahrnimmt (viel heftiger als bei einem normalen Konzert) und diese krasse Stimmung einer geneinsamen europäischen Party ist einfach etwas Besonderes. Und diese Dichte an völlig durchgeknallten ESC Freaks is auch einfach geil.

Wobei ich Düsseldorf im Stadion vor fast 40K live vor Ort (mit dem pumpenden visuellen Herzschlag übers ganze Stadion) nochmal ne Spur beeindruckender fand als Wien 2015.
Wobei wir in Ddorf auch Sitzplätze hatten, auf denen man die Gesamtshow in der Halle auch besser/komplett erfassen konnte als in Wien mit Stehplatz.
Bin gespannt wie es diesmal wird.
 

JL13

King Kong
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Erlebnisbericht Teil 2

In der Halle drin, konnte man die Leute, die halt wirklich schon bei Türöffnung da waren, natürlich nicht knapp zwei Stunden blöd rumstehen lassen. Als erstes kamen mal zwei DJs, die sich wirklich als WarmUp zum WarmUp bezeichnet haben. Und die haben mir schon gut getaugt. Wer mal mit mir an einem Konzert war, weiss, dass wenn ich nüchtern bin, es komplett stimmungsabhängig ist, wie schnell ich auftaue und in Partystimmung bin. Gestern hatte ich irgendwie Bauchgefühl, dass ich Anlaufzeit benötigen werde. Aber die DJs haben echt so einen starken Job gemacht, dass ich brutal schnell in Laune war. Die haben halt mit Nicht-ESC-Zeug losgelegt, das aber auch schon auf Party getrimmt ist, wie „Levels“ von Avicii u.ä. Und irgendwann gingen sie dann auf ihre ESC-Playlist über. Und spätestens bei Jesse Matador (der war auch skandalös weit hinten 2010, gemessen an seinem Song) hatten sie mich. Sie fuhren dann gut weiter. In Österreich kannst du zB auch einen Song wie „Halo“ von Lumix und Pia Maria aus 2022 bringen, da einheimisch. Diejenigen, die sich den Bums jährlich hier mit mir geben, erinnern sich vielleicht, dass ich ziemlich kratzbürstig war, als die damals im Halbfinale raus sind. :D Mir hat der Song halt extrem getaugt und ich hab danach im zweiten Halbfinale und Finale bei jedem Lied, dass mir schlechter gefiel, genölt, dass man lieber Österreich ins Finale gelassen hätte. Und spätestens als die DJs dann bei Nemo und Käärija angekommen waren, war ich fast schon angesäuert, dass zu dem Zeitpunkt nicht mehr Stimmung herrschte. Aber Abend sollte halt noch lang werden und alle in der Halle ausser mir wollten sich wohl die Energie einteilen. :D

Dann kam der offizielle WarmUp. Immer noch mit den beiden DJs, aber halt such mit Moderatorenduo (nicht Swarowski/Orlowski, die kenne ich. Waren zwei andere. Nehme an, dass man die in Österreich auch kennt, aber ich konnte mir die Namen nicht merken. Nenne sie stellvertretend Herr und Frau Schmrgl :saint: ). Da wurde einem auch wieder mal bewusst, wieviele geile Songs der ESC in den 70 Jahren bisher rausgehauen hat. Wenn du dann zur Einstimmung durch „Save your Kisses for me“, „Volare“, „Fly On The Wings Of Love“ etc. geführt wirst, ist das schon cool. Und erst Recht, wenn dann die ganze Halle zusammen Waterloo singt. Und paar nicht ESC-Dinger wie Sweet Caroline und YMCA haben die Stimmung auch schon auf Betriebstemperatur gebracht.

Und dann hatte ich einen Denkfehler dein, der aber meiner Stimmung gut getan hat. Ich hatte es fälschlicherweise im Kopf, dass zuerst alle Länder erst mit Flagge einlaufen und vorgestellt werden. Das ist aber erst im Finale der Fall. Ich warte also drauf, dass jeder kommt, sich vorstellt, kurz sagt welches seine Hobbys sind und welches das Lieblingstier und werde plötzlich auf dem falschen Fuss erwischt, weil nichts Vorstellung. Die Party geht los! Moldova, Moldova, Republica Moldova!

Gell live ist das komplett anders als vorm TV, wo man etliche Dinge überhaupt nicht wahrnimmt (viel heftiger als bei einem normalen Konzert) und diese krasse Stimmung einer geneinsamen europäischen Party ist einfach etwas Besonderes. Und diese Dichte an völlig durchgeknallten ESC Freaks is auch einfach geil.

Wobei ich Düsseldorf im Stadion vor fast 40K live vor Ort (mit dem pumpenden visuellen Herzschlag übers ganze Stadion) nochmal ne Spur beeindruckender fand als Wien 2015.
Wobei wir in Ddorf auch Sitzplätze hatten, auf denen man die Gesamtshow in der Halle auch besser/komplett erfassen konnte als in Wien mit Stehplatz.
Bin gespannt wie es diesmal wird.


Bist du dieses Jahr auch vor Ort? Falls ja, kannst du mir sagen, was ich bei den Tickets falsch mache? Ich meine jetzt retrospektiv bin ich nicht unglücklich, dass es nur Halbfinale wurde, weil das Finale ja nochmals fast 2 Stunden länger dauert und mir das vermutlich zu lang wäre. Aber ich habe jetzt auch nur das genommen, was ich überhaupt bekommen habe. Gut, vielleicht meckere ich auch einfach zu laut. Im Grunde genommen, habe ich jetzt zweimal versucht Tickets zu kriegen und im zweiten Versuch hat es geklappt. Ich bin lediglich noch angesäuert, weil ich halt nicht ans Heimspiel in der Schweiz durfte. Insofern Jammern auf sehr hohem Niveau. Trotzdem habe ich den Eindruck, das andere leichter an die Tickets kommen.

Zur komplett anderen Wahrnehmung: absolut. Nur schon die Stimmung, wenn die Eurovision-Fanfare eingespielt wird…vor dem TV ist das halt für jeden Kindheitserinnerung und Signal für „es geht los“. Aber live zelebrieren das halt alle zusammen (mich würden 40 k Leute btw wohl erschlagen. Das war gestern schon ziemlich Reizüberflutung).

Auch die Songs kicken ganz anders. Ich gebe zu, dass ich so schlecht vorbereitet war, wie lange nicht mehr. Während zB 2024 Baby Lasagna und Nemo zum Zeitpunkt des ESC schon sehr lange Teil meiner Playlist waren (andere Songs auch), habe ich gestern sehr viele zum ersten Mal gehört. Und im Normalfall wäre das der Nachteil für gewisse Songs. Gerade Baby Lasagna und Nemo sind da gute Beispiele. Während Rim Tim Dagi Dim bei mir gleich beim ersten Hören gleich ins Ohr ging, dachte ich bei The Code zunächst mal „was isn das für ein Sch*iss?“ aber bei jedem hören gefiel es mir besser. Aber gestern konnte mich quasi jedes Ding gleich abholen. Ich glaube, vor dem TV wäre ich der gleichen Meinung gewesen wie @Suomigirl26 und es wären vermutlich eher wenige Lieder gewesen, die mich gecatcht hätten. Aber vor Ort wirken die einfach anders. Das Moldawien-Teil zB fand ich im Vorfeld lediglich okay und vor Ort hat es mich total weggeballert. Und man zelebriert die Lieder auch sehr unterschiedlich. Bei Griechenland war über die volle Zeit Stimmung und Laune in der Halle. Bei Finnland, obwohl höher gehandelt, wars deutlich zurückhaltender, aber dafür ein tosender Applaus als es durch war, weil es mir dort schien, dass die Menschen zunächst mal das Gesamtwerk mit Bühnenshow und Feuer und Geige etc. auf sich wirken lassen wollten. Und ich glaube, dass zB Polen für mich vor dem TV nicht das Wahre gewesen wäre, aber nur schon wegen der Handvoll Polen, die Alicja wie eine freakin Volksheldin gefeiert haben, hab ich das Teil irgendwie liebgewonnen.

Fortsetzung folgt
 

JL13

King Kong
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Hubsi Aiwanger ist bei deinem Bericht das Frühstück im Hals stecken geblieben *pfeif* 🤣

Ich hoffe. Soll er halt umschalten, wenn ihn das stört. Gewisse Menschen/Anlässe/Dinge sind offensichtlich nicht miteinander kompatibel.

Mich hätten zwar alle Eindrücke komplett erschlagen. Aber hej 😄

Haben sie mich durchaus auch. Umso krasser wirkt auf mich die Vorstellung, das mit doppelt bis dreifach so vielen Leuten zu haben, wie Düsseldorf. Generell finde ich das aber aus der Perspektive gut, weil an so Orten halt mehr Menschen die Chsnce haben, mal dieses Erlebnis mitzunehmen.
 

JL13

King Kong
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Boy George wirkt wie zufällig nach Wien gebeamt 🤣
Ich befürchte, das kommt ins Finale 🤣

Denen hätte ich das durchaus gegönnt. Lied hatte auch was. Hatte aber Bauchgefühl, dass es dem Song nicht reicht. Als die Finalistenplätze immer weniger wurden, hatte Boy George auch immer stärker so einen gequälten Blick, als wolle er fragen „do you really want to hurt me?“

Ja, ich gestehe, dass der sehr flach war. Musste aber sein. :saint: Hoffe nur, dass es für San Marino und Boy George nach dem Anlass nicht zu sehr zum „Crying Game“ wurde. Ist ja gut, ich höre schon auf (aber nur so lange, bis mir einer mit Karma Chameleon einfällt).
 

player333

Nachwuchsspieler
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Ich glaube, dass San Marino es mit 100% Televote ins Finale geschafft hätte, es war einfach so camp.
Schade, dass Montenegro (wie fast immer) raus ist, der Song war gut genug fürs Finale, aber komische Inszenierung und komische Outfits.
 
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