Olympia-Aus: Quo Vadis Nordische Kombination?


Wird die Nordische Kombination das Olympische-Aus langfristig überleben?


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LeZ

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Vielleicht könnte man Breakspringen als Ersatz einführen. Die Teilnehmer fahren, in preiswerten Einheitsanzügen und ohne Skier, Kopf voran die Großschanze runter, und die sich bei der Landung ergebenden Muster werden unter Breakdance-Kriterien bewertet. Dann könnte auch die Dame aus Australien wieder mitmachen. Auf Tiktok wird das DER Renner und eine Challenge.
 

Paracelsus

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Kein WC, aber Japan veranstaltet im Rahmen der Miyasama-Skispiele (Anfang März in Sapporo) traditionell auch NoKo-Wettkämpfe, die den Status von FIS-Wettkämpfen haben und auch im Kalender auftauchen.
Seit Jahr und Tag sind japanische Teilnehmer unter sich. Gibt es in Europa und Nordamerika wirklich keine Nachwuchssportler, für die eine Teilnahme interessant sein könnte oder warum wird das Angebot nicht wahrgenommen?

Diese Veranstaltung mag in Japan ein gewisses Prestige haben, das kannst du sicherlich besser beurteilen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Nachwuchssportler um die halbe Welt reist um an einem FIS-Bewerb teilzunehmen. Dazu ist viel zu wenig Geld in der NoKo. Folgerichtig nimmt doch auch kein Asiate an Alpencups etc. teil.

Die Frage hab ich mir auch schon gestellt, darf natürlich nicht dazu führen, dass man ihr deswegen irgendwelche Vorwürfe macht.
Nein, Vorwürfe wären fehl am Platz, ist eine persönliche Entscheidung und zu akzeptieren. Dasselbe gilt für jene, die sich nun von der NoKo verabschieden. Schade, dass bei Japan die Speerspitze wegbricht.

Dennoch kann man wertfrei festhalten, dass das Herumwechseln zwischen sämtlichen nordischen Disziplinen Geraghty-Moats' Karriere nicht unbedingt zum Vorteil gereicht hat.
 

johnny

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An Alpencups dürfen Asiaten gar nicht teilnehmen, oder?
Doch, dürfen sie, haben aber nicht so grosszügige Quotenplätze, wie die FESA-Mitglieder:

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Dennoch kann man wertfrei festhalten, dass das Herumwechseln zwischen sämtlichen nordischen Disziplinen Geraghty-Moats' Karriere nicht unbedingt zum Vorteil gereicht hat.
Trotzdem hat sie nach ihrem Comeback in die NoKo rasante Fortschritte im Skispringen gemacht und konnte ganz vorne mitmischen. Sie ist schon eine Ausnahmeathletin, auch wenn vorher es im Biathlon nicht geklappt hat.
 

Hakuba

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Doch, dürfen sie, haben aber nicht so grosszügige Quotenplätze, wie die FESA-Mitglieder:

Das war mir neu.

(Vor ein paar Jahren wurde im Springen mal ein FIS-C kurzfristig in einen Alpen-C umgewandelt. Weil Japaner aber bereits gemeldet und angereist waren, durften sie ausnahmsweise mitspringen.)
 
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Benjamin

Zahlenfreund
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Mir geht das Ganze gerade ein bisschen zu sehr in Richtung Bashing der Länder, der in der Kombination erfolgreich sind.

Die Regeln so anzupassen, dass die Kosten für das Material nicht ins Uferlose anwachsen, ist sicher Aufgabe der FIS. Aber wenn beispielsweise Frankreich, Italien, die USA, Finnland, Japan, Slowenien und Polen eine Idee für sinnvollere Regeln gehabt hätten, hätten sie doch problemlos Deutschland, Österreich und Norwegen überstimmen können.

Ich kann auch gut verstehen, wenn man in einer Kooperation mit den kleineren Nationen nicht alle Materialgeheimnisse teilt. Wenn nur ein oder zwei Tschechen alle deutschen Materialgeheimnisse kennen würden, könnte man das vielleicht noch verkraften. Aber es wäre ja auch durchaus denkbar, dass die die Kooperation irgendwann aufkündigen und anschließend zum Beispiel mit den Norwegern zusammengehen - und denen möchte man sicher nicht noch helfen.

Dass es sowohl der Kombination als auch dem Spezialspringen gutgetan hätte, wenn man die Damen wesentlich früher gefördert oder zumindest nicht behindert hätte, ist ebenfalls unstrittig. Aber auch hier würde ich die Schuld weniger bei den großen Nationen sehen. Der erste internationale Wettkampf für Kombiniererinnen fand 2014 statt. Austragungsort war Oberstdorf in Deutschland, und es gab zwei Altersklassen. Bei den jüngeren Mädchen war die Vielfalt etwas größer, aber bei den älteren Mädchen waren neben Sportlerinnen aus Deutschland, Österreich und Norwegen nur noch Russinen am Start. Auch hier haben die anderen also eher noch länger gepennt als die drei Großen.
 

johnny

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Es geht Schlag auf Schlag. Nun verkündet auch Matteo Baud, dass die kommende Saison seine letzte in der Nordischen Kombination sein wird. Danach will er mit Spezialspringen versuchen und träumt von Olympia 2030.

 

Rising Sun

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🙁 Bei Frankreich ist es ja wenigstens noch ein kleines bisschen realistisch, aber so super sind seine Sprungleistungen halt auch nicht. Zum Kotzen alles
 
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Im Endeffekt hat das IOC genau da mit seiner Entscheidung zerstört, wo es Verbesserungen erwartet und immer noch tut. Die Nationen-Vielfalt wird sinken, man erkennt es ja jetzt schon daran, aus welchen Ländern die Leute zurücktreten wollen. Zudem wird es sich enorm auf die Damen auswirken, weil da noch mehr umsteigen können…und in vier Jahren redet man schlau daher, dass die NoKo ja unfähig war, die kritisierten Punkte zu verbessern. Kannste dir nicht ausdenken
 

Paracelsus

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Genau das und dann noch das Zynismus pur von Coventry, die sagt, dass ja die Türe für 2034 offen seien.

Liegt daran, dass bei den Entscheidungsträgern generell kein Interesse und Verständnis für die Mechanismen im Wintersport vorhanden ist.
Ich denke nicht, dass es bewusst zynisch gemeint ist. Diese Leute verstehen wirklich grundsätzlich nicht, dass die Olympischen Spiele in den Schneesportarten das Nonplusultra sind und ohne olympische Wettkämpfe es diese Sportart nicht mehr geben wird. Die denken, es ist wie Breakdance und sie können es im einen Jahr dazuholen und im nächsten vllt wieder nicht, wie sie gerade lustig sind.
 

Biathlon-Fan

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Es geht Schlag auf Schlag. Nun verkündet auch Matteo Baud, dass die kommende Saison seine letzte in der Nordischen Kombination sein wird. Danach will er mit Spezialspringen versuchen und träumt von Olympia 2030.

Viel bedauernswerter ist eher, dass er Sponsoren und Menschen aufruft, ihn finanziell zu unterstützen. Für ein 12-tätiges Trainingslager in Planica mit Windkanal braucht er 10.000 bis 12.000€.

🙁 Bei Frankreich ist es ja wenigstens noch ein kleines bisschen realistisch, aber so super sind seine Sprungleistungen halt auch nicht. Zum Kotzen alles
Er war ja mal ein guter Springer. Nur die letzten Jahre waren sehr schlecht. Vielleicht findet er durch den Wechsel wieder in die Spur.
 

johnny

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Liegt daran, dass bei den Entscheidungsträgern generell kein Interesse und Verständnis für die Mechanismen im Wintersport vorhanden ist.
Ich denke nicht, dass es bewusst zynisch gemeint ist. Diese Leute verstehen wirklich grundsätzlich nicht, dass die Olympischen Spiele in den Schneesportarten das Nonplusultra sind und ohne olympische Wettkämpfe es diese Sportart nicht mehr geben wird.
Dann sind diese Funktionen umso mehr mit falschen Personen besetzt. Ausserdem hat ja die FIS sicherlich X-mal auch darauf hingewiesen bei den Gesprächen mit IOC.
 

Hakuba

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Liegt daran, dass bei den Entscheidungsträgern generell kein Interesse und Verständnis für die Mechanismen im Wintersport vorhanden ist.
Nicht nur für die Mechanismen, sondern für die Tradition und den Reiz des Schneesports überhaupt, auch deshalb, weil die meisten IOC-Mitglieder damit nichts anfangen können und/oder Klientelinteressen vertreten.

Ich denke nicht, dass es bewusst zynisch gemeint ist.
Ob oder ob nicht, egal, sie musste das wohl sagen, um ein wenig versöhnlich zu klingen, wohl wissend, dass es Blödsinn ist. What's lost is lost and gone forever.
Es geht m. E. um das ursprüngliche Ziel, mit dem man diesmal noch nicht durchgekommen ist, nämlich Sommer-Hallensportarten in den Winter zu schieben. Und dafür muss Platz geschaffen werden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Mit der Kombi ist man durchgekommen, weitere werden folgen.
 

johnny

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Mit der Kombi ist man durchgekommen, weitere werden folgen.
Einige Disziplinen, die heute noch jubeln, werden 2030 (?, ich weiss nicht genau, wann jetzt das Programm für 2034 abgesegnet werden soll in diesem neuen Modus) ein böses Erwachen erleben. Dieser neue "Fit for Money"-Ansatz wird schon ein grösseres Beben verursachen.
 

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Einige Disziplinen, die heute noch jubeln, werden 2030 (?, ich weiss nicht genau, wann jetzt das Programm für 2034 abgesegnet werden soll in diesem neuen Modus) ein böses Erwachen erleben. Dieser neue "Fit for Money"-Ansatz wird schon ein grösseres Beben verursachen.
Ich denke nicht, dass die USA als kommender Ausrichter Interesse haben, dass Freestyle oder Snowboard bewerbe gestrichen werden.
 

Masmiseim

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Mir geht das Ganze gerade ein bisschen zu sehr in Richtung Bashing der Länder, der in der Kombination erfolgreich sind.

Die Regeln so anzupassen, dass die Kosten für das Material nicht ins Uferlose anwachsen, ist sicher Aufgabe der FIS. Aber wenn beispielsweise Frankreich, Italien, die USA, Finnland, Japan, Slowenien und Polen eine Idee für sinnvollere Regeln gehabt hätten, hätten sie doch problemlos Deutschland, Österreich und Norwegen überstimmen können.

Ich kann auch gut verstehen, wenn man in einer Kooperation mit den kleineren Nationen nicht alle Materialgeheimnisse teilt. Wenn nur ein oder zwei Tschechen alle deutschen Materialgeheimnisse kennen würden, könnte man das vielleicht noch verkraften. Aber es wäre ja auch durchaus denkbar, dass die die Kooperation irgendwann aufkündigen und anschließend zum Beispiel mit den Norwegern zusammengehen - und denen möchte man sicher nicht noch helfen.

Dass es sowohl der Kombination als auch dem Spezialspringen gutgetan hätte, wenn man die Damen wesentlich früher gefördert oder zumindest nicht behindert hätte, ist ebenfalls unstrittig. Aber auch hier würde ich die Schuld weniger bei den großen Nationen sehen. Der erste internationale Wettkampf für Kombiniererinnen fand 2014 statt. Austragungsort war Oberstdorf in Deutschland, und es gab zwei Altersklassen. Bei den jüngeren Mädchen war die Vielfalt etwas größer, aber bei den älteren Mädchen waren neben Sportlerinnen aus Deutschland, Österreich und Norwegen nur noch Russinen am Start. Auch hier haben die anderen also eher noch länger gepennt als die drei Großen.
Denke, es geht hier nicht um bashing. Fakt ist halt nur, dass es Hilfe nur von den großen geben kann. Im Bobsport hat man das übrigens vor Jahren schon erkannt, sodass hier alle möglichen Kleinstverbände zur Verstärkung der Nationenvielfalt ins Training integriert werden, oder man sogar Trainer gezielt dort einsetzt. Natürlich bekommen die mit Sicherheit nicht das 1a Top Secret Material, aber sie können so mitschwimmen.

Bei den Frauen bin ich komplett anderer Meinung: Eine "neue" Sportart kann sich nur in einem der großen Verbände entwickeln. Dort gibt es die Anlagen, Trainer, Material usw. Da scheint es dann doch recht ungewöhnlich zu sein, wenn eine solche "Geburt" in einem Land wie zb Italien stattfindet. Gleichzeitig ist das aber auch wirklich keine Schuldfrage im engeren Sinne. Bei den Frauen ist die Noko so speziell, dass man hier auch nicht aus nem Riesenpool an Athletinnen schöpfen kann. Das Spezialspringen der Frauen ist halt einfach so ziemlich doppelt so alt, da sieht es dann schon anders aus.
 

Masmiseim

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Viel bedauernswerter ist eher, dass er Sponsoren und Menschen aufruft, ihn finanziell zu unterstützen. Für ein 12-tätiges Trainingslager in Planica mit Windkanal braucht er 10.000 bis 12.000€.


Er war ja mal ein guter Springer. Nur die letzten Jahre waren sehr schlecht. Vielleicht findet er durch den Wechsel wieder in die Spur.
Ich finde es bedauerlicher, dass man dafür überhaupt nach Planica muss. Das sind natürlich Kosten, die erstmal finanziert werden müssen. und wenn müsste der Verband das ja auch für alle 4 Dauerstarter ermöglichen. Da sind wir dann schon bei 40.000 EUR. Und das in einem Land, in dem die Noko nicht (mehr) wirklich eine Rolle spielt. Und Spezialspringen eigentlich auch eher nicht so.
Und eine Garantie, dass so ein Trainingslager dann wirklich spürbare Verbesserungen bringt hat man auch nicht. Ich mein, Baud kann man so als mittelguten Noko Starter bezeichnen - dass die Franzosen in der Förderung dann vermutlich lieber Geld in die AlpinTruppe zum Training in Chile pumpt, kann man aus wirtschaftlichen Gründen beinahe nachvollziehen.
 
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