Meds Gegner in den 6 Finals waren 3mal Nole, 2mal Rafa und 1mal Sinner.
Zverevs Gegner in den 6 Finals waren 2mal Sinner, 1mal Alcaraz, 1mal Thiem, 1mal Shelton und 1mal Cobolli
Sorry, ich weiss, dass Du das weisst.
Medvedev ist 1996 geboren und Zverev 1997, Medvedev hätte ja auch so konsequent dran bleiben können. Der frühere Medvedev hätte bei diesen US Open sehr gute Chancen gehabt, dass er seit dem AO Finale 2024 erst nur noch vereinzelt und dann in 2025 gar nicht mehr seine Topform gefunden hat liegt ja an ihm selbst. Zu den US Open 2020 muss man ja auch sagen, dass Medvedev im Halbfinale gegen Thiem gespielt hat. Ist ja nicht so, als wenn er nicht selbst in dem US Open Finale hätte stehen können
Nadal ist natürlich Nadal, dennoch war Nadal 2022 bei den AO schlagbar, schon Shapovalov hat es mental nicht auf die Kette gebracht, Medvedev war aber auch klar vorne vor seinem Einbruch
Interessant sind auch die Halbfinalgegner der beiden:
Zverev: Alcaraz (1), Djokovic (1), Medvedev (3), Ruud (4), Nadal (5), Tsitsipas (5), Thiem (5), Djokovic (7), Ruud (7), Mensik (27), Carreno Busta (27), Khachanov (50), Fery (114)
Medvedev: Alcaraz (1), Alcaraz (1), Alcaraz (3), Thiem (3), Tsitsipas (4), Zverev (6), Tsitsipas (6), Auger-Aliassime (15), Dimitrov (78)
Medvedev hat "nur" 9 GS Halbfinals erreicht und dabei waren auch nur 3x die Big 3 oder Sinner/Alcaraz seine Halbfinalgegner.
Zverev hat 4x gegen Alcaraz/Djokovic/Nadal im HF gespielt. Je häufiger du im Halbfinale stehst, desto mehr Chancen hast du am Ende auch. Zverev hat 19 VFs erreicht, Medvedev 11. Medvedevs letztes Halbfinale war in Wimbledon 2024, er hat also bald 2,5 Jahre kein HF mehr erreicht, falls er überhaupt nochmal eines erreicht. Zverev hat im selben Zeitraum 7 GS HFs erreicht.
Man muss Zverev wirklich sehr dafür loben, dass er immer dran geblieben ist und im Unterschied zu den anderen Topspielern seiner Generation (Thiem, Medvedev, Tsitsipas) nicht sehr stark nachgelassen oder sogar schon aufgehört hat. Sicher ist die Konkurrenz derzeit relativ schwach, aber dass (als extremstes Beispiel) Tsitsipas bei diesen US Open sogar schon dafür gelobt wurde dass er mal wieder ein AF erreicht hat weil er nachhaltig derart krass eingebrochen ist dass man ihm sogar sowas kaum noch zugetraut hat, da ist Zverev einfach das komplette Gegenbeispiel, und dafür wurde er in dieser Saison belohnt. Noch bemerkenswerter wenn man bedenkt, dass er im Gegensatz zu Medvedev und Tsitsipas eine schwerere Verletzung mit langer Ausfallzeit hatte und dazu gesundheitlich eingeschränkt ist.
Und das ist halt der Punkt
Medvedev (1996) und Tsitsipas (1998) haben die gleiche Zeit wie Zverev (1997) nutzen können. Medvedev war ja auch Spätstarter, Zverev war schon längst oben als Medvedev kam, Tsitsipas ist schon längst verglüht. Zverev hat bei allen 4 GS das Finale erreicht, Tsitsipas hat bislang nur bei den AO und FO das Viertelfinale erreicht, wir reden hier nicht von Finals sondern Viertelfinals.
Thiem war da noch deutlich näher an Djokovic/Nadal vom Alter, auch wenn Thiem ein spezieller Fall ist wie von
@Marius erwähnt, nach den USO 2020 fiel er in ein Loch, er schien sich wieder etwas rauszukämpfen, bevor er sich schwer verletzte. Die Einstellung wie Zverev hatte Thiem aber eindeutig nicht und das gehört auch dazu
Dennoch Glückwunsch an ihn, er ist jetzt unbestritten klar die deutsche nummer 2 all time bei den Männern noch vor Stich.
Damit tue ich mich schwer, schaut man auf die Zahlen, dann ist Zverev natürlich erfolgreicher als Stich. Aber ist es sinnvoll Spieler nur anhand der Zahlen zu vergleichen? Dafür muss man ja nicht mal Tennis schauen, jeder kann einem sagen, dass 2 mehr sind als 1.
Hier nochmal die Tabelle von letztens um Wawrinka und Stich erweitert. Was fällt auf? Stich hat selbst nicht so viele Topduelle gespielt, das hat 2 Gründe, zum einen war seine Karriere nicht so lang, zum anderen wurde die Bedingungen in den letzten 15, 20 Jahren so geändert, dass es zu mehr Top 10 Duelle kommt. Die Beläge wurden angegleicht und die Setzliste wurde von 16 zu 32 Spielern erweitert.
Stich hat zum Beispiel bei den FO 1995 in der 2. Runde gegen Edberg gespielt, Stich war damals die 12 der Welt, Edberg die 17, so ein Duell konnte es damals schon in den ersten beiden Runden geben, weil die Nummer 17 Edberg ungesetzt war, heute wäre das unmöglich.
Zu Wawrinka muss man sagen, dass seine Quoten nach unten gegangen sind, dadurch, dass er immer noch spielt.
Stich besiegte in Wimbledon 1991 im VF, HF und Finale die Nummer 4, 1 und 2. Edberg und Becker haben damals Wimbledon dominiert.
Zverev hat Wawrinka und Stich auf jeden Fall die Langlebigkeit voraus. In Sachen Erfolgen muss man ihn mittlerweile auch schon vor Wawrinka sehen.
Ich denke nicht, dass Zverev annähernd seine eigenen Erfolge hätte haben können, wenn er genauso alt wie Wawrinka wäre. Natürlich kann man das nicht nachweisen, aber deshalb tue ich mich mit der Bewertung von Wawrinka und Zverev nicht leicht.
Zu Zverev muss man sagen, dass er seine Top 10 Bilanz mittlerweile deutlich aufpoliert hat. Bis zu den FO 2022 war seine Top 10 Bilanz bei GS bei 0-11, mittlerweile ist sie bei 7-20.
Wawrinka und Zverev zu vergleich ist dennoch leichter als Zverev und Stich. Es waren andere Zeiten, wer weiß wie lange Stich in den 2020ern gespielt hätte, wer weiß wie lange Zverev in den 90ern gespielt hätte.
Stich würde ich in seinem Peak als besser ansehen, vor allem mental, genauso wie Wawrinka, Zverev hat sehr lange auf einem sehr hohen Niveau gespielt.
| Bilanz vs | Alexander Zverev | Win % | Stefanos Tsitsipas | Win % | Jo-Wilfried Tsonga | Win % | Tomas Berdych | Win % | Casper Ruud | Win % | Michael Stich | Win % | Stan Wawrinka | Win % |
| Top 3 | 1-11 | 8.3% | 3-6 | 33.3% | 4-14 | 22.2% | 5-16 | 23.8% | 0-3 | 0.0% | 3-4 | 42.9% | 8-14 | 36.4% |
| 4-10 | 6-9 | 40.0% | 2-6 | 25.0% | 9-13 | 40.9% | 6-14 | 30.0% | 1-6 | 14.3% | 2-4 | 33.3% | 13-14 | 48.1% |
| 11-20 | 12-6 | 66.7% | 8-1 | 88.9% | 7-7 | 50.0% | 10-11 | 47.6% | 3-2 | 60.0% | 7-5 | 58.3% | 13-10 | 56.5% |
| 21+ | 118-15 | 88.7% | 60-24 | 71.4% | 101-14 | 87.8% | 125-20 | 86.2% | 51-19 | 72.9% | 66-18 | 78.6% | 130-41 | 76.0% |
| Top 1–3 Wins | Top 4–10 Wins |
|---|
| Alexander Zverev | • Carlos Alcaraz (Australian Open 2024) | • Jannik Sinner (US Open 2023)
• Carlos Alcaraz (Roland Garros 2022)
• Andrey Rublev (Australian Open 2020)
• Kei Nishikori (French Open 2019)
• Casper Ruud (Roland Garros 2024)
• Ben Shelton (US Open 2026) |
| Stefanos Tsitsipas | • Rafael Nadal (Australian Open 2021)
• Daniil Medvedev (French Open 2021)
• Roger Federer (Australian Open 2019) | • Jannik Sinner (Australian Open 2022)
• Alexander Zverev (French Open 2021) |
| Jo-Wilfried Tsonga | • Rafael Nadal (Australian Open 2008)
• Roger Federer (Wimbledon 2011)
• Roger Federer (French Open 2013)
• Novak Djokovic (Australian Open 2010) | • Novak Djokovic (Australian Open 2008)
• Tomas Berdych (US Open 2011)
• Gilles Simon (Australian Open 2009)
• Kei Nishikori (French Open 2015)
• Tomas Berdych (French Open 2015)
• Richard Gasquet (Australian Open 2013)
• David Ferrer (Wimbledon 2012)
• Mikhail Youzhny (Wimbledon 2010)
• James Blake (Australian Open 2008) |
| Tomas Berdych | • Roger Federer (US Open 2012)
• Roger Federer (Wimbledon 2010)
• Rafael Nadal (Australian Open 2015)
• Novak Djokovic (Wimbledon 2010)
• Novak Djokovic (Wimbledon 2017) | • Novak Djokovic (Australian Open 2011)
• David Ferrer (Australian Open 2014)
• Jo-Wilfried Tsonga (Australian Open 2012)
• Andy Murray (French Open 2010)
• Fernando Verdasco (Wimbledon 2010)
• Milos Raonic (Australian Open 2015) |
| Casper Ruud | (Keine Siege) | • Holger Rune (French Open 2023) |
| Michael Stich | • Stefan Edberg (Wimbledon 1991)
• Boris Becker (Wimbledon 1991)
• Thomas Muster (Roland Garros 1996) | • Jim Courier (Wimbledon 1991)
• Petr Korda (Wimbledon 1993) |
| Stan Wawrinka | • Rafael Nadal (Australian Open 2014)
• Novak Djokovic (French Open 2015)
• Novak Djokovic (US Open 2016)
• Roger Federer (French Open 2015)
• Novak Djokovic (Australian Open 2014)
• Andy Murray (US Open 2013)
• Andy Murray (French Open 2017)
• Novak Djokovic (US Open 2019) | • Mariano Puerta (US Open 2005)
• Andy Murray (US Open 2010)
• Andy Roddick (Australian Open 2011)
• Richard Gasquet (French Open 2013)
• Tomas Berdych (US Open 2013)
• Tomas Berdych (Australian Open 2014)
• Kei Nishikori (Australian Open 2015)
• Kei Nishikori (US Open 2016)
• Marin Cilic (French Open 2017)
• Grigor Dimitrov (Wimbledon 2018)
• Grigor Dimitrov (US Open 2018)
• Stefanos Tsitsipas (French Open 2019)
• Daniil Medvedev (Australian Open 2020) |
Wenn ich die FO 2024 und 2026 vergleiche, dann fand ich Zverev 2024 stärker, aber auch das gehört dazu. Du musst nicht immer deine beste Leistung zeigen um den maximalen Erfolg zu haben und manchmal reicht deine beste Leistung nicht aus.
Bei den USO 2015 und 2016 hab ich mich auch geärgert, dass Federer 2015 so stark war, durch das ganze Turnier geflogen ist und im Finale auch gut gespielt hat, er aber an einem sehr starken Djokovic gescheitert ist, dagegen war Djokovic 2016 im Finale und im ganzen Turnier deutlich schwächer als 2015
Mich freuts für ihn, dass er seine Nerven in den beiden Finals voll im Griff hatte und er überhaupt keine Zweifel aufkommen ließ, wer da der besserer Spieler auf dem Platz war. Gratulation. So schnell kanns gehen. In ein paar Monaten vom "Verlierer", wie er sich selbst bezeichnet hat, zum zweifachen GS Champion.
Ich finde nicht, dass man sagen kann, dass er in beiden Finals seine Nerven voll im Griff hatte. Bei den FO war das doch wieder ein Zitterspiel. Vermutlich hat er doch auch nur deshalb die Krämpfe dann auch gehabt. Er hätte das gegen Cobolli noch fast verspielt. Er selbst sagte doch auch, dass er sehr nervös war das ganze Turnier nach Sinners Aus. Und im Finale hat man es wirklich gesehen. Gestern fand ich ihn wirklich souverän, so ein 3. Satz gehört auch einfach mal dazu
He said: "I was cramping. I was struggling physically a little bit, even though I don't think the cramps were physical. I think they were more mental. I was very tightened up. I was very, you know, emotional. I was a bit unstable also in the fourth set.
"I actually think that the cramps helped me in a way. I think that I let go. I kind of hit my shots a bit more and then just let go. And, of course, the fifth set went my way, and I'm happy about that and happy to be sitting next to this beautiful trophy for the first time."
Alexander Zverev says winning his first Grand Slam title at the French Open has lifted a huge weight from his shoulders.
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Da du ja Sinner Fan bist: überleg Mal wieviele Duelle davon gegen ihn waren?
Spricht natürlich noch weniger dafür, dass man um die Nr1 mitspielen kann..aber wenn eben diese Nr1 solange körperlich ausfällt (nehme Mal Paris mit ins "Ausfallen") und die eigentliche Nr1B ebenfalls lange fehlt, dann reicht es eben aus, dass kein anderer Konstanz in seine Spitzenleistungen bekommen hat.
Zverev wird (bei Fitness von Sinner) nur dann die Nr1 werden, wenn er im Herbst auch gegen Sinner gewinnt. Wir werden sehen, ob Sinner fit genug wird und ob Zverev weiter der "Ausnutzer des Jahres" ist.
Wobei man da ja auch differenzieren muss. Es gab schon vorher Saisons, wo eine Nummer 1 einen Gegner hatte, gegen den er meistens verloren hat. Sinner verlor ja häufig gegen Alcaraz, Nadal oft gegen Federer (2017), Federer oft gegen Nadal.
Der Unterschied damals war meist, dass die Nummer 1 selbst immer weit kam und im Gegensatz zur Nummer 2 nicht vorher im Turnier verlor. Sinner hat eine 44-3 Bilanz, er ist quasi nicht zu besiegen. Von daher wäre es schon wirklich kurios, wenn er die 1 an Zverev verlieren würde. Zverev hat jetzt alleine 5300 Punkte bei den FO, Wim und USO geholt. Alcaraz 400, Sinner auch "nur" 2050. Zverev dürfte bis vor den FO 2027 gute Chancen für die 1 haben, solange er selbst fit bleibt.
es wäre auch schon sehr kurios, wenn Sinner nur einmal das Jahr als 1 abschließt zwischen 2024 und 2026. In einem Zeitraum wo er eine Siegquote von 92,1 % hat
Bilanz seit 2024:
| Spieler | Bilanz | % |
|---|
| Jannik Sinner | 175–15 | 92.1% |
| Carlos Alcaraz | 151–26 | 85.3% |
| Alexander Zverev | 179–59 | 75.2% |
Und natürlich kann Zverev nichts dafür.