Solche Quervergleiche sind natĂŒrlich immer schwierig. Aber wenn wir nochmals einen Blick auf den letzten Trainingsdurchgang von gestern werfen: Da sprang Nika Prevc aus Luke 23 auf 138,5 m bei -2,7 Windpunkten. Die Herren hatten in ihrem letzten Trainingsdurchgang Luke 21. Das ist jetzt kein so groĂer Unterschied - sondern durchaus einer, den man auch mal im Lauf eines Wettkampfs hat.
Nika Prevc wĂ€re damit - wenn man ihr im Vergleich zu den Herren noch 7,5 Gatepunkte abzieht - auf 75,9 Punkte gekommen. Das ist genau die Punktzahl von Aleksander Zniszczol im dritten Training, und der lag damit auf Platz 16 bzw. 19, wenn man Fettner, Hörl und Forfang noch vor ihm einreiht (die sind da nicht gesprungen). Zniszczol hatte ĂŒbrigens -3,0 Windpunkte, also nominell nahezu die gleichen Bedingungen.
So völlig ausgeschlossen wĂ€re ein Top-30-Platz bei den Herren fĂŒr Nika Prevc also nicht. Allerdings war der Sprung wohl schon auch auĂergewöhnlich gut. Kvandal als Zweite hatte auf Prevc bereits 12,9 Punkte RĂŒckstand. Das wĂ€re dann schon auĂerhalb der Top 30 gewesen. Und die dritte, Selina Freitag, hatte in dem Durchgang schon sage und schreibe 30,3 Punkte RĂŒckstand; das wĂ€re dann schon auĂerhalb der Top 50, etwa im Bereich von Kaimar Vagul - und das bei der WM, bei der ja die Top-Nationen weniger Springer am Start haben.
Also wenn mal wirklich alles perfekt passt, dann wĂŒrde ich sagen, dass es fĂŒr ein bis zwei Athletinnen möglich ist, mehr aber auch nicht.