🇩🇪 DSV-Adler


sj44

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Ui, da wird ein gewisser SH wieder jammern, dass schon wieder ein Österreicher Cheftrainer ist und man nicht einen Deutschen genommen hat.
 

tiger04

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Justin Lisso beendet nach all den Rückschlägen nun seine aktive Karriere als Skispringer.
 

BennyWe

EFF #77
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Leider nur verständlich. So schade für einen hoffnungsvollen jungen Athleten.

Ich drück ihm die Daumen dass die "zweite" Karriere erfolgreich wird
 

Benjamin

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Die Saison ist nun schon seit einigen Tagen beendet. Da ist es an der Zeit, ein kleines Fazit aus deutscher Sicht zu ziehen - und das finde ich diesmal gar nicht so leicht.

Auf der einen Seite stehen die blanken Fakten:
  • Platz 4 im Nationencup im Vergleich zu Platz 2 in der letzten Saison.
  • 3183 Punkte im Nationencup im Vergleich zu 4523 Punkten in der letzten Saison.
  • Ein einziger Einzel-Weltcupsieg im Vergleich zu sieben in der letzten Saison.
In der Summe ist also ein deutlicher Rückschritt zu erkennen. Betrachtet man hingegen die einzelnen Athleten, dann wird das Bild differenzierter.

Ein Stück weit kann man sich vielleicht sogar darüber streiten, ob Philipp Raimund oder Felix Hoffmann die bemerkenswerte Saison hingelegt hat. Absolut gesehen hat natürlich Philipp Raimund die größeren Erfolge erreicht. Er war im Prinzip während der gesamten Saison vorn dabei, er hat den einzigen Weltcupsieg geholt (nur genau danach war dann ein bisschen die Luft raus), er war im Gesamtweltcup Siebter und damit bester Deutscher. Und vor allem hat er genau zum richtigen Zeitpunkt, also genau bei dem Wettkampf, der ihm am ehesten auf den Leib geschneidert war, seine beste Saisonleistung gezeigt und damit die olympische Goldmedaille von der Normalschanze gezeigt.
Während Philipp Raimund schon seit einigen Jahren als Talent galt, das kurz vor dem Durchbruch steht, galt Felix Hoffmann seit einigen Jahren eher als ewiges Talent - als ein Springer, der zwar in jungen Jahren durchaus einiges versprochen hat (seinen ersten COC-Sieg feierte er beispielsweise bereits mit 19 Jahren), der das dann aber doch nicht gehalten hat. Noch im letzten Winter hat er es bei 13 Weltcup-Einsätzen lediglich dreimal in die Top 30 geschafft. Sein Durchbruch in diesem Jahr, den er mit Platz 9 im Gesamtweltcup und vier Podestplätzen zweifellos geschafft hat, auch wenn die zweite Saisonhälfte dann schwächer war, war sicherlich noch überraschender als der von Philipp Raimund, der ja auch bereits die SGP-Wertung für sich entscheiden konnte. Das sind sicher die beiden deutschen Erfolgsstorys in diesem Winter.

Auf der anderen Seite gab es aber auch gleich mehrere Springer im deutschen Team, für die der Winter alles andere als optimal gelaufen ist. Gerade die einstigen Leistungsträger haben sich schwer getan.
  • Pius Paschke, mit Platz 5 im Gesamtweltcup der Saison 2024/25 und mehreren Weltcupsiegen bester Deutscher, ist in dieser Saison auf Platz 29 zurückgefallen.
  • Andreas Wellinger, letzte Saison mit Platz 7 nur unwesentlich schlechter, beendete diese Saison lediglich auf Platz 25.
  • Karl Geiger, im letzten Winter noch ordentlicher 13. in der Gesamtwertung, landete in diesem Winter auf Platz 28.
Dass gleich drei Springer so stark zurückgefallen sind, konnten dann eben auch Philipp Raimund und Felix Hoffmann nicht ganz ausgleichen. Andererseits deutet zumindest manches darauf hin, dass speziell Andreas Wellinger und Karl Geiger besonders mit der Materialumstellung zu kämpfen hatten - und dass sie diesen Kampf letztlich aber doch gemeistert haben, denn gegen Saisonende sind sie dann wieder stärker geworden, so belegte Andreas Wellinger sogar den sechsten Platz im Skiflug-Weltcup. Man darf also Hoffnung haben, dass die nächste Saison wieder besser läuft.

Wie sieht es in der Folgegeneration aus?

Hinter Constantin Schmid, der lange Zeit als größtes Talent nach den alten Hasen galt, steht leider ein immer größeres Fragezeichen. Selbst im COC hat er diesen Winter nur 82 Punkte geholt, während es im Vorwinter noch 267 waren. Sicher, die Erfolge von Felix Hoffmann zeigen, dass auch mit Ende 20 nochmals größere Steigerungen möglich sind. Aber die müssen dann auch bald kommen, sonst wäre Schmid für mich durchaus ein Kandidat für ein baldiges Karriereende, was sehr schade wäre.
Luca Roth hat wohl seine bislang beste Saison gehabt; drei seiner bislang vier COC-Siege hat er in diesem Winter geholt. Er hat seine Persönliche Bestleistung im Skifliegen nach oben geschraubt und es im Weltcup dreimal in die Punkte geschafft. Um sich dauerhaft im Weltcup zu etablieren, wird er sich aber weiter steigern müssen.
Eine erfreuliche Entwicklung gab es bei Ben Bayer. Während er zuvor im COC nur sporadisch gepunktet hatte, ist er dort in diesem Winter zu einer festen Größe geworden und hat mit 413 Punkte Platz 9 in der Gesamtwertung belegt. Wenn die Entwicklung so weiter verläuft, könnte er durchaus ein Kandidat für das zukünftige Weltcup-Team werden.
Leider hat der gleichaltrige Adrian Tittel die komplett gegenteilige Entwicklung gezeigt. War er in den letzten Jahren noch derjenige aus der 2004er-Generation, dem man am ehesten den Sprung in den Weltcup zugetraut hätte, so hat er im diesem Winter selbst im COC nur gelegentlich gepunktet.

Dafür haben mir die Leistungen der noch jüngeren Springer, speziell die von Lasse Deimel, Janne Holz und Yann Kullmann gut gefallen. Gewiss, sie sind keine Embachers oder Tomasiaks, und der Weg in den Weltcup ist schon noch weit - aber dennoch fand ich ihre Leistungen bemerkenswert, und man darf sicher eine gewisse Hoffnung haben, dass sie ihn zurücklegen werden.

Ja, wie schaut's aus, was seht ihr anders, was habe ich vergessen?
 

MK23surfski

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Max Unglaube had an interesting season, from participating in 4H tournament to not being selected to Junior World Championships.

Hats off to Geiger and Wellinger, after early season struggles (they were even beaten by Rainer in Open Italian Championships before Christmas), to be regular top 10 contenders.

And hats of to Horngacher too, who again prepared team for the major event (Gold for Raimund).

Will be interesting to see how it will be with new coach...also, hopefully Zografski will continue training with them.
 

tiger04

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Mein Highlight diese Saison ist definitiv Ben Bayer! - Was für eine Wahnsinnsentwicklung eher über den Sommer hingelegt hat. - Hätte mir jemand zum Start erzählt dass er Weltcup Punkte sammeln wird und auf COC Podien springt, hätte ich das nicht geglaubt.

Die von Felix Hoffmann war natürlich auch ein Riesen Highlight für mich - Er ist zum Ende des Sommers schon richtig stark gesprungen , dass er die Trainingsleistungen aber so gut in den Wettkampf bekommt, hätte ich nicht gedacht - Hut ab für diese Leistung!.

Philipp Raimund hatte ja im Voraus schon einen super Sommer - Ich bin froh, dass er den Durchbruch in die Weltspitze nun endlich geschafft hat - Der Olympia Sieg bleibt das große Highlight!

Respekt an Wellinger und Geiger wie die beiden sich wieder hoch gekämpft haben - jetzt scheinen sie sich mit dem Material angefreundet zu haben und können nächste Saison wieder voll angreifen!

Luca Roth hatte auch eine tolle Saison - er hat super Fortschritte im Flugsystem gemacht - In vereinzelten Sprüngen hat man auch mal sehen können, was er für ein Potenzial eigentlich in ihm steckt. - Ich hoffe er macht die nächsten Schritte über die Sommer

Constantin Schmid hat sich extrem schwer getan - Nachdem der Herbst überhaupt nicht lief war der Staat in die Saison eigentlich okay - Nach dem Wochenende in Zhangjiakou ging es immer weiter Berg ab.

Adrian Tittel‘s Saison war ja eine voll Katastrophe. - Jannik Faisst hat auch nicht überzeugen können - Als Junior war er ja richtig stark unterwegs - ich bin mal gespannt wann er den Schritt schafft, den Ben Bayer diese Saison gemacht hat.

Martin Hamann hat uns diese Saison durchaus überzeugen können - nach einem katastrophalen Start in die Saison hat er sich in eine tolle Form gebracht.

Max Unglaube wurde auch ein wenig aus dem Konzept gebracht - Es lief zum Start des Saison nicht, wie er sich das vorgestellt hat. - Zur Tournee wurde er dann krank und hat nicht so performen können wie er es eigentlich gewollt hätte. - dann gab es anscheinend irgendwie Stress, und er sollte sogar zurück in den Deutschland Pokal und dann verpasste er sogar noch die Junioren WM.

Dafür haben die anderen Junioren überzeugt - speziell Lasse Deimel , Yann Kullmann und Janne Holz.
 

Benjamin

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Hm, ich weiß nicht, bei Martin Hamann sehe ich es doch nicht ganz so rosig. Gewiss, der Abschluss in Zakopane, wo er im ersten Springen mit Platz seine beste COC-Leistung im letzten Winter geholt hat, war gut. Aber ansonsten hat er es nur ein weiteres Mal in die Top Ten im COC geschafft, war eher so ein Wanderer zwischen den Welten (FIS-Cup und COC). Er war besser als im wirklich extrem schwachen Winter 2024/25, aber es war immer noch seine zweitschlechteste Saison in den letzten 11 Jahren. Für einen Springer, der in gut einem Jahr 30 wird, ist das eigentlich zu wenig.


Bei Constantin Schmid sehe ich es eigentlich genau andersrum: Sein Herbst hat mir Hoffnung gemacht, immerhin stand er bei Sommer-COC in Hinterzarten noch auf dem Podest. Vielleicht habe ich das überbewertet, weil ich da selbst vor Ort war, da wirkt das natürlich noch ein bisschen stärker. Aber andererseits war das ein wirklich gut besetzter COC; geschlagen wurde er da nur von Tomofumi Naito und Kacper Tomasiak, hinter sich gelassen hat er dafür Leute wie Jonas Schuster, Gregor Deschwanden oder Felix Hoffmann.

 
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