Der Punkt wird mir in der Diskussion oft vergessen. Es war doch früher ein Running Gag: Bayern wird Meister. Hoeneß: was wollt ihr denn, die Mannschaft ist offensichtlich super, wir wären ja blöd, etwas an ihr zu ändern! Wir können mit Ottlell Meister werden, schaut euch das an, ihr Säcke! Jetzt holen wir Tim Borowski (der ist ablösefrei, haha) und gut ist.
Mittlerweile wird ein erfolgreicher und guter Stürmer wie Mandzukic ersetzt, weil es einen besseren Stürmer zu einem (sehr, sehr) guten Preis gibt. Früher hätte Hoeneß die Kavallerie aufgefahren, wenn es einer im Verein gewagt hätte, eine heilige Kug wie Mandzukic auch nur schräg anzuschauen.
Die Bayern Verantwortlichen haben dazugelernt. Ohne dieses dazulernen würden wir niemals so eine dominante Mannschaft sehen. Gerade nach einer Triple Saison (die es ohne das dazulernen auch niemals gegeben hätte) wäre die Mannschaft doch im Schlaraffenland gewesen. Die Selbstzufriedenheit hätte früher dafür gesorgt, dass andere Teams eben doch mithalten können.
Wobei man auch sagen muss: von der Motivationsebene her war es schon krass, dass nach dem Triple sogar ein Trainerwechsel kam. Sowas fördert immer die Konzentration, weil sich niemand sicher sein kann. Das wird Bayern nächstes Jahr nicht mehr entgegenkommen. Die Frage ist, wie viel sich dadurch ändert.