2. Liga 2026/27 - wer hat Angst vor dem bösen Wolf?


Die weiteren Texte verzögern sich etwas. Gestern hat mich die Hitze erledigt und heute hat sich Vater lang gelegt.

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Nice, der längere Text, den ich als Entwurf gespeichert habe, ist weg.

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Nun denn, dann eine Planänderung. Statt längerem Text im Wolfsburg-Stil gibt es jeweils eine kürzere Begründung, warum ich den Verein in der Gruppe sehe. Zur Erinnerung - es weiter mit den Aufstiegskandidaten. Diese Gruppe umfasst fünf Vereine. Hannover 96, St. Pauli, Heidenheim, Dynamo Dresden (ja, richtig gelesen) und den glorreichen VfL Bochum (nochmal...ja, richtig gelesen).

Warum ist Hannover 96 ein Aufstiegskandidat?

Hannover 96 war eigentlich schon letzte Saison aufstiegsreif. Aber aus unerklärlichen Gründen tat man sich zuhause extrem schwer und verspielte hier den Gang ins Oberhaus. Exemplarisch war die Niederlage gegen Fürth und ein 3:3 gegen den späteren Absteiger Preußen Münster. Wie üblich gibt es in Hannover im Sommer jede Menge Unruhe. Cheftrainer Titz will noch ein paar Zugänge, der neue Sportdirektor Boldt antwortete mit einem öffentlichen "das ist hier nicht irgendein Spiel auf der Playstation" - dabei ist es durchaus verständlich, dass Titz nach den Abgängen von Enzo Leopold (Gladbach) und Noël Aséko (zurück zu Bayern, mittlerweile Frankfurt) diese Wünsche äußert. Aber auch wenn er Boldt nicht überzeugen kann, ist der Kader von Hannover einer der besten der Liga.

Neu dabei sind Pascal Loretz, der Noll im Tor beerben wird und Innenverteidiger Jean Hugonet, den Titz aus Magdeburger Zeiten kennt. Dazu kommen mit Yunal Ünal (Hertha Jugend) und Taycan Etcibasi (BVB, hat 500.000 Euro Ablöse gekostet) zwei hochveranlagte Spieler, die berechtigte Hoffnungen haben, sehr schnell signifikante Spielanteile zu bekommen.

Daisuke Yokota traue ich seinem zweiten Jahr einen Sprung nach vorne zu. Seine Rückrunde war mit sechs Scorerpunkten schon deutlich effizienter als die Hinrunde mit drei Scorerpunkten. Genau entgegengesetzt lief es bei Benjamin Källmann, der im Zeitraum vom 23. Spieltag bis Saisonende lediglich einmal traf, nachdem er zuvor 13mal netzte. Eventuell kann Lars Gindorf die Abhängigkeit vom Finnen verringern. Gindorf hat die 3. Liga in Aachen kurz und klein geschossen und kehrte nun nach Ablauf der Leihe zurück. Kriegt Titz ihn in die Spur, wäre das ein Riesengewinn für 96.

Kriegt man die PS auf die Straße, hat Hannover mit die besten Aufstiegskarten.

Warum sind der 1. FC Heidenheim und der FC St. Pauli Aufstiegskandidaten?

Ich fasse die beiden Bundesligaabsteiger mal zusammen in einen Block. Naturgemäß sind Absteiger immer Vereine, die man im Auge behalten sollte, wenn es um das Aufstiegsrennen geht. Ja, Abgänge erschweren das Unternehmen Wiederaufstieg, aber zumeist bleiben doch ein paar Leistungsträger und man hat zumeist einen finanziellen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Zudem macht die Aussicht auf eine Rückkehr ins Oberhaus die Vereine attraktiver für potentielle Neuzugänge.

Der größte Unterschied bei Heidenheim und dem Kiezklub zeigt sich auf der Trainerposition. Bei Heidenheim geht man mit Frank Schmidt in die Saison. Schmidt hat angekündigt, dass diese seine letzte auf der Heidenheimer Trainerbank sein soll. Aber wir werden sehen, ob es da nicht nochmal zu einem Umdenken kommt und an die 20. Saison nicht doch noch die 21., 22., 23. usw. gehängt wird. Davon ist der neue Mann an der Seitenlinie des FC St. Pauli noch weit entfernt. Marcel Rapp folgt hier auf Blessin, dem man den Wiederaufstieg nicht zugetraut hat.

Wie oben schon angedeutet, haben beide einige Abgänge zu verzeichnen. Bei Heidenheim ist hier u.a. Niklas Dorsch zu nennen, der nun in Kanada spielt. Bei St. Pauli sind es u.a. Hauke Wahl (Wolfsburg) und Stammtorwart Nikola Vasilj, die den Verein verlassen haben. Insgesamt wirkt der Heidenheimer Kader für mich schon runder (ganz wichtig, dass Mainka bleibt), während St. Pauli für mich noch mehr Fragezeichen hat. So hat man darauf verzichtet, einen neuen Torwart zu verpflichten. Stattdessen geht man mit Ben Voll als neue Nummer 1 in die Saison. Voll hat zwei Jahre kaum gespielt. In einer so engen Liga kann am Ende ein guter Torwart ein entscheidender Faktor sein. Kann Voll das bringen? Ich habe meine Zweifel.

Insgesamt haben beide Absteiger aber zumindestens gute Chancen, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Heidenheim sehe ich aber etwas vor St. Pauli, die aber noch etwas aktiver auf dem Transfermarkt sein dürften.

Warum ist Dynamo Dresden Aufstiegskandidat?

War selbst überrascht, dass Dynamo Platz 4 in der Rückrundentabelle belegt hat. Natürlich war mir bewusst, dass die Dresdener in der zweiten Saisonhälfte gut waren, aber so gut? Und genau diese starke Rückrunde ist der Grund, warum ich Dynamo als Überraschungsmannschaft im Aufstiegskampf sehe. Man hat es geschafft, Spieler, die maßgeblich für den Aufschwung waren, zu halten. Ben Bobzien, Thomas Keller, Robert Wagner und Jonas Sterner wurden allesamt in diesem Sommer nach Ablauf der Leihe festverpflichtet. Richtig starke Arbeit, die sich in dieser Saison auszahlen wird. Während viele Mannschaften noch in einer Findungsphase sind, hat Dynamo ein weitestgehend bewährtes Fundament, das trotz des Abgangs von Kofi Amoako (Hamburger SV) keine Startprobleme haben sollte.

Vielmehr gibt es zu Dynamo nicht zu berichten. Ade Abstiegskampf, hallo Aufstiegschancen.

Bevor gleich alles wieder weg ist, schnell abschicken. Zum VfL Bochum schreibe ich noch gesondert etwas. Aber nicht mehr heute. :wavey:
 
Für mich kann man nach den drei Absteigern und Hannover genau so gut würfeln. Also warum nicht Bochum oder Dresden, ich tippe eher auf Nürnberg.
 
Nürnberg kann doch froh sein, wenn die nicht ganz unten mit rein rutschen, sobald Zoma verkauft wurde.
Mein Außenseitertipp ist Magdeburg.
 
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