ATP Challenger Tour


Für die Deutschen läuft Tulln ziemlich bescheiden. Molleker, Wiedemann und Wehnelt verlieren in der ersten Qualirunde, Dedura gewinnt und schlägt in der zweiten auch Bernet.
Im Hauptfeld fliegen Squire, Topo und Rehberg in R1, Möller gewinnt durch Aufgabe, Dedura gegen Pokorny. Möller verliert im AF gegen Soto, Dedura hat jetzt mit Gustavo Heide einen schweren Gegner. Auf Dedura bin ich aber immer noch sauer. Da kündigt er groß als Ziele für dei zweite Jahreshälfte die Quali für die US Open und die Junior Finals zu erreichen an: klappt auch mit den USO, aber er reist an, ohne auch nur ein einziges Match auf HC bestritten zu haben und verliert dann sang- und klanglos in R der Quali gegen Silva, der selbst ebenso ein reiner Sandplatzspieler und im Ranking hinter ihm ist. Mit nur ein bisschen seriöser Vorbereitung wäre da wenigstens R2 gegen Rodionov drin gewesen. 15000 Euro, mindestens Ranglistenpunkte und Erafhrungswerte einfach aus dem Fenster geworfen. Da hätte er sich die Anreise auch sparen können. Zurück in Europa macht erwas? Natürlich. Er spielt ein Sandplatzturnier. Junge, dann rede auch nicht von den Finals, die übrigens in der Halle stattfinden. Spiel einfach immer weiter nur auf Sand und ignoriere alle anderen Belege, mit der großen Karriere wird es dann aber nichts. Sorry, aber für sowas habe ich bei einem 18jährigen, der doch auch auf der Tour ist, um immer weiter dazuzulernen, kein Verständnis. Denn wenn das sein Karriereplan ist, wird er auf Sand sicher immer besser, aber im gesamten Spiel wird er rein gar nichts dazulernen.
Wenn ich mit 18 das erste mal die Chance bekommen, eine GS-Quali zu spielen, dann will ich doch jede Sekunde die Atmosphäre der Anlage und des Drumherum aufsaugen, dann setze ich doch alles daran, gut vorbereitet zu sein, um so lange es geht dabei zu sein. Und sehe das nicht als Ausflug zwischen zwei Sandplatzturnieren. Und sollte er das vor den Finals, so er sich qualifizieren sollte, genau so machen, kann er sich die Anreise da auch sparen. Weil er dann in der Vorrunde drei Klatschen kriegt.
 
Dedura seh ich da auch kritisch. Der hat jetzt eh schon mit der Größe ein Problem auf anderen Belägen.
Aber lernen sollte er auf jeden Fall. Es hätte ja auch Challenger auf Hardcourt gegeben. Auf der anderen Seite wäre er wahrscheinlich noch nicht Top200, wenn er mehr gemixed hätte.

Denke bei ihm wird sich der Hardcourt erst entwickeln, wenn er durch das Ranking gezwungen wird. Vielleicht ist es dann aber auch schon zu spät? Er hat auf HC pro Saison noch nie mehr als 10 Spiele gemacht. Jugend hab ich jetzt nicht angeschaut. Aber da war wahrscheinlich auch viel auf Sand. Bundesliga ja eh auch.
 
Er kann ja Sandplatzspezialist sein und bleiben. Aber wenn ich eine solche Chance bekomme, erste GS Quali und ich bin 18 - dann bin ich doch heiss wie sonstwas darauf und bereite mich vor, Selbst wenn es zwei ITFs auf Hardplatz sind, nur um ein Gefühl für den Belag zu bekommen. Aber cih spiele doch nicht Sand, fliege mal eben da hin und dann nach ner klaren Niederlage zurück, um wieder Sand zu spielen. Wo soll das denn hinführen? Glaubt er wirklich, dass er nur durch Sandplatzennis so gut wird, dass er mit 20 erfolgreich in den Top 100 steht und Grand Slams spielt? Auf anderen Belägen?
 
Dafür müsste er dann schon Top 30-40! Niveau auf Sand haben um genügend Punkte zu sammeln. Für die Top100 braucht man etwa 650 Punkte. Da er dann auch ca. Platz 80 anpeilen sollte für eine sichere Slam Quali eher 750.
Dafür hätte er dann mit den 3 Slams auf Rasen und 5 HC Masters als Pflichtturniere wegen den großen Feldern. Da würde ich mal von maximal 100-150 Punkten ausgehen (ein paar Minimumpunkte bekommt man ja als Erstrundenteilnehmer). Dafür müsste es mit seinem aktuellen Können schon etwas Glück bei Auslosungen brauchen.

D.h. bei den restlichen 10 Turnieren, die ihm auf Sand bleiben, muss er 60 Punkte im Schnitt holen. Das ist schon happig. Bei allen ATP Turnieren braucht er dafür mindestens 2 Hauptfeldsiege im Schnitt.
Das wäre für mich klar Top30-40 Niveau auf Sand.
Darauf würde ich mich nicht alleine verlassen.
 
Dedura seh ich da auch kritisch. Der hat jetzt eh schon mit der Größe ein Problem auf anderen Belägen.
Aber lernen sollte er auf jeden Fall. Es hätte ja auch Challenger auf Hardcourt gegeben. Auf der anderen Seite wäre er wahrscheinlich noch nicht Top200, wenn er mehr gemixed hätte.

Denke bei ihm wird sich der Hardcourt erst entwickeln, wenn er durch das Ranking gezwungen wird. Vielleicht ist es dann aber auch schon zu spät? Er hat auf HC pro Saison noch nie mehr als 10 Spiele gemacht. Jugend hab ich jetzt nicht angeschaut. Aber da war wahrscheinlich auch viel auf Sand. Bundesliga ja eh auch.
Dedura spielte neulich gegen Bernet und gewann in 3 Sätzen. War halt auf Sand und Bernet ist aktuell auch nicht besonders. Habe aber nichts vom Match gesehen.
 
Auf der Challenger-Ebene erfreuen diese Woche mal zwei andere Spieler als die üblichen Verdächtigen die Schweiz.

Mika Brunold (#410) spielt diese Woche im österreichischen Tulln. Die Qualifikation überstand er gegen Wehnelt (#573) und Donald (#442) souverän, in der ersten Runde musste Gegner Damas (#316) aufgeben und danach gewann er in der zweiten Runde gegen Misolic (#537), welcher an den US Open nach mehreren Monaten sein Comeback feierte (schön, dass er wieder zurück ist). Jetzt gerade spielt er gegen Heide (#128), im ersten Satz führt er mit Break.

In Shanghai spielt derweil Luca Castelnuovo (#461), der aktuell gerade wieder einmal einen Asien-Stint einlegt. In den ersten Matches hat er mal die taiwanesische Delegation beseitigt: lockerer Quali-Sieg gegen Huang (#628), im Hauptfeld dann Siege gegen Tseng (#221) und Wu (#370). Nach dem heutigen Sieg gegen Nam Ji Sung (#1038, aber erst wieder seit September wieder aktiv, war auch schon 236.) steht er im Halbfinale, wo nun mit Ivashka doch noch einmal ein anderes Kaliber wartet.
 
Aus deutscher Sicht sorgt Daniel Masur für das Ausrufezeichen.
Bislang war sein Jahr wenig berauschend, das Aus kam oftmals in der Quali oder in der ersten Runde des MD. Das Viertelfinale von Augsburg unlängst war schon ein Highlight.
In Cassis steht Masur nun im Halbfinale und das mit Erfolgen u.a. über Jurij Rodionov und Ugo Blanchett. Gemeinsam mit seinem Erstrundengegner Dan Added erreichte er auch im Doppel-Halbfinale 💪
 
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