ATP Challenger Tour


Für die Deutschen läuft Tulln ziemlich bescheiden. Molleker, Wiedemann und Wehnelt verlieren in der ersten Qualirunde, Dedura gewinnt und schlägt in der zweiten auch Bernet.
Im Hauptfeld fliegen Squire, Topo und Rehberg in R1, Möller gewinnt durch Aufgabe, Dedura gegen Pokorny. Möller verliert im AF gegen Soto, Dedura hat jetzt mit Gustavo Heide einen schweren Gegner. Auf Dedura bin ich aber immer noch sauer. Da kündigt er groß als Ziele für dei zweite Jahreshälfte die Quali für die US Open und die Junior Finals zu erreichen an: klappt auch mit den USO, aber er reist an, ohne auch nur ein einziges Match auf HC bestritten zu haben und verliert dann sang- und klanglos in R der Quali gegen Silva, der selbst ebenso ein reiner Sandplatzspieler und im Ranking hinter ihm ist. Mit nur ein bisschen seriöser Vorbereitung wäre da wenigstens R2 gegen Rodionov drin gewesen. 15000 Euro, mindestens Ranglistenpunkte und Erafhrungswerte einfach aus dem Fenster geworfen. Da hätte er sich die Anreise auch sparen können. Zurück in Europa macht erwas? Natürlich. Er spielt ein Sandplatzturnier. Junge, dann rede auch nicht von den Finals, die übrigens in der Halle stattfinden. Spiel einfach immer weiter nur auf Sand und ignoriere alle anderen Belege, mit der großen Karriere wird es dann aber nichts. Sorry, aber für sowas habe ich bei einem 18jährigen, der doch auch auf der Tour ist, um immer weiter dazuzulernen, kein Verständnis. Denn wenn das sein Karriereplan ist, wird er auf Sand sicher immer besser, aber im gesamten Spiel wird er rein gar nichts dazulernen.
Wenn ich mit 18 das erste mal die Chance bekommen, eine GS-Quali zu spielen, dann will ich doch jede Sekunde die Atmosphäre der Anlage und des Drumherum aufsaugen, dann setze ich doch alles daran, gut vorbereitet zu sein, um so lange es geht dabei zu sein. Und sehe das nicht als Ausflug zwischen zwei Sandplatzturnieren. Und sollte er das vor den Finals, so er sich qualifizieren sollte, genau so machen, kann er sich die Anreise da auch sparen. Weil er dann in der Vorrunde drei Klatschen kriegt.
 
Dedura seh ich da auch kritisch. Der hat jetzt eh schon mit der Größe ein Problem auf anderen Belägen.
Aber lernen sollte er auf jeden Fall. Es hätte ja auch Challenger auf Hardcourt gegeben. Auf der anderen Seite wäre er wahrscheinlich noch nicht Top200, wenn er mehr gemixed hätte.

Denke bei ihm wird sich der Hardcourt erst entwickeln, wenn er durch das Ranking gezwungen wird. Vielleicht ist es dann aber auch schon zu spät? Er hat auf HC pro Saison noch nie mehr als 10 Spiele gemacht. Jugend hab ich jetzt nicht angeschaut. Aber da war wahrscheinlich auch viel auf Sand. Bundesliga ja eh auch.
 
Er kann ja Sandplatzspezialist sein und bleiben. Aber wenn ich eine solche Chance bekomme, erste GS Quali und ich bin 18 - dann bin ich doch heiss wie sonstwas darauf und bereite mich vor, Selbst wenn es zwei ITFs auf Hardplatz sind, nur um ein Gefühl für den Belag zu bekommen. Aber cih spiele doch nicht Sand, fliege mal eben da hin und dann nach ner klaren Niederlage zurück, um wieder Sand zu spielen. Wo soll das denn hinführen? Glaubt er wirklich, dass er nur durch Sandplatzennis so gut wird, dass er mit 20 erfolgreich in den Top 100 steht und Grand Slams spielt? Auf anderen Belägen?
 
Dafür müsste er dann schon Top 30-40! Niveau auf Sand haben um genügend Punkte zu sammeln. Für die Top100 braucht man etwa 650 Punkte. Da er dann auch ca. Platz 80 anpeilen sollte für eine sichere Slam Quali eher 750.
Dafür hätte er dann mit den 3 Slams auf Rasen und 5 HC Masters als Pflichtturniere wegen den großen Feldern. Da würde ich mal von maximal 100-150 Punkten ausgehen (ein paar Minimumpunkte bekommt man ja als Erstrundenteilnehmer). Dafür müsste es mit seinem aktuellen Können schon etwas Glück bei Auslosungen brauchen.

D.h. bei den restlichen 10 Turnieren, die ihm auf Sand bleiben, muss er 60 Punkte im Schnitt holen. Das ist schon happig. Bei allen ATP Turnieren braucht er dafür mindestens 2 Hauptfeldsiege im Schnitt.
Das wäre für mich klar Top30-40 Niveau auf Sand.
Darauf würde ich mich nicht alleine verlassen.
 
Dedura seh ich da auch kritisch. Der hat jetzt eh schon mit der Größe ein Problem auf anderen Belägen.
Aber lernen sollte er auf jeden Fall. Es hätte ja auch Challenger auf Hardcourt gegeben. Auf der anderen Seite wäre er wahrscheinlich noch nicht Top200, wenn er mehr gemixed hätte.

Denke bei ihm wird sich der Hardcourt erst entwickeln, wenn er durch das Ranking gezwungen wird. Vielleicht ist es dann aber auch schon zu spät? Er hat auf HC pro Saison noch nie mehr als 10 Spiele gemacht. Jugend hab ich jetzt nicht angeschaut. Aber da war wahrscheinlich auch viel auf Sand. Bundesliga ja eh auch.
Dedura spielte neulich gegen Bernet und gewann in 3 Sätzen. War halt auf Sand und Bernet ist aktuell auch nicht besonders. Habe aber nichts vom Match gesehen.
 
Auf der Challenger-Ebene erfreuen diese Woche mal zwei andere Spieler als die üblichen Verdächtigen die Schweiz.

Mika Brunold (#410) spielt diese Woche im österreichischen Tulln. Die Qualifikation überstand er gegen Wehnelt (#573) und Donald (#442) souverän, in der ersten Runde musste Gegner Damas (#316) aufgeben und danach gewann er in der zweiten Runde gegen Misolic (#537), welcher an den US Open nach mehreren Monaten sein Comeback feierte (schön, dass er wieder zurück ist). Jetzt gerade spielt er gegen Heide (#128), im ersten Satz führt er mit Break.

In Shanghai spielt derweil Luca Castelnuovo (#461), der aktuell gerade wieder einmal einen Asien-Stint einlegt. In den ersten Matches hat er mal die taiwanesische Delegation beseitigt: lockerer Quali-Sieg gegen Huang (#628), im Hauptfeld dann Siege gegen Tseng (#221) und Wu (#370). Nach dem heutigen Sieg gegen Nam Ji Sung (#1038, aber erst wieder seit September wieder aktiv, war auch schon 236.) steht er im Halbfinale, wo nun mit Ivashka doch noch einmal ein anderes Kaliber wartet.
 
Aus deutscher Sicht sorgt Daniel Masur für das Ausrufezeichen.
Bislang war sein Jahr wenig berauschend, das Aus kam oftmals in der Quali oder in der ersten Runde des MD. Das Viertelfinale von Augsburg unlängst war schon ein Highlight.
In Cassis steht Masur nun im Halbfinale und das mit Erfolgen u.a. über Jurij Rodionov und Ugo Blanchett. Gemeinsam mit seinem Erstrundengegner Dan Added erreichte er auch im Doppel-Halbfinale 💪
 
Und Brunold macht weiter - sogar äusserst dominant. 6:0 6:2 gegen Sachko (#188), das ist schon ein kleines Ausrufezeichen, nachdem es bei ihm jetzt doch einige Zeit etwas schleppend verlief und er damit seine Position in den Top 300 verlor und ausserhalb der ersten 400 platziert war. Mit dem heutigen Sieg steht er in seinem ersten Final auf Challenger-Ebene, wo er nun auf Reis da Silva (#282) oder Barrena (#235). Ein Endspiel gegen Reis da Silva wäre ein Endspiel der zwei offen homosexuellen Spieler auf der Tour, damit hätte dieses auch symbolisch einen schönen Charakter.

Castelnuovo hat es dagegen leider nicht gepackt, er hat in zwei Sätzen gegen Ivashka den Kürzeren gezogen. Dieser trifft nun auf Sharipov oder Kotov, erstgenannter hat eben den ersten Satz gewonnen.

Masur steht in Cassis im Halbfinale, über seine Partnerin wird ja dessen Tour-Alltag fleissig auf den sozialen Medien dokumentiert. Den ersten Satz hat er gegen Lajal (#152) im TB verloren, man ist gerade in der Schlussphase des zweiten Satzes. Alles in allem schon eine schöne Woche für ihn. Er hängt ja gerade etwas zwischen ITF- und Challenger-Tour fest, diese Woche war sicherlich ein guter Schritt für ihn.
Im Finale würde danach Droguet (#103) oder Budkov Kjaer (#149) warten. Vom Norweger habe ich mir in diesem Jahr deutlich mehr erwartet.

Genova ist etwas der Turnier der Alteingesessenen. Djere (#206) misst sich heute Abend mit Martinez (#148), danach folgt das Match zwischen Seyboth Wild (#198) und Dodig (#254). Der junge Kroate arbeitet sich auf leisen Sohlen langsam nach vorne.

Und um die aktuelle Woche noch zu beschliessen:
Sevilla: Munar (#55) - Diaz Acosta (#82), Alcala Gurri (#177) - Lajovic (#167)
Istanbul: Basing (#259) schlägt im Halbfinale Mayot (#267) locker, dieser trifft im Finale auf Hara Friend (#312) nach einem Zweier gegen Kasnikowski (#258)
Phan Thiet: Simakin (#275) schlägt den nach seiner Doping-Sperre zurückkehrenden Purcell (#803) in drei Sätzen. Morgen geht es gegen Weber (#405) um den Titel, dieser hat Shimizu (#396) besiegt.
 
Zunächst einmal das Positive: Daniel Masur krönt seine tolle Woche in Cassis mit dem Erfolg im Doppel 💪🏻

Aber nun… der sonntägliche Blick voraus auf die Events der kommenden Woche mit der Erkenntnis:
Auf die tolle Woche von Cassis folgt bei Masur der schnöde Alltag. In Rennes (#1 Mannarino) geht’s halt wieder durch die Quali. Den selben Weg müssen auch Max Schönhaus und Patrick Zahraj gehen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir den ein oder anderen im MD sehen.

Einige Spieler aus der Schweiz, Österreich und Deutschland schlagen in Stettin (#1 Diaz Acosta) auf. Tom Gentzsch ist an #3 gesetzt. Sein Gegner ist der junge Pole Alan Ważny, der mit 2 Titeln bei Doppel-Konkurrenzen bei Junioren-Grand Slams 2025 aufwarten kann. Diego Dedura (vs Lajović), Marvin Möller (vs Michalski) und Henri Squire (vs Cecchinato) haben knifflige Erstrundengegner erwischt, Kilian Feldbausch wartet auf einen Qualifikanten.
In der Quali messen sich heute Jeffrey von der Schulenburg und Rudi Molleker, Kai Wehnelt, Filip Misolic und Johan Nikles hoffen ebenfalls auf das Main Draw.

Fast in US-amerikanischer Hand ist das Turnier in Tiburon (#1 Zheng/#2 Basavareddy). Was zeigt Gorzny nach seinem Collignon-Coup bei den USO? Luca Staeheli will/muss/darf über die Quali. Sein Auftaktgegner, der 19jährige Maxwell Exsted versucht gerade auf der Tour Fuß zu fassen, bringt als Referenz ebenfalls 2 Juniorentitel bei GS im Doppel mit.

Die beiden Mikas, also Brunold (vs Giunta) und Petkovic (vs Gill) 😉 haben in Citta di Biella (#1 Cadenasso) gemeldet. Maxi Marterer, Luca Wiedenmann und Adrian Oetzbach versuchen über die Quali ins MD zu kommen.

Luca Castelnuovo setzt seine Asientour in Guangzhou (#1 Mochizuki) fort. Zum Auftakt trifft er auf den Australier Jasika. Was können Basilashvili (#2), Lloyd Harris (#3) und Tomic (#4) aber auch Cinà (#5) zeigen?

In Phan Thiết ist erneut Kouamé an #1 gesetzt. Nach dem Erstrunden-Aus vor Wochenfrist gegen den japanischen College-Spieler Miyoshi wartet er nun auf einen Qualifikanten. Ebenfalls erneut dabei ist Cruz Hewitt, der vergangene Woche zumindest das Viertelfinale buchen konnte, dort aber Purcell unterlag.
 
Und Brunold holt sich den Titel tatsächlich. Ein unerwarteter, aber deswegen fast schon schönerer Erfolg.

Q1: 7-6 (4) 6-3 gegen Wehnelt (#573)
Q2: 7-5 6-4 gegen Donald (#443)
R1: 6-3 4-0 wo. gegen Damas (#316)
R2: 6-1 6-7 (2) 6-2 gegen Misolic (#537)
QF: 6-2 6-1 gegen Heide (#128)
SF: 6-0 6-2 gegen Sachko (#188)
F: 6-4 6-3 gegen Reis Da Silva (#282)

Zum Ende der Woche hat der bald 22-jährige ordentlich aufgedreht, gerade die klaren Siege gegen Heide und Sachko waren schon deutliche Ausrufezeichen. Gibt damit einen schönen Sprung in der Weltrangliste von Position 410 auf 257 und damit auch ein neues Karrierehoch (zuvor 289.). Wichtig ist aber, dass er es jetzt schafft, entsprechend nachzulegen. Er hat diese Woche mehr als 50% seiner Punkte in diesem Jahr gewonnen, ansonsten droht da in der kommenden Saison ein Absturz. Ich möchte aber optimistisch sein. Als er zum ersten Mal in den Top 300 stand, hat er dies auch durch konstante Leistungen geschafft und nicht mit einem grossen, aber unbestätigten Erfolg.

Damit bringt er sich auch in eine gute Ausgangslage, was die Quali-Felder an Grand Slams angeht. Im Race ist er jetzt 241., von Melbourne möchte ich aber noch nicht sprechen. Das Ziel sollte es meines Erachtens sein, sich bis Paris in die Region zu spielen, dass er dann an den French Open aufschlagen kann.
 
Diese Woche gibt es wieder zwei nette Stories aus dem Schweizer Tennis-Kosmos.

In Tiburon ist Luca Staeheli in der Qualifikation angetreten, diese hat er mit Siegen gegen den jungen Amerikaner Exsted (#866) und den 20-jährigen Spanier Pascual Ferra (#657) erfolgreich in jeweils drei Sätzen gemeistert. Der 26-jährige Staeheli hat erst in der vergangenen Saison seine College-Karriere in North Carolina beendet und hat sich mittlerweile auf Position 456 vorgespielt. Er war seinerzeit kein überragender Spieler in der College-Liga, sondern mehr ein verlässlicher, sich stets weiterentwickelnder Athlet. Ich bin daher doch auch etwas überrascht, wie schnell ihm die Transition auf die Tour gelungen ist. Jetzt wartet mit Sebastian Gorzny (#484) jedoch ein anderes Kaliber, wo ein Sieg doch eine Überraschung wäre. Gorzny ist noch immer College-Spieler und daher ist auch das Ranking nicht wirklich aussagekräftig. Welches Potenzial da vorhanden ist, hat er zuletzt aber in New York mit dem Sieg gegen Collignon bewiesen.

Die „schöne Story“ diese Woche ist für mich jedoch Johan Nikles. 2022 hat er es bis auf Position 256 geschafft und stand damit an der Schwelle zu den Grand Slam-Qualis. Gleichzeitig wurden jedoch seine Hüftprobleme immer problematischer, welche zu einer zunehmden Bewegungseinschränkung führten (und gerade für einen kleinen Athleten wie Nikles mit seinen 173cm ist die Mobilität ein entscheidender Faktor in seinem Spiel). Eine Operation im Frühling 2023 war unumgänglich; er erhielt zwar keine komplett neues Gelenk, jedoch eine Hüftkappenprothese. Dadurch war er über mehrere Monate komplett weg vom Fenster und musste mehr oder weniger von Null anfangen. Das Comeback verlief über lange Zeit ziemlich harzig und die Ergebnisse blieben etwas enttäuschend. Mittlerweile steht der 29-jährige wieder knapp in den Top 400, den leisen Traum von einer Grand Slam-Quali hat er offenbar noch nicht aufgegeben. Anfang September hat er als Qualifikant das Halbfinale des Challengers in Como erreicht (u.a. Siege gegen Jianu und Nedic), diese Woche hat er in Szczecin mit lockeren Erfolgen gegen Purtseladze (#571) und Cerny (#737) wieder das Hauptfeld erreicht. Aber auch Nikles hat wie Staeheli nun mit Djere (#183) eine happige Aufgabe vor der Brust.
 
Aus Sicht der DACH-Staaten, auf die ich größtenteils in den Challenger Turnieren schaue, verlief die vergangene Woche so semi. Am Ende stehen 3 Viertelfinal- Teilnahmen für Gentzsch, Dedura und Brunold.

Dann schauen wir halt auf andere Spieler 😉
In Tiburon hat Darwin Blanch das zweite Challenger Finale seiner Karriere mit Siegen über Agustín Gómez (#3) und Zheng (#1) erreicht. Besiegt er heute die #4 Mmoh setzt er den ersten Turniererfolg.
In Cita di Biella holt sich etwas überraschend der italienische Brunold-Bezwinger Carlo Alberto Caniato (20) das erste Turnier seiner Karriere.
In Rennes spielt Harold Mayot ebenfalls um seinen ersten Challenger Titel, sein Gegner Sascha Gueymard Wayenburg hat bereits einen zu Buche stehen. Mayot sollte aber favorisiert sein.
Thiago Monteiro könnte sich in Stettin den gesamt 10., aber den ersten Titel nach Oktober 2023 sichern. Sein Gegner Nikolás Sánchez Izquierdo hat seinen ersten Erfolg im Mai in Ostrava holen können.
Ilja Simakin scheint Phan Thiết zu lieben. Heute gab’s Titel Nummer 3 in Vietnam, aber auch den dritten Titel in Serie nach Zhangjiagang und dem Erfolg an gleicher Stelle letzten Sonntag. Bemerkenswert 💪🏻

In der kommenden Woche stehen 5 Challenger im Kalender.

Saint Tropez ist ja bekanntlich eine Reise wert. Goffin (WC) wird hier (#1 Droguet) eines seiner letzten Turniere spielen. Dimitrov (#6) hat ebenfalls eine WC angenommen und spielt im gleichen Viertel wie Remy Bertola, der auf de Jong (#3) trifft. Henri Squire, Daniel Masur und Patrick Zahraj müssen den Weg über die Quali nehmen. Squire und Masur beginnen jeweils gerade Satz 3 gegen Janvier bzw Rossi. Masur folgt im Anschluss.

Beim Turnier in Genua sind neben Tom Gentzsch (#2 - vs Dalla Valle) mit Marvin Möller (gegen den an #1 gesetzten Travaglia), Florian Broska (vs Arnaboldi) und Mika Petkovic (vs Monteiro) weitere deutsche Spieler im MD vertreten. Es hätte sicher auch weniger kniffligere Lose gegeben… Selbiges wird sich garantiert auch Lukas Neumayer (#3) denken, der auf Stettin-Finalist Sánchez Izquierdo trifft. Sandro Kopp bekommt es im Auftaktmatch mit Dali Blanch zu tun. In der Quali darf John Sperle/D noch aufs MD hoffen, sein erstes Match hat er klar gewonnen.

Joel Schwärzler (#2) und Diego Dedura (#3) schlagen in Plovdiv (#1 Alcalá Gurri) auf. Ihre Auftaktgegner (Chazal/Roca Batalla) sind machbar, ein tiefer Run muss einfach das Ziel für beide sein. Max Wiskandt, der im Juli ein neues CH mit #365 erreicht hat, trifft mit Chepelev auf einen ähnlich rangierten Erstrundengegner.
In der Quali trafen Luca Wiedenmann und Kai Wehnelt aufeinander, Wehnelt musste leider aufgeben. Filip Misolic steht wie Wiedenmann im finalen Match um den Einzug ins MD, für Adrian Oetzbach ist das Turnier schon beendet.

Ach San Diego, Memories 🤗 aber ok, im Challenger Alltag (#1 Basavareddy) sind mit Dylan Dietrich (der womöglich an seinem 22. Geburtstag am Dienstag in der ersten Runde im Duell der Doppel Ds auf den dann gleichaltrigen Bulgaren Dinev trifft) sowie Luca Staeheli und Jan Kobierski/AUT in der Quali Vertreter der DACH-Staaten dabei.

In Buenos Aires trifft sich die südamerikanische Fraktion der Sand-Wühlmäuse zu einem weiteren Challenger. Comesaña ist hier topgesetzt.
 
In Tiburon hat Darwin Blanch das zweite Challenger Finale seiner Karriere mit Siegen über Agustín Gómez (#3) und Zheng (#1) erreicht. Besiegt er heute die #4 Mmoh setzt er den ersten Turniererfolg.

In Runde 1 wehrte Blanch noch 5 Matchbälle ab, im Finale holte er sich nun seinen 1. Titel. Er, Tien und Michelsen sind die einzigen Amerikaner die in den letzten 10 Jahren einen Challengertitel mit 18 oder jünger gewonnen haben. Mal sehen was noch kommen wird

Ich hab bisschen im Forum gesucht, wann Blanch zum ersten Mal genannt wurde. Der Beitrag aus 2018 behandelt Dali Blanch, den älteren Bruder, der hat es dann nicht geschafft, aber das fand ich dennoch spannend. Shapovalov hat ja leider den Erwartungen die eigentlich alle hatten nicht nachweisen können.
Medvedev war ja Spätstarter und so wirklich hatte niemand mit ihm gerechnet, Rublev hatte ich viel zugetraut, er hat ja auch geliefert, aber zeitweise sah es bei ihm ja auch nicht mehr so rosig aus
Die Frage ist, wie man "ganz schlecht" definiert. Die Amerikaner sind in der Spitze bei den jungen Spielern sicher nicht so aufgestellt, wie man sich das dort wünscht. Shapovalov und FAA sind klar stärker als die beiden stärksten US-Amerikaner. Aber in der Breite kommt recht viel nach. Hinter Fritz und Tiafoe gibt es noch junge Spieler wie Opelka, Mmoh, Kozlov, Paul, Blanch und Korda. Die können alle immer noch locker Top 100 oder Top 50 Spieler werden und dann kann immer noch einiges passieren, wenn man erst mal dort ist. Bei den normalen Talenten dauert es heute länger, bis sie in diesen Bereichen angekommen sind. Wenn man sich den nächsten Superstar erhofft, sieht es bei den Amerikanern natürlich mau aus.

Bei den Russen ist der nächste Megastar auch eher nicht in Sicht. Aber bei Rublev würde ich mal abwarten. Der hat Potential und war jetzt lange verletzt. In der erweiterten Weltspitze werden er und Khachanov auf jeden Fall mitreden. Rublev sollte irgendwann in den Top Ten auftauchen. Manchmal sind die Erwartungen einfach etwas zu hoch. Grand Slam-Sieger und vor allem mehrfache Grand Slam-Sieger gibt es nun mal sehr selten. Auch bei größeren Nationen wie den USA und Russland. Haas, Kiefer und Schüttler hatten auch den Verlierer-Stempel aufgedrückt bekommen, weil man sie ständig an Becker und Stich gemessen hat. Dabei war es objektiv eine sehr gute Generation. In den USA erhofft man sich den nächsten Sampras, aber das wird immer schwieriger, weil immer mehr Nationen in Sachen Tennis aufrüsten, wenn man an die Kanadier und Asiaten denkt, die früher weniger zu melden hatten. Am Ende muss man einfach Glück haben, dass der Ausnahmespieler schlechthin auftaucht.

Darwin wurde von zick und Gordo als erstes erwähnt
Darvin Blanch(September 2007) ist ein Spieler der auf ATP Rang 1199 und bei den Junioren auf Rang 6 steht. Diese Eckdaten sehen nicht schlecht aus.

darwin blanch hat eine wildcard bekommen für das turnier, er ist der jüngste der blanch-geschwister (es müssten drei brüder und eine schwester sein) mit 16 jahren und vielleicht auch der talentierteste. er spielt gerade gegen machac und erinnert mich sowohl optisch als auch vom spielstil an ben shelton. linkshänder mit gutem zug beim aufschlag und vorhand.

er lag zweimal break vor im ersten satz aber hat dennoch verloren, in summe natürlich noch sehr viel fehler und noch lange nicht ausgereift. aber es ist bemerkenswert, dass er im grunde das spiel bestimmt, er hat mehr winner und UE als machac und gibt in vielen ballwechseln das tempo vor.

ob er es schafft, sich auf der tour zu etablieren, kann man kaum abschätzen zum jetzigen zeitpunkt. beim ältesten bruder ulises hat es bis jetzt nicht wirklich geklappt und der ist inzwischen 25.

edit: am ende hatte blanch alleine auf der vorhand 15 winner zu 29 UE, im vergleich machac 5 winner 10 UE. also quasi dreimal so viel "output", krass.
 
Ach San Diego, Memories 🤗 aber ok, im Challenger Alltag (#1 Basavareddy) sind mit Dylan Dietrich (der womöglich an seinem 22. Geburtstag am Dienstag in der ersten Runde im Duell der Doppel Ds auf den dann gleichaltrigen Bulgaren Dinev trifft) sowie Luca Staeheli und Jan Kobierski/AUT in der Quali Vertreter der DACH-Staaten dabei.

Bei Dylan Dietrich bricht gefühlt ein neues Kapitel an. Im Sommer war er sozusagen frei unterwegs, bei den kommenden Challengern ist er im Rahmen des Colleges unterwegs. Die haben einen Spielplan veröffentlich, wo San Diego das erste Challenger ist.

Das „Sommer-Kapitel“ verlief ja ohne Frage erfreulich. Man muss ja beachten, dass er bereits aus einer College-Saison kommt, wo er schon viel gespielt hat, daher ist die Bilanz von 20 Siegen zu 6 Niederlagen definitiv positiv einzuschätzen. Ein M15-Titel, zwei M25-Endspiele, Halbfinale beim Challenger in Zug, Viertelfinale bei jenem in Hamburg und die überstandene Qualifikation beim 250er in Gstaad. Das ist schon sehr edel. Dabei hat er Spieler wie Virtanen, Monteiro, Barrios Vera oder Mayot geschlagen.

Das neue „College-Kapitel“ hat er nun mit einem lockeren Sieg gegen Dinev begonnen, 6-4 6-1 in 67 Minuten. Nun wartet mit Keegan Smith wieder ein Top 200-Spieler, wo er aber selbst bei den Buchmachern schon ziemlich deutlich als Favorit gesehen wird.
Wenn ich den ganzen Draw betrachte, neige ich schon fast dazu, euphorisch zu werden, daher muss ich mich auch wieder etwas bremsen. Nur: Dietrich macht wirklich unglaublich Freude.
 
Oben