ATP - Rücktritte


Hans Meyer

Bankspieler
Beiträge
21.246
Punkte
113
Teil 2:

Weiter ging es mit dem Viertelfinale in Shanghai (Sieg über Raonic [6], Aus im Entscheidungstiebreak vs Simon), das Finale in Stockholm (HF Sieg über Alex Zverev, Niederlage vs del Potro) und in Paris-Bercy zeigte er, dass er da gerne spielt, nach Siegen über Kohlschreiber, Thiem (8) und Gasquet (19) verlor er sehr unglücklich im Viertelfinale gegen Isner.
Sock bewies Sportmanship und kassierte mal wieder auch Hot Shots, diesmal von Thiem
Am Jahresende war er die 23 im Einzel und 16 im Doppel, wo er mit Isner in Shanghai seinen 2. Doppel-1000er-Titel gewann

2017 gewann er direkt seinen 2. Karrieretitel in Auckland gegen Sousa, bei den AO verlor er in R3 wieder gegen Tsonga, bevor er in Delray Beach direkt den nächsten Titel holte, dort holte er den Titel durch ein Walkover gg Raonic. In Indian Wells besiegte er Nishikori im Viertelfinale und verlor im Halbfinale gegen Federer, in Miami verlor er im Viertelfinale gegen Nadal, bis dahin war das Jahr 2017 sehr stark von ihm, danach kam aber nicht mehr so viel. Bis er in Washington im Viertelfinale Raonic besiegte und erst im Halbfinale gegen Anderson verlor
Im Laver Cup war er teil des Federer/Nadal Doppelmatches
Auch danach lief es wieder schlecht, gegen Ferrer, Sugita, Thompson, Rublev und Dolgopolov verlor er 5 Partien in Serie, in Stockholm (Sieg über Chardy) und Basel (Pospisil und Haase) konnte er insgesamt 3 Partien gewinnen. Dann kam der größte Moment seiner Karriere, in Paris-Bercy besiegte er Pouille, Verdasco, Benneteau und Krajinovic und holte als Nummer 22 der Welt seinen einzigen Einzel-1000er-Titel, mit dem Titel sprang er auch auf 9 und qualifizierte sich für die ATP Finals
Dort verlor er zwar direkt ggegen Federer, aber durch Siege über Cilic und Zverev erreichte er das HF, wo er nur knapp gegen Dimitrov verlor, in einem hochklassigen Match
Am Jahresende war Sock die 8 im Einzel und die 39 im Doppel

2018 war dann eine Albtraumsaison im Einzel, aber eine Traumsaison im Doppel, er gewann in Wimbledon und den USO zwei weitere GS mit Mike Bryan, auch die ATP Finals gewann er mit Bryan, in Indian Wells gewann er mit Isner
 

Hans Meyer

Bankspieler
Beiträge
21.246
Punkte
113
Teil 3:

Am Jahresende war er die 106 im Einzel und die 2 im Doppel, ein einmaliger Absturz und gleichzeitig eine Erfolgsgeschichte, er hatte eine 9-22 Bilanz im Einzel, einzig gg Thiem in Bercy zeigte er im VF gutes Tennis, im Doppel war er bei 38-15

Socks letzter Top 20 Sieg war bei den ATP Finals 2017 gegen Zverev, er erreichte im Einzel nur noch 4 Viertelfinals und kein HF mehr. Mit Isner holte er 2022 noch seinen vierten und letzten Doppel-1000er-Titel. Nach 2018 kamen auch Verletzungen dazu, aber auch andere Gründe, u.a. seine Fitness waren Schuld, dass er nur noch eine Woche in den Top 100 war, nachdem er seinen 1000er Titel nicht verteidigte

2022 war er auch teil des Abschiedes von Federer, als Tiafoe und Sock Spielverderber spielten, somit war Team World auch Dank Socks erstmaliger LC Sieger

2016 holte er mit Steve Johnson Bronze und mit Mattek-Sands Gold für die USA

Socks Karriere:
Einzeltitel: 4
Einzelfinals: 8
Karrierehoch Einzel: Rang 8
GS AF Einzel: 2 (kein VF)
Masters-VFs Einzel: 6
Masters-HFs Einzel: 2
Masterstitel Einzel: 1
GS Bilanz: 32-31
Mastersbilanz: 50-44
Karrierebilanz: 181-154
Top 10 Bilanz: 9-30
Doppeltitel: 17
Doppelfinals: 27
Karrierehoch Doppel: Rang 2
GS-Titel Doppel: 3
Masterstitel Doppel: 4
Mastersfinals Doppel: 10
ATP Finals Titel Doppel: 1
GS Titel Mixed: 1

2011 gewann Sock mit Oudin den Mixedtitel bei den USO

Vor ein paar Tagen war dann insgesamt Schluss für Sock, mit gerade einmal 30 Jahren
 

Hans Meyer

Bankspieler
Beiträge
21.246
Punkte
113
Cabal und Farah haben beim Challenger in Bogota ihre Karriere beendet. Gespielt haben sie verletzungsbedingt dort nicht mehr, so bleiben die USO 2023 ihr letztes Turnier, wo beide knapp gg das Nummer 1 Doppel in der 2. Runde flogen.
Die beiden gewannen zusammen 2 GS Titel und waren die Nummer 1. Farahs Familie stammte aus dem Libanon, aufgrund des Krieges zog es sie nach Kanada, in Montreal kam Farah zur Welt, in den 80ern machten die Eltern Urlaub in Kolumbien und wurden hier sesshaft, zum Glück für Farah und Cabal, die eine über 30 jährige Freundschaft verbindet, als Kind gewann lange Zeit Cabal die Duelle der beiden, er war ja auch ein Jahr älter, Farah weinte nach den Niederlagen häufiger, sie spielten vor allem Doppel zusammen, erst als Kinder, ab 2011 auf der ATP Tour. Im Einzel wurde Cabal 2011 die Nummer 184 der Welt, Farah im selben Jahr die 163. Farah gewann im Juli 2010 in Bogota seinen einzigen Challengertitel, ein Jahr später gewann Cabal mit einem Sieg über Farah seinen einzigen Challengertitel in Aguascalientes


 

Hans Meyer

Bankspieler
Beiträge
21.246
Punkte
113

Millman hat eine kuriose Statistik, er hat über seine Karriere eine 1-22 Bilanz gegen Top 10 Spieler, er hätte aber fast 2x Federer bei GS Turnieren besiegt
2020 bei Federers letztem Turnier vor seiner letztlich karrierebeendeten Knie-Ops führte Millman mit 6-4, 6-7, 4-6, 6-4, 6-6 und 8-4 im Matchtiebreak, Federer machte danach aber 6 Punkte in Serie und Millman war am Boden zerstört
Ein Jahr vorher konnte er Zverev nach einem 6-7, 3-6 in den 5. Satz zwingen bei den FO, aber am Ende reichte es auch da nicht
Da kommen wir dann auch schon zu seinem größten Karrieremoment, im Achtelfinale der US Open 2018 stand es 6-3, 5-4 und 40-15 bei Aufschlag Federer, aber danach ging alles in die Hose für den Maestro.
Den 2. Satz verlor mit 5-7, im 3. Satz hatte Federer auch noch einen Satzball bei 6-5 und 2. Service Millman im Tiebreak. Am Ende gewann Millman mit 9-7. Im 4. Satz stand es 5-6 und 30-30 aus Millmans Sicht, bevor es wieder in den Tiebreak ging. Dort führte Federer mit 1-0 bevor er 6 Punkte in Serie abgab. So fertig wie an diesem Tag sah man Federer vielleicht zum einzigen Mal in seiner Karriere, mit den sehr schwülen Bedingungen kam er gar nicht zu Recht, Millman dagegen glänzte und zeigte, dass er diese Bedingungen aus seiner Heimat gut kennt, generell galt er als einer der härtesten Arbeiter auf der Tour. Federer tat sich aber in 3 von 4 Duellen gegen Millman sehr schwer

Millman erreichte 3 Finals, wo er sein letztes 2020 gewinnen konnte
2019 verlor er klar in 2 gegen Djokovic im Finale von Tokio, seinem größten Finale
Ein Jahr vorher war er auch im Viertelfinale der US Open, seines einzigem GS VFs, gegen Djokovic chancenlos geblieben

Außerhalb von Tokio 2019 und den US Open 2018 hatte Millman keine nenneswerte Karriere außerhalb der 250er Turniere, Millman stand nur einmal in einem GS Achtelfinale (wo er am Ende ja Federer besiegte), nie in einem Masters Achtelfinale (Toronto 2021 vs Monfils, Madrid 2021 vs Evans und Cincinnati 2020 vs Isner) waren die knappsten Versuche von Millman mal in ein Masters Achtelfinale einzuziehen, in diesen 3 Matches verlor er in 3, am knappsten gegen Isner, wo er mit 6-4, 6-7(3), 6-7(5) verlor. Bei 500er stand er 3x im Viertelfinale, wo er nur gegen Daniel 2019 in Tokio gewann.
Auf Challengerebene erreichte er 18 Finals, wovon er 12 gewann. Sein Career High ist Platz 33 (Oktober 2018), 2023 spielte er nur 2 Hauptfelder, in Adelaide und den Australian Open, wo er jeweils die 1. Runde gewann. Seine Bilanz insgesamt ist 2023 bei 5-5, wobei er in Adelaide 2 durch die Quali kommend insgesamt 3 Siege holte. Seine Karrierebilanz ist mit 121-149 negativ, seine Karriere war aber auch gepflastert mit schweren Operationen, weswegen er schon 2011/12 wollte er schon seine Karriere beenden, nur durch Bieten vieler Fans machte er weiter.


Hier sein bisher letzter AO Auftritt:
und sein letzter Sieg bei den AO, auch kurz vor seinem Karriereende konnte er seine Gegner in 5 besiegen
 

Marius

Bankspieler
Beiträge
7.320
Punkte
113
Schade irgendwie. Er war einer der Spieler, die ich sehr mochte. Aus sportlicher Sicht macht der Rücktritt natürlich nur Sinn und war eigentlich längst überfällig, denn das war die letzten Jahre ja überwiegend nur noch Mist von ihm. 2018 konnte er nochmal punktuell zumindest ein bisschen aufzeigen, aber danach wurde es dann richtig übel. Er rutsche enorm ab und es gab selbst auf Challenger-Ebene teilweise Pleiten am Fließband.

Er hatte eine sehr unkonventionelle VH-Technik ("Adler-Vorhand"), aber für mich war er ganz klar ein vergeudetes Talent. Der konnte enorme Dinge mit der Murmel anstellen, sehr viel Ballgefühl.


 
Oben