Aus dem Plattenschrank gegriffen


theGegen

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Statt "Neuempfehlungen" oder aktuellen Kauf-Warnungen könnte es in diesem Thread um empfehlenswerte oder persönlich erwähnenswerte Alben aus jeder Dekade der Musikgeschichte gehen.

Ob solche Geheimtipps der Sorte: "Sgt. Pepper" oder "Phil Collins" nötig sind, mag zurecht bezweifelt werden.

Mir schwebt eher sowas vor, wie "Das Album habe ich damals abgefeiert, finde ich immer noch prima und nicht jede(r) kennt es."
 

Max Power

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schöne Idee. Ich fang dann direkt mal mit einem richtig fetten Debütalbum an:

Wolfmother - Wolfmother (2005)



Ich bin mir sicher, die meisten kennen zumindest den einen oder anderen Wolfmother-Song, also ist das jetzt sicher nicht der Über-Geheimtipp - aber das Album als Gesamtwerk hat mich damals ziemlich umgehauen und dann hat es hier auch mal eine entsprechende Würdigung verdient ;) für mich klappt hier auf Albumlänge wirklich so ziemlich alles und es ist schade, dass die Band schon beim Debüt fast ihr gesamtes Pulver verschossen hat. Ich fand zwar auch "Cosmig Egg" dann noch ganz nett, aber die ganzen Lineupwechsel forderten schon Tribut und ans Debüt kam man IMO nie auch nur annähernd noch mal ran. Ein bisschen Zeppelin, ein bisschen White Stripes, ein bisschen Sabbath und unterm Strich einfach ein sehr kurzweiliges Album.

Anspieltipps: Colossal, Woman, White Unicorn, Dimension, Tales from the Forest of Gnomes
 

theGegen

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Nachtrag: Keine Bange jetzt, ich würde nur was von Juliana Hatfield bringen im neuen Forum.

Es bot sich für mich nur an, weil ich ein paar musikalisch interessierten Bekannten, Freunden, Freundinnen oder Kollegen/Kolleginnen gegenüber erwähnte, dass ich ihr neues Album gut finde.

Und fast alle so: Wer ist Juliana Hatfield? :unsure:

Und ich so: Kennt ihr etwa dieses geniale Album nicht? :rolleyes:

Da habt ihr aber was verpasst. 🆒
 

Chac

#66
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Ich hatte sie im alten Forum schon mal erwähnt, die Norweger von Major Parkinson mit ihrem gleichnamigen Debütalbum:

110

Das Cover sagt schon viel über ihre Musik aus: bunt, chaotisch und abwechslungsreich. Der Sänger singt mal ganz ruhig und tief und im nächsten Moment schreit er dann wieder (erinnert an System of a Down). Einem Genre zuordnen ist schwierig, da sie zwischen harten Rocknummern, Folksongs, Tanzmusik und Musik die an einen Zirkus erinnert hin und her wechseln.

Aufmerksam geworden bin ich auf die durch ein Mittelalterfest zu Halloween wo sie als Live Act aufgetreten sin. Von ihrer Musikart haben sie da zwar nicht reingepasst aber ich war sofort überzeugt von denen und hab mir gleich ihr Album gekauft. Hatte ich lange vergessen aber Anfang des Jahres wieder entdeckt und seitdem höre ich mir das immer wieder gerne an.

Anspieltipps: Death In The Candystore; Bicycle; Bazooka Mirror; Meet Me At The Disco; Casanova
 

Kinski

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Viel und heftig kritisiert als es damals rauskam. Muss an den Erwartungen gelegen haben. War damals mein erstes Metallica Album, und ich habe es gefeiert und feiere es noch heute. Wenn man die Diskographie von Metallica kennt, wird der Bruch natürlich deutlich, ist keine klassische Metal Platte. Wenn man sie als das betrachtet was sie ist, eine schwermütige, harte Blues Rock Scheibe, dann ist sie herausragend gut. Nach Puppets und Lightning ist es jedenfalls mein Lieblingsalbum der Jungens und für Blueser und Bluesrocker zumindest mal ein reinhören wert ;)
 

theGegen

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Thin Lizzy - Bad Reputation (1977)



Kein Gary Moore, Brian Robertson malad und so gut wie gekündigt, also übernahm Scott Gorham die Gitarren quasi alleine. Phil Lynott in Höchstform. Habe ich mir als (musikalisch) frühreifer Teenager gekauft und finde dieses Album auch heute noch hervorragend. Kein Hit-Album (die Single "Dancing in the Moonlight" schaffte #14 in den UK-Charts), sondern abwechslungsreicher Hard-Rock, Bluesrock.
Das Album funktioniert so toll in Gänze, es gibt melodische Songs, es gibt Rockgitarren, es gibt Balladen, es wird nie langweilig.

Thin Lizzy - Bad Reputation

10/10
 

Herbert

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Ein Jahr später kam dann Live and Dangerous auf den Markt. Für mich heute noch eines der besten Live-Alben.124
 

Jimfreiheit

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Dieses Jahr 10 Jahre alt geworden. Eine meiner absoluten Lieblingsscheiben. Matt Skiba macht sich ja mittlerweile halbtags bei Blink 182 lächerlich. Warum nur? OK Geld.
Auf der Platte nur Hits.
 

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Totila

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Nightwish - End of an Era (live)
Symphonic Metal mit einer Sopransängerin. Das Abschlusskonzert der Tour 2005 mit der außergewöhnlichen Tarja Turunen, die anschließend wegen interner Spannungen aus der Band katapultiert wurde.

In den Thread können ja auch nicht nur Sachen kommen, die in Randbelgien gefallen finden.
 

Savi

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Crowhead - Frozen
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Die Beschreibung trifft es sehr gut. Erschienen 2002 und in einer Zeit, in der immer weniger neue "Metal"-Sachen rauskamen, die mir gefielen, fand ich diese Scheibe (eigentlich nur sechs "echte" Tracks) bombastisch. Episch, dunkel, elktronisch, abwechslungsreich. Für die, die nicht so sehr die ganz harten Klänge mögen wäre wohl Mad man ein Anspieltip ;)
 

HamburgBuam

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Beggars Opera - Waters of Change (1971/Schottland/Progressive-Rock)

Dieses Album aus dem Jahr 1971 ist leider vollkommen in Vergesenheit geraten... Wie übrigens die gesamte Band. Darum wurde es auch nichts mit der Karriere und Sänger Martin Griffiths führt inzwischen Touristen durch ein Schloss in Heidelberg.

Bekanntestes Lied dürfte wohl "Time Machine" sein, welches damals laut Wikipedia ein kleiner Hit in Deutschland war. Zurecht, wie ich anmerken möchte. Wunderschönes Lied, dominiert von Mellotron und dem ruhigen Gitarren-Riff. Ebenfalls ein Anspieltipp ist das schöne "Silver Peacock", welches sehr melodisch daherkommt.

Beggars Opera - Time Machine
Beggars Opera - Silver Peacock
 
G

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Guest


für mich DAS Album meiner Jugend. Walter Lietha konnte präzis ausdrücken, was viele damals fühlten. Schade gibts das meines Wissens nicht auf DVD zu kaufen. Würd ich sofort tun.
 

Kinski

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Ist übrigens ein wirklich schönes thema @theGegen (y)

Mein Plattentip des Tages:



John Coltrane - A Love Supreme


Bin kein riesen Jazz Fan, aber die Scheibe höre ich seit vielen Jahren immer wieder sehr gerne. Keine Fahrstuhlmusik, nicht anstrengend und nicht so sperrig wie so oft beim Jazz. man merkt das da hervorragende Musiker zusammenspielen und Coltrane am Saxophon ist eine Wucht.
 

Kinski

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Der Thread ist zu schön um unten rumzudümpeln.





Ich habe mir aus not mal die Riddim gekauft, das war eine reggae und dancehall zeitung, ich hatte eine längere reise vor mir und brauchte eine cd, in der riddim gab es immer einen sampler dazu, also gekauft und angehört. Ich kannte von Gentleman nur ein Feature bei der Firma, von seinen solo sachen kannte ich nichts. auf cd war dann ein song von Gentleman, ein richtig geiler Roots Reggae Tune mit Bounty Killer


Ein Mega Brett und ich hab das in der Woche auf Dauerschleife gehört. Sensationell und ich war natürlich MEGA heiss auf das album. Das dauerte aber noch ein bisschen bis das dann rauskam. Meine damalige Freundin hat es mir dann zum Geburtstag geschenkt.

Das lange warten hatte sich gelohnt, das album ist hammergeil. Hält sich die Waage zwischen Dancehall und Reggae Stücken. Die Dancehall sachen sind ok(dafür das es dancehall ist) aber die Reggae Sachen sind richtig richtig geil. Von meinen 3 Favoriten ist der eine bereits gezeigt, hier sind die andern beiden


und meine nummer 1 von dem ding:




Herrlich. Memories 😍😍
 

Kinski

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Das ist nur ein foto, das andere sind videos von tracks von dem album (man a rise, fire ago bun dem und See Dem Coming)
 

theGegen

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Ich habe eben nochmal einen Blick über meine Vinyl-Alben schweifen lassen und festgestellt, dass ich gleich zwei Alben der 80er Jahre Indie-Pop-Band The Pale Fountains habe.
Die hatten keine wirklichen Hits, so wie manche der Kollegen, die Anfang der Achtziger als blutjunge Indiebands anfingen.
Die Pale Fountains waren in diesem Metier vielleicht nicht zynisch oder düster genug - die wollten mit ihren bescheidenen Mitteln schon Popmusik machen.
Mir gefielen solche Bands aus den frühen Achtzigern, auch weil etliche Indiebands zu dieser Zeit durchaus eine faire Chance auf dem Markt und in den Charts hatten. Dexy's Midnight Runners, Aztec Camera, ABC, Heaven 17 usw. - das war ja keine Schrottmusik.
Die Band um Michael Head schrammte jedoch am Erfolg vorbei.
Auf diesen beiden Alben (mehr gab's nicht... :rolleyes: ...die Plattenfirmen gewährten keine endlosen Chancen) sind aber ein paar gute Songs, die mir damals sehr gefielen.... und die ich mir auch heute noch gut anhören kann:

The Pale Fountains - Reach

The Pale Fountains - Unless

The Pale Fountains - (Don't let your Love) Start a War

The Pale Fountains - These are the Things

The Pale Fountains - Stole the Love

The Pale Fountains - Bicycle Thieves

Die hatten das Rad nicht neu erfunden, aber klangen doch ziemlich eigenständig und hatten einen gewissen Soul-Touch.
Kommerziell war sowas aber nicht.

Stole the Love vom 2. Album war und ist mein Favorit. Das war definitiv zu far out, um damit Erfolg zu haben. Tolle Psychedelic-Gitarren. Und da waren sie auch mal düster.
 
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theGegen

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The Woodentops - Giant



Aus gegebenem Anlass "Fiepsorgel" .... @HamburgBuam bzw. @Brummsel ...

Ein mMn großes Album aus den 1980er Jahren ist

The Woodentops - Giant

1985 aufgenommen, 1986 veröffentlicht. Das ist flott und groovy, ziemlich zeitlos abgefahren genug, um auch jetzt noch zu taugen.

Das Nachfolge-Album ist ebenfalls prima und die Maxis waren legendär.

The Woodentops - Stop this Car

The Woodentops - Wheels turning

Die Woodentops galten zu der Zeit als Indie-Live-Sensation, mit ihrem Frontmann und dem unkaputtbaren Stand-Schlagzeuger.

10/10
 
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