Sehr interessante Folge von Becker/Petkovic Podcast.
Hier wird ua. thematisiert, was wir hier auch schon angerissen haben. Becker kritisiert z.B. dass die Gegner von Sinner immer das Gleiche machen, unter anderem immer extrem weiter hinter der Linie stehen, ua. beim Return. Sinner kann so lt. Becker immer genau die gleiche Taktik fahren und ist damit erfolgreich.
Becker bemängelt ziemlich deutlich fehlende Spielintelligenz und berichtet, dass ihn dass schon zu seiner aktiven Zeit extrem gewundert hat, wie wenige seiner Gegner kapiert haben, dass er in Drucksituationen immer den Kick nach Außen spielt auf der Vorteilseite.
Petkovic hat auch ne interessante Stat. rausgehauen. Sinner ist der Spieler, dessen 1. Schlag nach dem Aufschlag die beste Länge hat; sprich am Nähesten an die Grundlinie geht. Es gibt also im Detail auch sehr interessante Gründe, die dazu beitragen, warum Sinner 92,5% seiner Aufschlagspiele durchbekommt und damit recht klar die Nr. 1 ist in dem Bereich.
Becker hat hier schon einen Punkt mit seiner Kritik. Wenn man z. B. schaut, was Sinner ab und an Probleme macht, sind das eben Spieler, die Variation/Taktik drauf haben, zb. Djokovic bei den AO, Alcaraz ist ein Musterspiel für jemanden, von dem Du nie weißt, was kommt. Oder auch ein Dimitrov, der Sinner letztes Jahr in Wimbledon mit Varianten reichem Tennis vor größte Probleme gestellt hat. Sinner ist verdammt gut in Muster-Erkennung. Wenn jemand immer das Gleiche macht, dann raucht er ihn in der Pfeife.
Es war ein sehr Kritik freudiger Podcast, Eva Lys hat auch noch etwas ihr Fett wegbekommen.

Boris: "Die Spieler sind zu dumm"
Ok, das letzte war jetzt etwas "Bild-Zeitungs-"-Style
