Boxfilme (Rocky, Million Dollar Baby, Ali, etc.)

Krusher

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Was viele bzw. wahrscheinlich alle außer Krusher ;-) hier nicht wissen, ist dass Stallone, für den Part von Victor Drago, eigentlich Usyk verpflichten wollte. Jedenfalls gab es eine Anfrage seitens Stallone bei Usyk, dieser hätte laut eigener Aussage zwar auch gerne mitgemacht, war aber in der Zeit vertraglich ans WBSS Turnier gebunden und befand sich zudem mitten in den Vorbereitungen auf das Finale gegen Gassiev.
 

young kaelin

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the champ (2007) IMDb Ranking 6.7 ich geb ihm 7.5 https://www.imdb.com/title/tt0416185/


The champ ist erstmal die Geschichte eines heruntergekommenen, obdachlosen Boxers. Ein aufstrebender Journalist wittert eine gute Story, hofft auf seinen Durchbruch und bekommt vom "champ" eine gute Geschichte geliefert. Parallel dazu wird die Familiensituation des Journalisten geschildert, seine in den Seilen hängende Beziehung zu seiner Frau, und seine Liebe zu seinem Sohn. Der Journalist beschwindelt seinen Sohn, gibt vor, Promis persönlich zu kennen und genauso wird er vom Champ beschwindelt, der vorgibt, ein Boxer gewesen zu sein, der er nicht ist.

Der Journalist kommt gross raus mit seiner Geschichte, aber die Lügengeschichte bestimmt sein Schicksal und daraus gibts kein Entrinnen. Die Fakten kommen auf den Tisch und der Journalist lernt schmerzhaft, dass seine Story eine Ente war und sich nicht so abgespielt hat, wie es der Champ ihm verklickerte. Der Sohn des "richtigen" Boxers (der schon lange tot ist) taucht auf und es wird klar, dass der Obdachlose zwar tatsächlich ein Boxer war, er aber er unter dem Namen des anderen Boxers gekämpft hat und die Leute schon damals reingelegt hat.

Der Journalist hatte ganz einfach zu wenig gründlich recherchiert und dem Ex-Boxer geglaubt. Der Sohn des "richtigen" Boxers gibt dem Journalisten die Chance, seinen Fehler wieder gut zu machen und eine Geschichte über seinen Vater zu schreiben.

Der Obdachlose Ex-Boxer und der Journi bleiben Freunde bis zum Tod des Ex-Boxers. Der Journalist legt gegenüber seinem Sohn die Karten auf den Tisch und schenkt ihm reinen Wein ein.

Gewisse Teile des Filmes sollen auf einer wahren Begebenheit beruhen.


Fazit:

Für mich ein toller Film über Schein und Sein. Ueber Lüge und Sühne. Ueber Vertrauensmissbrauch und über Werte. Es geht auch um Ehrlichkeit in der Beziehung eines Vaters zu seinem Sohn. Ein bisschen wird durchaus auch das Journalistenwesen geschildert und dies recht gut, wie ich finde. Der Film berührt durch diverse Projektionen, welche auf den Betrachter, ob ers will oder nicht, unweigerlich selber zurückfallen. Ich habe mich während des Sehens an diverseste Episoden in meinem Leben erinnert, wo es ähnliche Muster gab. Wer eine Inspiration zu einer Reflektion über sich selbst sucht, liegt mit diesem Film goldrichtig. Es ist imo DIE Stärke dieses Filmes.

Im Gegensatz zu manchen Kritiken find ich nicht nur den Ex-Boxer glänzend gecastet, auch der Journalist und überhaupt die ganze Truppe, die da auf der Leinwand erscheint, überzeugt mich vollends. Allerdings finde ich, dass aus dem Stoff mehr herauszuholen gewesen wäre und die Geschichte nicht perfekt erzählt wurde. Dramaturgisch war sie gut, aber nicht sehr gut.

Insgesamt ein guter, eindrücklicher Film. Kein Geniestreich, aber ich fühlte mich gut unterhalten und mir war auch keine Sekunde langweilig.

hier der Trailer zum Film, wenn auch nur auf Englisch
 

Easy

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Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaue ich hab den Film auch gesehen. Muss ich mir aber auf jeden Fall nochmal anschauen. Danke für die Zusammenfassung.