Corona in Deutschland - Folgen für den Fußball


Sind Geisterspiele aufgrund der aktuellen Lage die richtige Entscheidung?

  • Ja, Gesundheit geht vor.

  • Ja, allerdings wäre es besser die Spiele zu verschieben.

  • Nein, zumindest aktuell sind die Maßnahmen zu hart.

  • Nein, komplett übertrieben.


Die Ergebnisse sind erst nach der Abstimmung sichtbar.

tennisfun

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"Vielleicht können wird den Fußball reformieren, indem wir einen Schritt zurück machen", sagte Infantino anlässlich seines 50. Geburtstags am Montag in einem Interview der italienischen Tageszeitung "Gazzetta dello Sport" und schlug vor: "Weniger Turniere, dafür interessantere. Vielleicht weniger Teams, dafür größere Ausgeglichenheit. Weniger Spiele, um die Gesundheit der Spieler zu schützen, dafür umkämpftere Partien."

Nur kurz darauf wurde Infantino schon vom Präsidenten der spanischen Profiliga, Javier Tebas, für seine Reformpläne scharf kritisiert. "Infantino will den Fußball zerstören, den die Geschichte aufgebaut hat", schrieb Tebas auf Twitter. Die Aussagen des Schweizers seien "unangebracht". Ironisch fügte der Spanier hinzu: "Aber er hat recht: Fangen wir an mit der Streichung von FIFA-Terminen mit Spielen, die nicht interessieren, von WM-Spielen, die nicht interessieren. Von Klub-WMs, die nicht interessieren."
Infantino kann man einfach nicht ernst nehmen. Gute Antwort vom spanischen Fußballpräsidenten.
 

Max Power

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oh bitte. Javier Tebas ist so ziemlich der Letzte, der sich da groß aufspielen sollte ... ich finde Infantino genauso ekelhaft wie alle anderen, aber einen scheinheiligen Selbstdarsteller wie Tebas brauchts da wirklich nicht als moralischen Zeigefinger.
 

tennisfun

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Ich kenne Tebas überhaupt nicht, fand nur gut das Infantino auf seine Pläne Contra bekommt.
 

Sports Almanac

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Wäre in etwa so wie wenn Seifert Jugendliche kritisieren würde weil sie momentan auf einer Bushaltestelle ablungern.
 

Masmiseim

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Infantino kann man einfach nicht ernst nehmen. Gute Antwort vom spanischen Fußballpräsidenten.
Infantino versucht sich eben jetzt schon als "Leichenfledderer" mit EURO Zeichen im Auge.
Vermutlich sind das so Gedanken wie: Wenn die nationalen Lige Vereine durch Insolvenz verlieren, sind die vielleicht eher bereit noch ein Europalige whatever zu spielen.
 

Wandersmann

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und das ist dir jetzt speziell in der Corona Krise aufgefallen?
Und warum beschäftigt dich das aktuell so stark was Profivereine machen, obwohl es auch andere Themen gibt?
Nö, das ist mir schon sehr lange aufgefallen. Ich habe mich früher sehr für Fußball interessiert, auch für den Profi-Bereich. Die Entwicklungen der letzten 2 Jahrzehnte hat mich mehr und mehr abgestoßen und irgendwann dazu geführt, daß mein Interesse für den Profi-Fußball immer stärker nachgelassen hat. Dieses geldversuchte Entertainment-Geschäft widert mich eigentlich nur noch an.

Inzwischen gehe ich lieber Sonntags zum lokalen Kreisligaverein auf den Bolzplatz statt mir im Pay-TV die Millionäre und Söldner der FC XY GmbH in der Großkonzern-Arena anzusehen.

Hat mit Corona nicht direkt zu tun, kann man ja mal in einem separaten Thread diskutieren.
 

faker

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Nö, das ist mir schon sehr lange aufgefallen. Ich habe mich früher sehr für Fußball interessiert, auch für den Profi-Bereich. Die Entwicklungen der letzten 2 Jahrzehnte hat mich mehr und mehr abgestoßen und irgendwann dazu geführt, daß mein Interesse für den Profi-Fußball immer stärker nachgelassen hat. Dieses geldversuchte Entertainment-Geschäft widert mich eigentlich nur noch an.

Inzwischen gehe ich lieber Sonntags zum lokalen Kreisligaverein auf den Bolzplatz statt mir im Pay-TV die Millionäre und Söldner der FC XY GmbH in der Großkonzern-Arena anzusehen.

Hat mit Corona nicht direkt zu tun, kann man ja mal in einem separaten Thread diskutieren.
kann ich zu 100% nachvollziehen, nur das ich die abneigung "erst" in den letzten 10 jahren entwickelt habe.. so etwa mit dem ende meiner schulzeit. wenn man selbst geld verdient, dann fühlen sich die summen im fußball so absurd an.. das ist völlig aus dem ruder gelaufen. ins geheim hoffe ich auf einen großen knall, sodass einige leute etwas geerdet werden. man muss nicht bei 0 anfangen, aber es muss ein gewisses maß her.

ps. noch weniger verständnis habe ich für "fans" die dieses konstrukt mit irgendwelchen nachgeplapperten argumenten verteidigen, als ob sie selbst etwas davon haben :gitche: nein im gegenteil. die begreifen nicht, dass ihnen bei jeder gelegenheit noch mehr geld aus der tasche gezogen wird :D
 

Solomo

Hundsbua
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Inzwischen gehe ich lieber Sonntags zum lokalen Kreisligaverein auf den Bolzplatz statt mir im Pay-TV die Millionäre und Söldner der FC XY GmbH in der Großkonzern-Arena anzusehen.
Ist es bei Euch (weiß nicht, wo Du wohnst) in der Kreisliga noch nicht "geldverseucht"? Bei uns ist das extrem. "Mein" Verein ist 1991 nur mit "eigenen" Spielern in die Kreisliga aufgestiegen. Der einzige, der Geld bekommen hat, war der Spielertrainer. Zu dieser Zeit hat ein Spieler, der beim MTV Ingolstadt (Bayernliga) in Ungnade gefallen war, bei einem Kreisligisten als Spielertrainer angeheuert, was eine riesen Sensation in der Region war.

So, nun haben wir 2020. Wir spielen wieder Kreisliga. Bei uns bekommt der Trainer Geld, der spielende Co-Trainer bekommt eine kleine Aufwandsentschädigung und Spieler mit etwas längerem Anfahrtsweg erhalten eine kleine Fahrtkostenpauschale. Damit sind wir in der Tabelle der Geldzahlungen ziemlich am Ende und zwar auch noch bis incl. zwei Klassen drunter. Entweder wird massiv Geld gezahlt (teilweise bekommt jeder Spieler 300 € pro Monat) und/oder es geht sehr viel über Arbeitsplätze bei einem großen Automobilkonzern ;) Zahlreiche Ex-Bayern- oder Landesliga-Spieler laufen bei verschiedenen Vereinen rum (normale Spieler, kein Spielertrainer). Viele Teams haben gar keine Jugend mehr und wenn sich Sponsoren zurückziehen (sehr viel läuft über Schwarzgeld) oder der Draht zum Automobilkonzern erlischt, rauschen diese Vereine runter und sind teilweise komplett Geschichte.

Ich weiß aber, dass es in anderen Regionen noch nicht so krass ist. Nur bei uns, Region Ingolstadt, regiert seit langer Zeit das Geld, bzw. Arbeit bei besagtem Konzern in einem Ausmaß, das mir mit den Jahren jeden Spaß am Amateurfußball genommen hat, auch wenn ich sehr froh bin, dass "mein" Verein den Weg nicht mitgeht. Von daher ist bei uns "der Kommerz regt mich auf, ich schau lieber Kreisliga" ein schlechter Witz.

Ist natürlich jetzt arg off topic.
 

DaLillard

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Ist es bei Euch (weiß nicht, wo Du wohnst) in der Kreisliga noch nicht "geldverseucht"? Bei uns ist das extrem. "Mein" Verein ist 1991 nur mit "eigenen" Spielern in die Kreisliga aufgestiegen. Der einzige, der Geld bekommen hat, war der Spielertrainer. Zu dieser Zeit hat ein Spieler, der beim MTV Ingolstadt (Bayernliga) in Ungnade gefallen war, bei einem Kreisligisten als Spielertrainer angeheuert, was eine riesen Sensation in der Region war.

So, nun haben wir 2020. Wir spielen wieder Kreisliga. Bei uns bekommt der Trainer Geld, der spielende Co-Trainer bekommt eine kleine Aufwandsentschädigung und Spieler mit etwas längerem Anfahrtsweg erhalten eine kleine Fahrtkostenpauschale. Damit sind wir in der Tabelle der Geldzahlungen ziemlich am Ende und zwar auch noch bis incl. zwei Klassen drunter. Entweder wird massiv Geld gezahlt (teilweise bekommt jeder Spieler 300 € pro Monat) und/oder es geht sehr viel über Arbeitsplätze bei einem großen Automobilkonzern ;) Zahlreiche Ex-Bayern- oder Landesliga-Spieler laufen bei verschiedenen Vereinen rum (normale Spieler, kein Spielertrainer). Viele Teams haben gar keine Jugend mehr und wenn sich Sponsoren zurückziehen (sehr viel läuft über Schwarzgeld) oder der Draht zum Automobilkonzern erlischt, rauschen diese Vereine runter und sind teilweise komplett Geschichte.

Ich weiß aber, dass es in anderen Regionen noch nicht so krass ist. Nur bei uns, Region Ingolstadt, regiert seit langer Zeit das Geld, bzw. Arbeit bei besagtem Konzern in einem Ausmaß, das mir mit den Jahren jeden Spaß am Amateurfußball genommen hat, auch wenn ich sehr froh bin, dass "mein" Verein den Weg nicht mitgeht. Von daher ist bei uns "der Kommerz regt mich auf, ich schau lieber Kreisliga" ein schlechter Witz.

Ist natürlich jetzt arg off topic.
+1

Ist hier in der Gegend auch so. Da werden selbst Jugendliche schon mit Geldern unter der Hand für die Eltern gelockt. Der Amateurfussball ist nicht viel besser. Ausnahmen sind natürlich die dritten aka wir spielen nur zum Saufen Mannschaften
 

VvJ-Ente

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In der Kreisliga werden die Auswirkungen von Corona richtig interessant. Wie schon geschrieben kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand die Verantwortung übernimmt, die Saison nochmal weiterlaufen zu lassen. Das heißt bis mindestens August keine Spiele. Und natürlich keine Eintrittsgelder. Viele Sponsoren werden auch andere Sorgen haben als monatlich ein paar Hunderter an Kreisligakicker zu zahlen.

Also entweder es spielen demnächst wieder ein paar Leute mehr just for fun, oder es steht im Amateurbereich ein gewaltiger Kahlschlag bevor...
 

Ballking

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Ist es bei Euch (weiß nicht, wo Du wohnst) in der Kreisliga noch nicht "geldverseucht"? Bei uns ist das extrem. "Mein" Verein ist 1991 nur mit "eigenen" Spielern in die Kreisliga aufgestiegen. Der einzige, der Geld bekommen hat, war der Spielertrainer. Zu dieser Zeit hat ein Spieler, der beim MTV Ingolstadt (Bayernliga) in Ungnade gefallen war, bei einem Kreisligisten als Spielertrainer angeheuert, was eine riesen Sensation in der Region war.

So, nun haben wir 2020. Wir spielen wieder Kreisliga. Bei uns bekommt der Trainer Geld, der spielende Co-Trainer bekommt eine kleine Aufwandsentschädigung und Spieler mit etwas längerem Anfahrtsweg erhalten eine kleine Fahrtkostenpauschale. Damit sind wir in der Tabelle der Geldzahlungen ziemlich am Ende und zwar auch noch bis incl. zwei Klassen drunter. Entweder wird massiv Geld gezahlt (teilweise bekommt jeder Spieler 300 € pro Monat) und/oder es geht sehr viel über Arbeitsplätze bei einem großen Automobilkonzern ;) Zahlreiche Ex-Bayern- oder Landesliga-Spieler laufen bei verschiedenen Vereinen rum (normale Spieler, kein Spielertrainer). Viele Teams haben gar keine Jugend mehr und wenn sich Sponsoren zurückziehen (sehr viel läuft über Schwarzgeld) oder der Draht zum Automobilkonzern erlischt, rauschen diese Vereine runter und sind teilweise komplett Geschichte.

Ich weiß aber, dass es in anderen Regionen noch nicht so krass ist. Nur bei uns, Region Ingolstadt, regiert seit langer Zeit das Geld, bzw. Arbeit bei besagtem Konzern in einem Ausmaß, das mir mit den Jahren jeden Spaß am Amateurfußball genommen hat, auch wenn ich sehr froh bin, dass "mein" Verein den Weg nicht mitgeht. Von daher ist bei uns "der Kommerz regt mich auf, ich schau lieber Kreisliga" ein schlechter Witz.

Ist natürlich jetzt arg off topic.
Die Geldspirale zieht sich halt bis nach unten durch.Für Spritgeld spielt heute kaum noch jemand. Schon Kreisligaspieler halten die Hand auf und ich kenne Oberligaspieler, die können von ihrer Bolzkohle locker leben.

Aber die Zeiten werden jetzt wohl erstmal vorbei sein; ab Oberliga werden die Jungs jetzt wieder nebenher arbeiten gehen müssen.._
 

Wandersmann

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ps. noch weniger verständnis habe ich für "fans" die dieses konstrukt mit irgendwelchen nachgeplapperten argumenten verteidigen, als ob sie selbst etwas davon haben :gitche: nein im gegenteil. die begreifen nicht, dass ihnen bei jeder gelegenheit noch mehr geld aus der tasche gezogen wird :D
Ja und weil die Fans alles mitmachen und sich immer mehr Geld aus dem Fussball rauspressen lässt, ziehen die Profiteure dieses Geschäfts die Schrauben auch immer ein Stück weiter an. Wobei ich auch viele Fans kenne, die auf den Kommerz schimpfen, aber letztlich bleiben sie doch Teil dieses Systems.

Ich schätze viele Fans versuchen auch zu verdrängen und flüchten sich in die Illusion von Tradition und Vereinsromantik, die es so längst nicht mehr gibt.
 

Wandersmann

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Ist es bei Euch (weiß nicht, wo Du wohnst) in der Kreisliga noch nicht "geldverseucht"?
Zumindest nicht dass ich wüsste. Die Spieler meines lokalen Vereins sind eigentlich schon seit der Jugend dabei. Ob die finanzielle Prämien bekommen weiss ich nicht, aber die haben alle ganz normale Berufe und betreiben den Sport nebenbei.

Klar sind das da keine Messis und Ronaldos auf dem Platz, aber das muss ich auch nicht haben. Wichtiger sind mir spannende Spiele, Leidenschaft für den Verein, Bodenständigkeit, Identifikation mit dem Umgeld und den Spielern, in dem Verein gross geworden sind.

Lieber mit ner Bratwurst und Pulle Bier in der Hand im Regen auf dem Bolzplatz stehen, als den Millionären auf Sky bei der Arbeit für einen Wirtschaftskonzern zuzusehen. ;)
 

Masmiseim

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Das bizarre ist aber: Die Krise trifft erst die armen und dann die Reichen - im schlimmsten Fall können dann die Ultras von xy tatsächlich mal rausfinden, ob ein Spiel in der Oberliga ihnen genauso viel bedeutet wie eines in der Bundesliga.
 
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