So nach 3 Vorrundenspielen in der Halle und den Rest der Spieler im Camper oder Zuhause:
Sehr gute WM der deutschen Mannschaft. Man darf nicht vergessen, dass Frauen Basketball noch immer ein Mini-Pflänzchen ist, dass nur in einigen wenigen Basketball-Zentren leistungsmäßig gespielt wird.
Dafür ist diese Generation ja schon sehr außergewöhnlich.
Gegen Spanien zu Beginn hat man deutlich gespürt, dass da ein Team eingespielt ist und das andere nicht. Zudem ist aufgefallen, dass alle Spanierinnen mutig am Ball waren und Entscheidungen getroffen haben. Das war leider schön anzusehen. Das deutsche Team dagegen mit einem langsamen Spiel, dass sehr auf Einspielen ausgelegt war.
Auch gegen Japan war das über die erste Hälfte zäh, obwohl da die Halle Ende des ersten Viertels Mal richtig aus dem Sattel ging. Zweite Hälfte war dann sehr OK. Mali hätte man überraschend gut im Griff, nach deren Überraschung gegen Spanien.
Korea war dann wirklich rund, aber natürlich auch ein gefundenes Fressen für unsere Centerinnen.
Gegen Belgien hat man dann die beste Leistung gezeigt zum richtigen Zeitpunkt. Mittlerweile waren auch die Laufwege in der Offense deutlich besser und man hatte das Gefühl, jetzt sind alle Spielerinnen im Turnier.
Gegen Frankreich hat dann vor allem die Athletik gefehlt. Das ist leider eine der Schwächen im deutschen Team neben der Dreierquote. Die Ballverluste entstanden in dem Spiel vorwiegend durch die super aggressive Verteidigung, aus der wir uns nur schwer lösen konnten.
Gegen Spanien war es dann eher die Konzentration als Grund für die vielen Turnover. Hier muss man aber auch anmerken, dass dieser absurde Spielplan mit 7 Spielen in 10 Tagen einfach extrem ist und durch das Playoff Spiel natürlich ein Riesen-Nachteil zu Ende des Turniers gegenüber den Gruppensiegern. Deutschland hatte in 10 Tagen 3 B2Bs. Da leidet am Ende etwas die Qualität.
Der Zuschauerzuspruch war echt gut in der Vorrunde. Diesen Boom gilt es mitzunehmen. Leider bleiben die vorhandenen Probleme im Mädchen -Bereich aber eben doch auch: zu wenige Trainingsmöglichkeiten weil Hallen und Trainer-Kapa fehlt. Für mich ist das Mädchenteam in unserem Verein auch eine Notlösung mit Mädels von 16 bis 11 Jahren. Da ich aber parallel auch noch Jungs trainiere und meine Kids selbst parallel noch in weiteren Teams spielen, kann ich da eben auch nur 1 Training anbieten. Es fehlt gerade auf der Fläche einfach an Angeboten. So wird Mädchen Basketball eine Nische bleiben, da nur Mädchen in der Nähe eines Bundesliga Standorts eine echte Chance auf eine Karriere haben.