Two of the most entertaining and outspoken heavyweights of the 21st century put it all on the line this Saturday night as Derek Chisora and Deontay Wilder throw down in what will be the 50th fights of their respective careers.
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Zwei der unterhaltsamsten und wortgewandtesten Schwergewichtsboxer des 21. Jahrhunderts setzen am Samstagabend alles aufs Spiel, wenn Derek Chisora und Deontay Wilder in ihrem jeweils 50. Kampf aufeinandertreffen.
Chisora, ein Mann, der noch nie vor jemandem zurückgeschreckt ist, kann auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz zurückblicken. Tyson Fury (dreimal), Vitali Klitschko, David Haye, Dillian Whyte und Joseph Parker (jeweils zweimal), Agit Kabayel und Oleksandr Usyk sind nur einige der Namen, mit denen er im Ring stand.
Er hat zwar nicht viele dieser Kämpfe gewonnen, aber Chisora verdient trotzdem großen Respekt dafür, dass er den Mut hatte, mit so vielen Elitekämpfern in den Ring zu steigen.
Wilders Kampfbilanz sieht dagegen ganz anders aus. Nachdem er in seinen ersten 39 Kämpfen so gut wie jeden Gegner K.o. geschlagen hatte, veränderte die Trilogie mit Tyson Fury seine Karriere komplett. Seit seiner letzten erfolgreichen Titelverteidigung 2019 gegen Luis Ortiz konnte er nur zwei seiner sechs Kämpfe gewinnen, darunter Niederlagen gegen Fury (zweimal), Joseph Parker und Zhilei Zhang.
Ein Kampf, der völlig unerwartet kam, obwohl beide offensichtlich ihre besten Zeiten hinter sich hatten – ein Kampf, der die Boxfans in helle Aufregung versetzt.
Zwei Schwergewichte, zwei Männer, die zuschlagen wie LKWs, und zwei Männer, die nach diesem Kampf wohl ihre Karriere beenden werden. Es hat alle Zutaten für einen absoluten Krieg oder einen spektakulären K.o.
Nun zum Kampf und wie er ausgehen könnte.
Seien wir ehrlich, es wird wohl ein offener Schlagabtausch. Wer kann den härtesten Treffer landen und wer hat noch genug Kraft, um eventuelle Schwierigkeiten zu überstehen?
Körperlich gesehen liegen die Vorteile bei Wilder.
Er hat einen enormen Reichweitenvorteil von neun Zoll gegenüber Chisora, und das wird er unbedingt nutzen müssen, wenn er diesen Kampf gewinnen will.
Im Laufe der Jahre musste der olympische Bronzemedaillengewinner Wilder seine boxerischen Grundlagen eigentlich nicht einsetzen, denn seine Schlagkraft war schon immer sein Ausgleichsfaktor.
Gegen jemanden wie Chisora kann man es sich jedoch nicht leisten, abzuwarten und auf seine Chance zu warten, denn meistens lässt einem der Brite keine Zeit zum Warten.
Für Del gilt: Er muss das verkörpern, was sein alter Deckname bereits andeutete: KRIEG.
Wir haben gesehen, wie Wilder mit Druck umgeht und wie er reagiert, wenn er keine Zeit zum Nachdenken hat und seine gewaltigen Schüsse vorbereiten muss.
Wenn Chisora diesen Kampf gewinnen will, muss er den Amerikaner von Beginn an unter Druck setzen. Er muss die Distanz verkürzen, seine Schläge vom Kopf zum Körper variieren, Wilder nervös machen und ihn an sich selbst zweifeln lassen.
Wenn dem ehemaligen Europameister das gelingt, wird er den Sport mit dem wohl größten Sieg seiner Karriere verlassen.
Es ist ein Kampf, der so ausgeglichen ist wie kaum ein anderer. Beide Kämpfer sind zwar nicht mehr in ihrer Blütezeit, aber genau das macht den Kampf so spannend.
Nicht blinzeln.
Nun zu den Vorkämpfen, und da gibt es einige interessante Kämpfe, die man im Auge behalten sollte.
Im Hauptkampf des Abends fordert der britische Cruisergewichtsmeister Viddal Riley den erfahrenen Mateusz Masternak um dessen Europameistertitel heraus.
Nach seinem dominanten Sieg über Chev Clarke im letzten Jahr, mit dem er sich den britischen Titel sicherte, konnte Riley noch keinen großen Kampf erringen; nun aber, da er bei Misfits Pro unter Vertrag steht, will er sich den dritten Titel seiner Profikarriere sichern.
Masternak zählt seit Jahren zu den konstantesten Größen im Cruisergewicht. In seinen bisher 56 Kämpfen trat er gegen Gegner wie Jean-Marc Mormeck, Tony Bellew, Chris Billam-Smith und Yuniel Dorticos an – fast drei Generationen von Boxern.
Hier trifft er auf seinen vierten Gegner, Riley, und es dürfte einer der härtesten Kämpfe seiner bisherigen Karriere werden. Mit fast 40 Jahren und 381 geboxten Runden liegt der Erfahrungsvorsprung klar auf Seiten des Polen, während Riley erst 28 Jahre alt ist und erst 62 Runden geboxt hat.
Diese Frische wird entscheidend sein, besonders in der Schlussphase. Riley ist zwar nicht für seine Schlagkraft bekannt, aber er kann seine Power bis zum Schluss durchziehen. Wenn er Masternak zu einem höheren Tempo zwingen und ihn mehr angreifen lassen kann, als ihm lieb ist – wodurch sich ihm Gelegenheiten für einzelne Treffer bieten –, könnte der Brite diesen Kampf durchaus relativ einfach gestalten.
Was auch immer Sie tun, schreiben Sie Masternak nicht ab.
Ebenfalls auf der Fightcard: Der Publikumsliebling Denzel Bentley tritt gegen den Venezolaner Endry Saavedra um den WBO-Welt-Interimstitel im Mittelgewicht an.
Nach einer überraschenden Niederlage gegen Nathan Heaney im Jahr 2023 konnte Bentley drei beeindruckende Siege in Folge verbuchen. Nachdem er Ende 2024 Brad Pauls besiegt hatte, bestritt er jedoch das gesamte Jahr 2025 keinen Kampf. Daher geht er zwar ausgeruht in diesen Kampf, könnte aber auch etwas eingerostet sein.
Mit Saavedra hat er einen starken Gegner. 17-1-1 mit 14 K.o.-Siegen, er boxt sehr hart, seine einzige Niederlage kassierte er 2022.
Es ist ein harter Kampf für Bentley, aber einer, den er gewinnen sollte – vor allem, wenn er in diesem Jahr noch Ambitionen auf den Titel des unangefochtenen Weltmeisters hat.
Im restlichen Vorprogramm liefern sich Matty Harris und Franklin Ignatius einen spannenden Schwergewichtskampf, während der hochgehandelte Tom Welland nach seiner ersten Niederlage auf Wiedergutmachung hofft. Auch Dan Toward, Jermaine Dhliwayo, Amir Anderson und Ashton Sylve sind auf der hochkarätig besetzten Fightcard vertreten.