Der alternative Verkehrsmittel thread (Fahrrad, e-bike, e-scooter etc)


innerhalb geschlossener ortschaften 30 und gut ist.
Schreckliche Vorstellung.
Tempo 30 sollte dort gelten, wo die Sicherheit von Menschen (bei höherer Geschwindigkeit) gefährdet ist.
Baustellen, Kindergärten u. Schulen, Seniorenheime, verengte Fahrspuren, Spielstraßen, schlechter Fahrbahnbelag, schlecht einsehbare Straßenführung... usw.

Bei Tempo 30 wirst Du von Omma und Oppa auf ihren E-Bikes links und rechts überholt und die setzen sich dann mittig vor Dir, weil ja dann auch 20 km/h ausreichen, um im Verkehr mitzuschwimmen.
Wenn Radfahrer, E-Scooter, Mofas und Autos annähernd die gleiche Geschwindigkeit fahren dürfen, sehe ich die Unfallgefahr noch viel größer,
 
Zuletzt bearbeitet:
innerhalb geschlossener ortschaften 30 und gut ist. für stadtautobahnen oder bundesstraßen könnte man ja immer noch ausnahmen schaffen.
Muss! Ich möchte nicht die B9 in Bonn mit 30 rumkriechen, warum? Da verliet sich eh kein Radfahrer auf die Straße bzw. machen da Schnellradwege auch Sinn.
Quasi jede Stadt hat Bundesstraßen, Ringe oder ähnliche Schnellstraßen und da muss die Ausnahme von Tempo 30 bleiben. In der "City" gerne flächendeckend 30.
 
In Bochum, Dortmund, Essen, Köln... ist der "Ring" quasi die City. ;)

In Köln ist 30 auf den Ringen schon länger eingeführt. Gerne alles innerhalb des Rings auch auf 30 setzen, da würde man nichts verlieren. Luxemburger, Aachener, Bonner Str. etc. (also die langen Straßen von den Ringen abgehend) wären dann immer noch bei 50.
 
Als prinzipiell wäre es so, dass Tempo 30 dann die Richtgeschwindgkeit wäre. Das heißt, ohne extra verehrzichen gilt 30, also wie heute 50.
Es wäre dann nur so, dass man für eine andere Geschwindigkeit eine Begründung braucht, diese einzuführen. Das wäre bei Bundesstraßen, Stadtautobahen, Ringe, etc. ohne Probleme möglich.
Anders läuft es ja jezt mit Tempo 30 auch nicht: Kindergarten => Tempo 30, Schule => Tempo 30, Wohngebiet => Tempo 30 usw.

Wissing will jetzt einführen, dass Kommune durch noch einfachere Begründungen Tempo 30 einführen können. Ich wäre dafür, ass Kommunen selbst entscheiden können, wo wie viel gefahren werden darf. Das wäre aber laut Wissing ein Raub der Freiheit oder so.....


Wenn Radfahrer, E-Scooter, Mofas und Autos annähernd die gleiche Geschwindigkeit fahren dürfen, sehe ich die Unfallgefahr noch viel größer,
Nein!
 
Als prinzipiell wäre es so, dass Tempo 30 dann die Richtgeschwindgkeit wäre. Das heißt, ohne extra verehrzichen gilt 30, also wie heute 50.
Es wäre dann nur so, dass man für eine andere Geschwindigkeit eine Begründung braucht, diese einzuführen. Das wäre bei Bundesstraßen, Stadtautobahen, Ringe, etc. ohne Probleme möglich.
Anders läuft es ja jezt mit Tempo 30 auch nicht: Kindergarten => Tempo 30, Schule => Tempo 30, Wohngebiet => Tempo 30 usw.

Wissing will jetzt einführen, dass Kommune durch noch einfachere Begründungen Tempo 30 einführen können. Ich wäre dafür, ass Kommunen selbst entscheiden können, wo wie viel gefahren werden darf. Das wäre aber laut Wissing ein Raub der Freiheit oder so.....



Nein!
Wobei die Kritik in dem Fall imo wirklich wortklauberei ist. Klar man kann sagen das libertäre "wehret den anfängen" als angstmachen vor freiheitsentzug ("wenn der Staat das verbietet wird eine Lawine losgetreten und es wird immer mehr verboten") war schon populistisch, aber inhaltlich hat sich wissing hier doch wirklich deutlich bewegt, da sollte man ihm imo die kleine populistische spitze schon gönnen.

Die konkreten neuen Regeln sollten doch den Städten ausreichen um einiges zu verschärfen, nur halt nicht überall pauschal.

Für die nicht auto Verkehrsteilnehmer sollte das eine gute Nachricht sein
 
Mir ging es tatsächlich gar nicht um das, was heraus gekommen ist, da bin ich tatsächlich positiv überrascht und habe das Wissing nicht zu getraut. Generell Tempo 30 mit 50 als Ausnahme wäre mir zwar lieber, ist aber mit der FDP nicht drin.

Mir geht es um das ständige Freitheits gerede hier und da. De Begirff ist dort völlig Fehl am Platz, weil auch seiner Definition nach 50km/h eine Einschränkung der Freiheit ist. Die FDP macht den Begriff Freiheit und für was er eigentlich steht komplett kaputt. Aber das gehört eigentlich nicht hier her.
 
Ich wäre einfach für eine "Beweisumkehr": Momentan ist Tempo 50 die Norm und für Tempo 30 braucht es eine Bewilligung oder gute Gründe oder so... ich fände Tempo 30 als Norm gut und für Tempo 50 braucht es gute Gründe.
Wobei gute Gründe für 50 vermutlich schwieriger sein oder gibt es da festgelegte Definitionen?
Denn der einzige Grund "komme schneller von A nach B" ist ja etwas dürftig. Der müsste dann garniert werden mit den Argumenten "kaum Fußgänger und Radfahrer zu erwarten, keine Hindernisse etc."
 
Bei Tempo 30 wirst Du von Omma und Oppa auf ihren E-Bikes links und rechts überholt und die setzen sich dann mittig vor Dir, weil ja dann auch 20 km/h ausreichen, um im Verkehr mitzuschwimmen.
Wenn Radfahrer, E-Scooter, Mofas und Autos annähernd die gleiche Geschwindigkeit fahren dürfen, sehe ich die Unfallgefahr noch viel größer,

1. Warum sollte es ein Problem sein, wenn das Auto nicht das schnellste und praktischste Verkehrsmittel ist? Dann ist man eben nicht schneller als der Rest. Städte sind nicht zuvorderst für Autofahrerinnen da. Ist doch super, wenn es in der Stadt einen Anreiz gibt, das Auto stehen zu lassen…

2. Selbst wenn es mehr Unfälle gäbe (was ich nicht glaube), wären diese im Mittel weniger schwer. Tempo 30 ist für Radfahrerinnen etc typischerweise weniger fatal als Tempo 50.
 
1. Warum sollte es ein Problem sein, wenn das Auto nicht das schnellste und praktischste Verkehrsmittel ist? Dann ist man eben nicht schneller als der Rest. Städte sind nicht zuvorderst für Autofahrerinnen da. Ist doch super, wenn es in der Stadt einen Anreiz gibt, das Auto stehen zu lassen…
Mir geht es nicht um den Zeitvorteil beim Autofahren.
Und warum sollte Tempo 30 ein Anreiz für Autofahrer sein, ihr Vehikel stehen zu lassen? Ist ne schöne Wunschvorstellung, glaube ich aber nicht dran. Bequemlichkeit und praktische Transportmöglichkeit (als Argument pro Auto) werden davon ja nicht betroffen.
2. Selbst wenn es mehr Unfälle gäbe (was ich nicht glaube), wären diese im Mittel weniger schwer. Tempo 30 ist für Radfahrerinnen etc typischerweise weniger fatal als Tempo 50.
Mir geht es darum, dass Radfahrer von Autofahrern - zumal wenn sie auf der gleichen Fahrbahn unterwegs sind - i.d.R. als "Hindernis" wahrgenommen werden, dass es so schnell wie möglich zu überholen gilt. Das gleiche gilt auch für diese labberigen E-Scooter oder Mofas bis 25 km/h.

Ich kenne beide Sichtweisen, da ich auch viel mit dem Rad unterwegs bin, auch im dichten Stadtverkehr.
Als Autofahrer bin ich schon froh, wenn ich einen rechts vor mir fahrenden Radfahrer hinter mir lassen kann. Man weiß halt nie genau, wie stabil der auf Dauer seine Spur hält, plötzlich abbiegen will usw.

Kurzum, ich glaube einfach, dass es weniger zu Unfällen kommt, wenn Autofahrer die Möglichkeit haben, einen Radfahrer mit ausreichend Geschwindigkeit zu überholen, als wenn beide ständig mit annähernd gleicher Geschwindigkeit unterwegs sind und sich immer wieder "treffen". Das schürt Mmn auch auf Dauer Aggressionen auf beiden Seiten.
Ich möchte als Radfahrer nicht ständig "neben" einem Autofahrer herfahren müssen, bzw. hinter ihm fahrend die Abgase einatmen müssen.

Bei klar und v.a. baulich getrennten Radwegen ist das natürlich was ganz anderes, aber davon spreche ich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wäre einfach für eine "Beweisumkehr": Momentan ist Tempo 50 die Norm und für Tempo 30 braucht es eine Bewilligung oder gute Gründe oder so... ich fände Tempo 30 als Norm gut und für Tempo 50 braucht es gute Gründe.
So wird es in Spanien als einzigem Land weltweit seit Mai 2021 gehandhabt.
Wenn nur eine Spur je Fahrtrichtung gilt grundsätzlich Tempo 30 innerorts, bei mehrspurigen Straßen Tempo 50.

Hier wird ein sehr positives erstes Fazit gezogen, allerdings steht der VCD für eine Verkehrswende ein, hat insofern einen bias und gut möglich, dass das noch Auswirkungen von geringerer Mobilität aufgrund Corona sind, die zum Rückgang geführt haben, zumal man nicht mit dem Vorjahr vergleicht sondern mit der Vor-Coronazeit.
Bei Statista ist die Zahl der Verkehrstoten 2022 wieder auf dem Stand von Vor-Corona.
Die Frankfurter Rundschau hat in Madrid Leute befragt, wo Tempo 30 seit 2018 gilt. Die Befragten wußten davon nichts, was letzlich relativ egal, weil man da im Stadtverkehr ohnehin selten die 30 überschreiten kann.
 
Warum 30 und nicht 25? Das wäre dann auch Mofa Geschwindigkeit.
 
Kurzum, ich glaube einfach, dass es weniger zu Unfällen kommt, wenn Autofahrer die Möglichkeit haben, einen Radfahrer mit ausreichend Geschwindigkeit zu überholen, als wenn beide ständig mit annähernd gleicher Geschwindigkeit unterwegs sind und sich immer wieder "treffen".

Problem ist dabei leider nur, dass viele Autofahrer zu wenig Abstand lassen, wenn man Radfahrer überholt. Ich würde aus eigener Erfahrung (fahre oft Auto, aber auch oft Rad in Köln) sagen, dass es in 50% der Fälle zu knapp ist. Und dann merkt man es eben doch, wenn der DHL Sprinter mit 50 an einem mit 50cm Abstand vorbeiballert. Als Autofahrer wiederum bekomme ich auch schon mal eine genervte Lichthupe, wenn ich einen Radfahrer nicht sofort überhole, obwohl dies dann in dem Moment auch nicht möglich ist.

Solche Diskussionen könnte man eigentlich immer abkürzen, wenn man gegenseitig Rücksicht walten lässt und sich alle an die Regeln halten. Dann kann man auch 50 lassen, wenn man eben den Abstand einhält. Als Radfahrer kann ich mich dann aber eben auch nicht an der nächsten Ampel durch die winzigsten Lücken quetschen. Es könnte alles so einfach sein.
 
Problem ist dabei leider nur, dass viele Autofahrer zu wenig Abstand lassen, wenn man Radfahrer überholt. Ich würde aus eigener Erfahrung (fahre oft Auto, aber auch oft Rad in Köln) sagen, dass es in 50% der Fälle zu knapp ist. Und dann merkt man es eben doch, wenn der DHL Sprinter mit 50 an einem mit 50cm Abstand vorbeiballert. Als Autofahrer wiederum bekomme ich auch schon mal eine genervte Lichthupe, wenn ich einen Radfahrer nicht sofort überhole, obwohl dies dann in dem Moment auch nicht möglich ist.

Solche Diskussionen könnte man eigentlich immer abkürzen, wenn man gegenseitig Rücksicht walten lässt und sich alle an die Regeln halten. Dann kann man auch 50 lassen, wenn man eben den Abstand einhält. Als Radfahrer kann ich mich dann aber eben auch nicht an der nächsten Ampel durch die winzigsten Lücken quetschen. Es könnte alles so einfach sein.

solche diskussionen lassen sich mit einem tempolimit nicht vollständig lösen. auch bei erlaubten 30 wird der dhl sprinter noch knapp an einem vorbeifahren und wahrscheinlich auch mit 40-50, um den überholvorgang schnell abzuschließen.
 
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