Der FC Bayern München-Thread 2025/26 – Das erste Jahr nach Thomas Müller


MRB

Bankspieler
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Davies lebt von seinem Antritt. Und das hilft auch beim Dribbling. Ansonsten ist da nix Außergewöhnliches. Es fehlt an Spielintelligenz und am Timing. Der ist ausgebildeter Flügelspieler und liefert trotzdem nicht mehr Offensivoutput als Laimer. Der Österreicher ist zwar technisch limitiert aber er rennt ununterbrochen. Und das nicht blind oder dumm sondern so dass es Räume für die Mitspieler gibt. Er stopft Löcher und ist zuverlässig.

Man kann beim Gehalt argumentieren, dass Davies jünger ist und mehr Upside hat (ich glaube nicht, dass da noch eine positive Entwicklung kommt. Dazu sind die bisherigen Fortschritte zu klein, die Abhängigkeit von der Athletik zu groß und die Verletzungen zu regelmäßig) aber jetzt in diesem Moment und für die nächsten 1-2 Jahre ist Laimer wahrscheinlich für Bayern eher wertvoller als Davies wenn man die Leistungen und die Verfügbarkeit berücksichtigt.
Die körperliche Verfassung ist natürlich ein riesiger Vorteil für Laimer, wegen der vielen und langen Verletzungen von Davies.
Aber dem fetten Teil kann ich für einen fitten Davies in Form nicht zustimmen. Ja, er lebt von seinem Antritt und vor allem auch Geschwindigkeit, aber ihn darauf zu reduzieren ist mMn vollkommen falsch. In seinen besten Zeiten hat er sich mit Coman zusammen auf der linken Seite auf engstem Raum von hinten herauskombiniert und war offensiv oft ein Dosenöffner für gefährliche Situationen, hat am laufenden Band mit Einzelaktionen und intelligenten Dribblings Löcher gerissen und kreiert, auch wenn die Scorer andere erzielt haben.
Ja, das ist schon lange her und momentan ist er ganz weit weg von fit oder in Form und wird auch in nächster Zeit nicht in diese Form kommen. Das ist sein großes Manko, mal sehen ob er das mittelfristig nochmal komplett ablegen kann.
 

VvJ-Ente

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Wenn ich 4000 verdiene und der Kollege, der denselben Job hat, aber vielleicht auch noch mehr Krankheitstage, verdient 5000, würde ich auch mal beim Chef vorstellig werden.
Wenn dein Chef sagt, mehr als 4000 gibt es für dich nicht, und eine Firma aus Saudi-Arabien bietet dir für 5 Jahre 12000 für eine chillige Arbeit, wobei du aber Frau und deine Tiere maximal 2x 10 Tage im Jahr siehst, oder die mit umzieht, mit der Konsequenz, dass sie außerhalb eurer Gated Community nur mit Vollverschleierung und Bodyguards unterwegs sein kann, dann unterschreibst du in Saudi-Arabien? Oder behälst du dein gewohntes Umfeld und deinen aktuellen Job für 4000?
 

Solomo

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Wenn dein Chef sagt, mehr als 4000 gibt es für dich nicht, und eine Firma aus Saudi-Arabien bietet dir für 5 Jahre 12000 für eine chillige Arbeit, wobei du aber Frau und deine Tiere maximal 2x 10 Tage im Jahr siehst, oder die mit umzieht, mit der Konsequenz, dass sie außerhalb eurer Gated Community nur mit Vollverschleierung und Bodyguards unterwegs sein kann, dann unterschreibst du in Saudi-Arabien? Oder behälst du dein gewohntes Umfeld und deinen aktuellen Job für 4000?
Das mit den Tieren (und der Frau natürlich :D ) wäre für mich das No Go. Sieht aber vermutlich jeder anders.
 

Solomo

Hundsbua
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Die körperliche Verfassung ist natürlich ein riesiger Vorteil für Laimer, wegen der vielen und langen Verletzungen von Davies.
Aber dem fetten Teil kann ich für einen fitten Davies in Form nicht zustimmen. Ja, er lebt von seinem Antritt und vor allem auch Geschwindigkeit, aber ihn darauf zu reduzieren ist mMn vollkommen falsch. In seinen besten Zeiten hat er sich mit Coman zusammen auf der linken Seite auf engstem Raum von hinten herauskombiniert und war offensiv oft ein Dosenöffner für gefährliche Situationen, hat am laufenden Band mit Einzelaktionen und intelligenten Dribblings Löcher gerissen und kreiert, auch wenn die Scorer andere erzielt haben.
Ja, das ist schon lange her und momentan ist er ganz weit weg von fit oder in Form und wird auch in nächster Zeit nicht in diese Form kommen. Das ist sein großes Manko, mal sehen ob er das mittelfristig nochmal komplett ablegen kann.
Phonsie wird immer etwas die Meinungen spalten, weil er eine geniale erste Saison gespielt hat, die er aber erst unter Kompany wieder weitgehend bestätigen konnte. Man hat dann (mMn durchaus vertretbar) verlängert und kurz darauf kam der Kreuzbandriss. Shit happens. Sein ganz großer Vorteil war immer die Schnelligkeit in der Defensive. Dass er meilenweit über Laimer steht, sehe ich nicht. Dennoch würde ich Laimer nie im Leben so viel Gehalt zahlen wie er fordert. Ich kann aber wie gesagt nachvollziehen, dass er es fordert.
Auch wenn es mir leid täte, würde ich ihn im Zweifelsfall lieber gehen lassen und mit Stanisic und einem Talent planen.
 

VvJ-Ente

Verdammter Wohltäter
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Aber da hast du doch das hüpfende Komma - du würdest dich trotz faulem Kollegen, der 5000 bekommt, und hartherzigem Chef für die Tiere (und die Frau :D ) entscheiden. Und das, obwohl in unserer Gehaltsklasse das dreifache Gehalt einen viel größeren Unterschied in der Lebensqualität macht als bei Fußballprofis. Dazu kommt dort noch, dass die Bundesliga und die bei Bayern quasi garantierte CL viel mehr Reputation verspricht als die Saudiliga. Und trotzdem macht Laimer einen Aufstand und heult wegen mangelnder Wertschätzung rum, weil er nur 10 Millionen geboten bekommt.

Gab es eigentlich von dir schon einen Artikel in der Geiselwinder Gazette, wo du dich über mangelnde Wertschätzung von deinem Arbeitgeber beschwerst? :saint:
 

carlch

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Wir haben Davies überbezahlt, dann sollten wir das nicht bei Laimer auch noch tun.
War nicht mal Gehälter einsparen ein Thema?
Davies war zu dem Zeitpunkt der Verlängerung meiner Meinung nach nicht überbezahlt. Er war letzte Saison einer der absolut besten reinen LVs der Welt (für mich sogar Nummer 2 hinter Mendes) und halt dazu sehr sehr wertvoll für unser System mit der hoch stehenden Kette. Diesen Spieler in Topform hättest du meiner Meinung nach nicht gleichwertig ersetzen können wenn er gegangen wäre und er hatte unter Kompany absolut das Potential noch über Jahre unangefochtener Leistungsträger zu sein. Man darf auch nicht vergessen, dass der Mann jetzt auch schon über 7 Jahre bei uns ist und somit auch als Bestandteil der Mannschaft und Figur des Vereins nicht ganz unwichtig ist. Verletzungsmäßig war das bis auf seine Herzprobleme während Corona für einen Spieler seiner Athletik eigentlich auch immer ok bzw. akzeptabel in Relation zu dem was er geleistet hat. Dann kam halt kurz nach der Verlängerung der Kreuzbandriss der bei ihm wahrscheinlich schlimmere Folgen haben könnte als bei Spielern die weniger von ihrem Speed leben. Aus heutiger Sicht ist er also mit Sicherheit überbezahlt aber zum Zeitpunkt der Verlängerung fand ich das sehr verständlich. Bei Laimer hast du völlig recht, weil die Ausgangssituation auch eine ganz andere ist. Der ist drei Jahre älter als Davies und dazu aus meiner Sicht auch leichter zu ersetzen, weil es einfach auch das Profil öfter gibt bzw. er nicht so diese eine ganz außergewöhnliche Sache hat.
 

Solomo

Hundsbua
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Aber da hast du doch das hüpfende Komma - du würdest dich trotz faulem Kollegen, der 5000 bekommt, und hartherzigem Chef für die Tiere (und die Frau :D ) entscheiden. Und das, obwohl in unserer Gehaltsklasse das dreifache Gehalt einen viel größeren Unterschied in der Lebensqualität macht als bei Fußballprofis. Dazu kommt dort noch, dass die Bundesliga und die bei Bayern quasi garantierte CL viel mehr Reputation verspricht als die Saudiliga. Und trotzdem macht Laimer einen Aufstand und heult wegen mangelnder Wertschätzung rum, weil er nur 10 Millionen geboten bekommt.

Gab es eigentlich von dir schon einen Artikel in der Geiselwinder Gazette, wo du dich über mangelnde Wertschätzung von deinem Arbeitgeber beschwerst? :saint:
Mit Geiselwind habe ich nichts zu tun und nein, den Artikel gab es noch nicht. Wird aber Zeit :D

Ich will übrigens Laimer gar nicht verteidigen. Ich kann dieses "Wertschätzung" nicht mehr hören. Ich kann nur die Denke nachvollziehen - ohne sie gut zu finden. Ich würde ihm als Berater auch sagen "Du hast hier eine Kombination aus Rolle und Titelchancen, die Du nirgendwo sonst kriegst. Nimm die neun oder zehn Mio, die Bayern bietet und gut ist."
 

Solomo

Hundsbua
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Ganz anderes Thema: Es gibt mehrere Berichte, dass es unter Wiesinger zum Umstrukturierungen im Nachwuchs kommen wird. Fest steht, dass Seitz die zweite Mannschaft im Sommer abgibt und Gaydarov die U19. Ob sie mit neuer Aufgabe bei Bayern bleiben, oder gehen, ist angeblich noch unklar. Grade Gaydarov soll im Verein sehr anerkannt sein, hat aber wohl einige Angebote als Cheftrainer. Ich kenne den ja ganz gut und traue ihm eine Karriere wie Hürzeler zu. Wäre aber schade, wenn er geht, der macht gerade bei der Talentförderung wohl echt einen super Job. Und vertritt eine ähnliche Philosophie wie Kompany.
 

gentleman

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Und hier ein ziemliches langes, aber durchaus lesenswertes Interview von Eberl in der TZ mit einigen interessanten Aussagen auch zur Kaderplanung, zu seinem Job, wie sein Verhältnis zum Vorstand ist, zur Zukunft von Neuer und Kane uvm:
Was macht Sie stolzer: Leistungsträger in Topform – oder elf Debütanten vom Campus?

50:50. Aber man kann das eine auch nicht losgelöst vom anderen betrachten. Meine Aufgabe ist klar: Du sollst Kaderkosten reduzieren, Qualität haben, den Campus integrieren – das hört sich erstmal simpel an. Aber das zu schaffen, bedarf viel Arbeit, Ruhe und Klarheit. Gerade weil wir den Campus integrieren, werden Arrivierte noch schneller zu Leistungsträgern, weil sie noch mehr die Richtung vorgeben müssen. Wir haben Junge, die nach oben drücken – und „Alte“, die bereit sind, Führung zu übernehmen. Das ist Gold wert!

Mit Verlaub: simpel klingt Ihr Jobprofil nicht.

Es macht mir Spaß, den Kader zusammenzustellen. Aber ich gebe schon zu, dass die Aufgaben, die wir hatten und haben, groß sind. Trotzdem kann ich selbstbewusst sagen, dass wir schon viel geschafft haben. Bewusst machen wir die Arbeit parallel und nicht nacheinander: Bei der Forderung der Reduzierung der Kaderkosten die gleichzeitige Sicherung der sportlichen Stärke. Denn sonst wären wir heute nicht da, wo wir sind. Wir im Sport haben uns stets für alles eingesetzt, was wir für machbar halten.

…und die finanziellen Vorgaben hier und da ausgereizt.

Wir sind schon auch mal an der Kante gesegelt. Aber wir sind auf einem guten Weg, auch wenn er steinig ist. Einer, zu dem kontroverse Diskussionen übrigens dazugehören. Ich kann für mich sagen: Sie finden immer auf einer guten Ebene statt.

Mit wem diskutieren Sie denn am liebsten?

Zuerst mit Vinnie und Christoph über die Spieler, in den Gesprächen mit Jan (Dreesen), kommt dann außerdem noch der finanzielle Aspekt dazu. Des Weiteren mit dem Aufsichtsrat um Herbert Hainer, Uli und Kalle, die sowieso ins Spiel kommen, wenn die Summen größer werden. Diskussionen mit ihnen sind einfach „FC Bayern“. Sie wollen das Beste für den Verein. Genau wie ich übrigens.

Was war Ihr größter Lerneffekt in München?

Ein Stück weit das wegzudrängen, was von außen an dich herangetragen wird. Ich wurde in meiner ganzen Karriere immer mit Argusaugen beobachtet.

Inwiefern?

Als ich in Gladbach anfing, bin ich laut Berti Vogts zufällig mit dem Fahrrad vorbeigefahren und habe den Job nur deswegen bekommen. Das war ein Moment, in dem ich Uli Hoeneß angerufen habe und meinte: „Soll ich was sagen?“ Uli meinte damals: „Max, mach deinen Job! Und wenn du deinen Job gemacht hast, dann kannst du was sagen.“ Ich war nie damit gesegnet, dass alle gesagt haben: Gott sei Dank, der Max ist da. Es war eher immer: Der Eberl, was ist das für einer? Ich musste mir alles erarbeiten. Das war in Gladbach so – und ist auch hier so.

Selbst wenn der FC Bayern in der Champions League gegen Real und im Pokal gegen Leverkusen ausscheiden sollte, hat man den Eindruck, dass die gesamte sportliche Leitung fest im Sattel sitzt.

Klar, am Ende zählen für viele Pokale – aber ich finde, dass sich das, was wir in den vergangenen zwei Jahren gemacht haben, schon sehen lassen kann. Wir haben einen Trainer, der wächst. Wir haben einen Verein, der zusammensteht. Wir haben einen Kader, der immer noch Potenziale hat. Diesen Weg möchten wir weitergehen.

Trotzdem hat Uli Hoeneß letztens in einem Interview auf die Frage nach ihrer Vertragsverlängerung als Sportvorstand sehr defensiv reagiert. Wünschen Sie sich mehr Rückendeckung?

Das sind wir wieder beim Thema Lernen: Da habe ich gelernt, wie es bei Bayern läuft. Wenn ich meinen Job für den FC Bayern gut mache, werden die Menschen, mit denen ich häufig diskutiere und spreche, auch ihre Entscheidungen treffen.

Macht Sie das nicht nervös?

Früher hätte es mich sehr nervös gemacht. Heute sage ich mit meiner erlernten Gelassenheit: Hey, ich mach mein Ding – und dann wird man mir sagen, ob man zufrieden ist oder nicht. Das kann ich tun, alles andere kann ich nicht beeinflussen. Ich spüre in Gesprächen, die nicht in der Öffentlichkeit stattfinden, natürlich schon ein paar Dinge mehr. Wie gesagt: Ich bin ruhig und fokussiere mich auf das, was auf dem Platz passiert.

Max Eberl lobt Berater-Ansatz von Karl-Heinz Rummenigge​

Wie stehen Sie zur aktuellen Berater-Kritik?

Ein komplexes Thema. Ich glaube, dass der Ansatz von Karl-Heinz Rummenigge der richtige ist: Dass ein Stück weit auch die Politik helfen oder einschreiten muss – vor allem in Europa. Es gibt aber auch viele vernünftige Berater. Natürlich hat der Fußball so viel Geld, dass jeder davon profitieren will. Wo wir aufpassen müssen: dass nicht zu viel Geld aus dem Markt raus geht, sondern im Markt bleibt – auch hier bin ich bei Kalle.

Verursachen vor allem Vertragsverlängerungen graue Haare?

Sagen wir so: Auch diese internen Transfers, wie ich sie nenne, können teuer sein. Gerade wenn ich über Topspieler spreche. Aber dann muss man immer Quervergleiche ziehen: Das habe ich mit dem jungen Jeremy Jaqucet im Zuge der Verlängerung mit Dayot Upamecano gemacht. Der kostet nach 19 Ligue-1-Spielen 70 Millionen Euro. Das ist der andere Weg.

Einen solchen Spieler kann man aber abschreiben.

Aber auch das kostet alles Geld. Es geht immer darum: Wie viel Schmerz bin ich im Sport bereit, meinem Aufsichtsrat oder Jan-Christian Dreesen als CEO auf den Tisch zu legen und zu sagen: Dafür würde ich es noch machen? Das ist dann genau die Diskussion, die entsteht. Wenn es dann heißt: Eberl gegen den Aufsichtsrat oder Dreesen gegen Eberl – das hat nichts mit „gegen“ zu tun.

Sondern?

Ich mache meinen Part, den man von mir erwartet und dann muss man mir sagen, ob man zustimmt – oder nicht. Zähneknirschend? Jubelnd? Das ist das Gespräch, das wir führen müssen. Und wenn man mir sagt: „Max, das ist zu teuer“, dann ist das kein Problem für mich. Dann müssen wir eben diesen anderen Weg gehen. Dann muss uns aber klar sein, dass wir einen anderen Spieler kaufen müssen – wenn wir die Qualität behalten wollen, der vielleicht 50, 60 oder 70 Millionen Euro kostet. Wohlwissend, dass der Spieler eventuell erst 19 oder 20 Jahre alt ist und noch nicht das europäische Top-Niveau hat.

Bayerns-Sportvorstand Max Eberl gibt Einblicke in Neuers Zukunft​

Es stehen noch einige interne Transfers in nächster Zeit an: Manuel Neuer.

Er ist jetzt 40 geworden, wir haben ihn hochleben lassen. Wir haben in den vergangenen 14 Tagen nochmal gesprochen: Manu wird sich jetzt für die wichtigen Spiele im April vorbereiten und dann werden wir uns hinsetzen und reden.

Irgendwann muss man ja auch planen, wie es auf der Torwart-Position weitergeht.

Geduld ist keine Stärke von mir, ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch. Und trotzdem ist es ratsam, manchmal den einen Moment zu warten, statt etwas übers Knie zu brechen.

Ihr Wunsch-Szenario?

Wenn Manu Bock hat, sich entsprechend fühlt, bereit ist, und unsere Vorstellungen übereinander passen, kann ich mir eine Verlängerung gut vorstellen.
Und wie sieht es bei Harry Kane aus?

Mit ihm werden wir im Sommer sprechen.

Ihr Gefühl?

Ich sehe ihn, ich spüre ihn. Er fühlt sich – etwas salopp formuliert – sauwohl. Er holt Titel mit der Mannschaft, gewinnt zudem persönliche Auszeichnungen und bricht Rekorde en masse. Seine Wertschätzung ist seit seinem Wechsel zum FC Bayern sogar in seiner Heimat England noch einmal eine ganz andere geworden.

Die Wertschätzung ist für den FC Bayern auch eine ganz andere, wenn man sagen kann: Kane bleibt und Michael Olise ist unverkäuflich – komme, wer wolle und biete jeder, was er will.

Das ist etwas, weshalb ich mich besonders auf die Arbeit beim FC Bayern gefreut habe: Dass man hier sagen kann, ich verkaufe einen Spieler nicht. Das musste ich in Gladbach und auch in Leipzig.

Also steht das Basta bei Olise?

Er hat einen Vertrag bis 2029 – mehr muss ich dazu nicht sagen.
 
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