In seinen Äußerungen ging es um Werte, nicht um temporäre Gefühle. Ein Wechsel stand immer im Raum und kein BVB Fan hätte ihm diesen Übel genommen, jedoch nicht zum FCB. Wenn man aber jahrelang davon redet, dass so ein Wechsel an gewisse Wertvorstellung hängt und es für beide Seiten passen muss, dann kann man diesen Weg einfach nicht gehen. Nicht wenn man sich und das wofür man stand verraten möchte. Ganz einfach.
Das kann ich so unterschreiben. Es wird vieles in seine Aussagen hineininterpretiert und auch die Störfeuer aus München spielen da eine Rolle.
Für mich ist Fakt: Mats Hummels möchte in einem Team spielen, dass eine realistische Chance auf den CL-Titel hat. Dazu muss er sich mit Tuchel & Co. zusammensetzen. Der Abgang von Gündogan hätte einen Aufbau um eine excellente Rumpfelf erleichtert, aber nun ist er weg aber auch gleichzeitig ein Unruheherd weniger. Man schaut sich die Karten an, die auf dem Tisch liegen und überlegt, was man unternehmen kann/muss, um in der neuen Saison für andere Spieler als interessante Adresse zu gelten.
Es ist nicht immer nur das Geld, welches die Spieler zu den Bayern, nach Madrid oder Barcelona zieht. Da sind vor allem die Perspektiven für Titel zu nennen. Das war auch die Triebfeder für Lewandowski. Das war nicht das Ziel von Götze. Deshalb urteilt man bei beiden auch so unterschiedlich in der Fangemeinde.
Dass Mats Hummels den FC Bayern nicht per se ausschliesst, bedeutet noch lange nicht, dass er auch nach München geht, bzw. Bayern an erster Stelle seiner Überlegungen ist. Wenn es Watzke, Zorc und Tuchel schaffen, ein Sieger-Team zu schaffen, ist auch Hummels bereit, einen 4-Jahres-Vertrag in Dortmund zu unterschreiben. Durchaus auch mit einer Geheimklausel, dass er nach 2 Jahren wechseln darf, wenn er den Titel nicht sieht.
Und sollte das alles das erfolgreiche Ergebnis seiner Gespräche und Überlegungen sein und er sagt ja, dann schafft er es auch, die anderen Leistungsträger zu halten. Er hat eine sehr stabile Reputation bei den Spielern und dem Trainer.