Äh, ich finde diese Regelung momentan eh sehr locker.
Sorry, aber welcher andere Arbeitgeber z.B. im Fußball würde dir als wichtigem Teambaustein erlauben, trotz laufenden Vertrags mehrere Wochen bei einem anderen Verein vorzuspielen mit der Intention dort möglicherweise einen Vertrag zu unterschreiben? Wo man zudem noch eine nur lächerlich kleine Summe als Kompensation bekäme?
Und ja, ich finde wenn die Nationalmannschaft etwas erreichen soll in Zukunft muss man Charaktere haben die nicht nur auf sich schauen und irrationalen Träumen hinterher rennen, sondern die sich voll für die Mannschaft einsetzen und mit Ernst und Fokus an die Sache rangehen.
Wenn man kein gemeinsames Ziel hat und sich auch nur die Rosinen rauspicken will kann man das ganze gleich ganz lassen da man so eh nichts erreichen kann. Dann sollte man diese Spieler nicht mehr nominieren.
Typen wie Ohlbrecht haben wir genug, denen alles am Arsch vorbei geht und die lieber 2 Jahre in der D-League abhängen und im Sommer Bären jagen. Die Konsequenz daraus hat Mutapcic folgerichtig gezogen.
Kann er als Privatvergnügen machen, ist für die Nationalmannschaft so aber nicht brauchbar.
noch mal: was macht ein bbl-baller im schnitt bei einem verein wie ulm, oldenburg oder frankfurt? wenn es hochkommt vielleicht 80-100k im jahr. jetzt überleg mal, was ein spieler bei einem verein in spanien oder italien machen kann? und was würde er als handtuchwedler in der nba machen? genau... und das ein spieler wie theis es auf einen roster spot 10-12 in der nba bringen kann, sehe ich als nicht unrealistisch.
die bbl ist nun mal finanziell gesehen im basketball ein dritte-welt-land. würde ich dort profi sein und bei einem anderen verein als den bayern oder vielleicht alba tätig sein, würde ich auch jede gelegenheit nutzen, die sich mir böte, um mit diesem job, den man nur eine sehr begrenzte zeit ausüben kann, soviel geld wie möglich zu verdienen. basketball in deutschland ist nicht fußball in deutschland, wo man selbst bei vielen zweitligisten nach karriereende finanziell auf hervorragenden beinen steht, wenn man nicht ein kompletter ochse ist. vor diesem hintergrund ist die nationalmannschaft für einen spieler, der sich in einer phase der karriere befindet, in der es darum geht, ob er weiter in der bbl für (basketball-)peanuts spielt oder ob er in einer anderen liga richtig viel geld mit seinem hobby verdienen kann, tatsächlich privatvergnügen.
dass die vereine ihren spieler erlauben, in der nba vorzuspielen, ist wahrscheinlich dem umstand geschuldet, dass es ihnen bewusst ist, dass sie in der basketball-welt nur eine ganz kleine nummer sind. nur muss das mal auch einer dem dbb bzw. mutapcic und mini-pesic klar machen. und dass die kompensation vergleichsweise gering ist, ist doch nur logisch, wenn man geringe gehälter zahlt.
und noch ein wort zu ohlbrecht: man kann von ihm halten, was man will, aber man muss ihm zugute halten, dass er es in die nba geschafft hat. und dass er dort wieder hinwollte und den dafür seiner meinung nach besten weg ging, finde ich ok, auch wenn meine persönliche meinung diesbezüglich eine andere ist. und auch wenn das langsam ausgelutscht klingen mag, aber ohlbrecht hat in seiner kurzen zeit in der nba fast 1 mio dollar brutto gemacht (laut basketball-reference.com). wie lange müsste er dafür wohl bbl spielen?