Die Saison 2026


theGegen

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und Remco platzt mal wieder am Berg.

Verstehe das nicht. Der ist recht leicht und kann aufm Zeitfahrrad trotzdem starke Wattwerte treten. Theoretisch muss sich das doch auf die Berge übertragen lassen. Da sollte ihm das Gewicht ja mehr helfen als beim TT.
Jonas nun alleine vorne. Lipo immerhin noch unter den direkten Verfolgern.

Bora wäre dumm wenn sie bei der Tour nicht hauptsächlich für Lipo fahren.

Sie sollten mMn schon für BEIDE fahren, jedenfalls solange sie (noch) beide in der GW gut dabei sind.
Aber keinesfalls sollte Lipo für Remco (bzw. umgekehrt) arbeiten müssen, in so einer Konstellation.
Brause Bora hat bereits zu Saisonbeginn festgelegt, für welche ihrer ganzen Kapitäne bei den 3 GT gefahren werden soll.

Giro: Hindley / Pellizzari mit u.a. Vlasov :skepsis: als Helfer.
Tour: Evenepoel / Lipowitz
Vuelta: Roglic

Für die Tour de France gibt es sogar schon einen vorläufigen Kader in einer geplanten Longlist, aus welchen Fahrern man eine Auswahl treffen möchte.


Ein so unterschiedliches Gespann aus Evenepoel und Lipowitz benötigt darum vielleicht 2 unterschiedliche Helferzüge, um keinen der beiden Kapitäne frühzeitig zu opfern.
Beispiel aus dem vorläufigen Aufgebot:
Wenn Remco Probleme hat, müssen ihm Adjudant Cattaneo helfen und Dani Martinez. Wenn Lipo schwächelt (bspw. Windkante oder Schaden), muss ihn Mick van Dijke wieder ranklotzen und am Berg hilft ihm Jai Hindley.

Das wären dann schon 6 von 8. So ist eigentlich kein Platz mehr für einen kompletten Sprintzug mit Ziel Etappensieg für Jordi Meeus.
Wenn man das auch noch mitnehmen möchte, hätte er van Mick van Dijke und der letzte Kaderplatz geht an einen Arbeiter.

Möglicherweise verzettelt man sich wieder beim Plan, allen Kandidaten gerecht zu werden.
 

theGegen

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Ich habe E3 Prijs Harelbeke über Stream geschaut.

Das war ziemlich geil und megaspannend. :jubel:

Mathieu van der Poel siegt nach einem ca. 40 Kilometer-Solo liest sich eigentlich nicht so, aber es war echt ein dramatisches Finale.

Eine starke Fluchtgruppe hielt lange einen Vorsprung von 2-3 Minuten auf eine Verfolgergruppe und dem Peloton mit allen Favoriten.
Bevor es mit dem Taaienberg in die heftigste Kopfstein-Schleife ging, hatte der Kapitän von UAE Florian Vermeersch einen Reifenschaden zur Unzeit. Während im eng eingepressten Peloton die Post abging. Attacke von Mick van Dijke (Brause Bora). Die waren wieder sehr aktiv und gut positioniert.
Nur MvdP konnte folgen, die anderen Favos zunächst nicht. Die beiden schlossen bis zum Paterberg zur 1. Gruppe auf und dort setzte MvdP eine Attacke, der nur Stan De Wulf eine Zeitlang widerstehen konnte.
Am Oude Kwaremont baute Mathieu seinen Vorsprung gegenüber diversen Gruppen auf 30 Sekunden bis 1 Minute aus. Doch im letzten Abschnitt gab es kein Kopfsteinpflaster / keine Steigungen mehr, dazu Gegenwind. Der Vorsprung schrumpfte immer weiter zusammen.

Eine starke 2. Gruppe mit Florian Vermeersch (von ganz hinten nach vorne), Abrahamsen (Uno-X), Strand Hagenes (Visma-Lab) und dem verbliebenen letzten Ausreißer de Wulf (Décathlon Werft) kam immer näher und auch das verbliebene Peloton war nicht mehr weit zurück.

Am letzten Kilometer wurde MvdP quasi eingeholt. Er schaute sich um, ließ ein paar Tritte aus, damit er noch genügend Reserven behält für einen Sprint. Oder war es ein Bluff?
Denn dann wurde es kurios. Statt die paar fehlenden Meter zu schließen....

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fingen die Verfolger plötzlich an zu zocken. Hagenes ließ aus, Vermeersch ärgerte sich darüber. Okay, wenn die nicht wollen.... also zog MvdP wieder an und hielt bis zur Ziellinie durch. Er brauchte es dann doch nicht mehr auf einen Sprint ankommen lassen. :cool1:
Das Peloton mit u.a. den Sprintern Mads Pedersen, Tobias Lund Andresen, Matteo Trentin, Christophe Laporte hatte im Ziel nur noch 24 Sekunden Rückstand.

Pure Masterclass.

Es war übrigens das 2. Mal in dieser Woche, dass Hagenes einen möglichen Sieg von Visma-Lab vergeigt hatte.
 

henningoth

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Pure Masterclass.
Naja...Masterclass?
Wohl eher geschenkter Sieg.
Das war wieder mal ein klarer Fall von Radsportler sind teilweise dumm wie stroh und unfähig klar zu denken.
All die Arbeit die sie vorher reingesteckt haben, haben sie freiwillig weggeworfen.

Wenn sie schon pokern wollen , dann macht das halt 10 sekunden später wenn ihr im windschatten von mvp seid...
 

henningoth

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Lipo heute nicht stark genug um Martinez abzuhängen. Wird damit 3ter in der Gesamtwertung.
Lipo ist leider halt, genauso wie es Buchmann immer war, keider so gar nicht explosiv und kann seine Gegner nie effizient attackieren.
 

theGegen

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Bemerkenswert aber, dass Remco für Lipo quasi als Helfer unterwegs war und dies auch ziemlich stark.

Gegen die Überirdischen Pogi und Jonas haben sie keine reelle Chance auf einen GT-Gesmtsieg, solange diese teilnehmen und nicht etwa unglücklich crashen bzw. aufgeben müssen.

Ein Podium ist überall drin... doch selbst für den Fall "kein Pogi, kein Jonas" gibt es viele annähernd gleichwertige Konkurrenten.
 

Stiebonaut

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Lipo heute nicht stark genug um Martinez abzuhängen. Wird damit 3ter in der Gesamtwertung.
Lipo ist leider halt, genauso wie es Buchmann immer war, keider so gar nicht explosiv und kann seine Gegner nie effizient attackieren.

Wobei man Lipo zugute halten muss, dass er immer versucht die Initiative zu ergreifen und schon relativ offensiv fährt, das gleicht auch die fehlende Explosivität etwas aus.war auch auf der Coll de Pal Etappe am Freitag so, da war’s fast schon zu extrem, da ist er ja auch einem Landa hinterher gefahren, den er normalerweise eigentlich nicht fürchten muss.

Ein Buchmann ist in seiner gesamten Karriere weniger offensiv gefahren als Lipo in dieser einen Etappe. Selbst bei der Tour 2019 musste man ihn ja in den Pyrenäen als er mutmaßlich die besten Beine hatte im Peloton zu seinem Glück zwingen….

Ansonsten Formaufbau bei Lipo passt, Vingeaard ist auch schon ein Stück weiter wegen Giro
 

theGegen

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Ich bleibe ja weiter ziemlich skeptisch, dass Remco das Zeug dazu hat, die Tour zu gewinnen. Er ist natürlich fast unschlagbar beim Zeitfahren, aber bei Bergetappen mit vielen langen Bergen (in Folge) können etliche Topfahrer diesen Rückstand wieder einholen bzw. einen beruhigenden Vorsprung herausfahren.
Die sportliche Abschneiden bei der Katalonien-Rundfahrt taugt dabei jetzt nicht als Beleg.
Vielleicht hätte er ohne seinen Sturz auf der 3. Etappe die Gesamtwertung sogar gewinnen können, wenn er nicht durch die Sturzfolgen auf der Ersatz-Königsetappe Nr. 5 beeinträchtigt gewesen wäre.
Allerdings: Wenn die eigentliche Königsetappe Nr. 4 nicht verkürzt und flach gewesen wäre, hätte er evtl. größeren Rückstand gehabt, nur 1 Tag nach seinem recht heftigen Crash über eigenen Fahrfehler.
Danach hat er sich grandios vorbildlich als starker Helfer für Lipowitz gezeigt und über seine Power einige Kontrahenten wie Felix Gall eliminiert.
Wenn Remco richtig durchtritt, verlieren viele Bergflöhe den Kontakt und holen ihn nie wieder auf.

Was mich aber am meisten zweifeln lässt, ist seine fehlende Einsicht der eigenen Fehler (und Schwächen) sowie die mangelnde Selbstberrschung.

Es sind immer andere hauptsächlich schuld. Das blöde Rad, der doofe Mechaniker, Sturzfolgen, andere Teams, die ihm nicht genügend helfen et. pp.

Bei der Katalonien Rundfahrt war es nicht sein Konzentrationsfehler, der einen Coup auf Etappe 3 vereitelte, sondern Schuld trug die blöde Streckenführung mit einem Kreisverkehr auf dem letzten Kilometer.

Und dieser Kommentar heute nach seinem Catalunya-Fazit mit dem überlegenen Sieger Jonas Vingegaard ist ja wohl komplett daneben. :skepsis:

https://cyclinguptodate.com/cycling...continues-on-final-stage-of-volta-a-catalunya

Warum sollte sich Jonas in der Windkanten-Etappe für ein paar Sekunden Vorsprung bitteschön aktiver beteiligen, im Wissen, dass er den Rest der Konkurrenz (incl. Remco) bei den in Aussicht stehenden steilen Rampen komplett zerlegt?

Auch darin enthalten: Kritik an Enric Mas, der seinen möglichen Sieg auf der Abschlussetappe vereitelt hat. Wie konnte er nur und warum macht der Kapitän von Movistar sowas?

Remco ist der Typ Attacke. Das kann ihm niemand absprechen. Jonas ist jedoch ebenfalls Typ Attacke. Mit dem Unterschied, dass er dafür auf das Terrain wartet, das ihm am besten dafür taugt. Macht Pogacar ja auch. Sucht sich mit seinem Team einen offensichtlichen Punkt aus, von dem er losgeschickt wird.

Er macht oft den Eindruck eines jähzornigen Kleinkinds. Welches sich auf den Boden wirft und herumbockt, wenn nicht alles nach seinem Willen verläuft.
 

henningoth

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Ja naja. Jonas und Poga sind halt 2 der besten Kletterer, die es jemals gab, zusätzlich zu ihren anderen Fähigkeiten und ihrer Konstanz.

Finds jetzt nicht so extrem schlimm wenn die anderen Fahrer dieser Generation da nicht ganz mithalten können. Versuchen muss mans ja trotzdem.
Und irgendwann wird mal einer der beiden Pech haben und dann muss man da sein.

Insgesamt seh ich aber auch Lipo als besser für die GTs geeignet als Remco. Der hat jetzt nach Jahren immer noch keine Konstanz am Berg auf höchstem Niveau. Denke eher nicht dass er die plötzlich bekommen kann.
Lipo hingegen hat direkt gezeigt dass er 3 Wochen auf hohem Niveau durchfahren kann.
Man kann trotzdem beide nutzen. Remco ist z.b. eine viele bessere alternative Option um die Teams von Uae und Visma mit Attacken unter Druck zu setzen als es z.b. ein Roglic war. Der hat Bock zu attackieren und kann alleine auch mal nen ganzen Nachführzug eines Teams beschäftigen. Bessere Helferdienste als Roglic, Pellizzari (oder wer sonst noch Co Leader sein könnte) sollte er auch machen können, falls es im GC nicht so gut für ihn läuft.
Dazu liefert er dann wahrscheinlich auch einfach 1-2 Etappensiege nur übers Zeitfahren ab.
 

theGegen

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Ja naja. Jonas und Poga sind halt 2 der besten Kletterer, die es jemals gab, zusätzlich zu ihren anderen Fähigkeiten und ihrer Konstanz.

Finds jetzt nicht so extrem schlimm wenn die anderen Fahrer dieser Generation da nicht ganz mithalten können. Versuchen muss mans ja trotzdem.
Und irgendwann wird mal einer der beiden Pech haben und dann muss man da sein.

Insgesamt seh ich aber auch Lipo als besser für die GTs geeignet als Remco. Der hat jetzt nach Jahren immer noch keine Konstanz am Berg auf höchstem Niveau. Denke eher nicht dass er die plötzlich bekommen kann.
Lipo hingegen hat direkt gezeigt dass er 3 Wochen auf hohem Niveau durchfahren kann.
Man kann trotzdem beide nutzen. Remco ist z.b. eine viele bessere alternative Option um die Teams von Uae und Visma mit Attacken unter Druck zu setzen als es z.b. ein Roglic war. Der hat Bock zu attackieren und kann alleine auch mal nen ganzen Nachführzug eines Teams beschäftigen. Bessere Helferdienste als Roglic, Pellizzari (oder wer sonst noch Co Leader sein könnte) sollte er auch machen können, falls es im GC nicht so gut für ihn läuft.
Dazu liefert er dann wahrscheinlich auch einfach 1-2 Etappensiege nur übers Zeitfahren ab.

Kein Widerspruch. Er ist definitiv einer der besten Fahrer im derzeitigen Radsport, aber andere Ausnahmekönner (Jonas, Pogi) sind halt im Moment noch besser. Selbst wenn diese abdanken, ist er auf seinem Gesamtniveau (mit dem Makel lange Kanten) nicht zwingend der Erbprinz gegen z.B Seixas, Del Toro.
Er scheint sich so zu sehen, als wäre er Pogi und Jonas ebenbürtig. Das ist er aber (noch) nicht. Es liegt dann nie an ihm, sonder immer tragen alle anderen Schuld.

Für Brause-Bora dennoch eine Superwaffe, weil er andere Teams unter Druck setzen kann für Plan B (z.b. Lipo oder Pellizzari).

Um gegen UAE und Visma-Lab zu konkurrieren, muss man sich solange sämtliche Optionen offen halten, die es während einer GT (mit bspw. Unfallpech von Jonas oder Pogi) gibt.

Da ist Remco definitiv ein Upgrade gegenüber Primoz, weil er bei jeweiligem Zeitverlust incl. einem Downgrade auf Plan B weitaus wertvoller ist als ein Primoz Roglic als Co-Kaptän.

Remco passt einfach besser, um andere Teams ans Limit zu bringen. Roglic ist zwar ein Vollender, aber kein brauchbarer Edelhelfer.
 
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