Formel 1 Saison 2021 - Cockpits, Strecken, Regeln, Technik, Gerüchte, Rennen


desl

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Soderle, dieses Jahr mach ich einen Thread für die kommende Saison etwas früher auf.

Zuweilen gibt es ja auch mehr oder weniger interessante News in der Off-Season. Lando Norris ist übrigens am Corona-Virus erkrankt.


Kalender

Die Formel 1 probiert erneut einen "normalen" Kalender durchzuführen. "Normal" heißt für die FOM dabei auch, dass man erstmals 23 Rennen in Angriff nehmen möchte. Aufgrund dessen, dass letzte Saison bei den meisten Rennen kaum bis garkeine Zuschauer bei den Rennen vor Ort sein konnten, war das klassische Einnahme-Modell der F1 nicht durchführbar. Die Geschichte, dass die Streckenbetreiber eine Gebühr an die FOM zahlen, um ein Rennen auszurichten und dann schauen, dass sie die Summe über Ticket-Verkäufe etc. wieder reinbekommen ... nein das ging 2020 nicht. Stattdessen hatte die FOM sich hier und da Strecken anzumieten.

Die Einnahmen der FOM bestanden damit größtenteils aus den TV-Geldern. Für die Teams bedeutet das natürlich auch, dass ihre Kasse deutlich weniger klingelt als in anderen Jahren. Klar ... man nimmt mehr oder weniger Kohle von Sponsoren ein ... aber von 2019 gab es von der FOM für die Teams 52 (Toro Rosso) bis 205 (Ferrari) Millionen US-Dollar. Das ist für viele Teams ein wichtiger Batzen Kohle und es gab auch schon Teams welche mehr oder weniger plötzlich die Segel strichen, wenn die Einnahmen geringer ausfallen als erhofft (z.B. Manor, nachdem Nasr in Brasilien Punkte für Sauber holte).

Aus Formel-1-Kreisen heißt es quasi, dass der F1-Zirkus sich eine zweite Saison wie 2020 "nicht leisten kann". Denn die Ausgaben bei den Teams werden nicht massiv schrumpfen ... auch wenn man sich darauf geeinigt hat, dass man größere Regeländerungen um ein Jahr verschiebt.

Der derzeitige Plan:


1. 21. März 🇦🇺 Australien (Melbourne)
2. 28. März 🇧🇭 Bahrain (as-Sachir)
3. 11. April 🇨🇳 China (Shanghai)
4. 25. April 🇻🇳 Vietnam (Hanoi) TBA
5. 9. Mai 🇪🇸 Spanien (Montmeló)
6. 23. Mai 🇲🇨 Monaco (Monte Carlo)
7. 6. Juni 🇦🇿 Aserbaidschan (Baku)
8. 13. Juni 🇨🇦 Kanada (Montréal)
9. 27. Juni 🇫🇷 Frankreich (Le Castellet)
10. 4. Juli 🇦🇹 Österreich (Spielberg)
11. 18. Juli 🇬🇧 Großbritannien (Silverstone)
12. 1. August 🇭🇺 Ungarn (Mogyoród)
13. 29. August 🇧🇪 Belgien (Spa-Francorchamps)
14. 5. September 🇳🇱 Niederlande (Zandvoort)
15. 12. September 🇮🇹 Italien (Monza)
16. 26. September 🇷🇺 Russland (Sotschi)
17. 3. Oktober 🇸🇬 Singapur (Singapur)
18. 10. Oktober 🇯🇵 Japan (Suzuka)
19. 24. Oktober 🇺🇸 USA (Austin)
20. 31. Oktober 🇲🇽 Mexiko (Mexiko-Stadt)
21. 14. November 🇧🇷 Sao Paulo (Interlagos)
22. 28. November 🇸🇦 Saudi-Arabien (Dschiddah)
23. 5. Dezember 🇦🇪 Abu Dhabi (Yas-Insel)


Das Rennen ins Zandvoort - das letztes Jahr noch im Mai stattfinden sollte - rutscht im Kalender ein ganzes Stück nach hinten.

Die Rennen in Sotschi und Singapur tauschen die Reihenfolge (auch im Vergleich zum ursprünglichen 2020-Kalender).

Aus dem Rennen in Hanoi wird wahrscheinlich nichts. Die Strecke wurde gebaut, aber nachdem der Bürgermeister - der maßgeblich hinter dem Projekt stand - wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet wurde, steht das Vorhaben mehr als nur auf der Kippe.

Neu dazu kommt das (Nacht-)Rennen in Saudi-Arabien. Bevor die Strecke in der Nähe von Riad gebaut und fertig wird, soll es erstmal einen Stadtkurs in Dschiddah geben. Die Begeisterung unter den F1-Fans hält sich in Grenzen. Das liegt z.B. daran, dass die Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien (gelinder gesagt) nicht allzu gut ist und dass Saudi-Arabien die führende Rolle bei der Militärintervention im Jemen einnimmt. Gewiss ... es gibt auch andere Länder im F1-Kalender in denen Autokraten an der Macht sind, die im Jemen mitmischen, in denen Menschenrechte in kleineres Gut sind ... usw.
China, Russland, Bahrain, Aserbaidschan, VAE ... man könnte hier auch Kritik ansetzen. Aber Saudi-Arabien setzt dem gewissermaßen die Krone auf und es zwängt sich der Eindruck auf, sich durch Sportveranstaltung in der internationalen Wahrnehmung "reinzuwaschen" ... was man auch von anderen Veranstaltungen kennt (Fußball in Katar beispielsweise).

Nunja, die Formel 1 geht dorthin wo das Geld sprudelt ... und am persischen Golf sprudelt es ordentlich.


Nun muss man natürlich anmerken, dass die SARS-CoV-2-Pandemie weit davon entfernt ist vorbei zu sein und insbesondere auf der Nordhalbkugel hohe Infektionszahlen gegeben sind.

Das macht natürlich die Planbarkeit von Rennen auf temporären Strecken (z.B. Monaco und Baku) schwieriger. Die Rennen dort müssen mehrere Monate im Vorraus vorbereitet werden ... eine erneute Absage ist da denkbar.

Auch Länder in denen derzeit eine recht geringe 7-Tage-Inzidenz gegeben ist, sind nicht gerade die wahrscheinlichsten Gastgeber. Wer nach Australien oder China reisen will, der muss bei der Einreise in eine 2-wöchige Quarantäne gehen.

Australien hat derzeit eine Inzidenz von 0,6 Fällen pro 100.000 Einwohner ... Grobritannien (wo wie meisten F1-Teams sich befinden) von knapp 600.
Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass die F1-Teams einreisen und ihren Zirkus wird durchführen können. Das Rennen in Melbourne steht knapp vor der Absage, bzw. Verschiebung in den November (Brasilien würde eine Woche vorverschoben, die beiden letzten Rennen eine Woche nach hinten geschoben).

Nach dem vermutlichen Saisonstart in Bahrain könnte eine große Lücke im April drohen, denn nach dem Vietnam-Rennen gilt auch eine Absage aus Shanghai als wahrscheinlich. Im Gegensatz zu 2020 nicht wegen der Infektionszahlen in China, sondern wegen der Infektionszahlen in Europa.

Ob und wie diese Lücke gefüllt wird bleibt abzuwarten. Ein erneuter "Double-Header" in Bahrain wäre denkbar. Durch die wohl unvermeidbare Absage des Australien-Rennens werden wohl auch die Wintertestfahrten von Barcelona nach Bahrain verschoben.

Auch Rennen in Imola und in Portimao werden ins Spiel gebracht, wobei ich anmerken möchte, dass mir persönlich die Strecke in Mugello deutilich besser gefällt als die in Imola.

Naja ... mal abwarten. Der oben gepostete Plan wird so sicherlich kaum eintreten.



Regeln

Eigentlich sollte 2021 ein großer Regelumschwung kommen. Die Autos sollten im großen Stil anders aussehen ... und so weiter. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und den damit einhergehenden Einnahme-Verlusten haben sich die Beteiligten jedoch dazu entschlossen, dass mehr oder weniger unverändert mit den 2020-Autos weiter gefahren wird. Dabei wird es ein Token-System geben, nachdem man Komponenten ändern kann, welche nicht aufgrund von Regeländerungen verändert werden müssen.


Reifen

Eigentlich sollten ab 2021 die 18-Zoll-Reifen zum Einsatz kommen, wie man sie seit dem letzten Jahr aus der Formel 2 kennt. Dort führen sie zu einer ziemlich anderen Boxenstrategie als in der Formel 1, weil sie sich anders aufheizen als die 13-Zoll-Reifen und weil keine Heizdecken mehr verwendet werden (dürfen). In der Formel 2 sah man daher, dass Fahrer mit frischen Reifen in ihren ersten Runden nach den Boxenstops Zeit und gegebenenfalls Positionen verloren. Hatten sie nach 2-3 Runden die Reifen im Temperatur-Fenster waren sie jedoch klar schneller als Piloten auf alten Reifen oder solche, die gerade aus der Box kamen. Ein Overcut konnte sich so quasi lohnen, um einen Piloten hinter sich zu bringen ... gleichwohl wurde es mit frischen Reifen schwieriger eine gerade gewonnene Position zu verteidigen.

Wie auch immer, in der Formel 1 sollen die 18-Zoll-Reifen zusammen mit den größeren Änderungen an der Aerodynamik kommen. Weil diese auf 2022 verschoben wurden, bleibt es auch bei den bisherigen Gummis.
Dabei handelt es sich um die Reifen, welche für 2019 entwickelt wurden, nachdem bekanntermaßen die Fahrer und Teams die Reifen ablehnten, welche Pirelli für 2020 entwickelt hatte (breiteres Temperaturfenster, aber weniger Grip bei Idealtemperatur).


Finanzen

Mit der Saison 2021 gilt ein neues Concorde Agreement und mit diesem kommt ein Budget-Deckel von 145 Millionen US-Dollar pro Team. Manche Teams forderten eine weitere Absenkung (aufgrund geringerer Einnahmen wegen der Pandemie), aber es bleibt bei dem ursprünglichen Plan.
Die Fahrer-Gehälter und die der 3 bestbezahlten (anderen) angestellten der Teams fallen nicht in dieses Limit. Ebensowenig die Marketing-Kosten.

Diese Punkte mit eingerechnet werden die Top-Teams (bzw. die mit teuren Fahrern) weiterhin 200 bis 250 Millionen ausgeben. Andere Teams, z.B. Williams und Haas, werden durch die Budget-Obergrenze kaum Einsparungen vornehmen müssen ... wenn überhaupt.

Wie auch immer, für die Top-Teams bedeutet das ein größerer Einschnitt, denn diese hatten teilweise ein Budget von 400 Millionen Dollar oder mehr. Gewissermaßen könnte man sagen, dass die Coronavirus-Pandemie zur rechten Zeit kommt. Die Entwicklung an den neuen Boliden durfte noch nicht gestartet werden und nun werden die künftigen "neuen" Boliden (also die von 2022) mit ausgeglicheneren Budgets entwickelt. Das könnte das Kräfteverhältnis mehr durcheinander wirbeln als ursprünglich erwartet, wenn die neuen Aero-Regeln schon diese Saison gelten würden. Die Teams mit dickerer Brieftasche hätten dann schon weit mehr Geld und Arbeit in die Entwicklung der nächsten Fahrzeug-Generation packen können als vermeintlich kleine Teams.


Zeit

Ein Rennen (mit einer oder mehreren roten Flaggen) wird künftig maximal 3 Stunden dauern. Bislang waren es 4 Stunden als Reaktion auf den Unfall von Jules Bianchi - dieser war vermutlich mit bedingt durch die fortgeschrittene Zeit und der dadurch wohl verschlechterten Sicht (nicht nur regnerisch, auch noch dunkler).

Die Startzeit der (meisten) Rennen wird von 15:10 Uhr wieder zurück auf 14:00 Uhr verschoben.


Der Freitag

Bislang ging ein Formel-1-Wochenende von Donnerstag bis Sonntag. Wobei auf den Donnerstag Promotions- und Pressetermine fielen sowie ggf. eine Streckenbegehung.
Diese Termin werden nun auf den Freitag Vormittag verschoben. Die beiden Freien Trainings werden von 90 auf 60 Minuten gekürzt. Der Abstand zwischen ihnen wird - glaube ich - auch verringert.


Nach dem 3ten freien Training

Ab 2021 gelten die parc-fermé-Regeln schon nach dem 3ten freien Training und nicht nach dem Qualifying, so dass die Teams dazwischen nicht mehr große Änderungen durchführen können. Ausgenommen sind natürlich Reparaturen.


Nachwuchs

Die Teams müssen ab dieser Saison bei dem 1ten freien Training von min. zwei Rennwochenenden einen Piloten an Board lassen, welcher zum Saisonstart weniger als 2 F1-Rennen in seiner Karriere bestritten hat. Das bedeutet, dass Teams mit einem oder mehr Rookies diese Anforderung quasi automatisch erfüllen.


Lenkung

Bislang galt die Regel, dass die Vorderreifen durch die Bedienung des Lenkrades verdreht werden. Mercedes hakte mehrmals nach und bekam von der FIA zugestanden, dass diese Regel nicht präzisiert, ob das Lenkrad dabei gedreht oder beispielsweise hin- und hergeschoben wird.
Obgleich man damit Mercedes eine schlaue Erfindung nimmt, will man ein großes Nachrüsten der anderen Teams für 2021 verhindern. Daher wurde präzisiert, dass die Orientierung der Räder durch das Drehen des Lenkrades verändert wird und dass beim Ändern der Winkelstellung des Lenkrades sich die Räder beide in die gleiche Richtung verdrehen müssen. Das "Dual Axis Steering" von Mercedes, bei welchem sich die Orientierung der Räder in entgegengesetzter Richtung verändert (also Veränderung der Spur), ist damit nicht mehr gestattet.


Reverse Engineering

Nach großen Klagen über den letztjährigen Racing-Point-Boliden verbietet die FIA nun die Zuhilfename von Technologien wie Stereofotogrammetrie oder 3D-Scanner. Werden Teile von Konkurrenten nachgebaut, dann darf dies nur mit Informationen erfolgen, die allen Teams zur Verfügung stehen.
Die Angaben zu den "listed parts" (die man von anderen Teams beziehen darf) ist wohl nun auch teils genauer definiert, nachdem letztes Jahr etwas unklar war, ob Racing Point hintere Mercedes-Bremsbelüftungen von 2019 (als diese noch nicht zu den listed parts zählten) im Jahr 2020 einsetzen darf.


Gewicht

Nachdem das Fahrzeuggewicht schon letzte Saison - für den Einbau eines zweiten Durchflusssensors - erhöht wurde, steigt es 2021 nochmal um 3 Kilogramm auf nunmehr 749kg. Die Antriebseinheiten müssen mindestens 150kg wiegen. Grund war die Befürchtung der Motorenhersteller, dass es zu hohen Kosten durch den Einsatz exotischerer Materialien käme, um das Gewichtslimit auszureizen.
Nunja ... das wird dadurch nicht wirklich verhindert ... die Teams kämpfen ja dennoch um jeden Millimeter den sie den Schwerpunkt des Boliden in eine idealere Position bringen können.


Naturfasern

Künftig dürfen statt Kohlefaser-Verbundstoffe auch Materialien aus Baumwolle, Leinen, Hanf und Bambus verwendet werden. Ob dies geschehen wird bleibt fraglich ... aber es wird jedenfalls erlaubt.


Unterboden, Diffusor und hintere Bremsbelüftungen

Wie schon erwähnt werden die 2019-Reifen weiter verwendet. Aufgrund der immer schneller werdenden F1-Boliden macht Pirelli die gestiegenen Kurven-Geschwindigkeiten für die Reifenschäden in Silverstone letztes Jahr verantwortlich. Die 2019-Reifen sind dem wohl nicht mehr gewachsen. Die FIA und die Teams haben sich darauf geeinigt, dass der Abtrieb um ca. 10% verringert werden soll. Dazu werden drei Maßnahmen durchgeführt.

Zum einen werden die Winglets der hinteren Bremsbelüftungen unterhalb der Achslinie um 40mm in der Breite gekappt.

Die vertikalen Streben des Diffusors werden auf 50mm oberhalb der Referenzebene begrenzt.

Die optisch auffälligste Änderung betrifft den Unterboden. Diverse Schlitze und ähnliches werden verboten. Zudem wird vor den Hinterreifen ein Dreieck "weggeschnitten" dass sich in einem bestimmten Abstand vor der Hinterachse und hinter der Vorderachse aufspannt.

Diese Änderungen sollen u.A. signifikanten Einfluss darauf haben, wie der Difussor seitlich abgedichtet wird und wie z.B. der Luftstrom reagiert, wenn die Reifen "walken".
Vermutlich werden die Teams viel Arbeit in die Barge Boards stecken, um den Luftstrom entsprechend anzupassen und den Abtriebsverlust zu kompensieren. Aber in der Theorie - so erhoffen es sich FIA und Pirelli - wird das Abtriebslevel trotz Weiterentwicklungen hinter 2020 zurück bleiben.

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Teams und Fahrer

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karmakaze

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Grund war die Befürchtung der Motorenhersteller, dass es zu hohen Kosten durch den Einsatz exotischerer Materialien käme, um das Gewichtslimit auszureizen.
Nunja ... das wird dadurch nicht wirklich verhindert ... die Teams kämpfen ja dennoch um jeden Millimeter den sie den Schwerpunkt des Boliden in eine idealere Position bringen können.
Hmm, was hat das Gewicht mit dem Schwerpunkt zu tun, wenn alle mindestens 150 kg wiegen? Was du sicherlich meinst, ist, dass ein leichterer Motor besser geeignet ist, um einen ungünstigeren Schwerpunkt zu kompensieren. Das ist aber wirklich mal wenig bedeutsam. Viel entscheidender ist die Positionierung des Motorsystems, was vor allem durch das Konzept (Split-Turbo im Vorteil gegenüber Joint-Turbo) und die generelle Auslegung der Interna wie Kabel, Tanks und Getriebe gesteuert werden kann. Nicht ohne Grund verliert Anderson über das Thema in seinem exzellenten Vorschlag kein Wort.
Vermutlich werden die Teams viel Arbeit in die Barge Boards stecken, um den Luftstrom entsprechend anzupassen und den Abtriebsverlust zu kompensieren. Aber in der Theorie - so erhoffen es sich FIA und Pirelli - wird das Abtriebslevel trotz Weiterentwicklungen hinter 2020 zurück bleiben.
Der Eindruck täuscht. Man wird viel Arbeit in die Abstimmung des gesamten Flow-Systems setzen, angefangen bei den Frontflügelflächen, deren Endplatten, Capes, Turning Vanes, Barge Boards und was es da noch alles an kleinen Elementen gibt. Arbeit an einem Bereich allein bringt bei weitem nicht so viel wie Arbeit an der Synergie der Elemente. Ein schönes Beispiel dafür ist die Weiterentwicklung des RB in 2020. Um ein instabiles Heck zu beseitigen, muss man beim Frontflügel anfangen und sich sukzessive durch alle Teile arbeiten...
 

karmakaze

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wie der Difussor seitlich abgedichtet wird und wie z.B. der Luftstrom reagiert, wenn die Reifen "walken".
Ebenso hier, Walken hat fast gar keinen beeinflussbaren oder systematischen Einfluss. Walken entsteht primär bei den Hinterreifen, die sich durch das enorme Drehmoment und je Streckenbedingungen und Reifenparameter (Druck, Härte) verformen. Da das Walken aber ja nur an der Lauffläche entsteht und das jedes Rennen anders aussieht, ist es kaum vorherzusagen. Was viel bedeutsamer ist, ist der Wake, also die Verwirbelung, die durch die Rotation entsteht, insbesondere jene, die durch die Rims nach außen getragen wird.
Mit anderen Worten, nicht der Umgang mit dem Walken wird womöglich schwieriger, sondern der Umgang mit dem Wake.
 

desl

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Danke für die Richtigstellung. Hab da wohl was falsch in Erinnerung behalten, als ich über den Diffusor etc. gelesen hab und mich schon gewundert ... :D
 

karmakaze

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Danke für die Richtigstellung. Hab da wohl was falsch in Erinnerung behalten, als ich über den Diffusor etc. gelesen hab und mich schon gewundert ... :D
No worries my friend. Dafür bist du mir bei Fahrertalenten, Gerüchten und co. meilenweit voraus.
 

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Alpine präsentiert die Interims-Lackierung für den A521, um einen kleinen Vorgeschmack zu geben. Die finale Lackierung soll es beim Launch des Boliden geben, welcher sich wahrscheinlich - abgesehen von seiner Farbgebung - nicht allzu sehr vom R.S.20 unterscheiden wird.

 

desl

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Schon der 5te F1-Pilot ... soll wohl verreist gewesen sein und hat sich dabei wohl angesteckt.
Nun muss er - wie andere Piloten vor ihm - in seinem schicken Zuhause hocken, das schick genug sein dürfte, dass er es nicht hätte verlassen müssen.

Tjoa ... ganz schön hohe Ansteckungs-Quote bei den Piloten.

 
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