Kalender 2026/27


Benjamin

Zahlenfreund
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Die Frauen haben diese Saison tatsächlich auch schon drei Einzelspringen im Weltcup mehr als die Herren.
Naja, das liegt aber daran, dass die Damen eben außer den beiden Mixeds gar kein Teamspringen im Kalender haben. Die Herren haben zwei Super-Team-Springen und ein Teamspringen im Weltcup. Und sie haben eben anstelle eines Weltcup-Wochenendes die Skiflug-WM. Die Gesamtzahl der Wettkämpfe ist in dieser Saison bei den Herren höher.
 

Kestrel7017

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Und ich bezweifle weiterhin, dass da jetzt schon das letzte Wort gesprochen ist, es wäre zumindest das erste Mal, dass der erste Entwurf auch der finale ist.
Da wird sicherlich etwas passieren, ich erinnere mich zwar nicht wie es im Weltcup ist, aber Anfang der Saison ist mir positiv aufgefallen, dass deutlich mehr ICOC Springen angesetzt wurden als im vorläufigen Kalender vorgesehen (waren aber auch lächerlich wenig da), da hat man es wohl geschafft später noch mehr Ausrichter zu finden
 

sj44

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Bitte keine Illusionen hingeben, dass sich alle um die Damen-Weltcups reißen würden. Jeder wird sich noch an die Zeit erinnern können, wo es grad 15 oder noch weniger Bewerbe gab. Damals war aber die Damen- und Herren-Weltcups noch völlig getrennt. Die FIS und auch Teile der Öffentlichkeit versuchen schon länger die Nationen dazu zu bringen, auch Damen-Weltcups auszutragen. Manche Nationen z. B. die Norweger haben aber schon früher damit angefangen, Bewerbe zusammenzulegen, weil es auch Vorteile bringen kann. Schließlich steht da immer ein großer Aufwand dahinter. Man glaubt oft gar nicht, viele Freiwillige da benötigt werden. Und das große Geschäft ist es meistens auch nicht. Daher ist das Zusammenlegen oft besser. Nach dem Motto: wenn wir es schon machen müssen, dann so.

Dadurch kam z. B. auch die Schweiz dazu. Und auch Polen und Finnland. Wobei die beiden letzten Nationen die Damen dann doch lieblos mitspringen lassen. Dazu kam noch, dass die FIS später auch noch dazu das gemeinsame Austragen an diversen Wochenenden forcierte.
Übrig blieben die alten Normalschanzen-Stationen wie Zao, Ljubno und Hinzenbach oder auch Villach, die auch ihren Platz haben wollten. So entstand ein "Überangebot" bei den Damen. Aber die Situation ist in diesen Ländern auch etwas anders als z. B. in Deutschland.

Noch ein Wort zum ÖSV und Stecher: Während man anderswo überhaupt keine WC austragen will (finanzelles Risiko), ist man in Österreich bereit, das zu tun, weil man auch finanzielle Abgänge in Hinzenbach und Villach verkraften kann, sofern es solche gibt. Weil natürlich auch ein wenig mehr finanzielle Potenz da ist. Da denkt man aber natürlich weiter. Das Kostspieligste ist der Erhalt der Schanzen, der zu großen Teilen von der öffentlichen Hand getragen werden muss. Und die wird immer geiziger. Daher ist es gut, wenn man als Argument anführen kann, dass hier Weltcups stattfinden.
Dass man den nordischen Skisport nicht mit Geld zuschüttet, zeigen zwei kürzliche Ereignisse
1) Flutlicht am Bergisel: Zuvor waren es jahrelang die Anrainer, die sich querstellen und dann war es die Finanzierung dieser Anlage. Mitte des Jahres 2025 sah es so aus, dass es keine geben würde, weil der Bund absprang. Es konnte dann zwar doch eine Einigung erzielt werden, aber es war sehr schwierig.
2) Das Zurückziehen der Bewerbung der WM in Ramsau 2031: Scheiterte wegen Finanzierungszusagen der öffentlichen Hand.

In dieser Realität befindet sich der ÖSV. Und er sieht auch, was in anderen Ländern los ist und wie viele Anlagen stillgelegt wurden.
 
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