Naja, aber ein späterer Saisonbeginn und ein früheres Saisonende würde letztlich bedeuten, dass man ein paar Orte rauskicken muss, dass die Springer weniger verdienen und dass wir weniger Wettkämpfe zu sehen bekommen. Da finde ich es schon besser, wenn man versucht, die Saison nicht zu verkürzen.
Es war aber bislang auch deshalb finanziell schwierig, weil man in den mitteleuropäischen Orten um diese Jahreszeit noch nicht mit Naturschnee rechnen kann. Also braucht es Kunstschnee. Um Kunstschnee zu produzieren, gibt es wiederum unterschiedliche Möglichkeiten. Wenn über längere Zeit die Außentemperaturen niedrig genug sind, dann ist die Kunstschneeproduktion zumindest noch halbwegs kostengünstig machbar. Wenn aber noch nicht einmal das garantiert ist - und das ist es Ende November in Mitteleuropa nicht -, dann geht es nur mit teureren Verfahren. Ich meine, vor einigen Jahren mal gelesen zu haben, dass die Kosten dafür dann durchaus in den sechsstelligen Bereich gehen können. Eine Alternative, die man beispielsweise auch schon mal ausprobiert hat, ist die, dass man den Kunstschnee bereits im Vorwinter produziert und dann unter isolierenden Planen übersommen lässt. Ein Teil davon schmilzt aber natürlich trotzdem weg, so dass man insgesamt mehr produzieren muss.
Und am Schluss hat man dann eine notdürftig präparierte Schanze, über die sich alle beschweren, weil es lauter Wellen und Furchen im Auslauf hat.
Bei Hybrid-Wettkämpfen würden diese Probleme und Kosten ja gerade wegfallen, daher würde sich das für die Veranstalter auch eher rechnen. Man könnte dann meinetwegen im November eine Hybrid-Periode mit Klingenthal, Wisla, Hinzenbach, Val di Fiemme (o.ä) durchführen und anschließend im Dezember eine Schneeperiode mit Ruka, Lillehammer und Engelberg.
Ob es sich am Ende auch von den Zuschauerzahlen im Fernsehen her lohnt, weiß ich nicht. Die Quoten im März sind zwar regelmäßig nicht so gut. Andererseits haben den Saisonauftakt in Lillehammer und Falun auch nicht übermäßig viele Zuschauer verfolgt.