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Karriere-Ende ab 2019


Ich würde vermuten das Norwegen trotz viel geringerer Einwohnerzahl wesentlich mehr Menschen hat die im Umkreis von 20-30km um eine skischanze wohnen als Deutschland.
Das ja, allerdings gibt es auch in Norwegen einen ziemlich hohen Prozentsatz an nicht mehr betriebenen/ gepflegten Schanzen abseits der Stützpunkte. Da nützt es im Vergleich zu früher nicht mehr soviel, dass jedes Kleckerdorf in der Nähe von Oslo oder in Telemark ne eigene Schanze hat.
 
Vergleiche mit Norwegen sind extem schwierig und quasi 1:1 was zu übernehmen, unmöglich. Die Unterschiede gehen, auch gesellschaftlich, viel tiefer, als man glauben mag.
Norwegen ist als Sportland extrem erfolgreich. Wenn man das Skispringen und auch andere Sportarten betrachtet, dann läuft das Fördersystem völlig anders ab. Denen fehlt, wie es hier schon mehrmals erwähnt wurde, die Absicherung bez. Polizei, Heer oder Zoll. Auch bei den Sponsoren haben sie es schwerer, weil Kopfsponsoring (zumindest bei Skiverband) verboten ist. Noch dazu konkurrieren sie mit einer riesigen Anzahl von erfolgreichen Sportlern, die in einem recht kleinen Markt leben. In Norwegen gibt es aber Art "Stipendien", die die Jungen abgreifen können. Olympiatoppen oder auch lokale. In Summe ist das aber weniger als das, was die bei uns kriegen. Am Existenzminimum darben oder sogar drunter, ist das Schicksal vieler nicht ganz so erfolgreicher Sportler in Norwegen. Da muss man sich eh wundern, dass sich das so viele antun. Schließlich ist Norwegen ein reiches Land.
Ich bin überzeugt, Österreich und Deutschland würden mit so einem System Schiffbruch erleiden.

Was noch dazukommt, die Quote an für Spitzensport geeignete Jugendliche ist in Norwegen wohl um einiges höher als bei uns. Bewegung von klein auf im Freien ist quasi in deren DNA. Davon hat z. B. Alexander Stöckl immer wieder berichtet. Rausgehen bei Kälte oder Sauwetter, in Norwegen größtenteils in Schulen oder Kindergärten kein Problem. Mach das mal bei uns......

Aber gewissen Dinge bleiben nicht ewig. Kann durchaus sein, dass es auch in Norwegen einen Einstellungs-Wechsel gibt, der sich dann Jahre oder Jahrzehnte später auswirkt. Schließlich lebt Norwegen nicht unter einer Käseglocke. Die Social-Media Probleme bei den Jungen haben die auch, auch da wird sich einiges ändern - sicher nicht zum Guten.
 
Ich gehe einen Schritt weiter und sage, Vergleiche mit Norwegen sind unmöglich. Theoretisch haben dort über 40% einen theoretischen Zugang zu einer Sprungschanze. Alleine der Großraum Oslo macht da viel aus.
Und man darf nicht außer Acht lassen, dass Wintersport in Norwegen zwangsläufig zugänglicher ist als in Deutschland.
 
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