Konzertberichte


maberlinho

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Skillet - Hamburg, Inselpark Arena

Vorweg, es war das erste Konzert seit mindestens 7 Jahren. Das hatte mich schonmal gefreut. Dann muss ich aber sagen, dass ich die Band eigentlich eher so mäßig finde und hauptsächlich wegen meiner 13 jährigen Tochter mitgegangen bin. Das hat mich schon gefreut, dass sie auch ein bisschen Rockmusik mag, wo sie sonst doch eher so Deutsch Pop und Rap hört.
Sorry @HamburgBuam aber in Gesellschaft finde ich Konzerte dann doch unterhaltsamer. Aber Trotzdem danke für die regelmäßigen Konzerttipps. Bestimmt werde ich irgendwann auch mal darauf zurückgreifen.

Die Location kenne ich sonst von den Hamburg Towers, aber für ein Rockkonzeet hat sie sich auch geeignet.

Das Konzert begann mit der mir zunächst unbekannten Vorband Storm Orchestra. Ganz gefällige Rockmusik aus Frankreich. Dann spielten sie Superplayer und ich so zu mir, moment, das kennst du doch. Klar, der Buam hatte es beim GP 90 eingereicht und ich dem Lied sogar 12 Punkte gegeben. Es gab auch ein zweites Lied welches mir gut gefiel: Suspect. Es war schonmal ein ganz guter Anfang in den Abend.

Skillet selbst lieferten dann die Show, die ich erwartet hatte. Alle ihre größten Hits mit ordentlich Wumms und wirklich guter Stimmung. Nun, ihre Musik ist einerseits zum mitgröhlen, andererseits aber auch ziemlich eindimensional und ich finde der Sänger kann nicht wirklich gut singen. Sei es drum. Ich fand's insgesamt ok, auch wenn ich 65 € (oder 130 mit meiner Tochter zusammen) für 75 Minuten Musik (+30-35 Minuten Storm Orchestra) etwas happig finde. Am meisten hat mich dann aber gefreut, dass meine Tochter glücklich und begeistert von ihrem ersten Rockkonzert nach Hause gegangen ist. Dafür hatte sich der Abend gelohnt.
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HamburgBuam

Adalaide Byrd
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Das Konzert begann mit der mir zunächst unbekannten Vorband Storm Orchestra. Ganz gefällige Rockmusik aus Frankreich. Dann spielten sie Superplayer und ich so zu mir, moment, das kennst du doch. Klar, der Buam hatte es beim GP 90 eingereicht und ich dem Lied sogar 12 Punkte gegeben. Es gab auch ein zweites Lied welches mir gut gefiel: Suspect. Es war schonmal ein ganz guter Anfang in den Abend.


Storm Orchestra hätte ich auch gerne gesehen. Aber nicht mit einem teuren Headliner, der mir nichts sagt.

Sorry @HamburgBuam aber in Gesellschaft finde ich Konzerte dann doch unterhaltsamer. Aber Trotzdem danke für die regelmäßigen Konzerttipps. Bestimmt werde ich irgendwann auch mal darauf zurückgreifen.
Ich gehe also nicht als Gesellschaft durch? Alles klar... :D
 

maberlinho

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@HamburgBuam
Klar eine gute halbe Stunde für 65 Euro stehen natürlich nicht im Verhältnis.

Doch, da habe ich mich unglücklich ausgedrückt. Bisher hatte ich deine Konzertempfehlungen für mich verstanden. Wenn wir mal was finden, was uns beide interessiert bin ich dabei (y) .
 

Brummsel

Grumpy Old Man
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Wenn Ihr mal den aktuell wohl besten Gitarristen der Welt live sehen wollt...
Und auch noch einen der besten Schlagzeuger der Welt...
Und dazu noch einen genialen Bassisten, der schon mit Leuten wie Vai oder Satriani gearbeitet hat.
Und das ganze zu einem Spottpreis!!

Dann geht mal zu den "Aristocrats".

Guitar: Guthrie Govan
Drums: Marco Minnemann
Bass: Bryan Beller

Musikrichtung ist allerdings etwas Jazz/Prog/Fusion geprägt.
Musikalisch aber über jeden Zweifel erhaben.

 

HamburgBuam

Adalaide Byrd
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Wytch Hazel & Phantom Spell

20260423-222322.jpg


Gestern war ich bei Wytch Hazel und Phantom Spell in Hamburg.

Die Location war das Bambi Galore, ein kleiner Metal-Club im Keller des Billstedter Kulturpalastes. Schön, nach Jahren mal wieder im alten Viertel zu sein, wenn es auch nie das schönste war. Mein alter Stamm-Döner schmeckt noch, hat aber umgebaut. Moderner Look und Restaurant-Bereich statt schmieriger Dönerbude. Seltsam. Ansonsten war alles beim alten. Kurzer Blick zum Billstedt Center mit den hübschen Damen... Und dann nichts wie zur Location.

Drinnen angekommen sicherte ich mir, wie schön bei Hällas einen Platz in Reihe 1. Leider stellte sich ein untersetzter Herr im roten Shirt neben mich und verströmte einen intensiven Duft der unangenehmen Sorte. Im Deaf Forever Forum findet sich ein Bericht von dem Mann, der auf seiner anderen Seite stand. Er störte sich auch daran. Lag also nicht an meiner feinen Nase. Das Foto oben stammt auch aus diesem Forum. Ich bin übrigens der Typ vor der Bühne. :D

Mit Schweißgeruch in der Nase ging es dann langsam los. Der Club hat ein Fassungsvermögen von nur 150 Zuschauern, was mir etwas klein erschien. Es war ausverkauft, viele Harcorde-Fans vor Ort, die zum Mitgröhlen da waren. Ich denke, man hätte da locker auf größere Clubs wie Stellwerk, Knust oder Logo gehen können.

Phantom Spell machten den Anfang. Der Sound war kristallklar. Vor allem die Keyboards kamen gut durch. Ich hatte eine tolle Sicht auf die volle Bühne. Diese war so klein, dass es mit der kompletten Band ziemlich eng wurde. Tolle Instrumental-Passagen, epischer Gesang, wilde Duelle zwischen Gitarre und Keyboard... Es war ein toller Auftakt. Der Bassist heizte immer wieder das Publikum an und dieses reagierte. Erwähnte ich das tolle Keyboard bereits? Die haben einen echten Magier an den Tasten.

Umbaupause. ich war froh, kein Vampir zu sein, denn Wytch Hazel schleppten reichlich Kreuze auf die Bühne. Da ich nicht immer auf Texte achte, war mir bis zu diesem Moment nicht bewusst, dass die nicht nur Retro-Rock machen, sondern obendrein eine christliche Band sind. Tatsächlich sind viele Lyrics vom Evangelium beeinflusst. Naja, wie auch immer. Die Band enterte die Bühne und legte los, wie die Feuerwehr. Der Gesang hätte etwas stärker im Mix sein dürfen. Aber da ich so nah dran stand, dass ich den Text auf dem Plektrum des Frontmans lesen konnte, verstand ich trotzdem alles. Die Band rockte wie Sau und das Publikum war absolut textsicher. Ich liebe es, wenn Konzerte mit vielen echten Fans durchsetzt sind, welche die Stimmung noch einmal anheizen. Dadurch entsteht eine Wechselwirkung, durch welche die Band nochmal einen Hauch ambitionierter aufspielt. Allerdings musste ich manchmal ausweichen, als die Gitarrenhälse in meine Richtung schwenkten. Die waren durchschnittlich ca. 10 Zentimeter vor meinem Gesicht am fuhrwerken. Doch der Platz bot nicht nur Vorteile: Der Bassist schwitzte ein bisschen (auf mich, wie ich anmerken muss) und der Sänger roch dezent nach Knobi. Wie gesagt, gut dass ich kein Vampir bin. Dafür machte sich der Stinker neben mir kurz vor Schluss vom Acker, wodurch die Zugabe um einiges angenehmer wurde.

Beide Bands halfen sich übrigens mehrfach gegenseitig aus und sangen einige Lieder zusammen. Außerdem bekam der Techniker eine Torte überreicht, weil dies sein letztes Konzert war. Generell herrschte eine tolle Stimmung zwischen den Musikern, bei der man merkte, dass die Freundschaft nicht nur gespielt ist

Nach fast 3 Stunden war das Konzert zuende. Ich war mehr als zufrieden. Absolutes Konzert-Highlight. Wer war besser? Tja, keine Ahnung. Beide haben eine Weltklasse Show abgeliefert. Egal wer von denen in der Stadt ist, geht hin!
 

muju90

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Mein Gott, Berlin ist immer eine Reise wert :LOL::jubel:

Da werde ich dabei sein.
Broken social scene auf jeden Fall top 5 meiner Lieblingsbands. Da leider nur Berlin am Start ist, muss man in den sauren Apfel beißen. Immerhin ist das Konzert an einem Wochenende.
Außerdem Tickets für meine absolute Lieblingsband, nämlich The Strokes, in discord gekauft. Schon oft gesehen mit Ausschlägen in beide Richtungen was die Qualität der Konzerte angeht, aber die neue Single ist gut und das Konzert bei Coachella auch gut, von daher habe ich Bock und ein gutes Gefühl.
 

TheBigO

3rd Wagner Brother
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Wytch Hazel & Phantom Spell

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Gestern war ich bei Wytch Hazel und Phantom Spell in Hamburg.

Die Location war das Bambi Galore, ein kleiner Metal-Club im Keller des Billstedter Kulturpalastes. Schön, nach Jahren mal wieder im alten Viertel zu sein, wenn es auch nie das schönste war. Mein alter Stamm-Döner schmeckt noch, hat aber umgebaut. Moderner Look und Restaurant-Bereich statt schmieriger Dönerbude. Seltsam. Ansonsten war alles beim alten. Kurzer Blick zum Billstedt Center mit den hübschen Damen... Und dann nichts wie zur Location.

Drinnen angekommen sicherte ich mir, wie schön bei Hällas einen Platz in Reihe 1. Leider stellte sich ein untersetzter Herr im roten Shirt neben mich und verströmte einen intensiven Duft der unangenehmen Sorte. Im Deaf Forever Forum findet sich ein Bericht von dem Mann, der auf seiner anderen Seite stand. Er störte sich auch daran. Lag also nicht an meiner feinen Nase. Das Foto oben stammt auch aus diesem Forum. Ich bin übrigens der Typ vor der Bühne. :D

Mit Schweißgeruch in der Nase ging es dann langsam los. Der Club hat ein Fassungsvermögen von nur 150 Zuschauern, was mir etwas klein erschien. Es war ausverkauft, viele Harcorde-Fans vor Ort, die zum Mitgröhlen da waren. Ich denke, man hätte da locker auf größere Clubs wie Stellwerk, Knust oder Logo gehen können.

Phantom Spell machten den Anfang. Der Sound war kristallklar. Vor allem die Keyboards kamen gut durch. Ich hatte eine tolle Sicht auf die volle Bühne. Diese war so klein, dass es mit der kompletten Band ziemlich eng wurde. Tolle Instrumental-Passagen, epischer Gesang, wilde Duelle zwischen Gitarre und Keyboard... Es war ein toller Auftakt. Der Bassist heizte immer wieder das Publikum an und dieses reagierte. Erwähnte ich das tolle Keyboard bereits? Die haben einen echten Magier an den Tasten.

Umbaupause. ich war froh, kein Vampir zu sein, denn Wytch Hazel schleppten reichlich Kreuze auf die Bühne. Da ich nicht immer auf Texte achte, war mir bis zu diesem Moment nicht bewusst, dass die nicht nur Retro-Rock machen, sondern obendrein eine christliche Band sind. Tatsächlich sind viele Lyrics vom Evangelium beeinflusst. Naja, wie auch immer. Die Band enterte die Bühne und legte los, wie die Feuerwehr. Der Gesang hätte etwas stärker im Mix sein dürfen. Aber da ich so nah dran stand, dass ich den Text auf dem Plektrum des Frontmans lesen konnte, verstand ich trotzdem alles. Die Band rockte wie Sau und das Publikum war absolut textsicher. Ich liebe es, wenn Konzerte mit vielen echten Fans durchsetzt sind, welche die Stimmung noch einmal anheizen. Dadurch entsteht eine Wechselwirkung, durch welche die Band nochmal einen Hauch ambitionierter aufspielt. Allerdings musste ich manchmal ausweichen, als die Gitarrenhälse in meine Richtung schwenkten. Die waren durchschnittlich ca. 10 Zentimeter vor meinem Gesicht am fuhrwerken. Doch der Platz bot nicht nur Vorteile: Der Bassist schwitzte ein bisschen (auf mich, wie ich anmerken muss) und der Sänger roch dezent nach Knobi. Wie gesagt, gut dass ich kein Vampir bin. Dafür machte sich der Stinker neben mir kurz vor Schluss vom Acker, wodurch die Zugabe um einiges angenehmer wurde.

Beide Bands halfen sich übrigens mehrfach gegenseitig aus und sangen einige Lieder zusammen. Außerdem bekam der Techniker eine Torte überreicht, weil dies sein letztes Konzert war. Generell herrschte eine tolle Stimmung zwischen den Musikern, bei der man merkte, dass die Freundschaft nicht nur gespielt ist

Nach fast 3 Stunden war das Konzert zuende. Ich war mehr als zufrieden. Absolutes Konzert-Highlight. Wer war besser? Tja, keine Ahnung. Beide haben eine Weltklasse Show abgeliefert. Egal wer von denen in der Stadt ist, geht hin!

Oh das bin ich mal richtig neidisch drauf, die kommen ja leider nur nach Österreich und nicht in die Schweiz. Dies obwohl Linz Kapu CH steht auf ihrer Tourpage, aber der Club steht eindeutig in Linz Österreich, was mir dann doch zu weit ist ;)

Heute waren Urne zu Gast in Aarau im legendären "Kiff", als Hauptband neben drei Nachwuchs Bands die sich um einen Platz duellierten für das Rock the Lakes Festival im Sommer. Gewonnen hat völlig zurecht A Small District, welche coolen Crossover Metal zockten.

Danach kam Urne, die Band müsste viel bekannter sein. Sie haben bereits 3 Alben veröffentlicht, eines wurde sogar in den USA aufgenommen, A Feast of Sorrow, produziert von Gojiras Joe Duplantier, in meinen Augen ein absolutes Meisterwerk. Die CD musste natürlich gekauft werden und die der Sänger und auch der Lead Gitarrist haben golden unterschrieben.
Ich konnte nach dem Auftritt unverkrampft mit den beiden quatschen. Beide total bodenständig und super sympathisch.

Während des Konzerts überreichte mir der Sänger sogar sein (noch ungeöffnetes) Dosenbier, welch eine Ehre 😃💪 Zum Glück hatte ich davor nur ein alkoholfreies, so dass dies noch gut Platz hatte!

Ach ja mit Mastodons Troy Sanders hatten sie auch die Ehre einen Song aufzunehmen. Ihr Talent ist unverkennbar, sonst werden nicht Szenegrössen wie Gojira und Mastodon auf dich aufmerksam!

 
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