Leichtathletik


Die 33-jährige Dariya holt Gold im Dreisprung für Italien. Die 20-jährige Erika "zahlt" Lehrgeld und wird nach Quali-Sieg mit einem Meter weniger nur letzte im Finale (ist im Interview danach auch enttäuscht). Aber ihr dürfte die Zukunft gehören.
Derzeit 2. im Medaillienspiegel. Wird wieder eine starke EM.
Heute dann Two-Face
 
Sorry aber Meyer beleidigt ihre Kollegin und gratuliert noch nicht mal Gürth, welche den grössten Erfolg ihrer Karriere feiert. Aber die beiden sollen dieser unsportlichen Dame auch noch Mitleid aussprechen…

Ja. An deren Stelle hätte ich irgendwas gesagt wie:"Tut mir sehr leid für Lea, sie hätte die Medaille verdient gehabt, vielleicht sogar Gold. So ein Sturz ist natürlich sehr bitter und ich kann ihre Enttäuschung absolut verstehen."

Wenn man selbst Sportler ist, sollte man selbst die emotionale Reaktion von Meyer extrem gut nachvollziehen können. Und wenn man selbst die Medaille um den Hals hat, sollte es auch nicht schwer fallen, ein paar wohlmeinende Worte für eine gestürzte Teamkollegin zu haben.
 
Was ich eigentlich viel schlimmer finde ist, dass die anderen beiden Deutschen kein einziges Wort des Mitgefühls oder der Anerkennung für Meyer geäussert haben. Immerhin haben sie nun die Medaillen, da könnte man ja wenigstens mal sowas sagen wie:"Es tut mir sehr leid für Lea Meyer, sie hat ein grossartiges Rennen gelaufen und hätte die Medaille verdient gehabt. Kopf hoch Lea."
Krause dazu: „Erstmal tut es mir unfassbar leid, dass sie gestürzt ist. Ich war selbst schon in der Situation und das wünscht man keinem. Das ist einfach ******e, das muss man so sagen. Wer die Führungsarbeit macht – also man entscheidet sich ja selbst dazu. Ich bin nicht so der Frontläufer. Das ist schon eine bewusste Entscheidung. Ich bin jemand, die gerne auf der letzten Runde Gas gibt, vor allem bei Meisterschaften. Was soll ich dazu sagen? Ich würde nicht sagen, dass es meine Schuld ist oder von irgendjemand anderem.“
 
Ja. Frau Meyer sah beim Interview nicht gut aus.

Sie war vom Renngeschehen noch sichtbar aufgewühlt.

Allerdings könnte es durchaus sein, dass sie so kurz nach einem Rennen Dinge sagt, die sie sonst eher im Stillen denkt und sie dann auch besser reflektiert.

Wegen solchem Setup halten SportlerInnen manchmal Abstand vor solchen Interviews kurz nach dem Wettkampf.

Lady Meyer war gefrustet, mit der Gesamtsituation nicht zufrieden, hat Selbstkritik vermissen lassen und Seitenhiebe ausgeteilt.

Ich nehme es Frau Meyer nicht übel.

Manchmal sagt man einfach unüberlegt Dinge, die man mit mehr Ruhe und Distanz nicht mehr so formulieren würde.

Naja, das war schon außergewöhnlich unprofessionell.

Etwas wie "Gesa hat natürlich von meinem Sturz profitiert" hätte ihr wohl niemand übel genommen, aber sie geht ja wesentlich weiter.

Sie redet die Leistung der Gewinnern und ihrer Teamkollegin klein und ernennt sich selbst (2x) zur besten Hindernisläuferin Europas.

"Die beste Wettkämpferin hat heute gewonnen". Ja, wer denn sonst?

Muss man erst mal schaffen in unter 2min.
 
Krause dazu: „Erstmal tut es mir unfassbar leid, dass sie gestürzt ist. Ich war selbst schon in der Situation und das wünscht man keinem. Das ist einfach ******e, das muss man so sagen. Wer die Führungsarbeit macht – also man entscheidet sich ja selbst dazu. Ich bin nicht so der Frontläufer. Das ist schon eine bewusste Entscheidung. Ich bin jemand, die gerne auf der letzten Runde Gas gibt, vor allem bei Meisterschaften. Was soll ich dazu sagen? Ich würde nicht sagen, dass es meine Schuld ist oder von irgendjemand anderem.“

Was das Tempo angeht, würde ich Krause zustimmen. Jeder läuft wie er kann und hat seine Renntaktik. Läufer mit starken Sprintfähigkeiten haben natürlich kein Interesse an einem schnellen Rennen, sondern wollen das dann in der letzten Runde für sich entscheiden können. Lea Meyer hat vermutlich gedacht, durch ein schnelles Rennen von vorn die Konkurrenz zu zermürben. Das hat so nicht funktioniert.

Trotzdem denke ich, wenn man gesehen hat wie Meyer nach dem Sturz nochmal auf der Zielgeraden gespurtet ist, dass sie die stärksten Beine im Feld hatte. Ohne den Sturz würde ich davon ausgehen, daß sie das Ding auch gemacht hätte nach der Kurve. Daher wahrscheinlich auch der Frust bei Meyer. Wenn du weisst, du hattest den Sieg drin und es ist nur an einem dämlichen Sturz gescheitert, da ist man logischerweise extrem gefrustet.
 
Nächstes Jahr ist wieder ein internationales Großereignis, dass dürfte Lea Meyer wmehr entgegen kommen. Dort wird normalerweise nicht gebummelt und sie kann mitlaufen und versuchen ihre Zielzeit von 9:00 zu erreichen.

Auf europäischer Ebene gibt es im Gegenzug derzeit nunmal niemand, der solche Zeiten von vorne alleine laufen kann. Von daher war es mehr oder weniger klar, dass sie gestern alles alleine machen muss. Eben mit der Gefahr, dass sie den Rest nicht los bekommt.
 
Wenn die ganzen Moralapostel hier so leben würden, wie sie es hier anderen auferlegen wollen, dann hätte ich Hoffnung für die Welt.

Ja, war ein doofes Interview von Mayer, aber meine Güte nach dem Rennverlauf menschlich. Dass sie in dem Moment niemandem gratulieren wollte, sondern einfach flüchten, ist doch eher ehrlich.

Und dass sie sich für die beste Europäerin halt, warum nicht. Dauernd wird geheult, dass deutsche Sportler nicht ehrgeizig und selbstbewusstvgenug sind und dann ist es mal Eine, auch doof, erfüllt keine höchsten moralischen Standards.
 
Was das Tempo angeht, würde ich Krause zustimmen. Jeder läuft wie er kann und hat seine Renntaktik. Läufer mit starken Sprintfähigkeiten haben natürlich kein Interesse an einem schnellen Rennen, sondern wollen das dann in der letzten Runde für sich entscheiden können. Lea Meyer hat vermutlich gedacht, durch ein schnelles Rennen von vorn die Konkurrenz zu zermürben. Das hat so nicht funktioniert.

Trotzdem denke ich, wenn man gesehen hat wie Meyer nach dem Sturz nochmal auf der Zielgeraden gespurtet ist, dass sie die stärksten Beine im Feld hatte. Ohne den Sturz würde ich davon ausgehen, daß sie das Ding auch gemacht hätte nach der Kurve. Daher wahrscheinlich auch der Frust bei Meyer. Wenn du weisst, du hattest den Sieg drin und es ist nur an einem dämlichen Sturz gescheitert, da ist man logischerweise extrem gefrustet.
Glaub ich eher nicht. Krause war schon vorne zu dem Zeitpunkt und läuft es völlig souverän zu Ende. Silber hätte sie geholt, Gold sehe ich da nicht
 
Wenn man selbst Sportler ist, sollte man selbst die emotionale Reaktion von Meyer extrem gut nachvollziehen können. Und wenn man selbst die Medaille um den Hals hat, sollte es auch nicht schwer fallen, ein paar wohlmeinende Worte für eine gestürzte Teamkollegin zu haben.
Nein, wer Sportler ist, weiß dass man auch in Momenten der Niederlage Größe zeigen sollte. Frust und Emotionen sind ok, aber das gibt niemanden das Recht über die Siegerin herzuziehen. Das hat rein gar nichts mit sportlichen Verhalten zu tun.
 
Und dass sie sich für die beste Europäerin halt, warum nicht. Dauernd wird geheult, dass deutsche Sportler nicht ehrgeizig und selbstbewusstvgenug sind und dann ist es mal Eine, auch doof, erfüllt keine höchsten moralischen Standards.
Das kann sie gerne tuen, aber so eine Äußerung unmittelbar nach einem Rennen, das eine Konkurrentin gewonnen hat, wirkt dann doch eher arrogant und eingeschnappt.


Immerhin hat sie es selbst eingesehen👍
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fande das Interview unterhaltsam und angenehm erfrischend. Natürlich war sie respektlos, egoistisch und eingeschnappt - und eben maßlos enttäuscht.
Unmittelbar nach dem Wettkampf sehe ich den Leuten so etwas nach. Ist nicht jeder ein Medienprofi - Gott sei Dank.

Zudem generiert sie Aufmerksamkeit für den 3000m Hindernis Lauf der Damen.
Zehnkampf war ebenfalls super. Trotz der Längen ein spannender Wettkampf. Kaul endlich mal wieder gesund und in Form in einem Wettkampf. Neugebauer quält sich auf den 1500 m. Der hatte auf der letzten Runde bei jedem Schritt Höllenschmerzen. Was ein Kampf.
 
Das kann sie gerne tuen, aber so eine Äußerung unmittelbar nach einem Rennen, das eine Konkurrentin gewonnen hat, wirkt dann doch eher arrogant und eingeschnappt
Ja, Interview war doof. Aber diese moralische Erhebung, die hier wieder stattfindet, ohne mal den Versuch zu starten, sich in Mayer rein zu ersetzen, finde ich wiederum moralisch schwach.

Leistungssportlerinnen und -sportler geben so viel für ihre Leidenschaft. Die Wenigsten werden entsprechend entlohnt. Und dann wird nach so einem Rennverlauf wieder die Moralkeule rausgeholt.
"Als Sportler muss man..."
Nein, müssen sie nicht. Sie sind keine selbsternannten Vorbilder, sie werden auf ein Podest gehoben.
Manche kommen damit gut klar, manche weniger. Und meine Güte, die "Beleidigungen" gegenüber Krause waren, dass sie eine "Rennlutscherin" ist und nicht die beste Hindernisläuferin Europas, sondern gestern "nur" die beste Wettkämpferin war.

Heidewitzka, dramatisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, Interview war doof. Aber diese moralische Erhebung, die hier wieder stattfindet, ohne mal den Versuch zu starten, sich in Mayer rein zu ersetzen, finde ich wiederum moralisch schwach.

Leistungssportlerinnen und -sportler geben so viel für ihre Leidenschaft. Die Wenigsten werden entsprechend entlohnt. Und dann wird nach so einem Rennverlauf wieder die Moralkeule rausgeholt.
"Als Sportler muss man..."
Nein, müssen sie nicht. Sie sind keine selbsternannten Vorbilder, sie werden auf ein Podest gehoben.
Manche kommen damit gut klar, manche weniger. Und meine Güte, die "Beleidigungen" gegenüber Krause waren, dass sie eine "Rennlutscherin" ist und nicht die beste Hindernisläuferin Europas, sondern gestern "nur" die beste Wettkämpferin war.

Heidewitzka, dramatisch.
Sie hat sich entschuldigt, damit ist die Sache eh erledigt, da wäre ich auch nicht nachtragend. Ich finde es halt schwierig, das Gesagte mit Attributen wie Emotionen oder Ehrgeiz zu assoziieren. Beides finde ich gut, aber verstehe etwas anderes darunter
 
Busemann hat quasi alles richtig gemacht, weil er mit Lufen darüber gesprochen hat, dass man von Mabry angesichts von 9:1 für die Schweizerin nicht erwarten darf zu gewinnen. Dass Lufen dann die Athletin selbst damit VOR dem Wettkampf konfrontiert, ist Blödmannsgehilfentum vom Reichskommissar Wettkampf und athletische Auslese.
Die Athletin kennt ihre Ergebnisse und die der Konkurrenz auch, also wenn man sich als erfahrene Athletin davon aus dem Konzept bringen lässt, weiß ich es auch nicht mehr. Es war ja auch nicht unmittelbar vor den Wettkampf sondern nach der Quali
 
Naja, das war schon außergewöhnlich unprofessionell.

Etwas wie "Gesa hat natürlich von meinem Sturz profitiert" hätte ihr wohl niemand übel genommen, aber sie geht ja wesentlich weiter.

Sie redet die Leistung der Gewinnern und ihrer Teamkollegin klein und ernennt sich selbst (2x) zur besten Hindernisläuferin Europas.

"Die beste Wettkämpferin hat heute gewonnen". Ja, wer denn sonst?

Muss man erst mal schaffen in unter 2min.
Reagieren eben nicht alle gleich und.....(immer) professionell.

Diplomatisch war sie nicht und wies @Ken so treffend sagt: "Natürlich war sie respektlos, egoistisch und eingeschnappt - und eben maßlos enttäuscht".

So what?

Es ist ein Unterschied ob so ein Statement unmittelbar nach dem Wettbewerb erfolgt oder irgendwann später in ruhiger Atmosphäre und seelischer Balance.

Und Frau Meyer hatte in der Folge offenbar auch ein Einsehen, was man ihr durchaus positiv auslegen kann.
 
Ich fand es sehr erfrischend, wie Lea Meyer da im Interview reagiert hat. Weil eben anders. Wollt Ihr immer nur irgendwelche langweiligen 0815 Phrasen hören oder lieber Menschen mit Ecken und Kanten, die nicht immer genau das sagen, was der Sesselpupser am TV von ihnen erwartet. Das sind alles Menschen, die Emotionen haben und unter riesigem Stress stehen.

Im Fußball werden solche emotionalen Reden gefeiert. Weil sie "aus dem Bauch heraus" getätigt werden. Das ist mittlerweile seltenes Gut, weil jedes "falsche" Wort im Anschluss in den Medien auseinander genommen wird.
Und was heißt schon "fehlende Professionalität". Die Frau betreibt ihren Sport professionell, das sollte reichen. Da kann sie vor der Kamera auch mal reden, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Meine Meinung.
 
Ich kann mir übrigens auch vorstellen, dass Mayer sich eine "deutsche Taktik" eines hohen Tempos mit abwechselnder Führung gewünscht hätte, wie es Äthiopier oder Kenianer gerne machen. Bei den Leistungsvermögen wären sehr wahrscheinlich dann auch 2 Medaillen rausgesprungen.
Ob es vorher mal angesprochen würde, keine Ahnung und auch verständlich, dass Krause an so einer Taktik kein Interesse hatte, die auch ohne Absprache hätte angewendet werden können bei dem Rennverlauf.
 
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