Leichtathletik


gentleman

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Sabastian Sawe pulverisiert den Marathon-Weltrekord und läuft in London als erster Mensch bei regulären Bedingungen unter 2:00h mit einer Siegerzeit von 1 Stunde, 59 Minuten und 30 Sekunden.


Dazu noch weitere Rekorde der anderen Läufer, das war wohl das schnellste jemals gelaufene Marathon-Rennen in der Spitze.
 
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xEr

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Für Kejelcha auch bitter - läuft ebenso unter 2 Stunden aber wird halt kaum erwähnt in der globalen Berichterstattung. Sagenhafter Lauf heute
Eigentlich wird er überall erwähnt, zumindest in jedem Artikel, den ich bislang gelesen habe.
Aber halt nicht unbedingt in der Schlagzeile.

Mega krasse Zeiten. Find es etwas schade, dass die Schuh-Entwicklung einen so starken Einfluss hat, weil es dadurch schwerer Vergleichbar ist mit früheren Zeiten. Dann dieses extreme Doping-Problem in Kenia und Co.
Will da niemandem die Ergebnisse schlechtreden, aber 2h war immer DIE Schallmauer, quasi unmöglich zu brechen. Und jetzt gleichzeitig 2 Läufer deutlich unter 2h + ein weiterer unter dem Weltrekord? Weiss nicht was da grade hinter den Kulissen passiert, vielleicht eine noch effektivere Doping-Praxis + eben die aktuelle Schuhentwicklung.
 

Ken

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Als Kipchoge 2018 in Berlin 02:01:40 quasi ohne Pacer und etwas zu hohen Temperaturen lief, war schon davon auszugehen, dass die 2 Stunden Schallmauer fallen kann. Mit den neuen Schuhen kam dann der notwendige Quantensprung.
Doping dürfte unbestritten eine große Rolle spielen.
 

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@Next bist du dieses Jahr wieder in Götzis? Simon Ehammer hat grade seinen eigenen Weitsprung-WR um 6cm auf 8.51m verbessert!


Leider nein. Dieses Jahr hatte meine Nichte mit ihrem Schulhaus-Fest dann doch Vorrang. Ach, wie ich so viele Kinder auf einem Haufen leiden kann. :saint:

8.51m sind schon unglaublich krass und bei den Spezialisten auch Weltjahresbestleistung. Diese Weite in einem Zehnkampf abzuliefern, ist einfach noch einmal eine Stufe eindrücklicher. Aber Götzis liegt dem Kerl sowieso, schon seine bisherige Bestweite von 8.45m hat er im Mösle-Stadion gesprungen.
Sowieso ein verdammt starker erster Tag von Ehammer. Die 4762 Punkte nach dem ersten Tag sind ebenfalls ein neue Weltbestleistung (bislang 4747 von Warner), auch wenn man natürlich im Hinterkopf behalten muss, dass Tag 1 bei Ehammer wesentlich stärker einzuschätzen ist. Trotzdem: gegenüber seinem bisherigen CH-Rekord hat er schon jetzt einen Vorsprung von fast 150 Punkten. Ich habe es vorhin just for fun mal ausgerechnet: erreicht er in den fünf Disziplinen morgen seine PBs, dann kommt er mit ~8900 Punkten raus. Natürlich ein unrealistisches Szenario, aber wenn er schlussendlich mit ~8700-8750 Punkten beschliesst, ist das eine verdammt starke Leistung.
 

Loslikki

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Stockholm heute: Beim 800 -Meter der Frauen wurde fast ein uralter Weltrekord "ausgelöscht", von zwei tollen Sportlerinnen WERRO und HODGKINSON. (1.53,98 u. 1:54,33 ) Karmila Kratochvílová hat ihn noch: 1:53,28 ! Dauert nicht mehr lange!!!
 

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Was waren das wieder für Wochen für die Leichtathletik in der Schweiz. Die letzten Jahre sind als enger Verfolger der hiesigen Szene eigentlich schon fast ein Fiebertraum.

Das ganz grosse Wow wurde hier ja schon erwähnt. Was zur Hölle war das gestern für ein Rennen von Audrey Werro. 1:53.98 über die 800 Meter, drittschnellste Zeit aller Zeiten und erstmals auch Keely Hodgkinson geschlagen (die sich mit ihrer Zeit von 1:54.33 in der all time-Rangliste ebenfalls auf Platz 6 geschoben hat). Vielleicht lehne ich mich da etwas weit aus dem Fenster, aber ich bin schon fast geneigt zu sagen, dass sich die beiden in den kommenden Jahren zum Weltrekord pushen werden. Zwei aussergewöhnliche Läuferinnen mit unglaublichem Talent, dazu beide auch sehr sympathisch. Da darf man sich auf viele heisse Duelle freuen. Und wenn man sich die Top 12 all time ansieht, erkennt man, dass mit Georgia Hunter Bell und Lilian Odira aktuell zwei weitere verdammt starke Athletinnen bereits dabei sind.

1:53.28 Jarmila Kratochvilova (1983)
1:53.43 Nadezhda Olizarenko (1980)
1:53.98 Audrey Werro (2026)
1:54.01 Pamela Jelimo (2008)
1:54.25 Caster Semenya (2018)
1:54.33 Keely Hodgkinson (2026)
1:54.44 Ana Fidelia Quirot (1989)
1:54.62 Lilian Odira (2025)
1:54.81 Olga Mineyeva (1980)
1:54.90 Georgia Hunter Bell (2025)
1:54.94 Tatyana Kazankina (1976)
1:54.97 Athing Mu-Nikolayev (2023)

Und dann ist es notwendig, einen kurzen Blick auf das vergangene Wochenende in Österreich zu werfen. Noch nie gewann eine Schweizerin oder ein Schweizer das renommierte Mehrkampf-Meeting in Götzis - und dann gab es gleich die komplette CH-Dominanz. Sowohl Annik Kälin (6729 Punkte) wie auch Simon Ehammer (8778 Punkte) konnten ihre jeweilige Konkurrenz gewinnen, Ehammer verbesserte dabei seinen eigenen Nationalrekord um mehr als 200 Punkte. Dabei muss man vor allem die Weitsprung-Leistungen der beiden hervorheben. Ein Satz auf 8.51 m von Ehammer - damit stellt er aktuell den World Lead auf. Innerhalb eines Zehnkampfes. Und in einer Disziplin, die aktuell eine unglaublich hohe Leistungsdichte aufweist. Mir fällt für diese Leistung nur ein Wort ein: krass. Auch Kälin sprang mit ihren 6.96 m eine absolute Topleistung, womit sie in diesem Jahr die globale Nummer 4 wäre. Leider war der Wind mit +2.2 einen minimalen Hauch zu stark, weswegen die Leistung nicht Unterschlupf in den Wertungsbüchern findet.

Und auch abseits der grossen Top-Stars gibt es einige schöne Geschichten:
Leonie Hügli warf Mitte Mai den Speer auf 61.94 m und knackte damit als erste Schweizerin die 60 Meter-Schallmauer. Den Landesrekord von Geraldine Ruckstuhl verbesserte sie direkt einmal um 3.5 m, knackte damit gleichzeitig die EM-Limite und steht in diesem Jahr bislang global auf Rang 7. Die 21-jährige muss im Winter unglaublich gut gearbeitet haben, denn ihre Bestleistung aus dem vergangenen Jahr hat sie damit schon um zehn Meter verbessert.
In die erweiterte europäische Spitze läuft sich gerade die frisch 26-jährige Larissa Bertenyi über die 100 Meter Hürden. Vor kurzem hat sie erstmals die 13 Sekunden-Marke geknackt und hat ihre PB letzte Woche in Österreich noch einmal auf 12.84 gesenkt, obwohl sie gar noch leichten Gegenwind hatte. Aber auch diese Disziplin hat aktuell eine verdammt hohe Leistungsdichte, sodass die Leistung zwischen den ganzen unglaublich starken Athletinnen fast schon etwas untergeht.
 
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