Macht die Bundesliga ohne grundlegende Reformen noch Sinn?


Wann holt das nächste mal ein anderer Verein als der FC Bayern die deutsche Meisterschaft?


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Harrison

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Für jede deutsche Mannschaft ausser Bayern wäre die Summe der mit Abstand Rekordtransfer der Vereinsgeschichte gewesen. Das ist auch heute noch so. Also nein, kein anderer Verein hätte sich diesen Transfer leisten können.

Das stimmt doch nicht. Leipzig hat für Simons 50 Mio. gezahlt. Wenn man die Inflation hinzurechnet, bewegten sich die Transfers von Draxler (Wolfsburg) und Dembele (Dortmund) vor 10 Jahren mit 43 Mio. bzw. 35 Mio. auch schon in dem Bereich bzw. sogar darüber. Dazu u.a. noch Openda, Gvardiol, Szoboszlai und Olmo (Leipzig) und Schürrle (Dortmund) für die inflationsbereinigt auch in etwa in dem Bereich investiert wurde.
 

Amsel

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Das stimmt doch nicht. Leipzig hat für Simons 50 Mio. gezahlt. Wenn man die Inflation hinzurechnet, bewegten sich die Transfers von Draxler (Wolfsburg) und Dembele (Dortmund) vor 10 Jahren mit 43 Mio. bzw. 35 Mio. auch schon in dem Bereich bzw. sogar darüber. Dazu u.a. noch Openda, Gvardiol, Szoboszlai und Olmo (Leipzig) und Schürrle (Dortmund) für die inflationsbereinigt auch in etwa in dem Bereich investiert wurde.

Simons war aber vorher schon ausgeliehen, Dembele kostete nur so viel, weil man ihn teuer verkauft hat.

Völlig unsinnige Vergleiche.
 

Harrison

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Simons war aber vorher schon ausgeliehen, Dembele kostete nur so viel, weil man ihn teuer verkauft hat.

Völlig unsinnige Vergleiche.

Weil man ihn vorher ausgeliehen hat soll die Ablösesumme also irrelevant sein? :crazy:

Und die anderen Beispiele passen natürlich auch alle nicht, weil da wahrscheinlich Vollmond war. Und Schürrle war Deutscher, das zählt wohl ohnehin nicht.
 

Harrison

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Es minimiert zumindest das Risiko, dass der Spieler floppt extrem. Zudem war durch die Leihe klar, dass man ihn teurer verkaufen kann.

Also macht das natürlich einen großen Unterschied :crazy:

Es ging doch darum, dass sich andere Vereine solche Transfers nicht leisten könnten. Und das ist nun einmal Quark, siehe genannte Beispiele. Leipzig hat zig vergleichbare Transfers getätigt, wo sie Spieler mit guter Perspektive zu hohe Preisen geholt und anschließend zu noch höheren Preisen verkauft haben. Auch Dortmund hätte locker die Mittel dazu, solche Spieler zu holen. Nur weil sie es Jahr für Jahr verkacken und lieber für 5 Mio. weniger irgendwelche average Joes holen, heißt das doch nicht, dass sie sich das nicht leisten könnten :crazy:
 

Big d

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Warum ist die Bayern dominanz eigentlich so viel größer geworden?

Bayern war seit den 70ern immer dominant, aber von den 70ern bis 90ern hat man im Schnitt ca. Die Hälfte der titel geholt (die x9/x0 saison noch zum jeweiligen Jahrzehnt gerechnet).

Dann 2000er 7 titel, 2010er 8 und 2020er bisher 5 aus 6.

Das Bayern gewisse Vorteile hat ist ja klar, aber was hat sich hier verändert?
 

Hans Meyer

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Warum ist die Bayern dominanz eigentlich so viel größer geworden?

Bayern war seit den 70ern immer dominant, aber von den 70ern bis 90ern hat man im Schnitt ca. Die Hälfte der titel geholt (die x9/x0 saison noch zum jeweiligen Jahrzehnt gerechnet).

Dann 2000er 7 titel, 2010er 8 und 2020er bisher 5 aus 6.

Das Bayern gewisse Vorteile hat ist ja klar, aber was hat sich hier verändert?

Turbokommerzialisierung, müsste dir doch was sagen, Bayern hat mittlerweile einen Umsatz von 1 Mrd Euro, im Jahr 2000 waren es 145 Mio Euro. So viel hat heute Werder Bremen ungefähr

oder mal ein alter Spiegelartikel, wobei ich mich hier wundere, ob der Schalke Etat wirklich über dem von Bayern war
Die Etats für die Saison 2001/2002
FC Schalke 04
150 Millionen Mark (Vorjahr: 75 Millionen Mark)
Bayern München 120 (100)
Hamburger SV 112 (118)
Borussia Dortmund 100 (70)
1. FC Kaiserslautern 90 (96)
Hertha BSC Berlin 81,6 (73)
VfB Stuttgart 77 (56,1)
Werder Bremen 75 (63)
TSV 1860 München 70 (65)
Bayer Leverkusen 65 (65)
1. FC Köln 61 (58)
VfL Wolfsburg 60 (50)
Hansa Rostock 50 (40)
Mönchengladbach 50 (30/zweite Liga)
SC Freiburg 45 (39)
1. FC Nürnberg 45 (30/zweite Liga)
Energie Cottbus 43 (31)
FC St. Pauli 21 (7,5/zweite Liga)
 

Solomo

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Warum ist die Bayern dominanz eigentlich so viel größer geworden?

Bayern war seit den 70ern immer dominant, aber von den 70ern bis 90ern hat man im Schnitt ca. Die Hälfte der titel geholt (die x9/x0 saison noch zum jeweiligen Jahrzehnt gerechnet).

Dann 2000er 7 titel, 2010er 8 und 2020er bisher 5 aus 6.

Das Bayern gewisse Vorteile hat ist ja klar, aber was hat sich hier verändert?
Das dürfte eine ganze Reihe an Ursachen haben. Einige Konkurrenten haben einfach schwere Fehler gemacht. Dann kam die CL als Gelddruckveranstaltung, wo Bayern halt als einziges Team praktisch immer dabei war und die AllianzArena dürfte auch ihre Auswirkungen haben. Neben einigen anderen Faktoren, die aber sicher die Bayernhater viel lieber aufzählen möchten :D
 

Harrison

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Warum ist die Bayern dominanz eigentlich so viel größer geworden?

Bayern war seit den 70ern immer dominant, aber von den 70ern bis 90ern hat man im Schnitt ca. Die Hälfte der titel geholt (die x9/x0 saison noch zum jeweiligen Jahrzehnt gerechnet).

Dann 2000er 7 titel, 2010er 8 und 2020er bisher 5 aus 6.

Das Bayern gewisse Vorteile hat ist ja klar, aber was hat sich hier verändert?

Huli Oeness fasst einen guten Teil hier ziemlich gut zusammen:


Nur weil bei tm diese Ablöse steht hat man sie nicht auf den Tisch gelegt.

Dembele hat ca. 15 Mio gekostet, der Rest ist die Weiterverkaufsbeteiligung die tm dann einfach drauf rechnet.

Ok. Und was ist mit Schürrle oder den zahlreichen anderen BVB-Transfers für rund 30 Mio., was inflationsbereinigt heute rund 50 Mio. entsprechen?
 

NcsHawk

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Huli Oeness fasst einen guten Teil hier ziemlich gut zusammen:




Ok. Und was ist mit Schürrle oder den zahlreichen anderen BVB-Transfers für rund 30 Mio., die inflationsbereinigt heute bei um die 50 Mio. liegen?
Die würden als Argument ziehen wenn der BVB seine Transferausgaben ebenfalls "inflationsbereinigen" würde.
Praktisch ist die 30 Millionen Grenze beim BVB aber geblieben und wurde nicht signifikant erhöht.
 

Harrison

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Die würden als Argument ziehen wenn der BVB seine Transferausgaben ebenfalls "inflationsbereinigen" würde.
Praktisch ist die 30 Millionen Grenze beim BVB aber geblieben und wurde nicht signifikant erhöht.

Dann ist das aber eben eine bewusste Entscheidung des BVB und bedeutet nicht, dass sie es sich nicht leisten könnten. Wer 2016 für einen Schürrle gut 30 Mio. gezahlt hat, heute aber angeblich keine 50 Mio. für ein (sehr) vielversprechendes Talent ausgeben kann, der zudem ein deutlich höheres Potenzial für einen steigenden Wiederverkaufswert hat, lügt sich in die eigene Tasche.
 

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Welchen Sinn macht es, sich Transfers von 2016 anzuschauen, wenn man beurteilen will, ob jetzt im Jahr 2026 jemand in der Lage wäre, Ablösen von 50 Millionen aufwärts zu bezahlen? Plus zweistelliger Millionenbetrag an Handgeld, plus Beratergebühren, plus Jahresgehalt von 15 Millionen.

Dortmund kann es offensichtlich nicht. Sonst würden sie es wohl mal machen. Leipzig wusste bei Simons, dass er als Leistungsträger fungiert und ein halbes Jahr später für mehr Kohle gehen wird. Risiko sehr überschaubar.
 

NcsHawk

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Dann ist das aber eben eine bewusste Entscheidung des BVB und bedeutet nicht, dass sie es sich nicht leisten könnten. Wer 2016 für einen Schürrle gut 30 Mio. gezahlt hat, heute aber angeblich keine 50 Mio. für ein (sehr) vielversprechendes Talent ausgeben kann, der zudem ein deutlich höheres Potenzial für einen steigenden Wiederverkaufswert hat, lügt sich in die eigene Tasche.
Das ist als Aussage auch zu billig.
Die Umsatzseite hat sich seit dem Schürrle Transfers nicht in dem Maße entwickelt wie die Ausgabenseite.

Grundsätzlich könnte sich der BVB einen 50 Millionen Transfers leisten.
Aber das würde dann auch das gesamte Kapital für ein Transferfenster auffressen.
Beim aktuellen Kadermanagement undenkbar, dass man nur einen Spieler transferiert.

Unterschreiben würde ich, dass beim BVB nicht optimal gearbeitet wurde.
Die Kaderkosten entsprechen definitiv nicht dem vorhandenen Potenzial.
Da hat man sich deutlich in die falsche Richtung entwickelt.
 

Amsel

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Welchen Sinn macht es, sich Transfers von 2016 anzuschauen, wenn man beurteilen will, ob jetzt im Jahr 2026 jemand in der Lage wäre, Ablösen von 50 Millionen aufwärts zu bezahlen? Plus zweistelliger Millionenbetrag an Handgeld, plus Beratergebühren, plus Jahresgehalt von 15 Millionen.

Dortmund hat Amoroso mal für 50 Millionen Mark gekauft :belehr:
 

Francois

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Da beisst sich doch die Katze in den Schwanz. Wie will man denn eine Liga besser im Ausland vermarkten, die für die meisten einfach langweilig ist, weil immer eine Mannschaft dominiert und die Meisterschaft vorher feststeht? Du brauchst erstmal ein gutes Produkt, um es besser an den Mann zu bringen.
Du hast in der BL weder die Stars (ausser bei Bayern natürlich), noch den Konkurrenzkampf, da ist das Potential einfach sehr begrenzt. Selbst wenn man es schaffen würde die Auslandseinnahmen zu steigern, hilft es nicht/kaum beim Abstand zu Bayern.


Es müssten ja auch nicht alle BL Vereine das gleiche Budget haben. Es würde schon reichen, wenn Bayern nicht mehr als 130-150% vom Budget der nächsten Verfolger ausgeben könnte. Also ungefähr wie in den 90er-2000ern. Da wurde Bayern im Schnitt ca. jedes zweite Jahr Meister.
Die Bundesliga ist die europaweit finanziell gesündeste Liga mit einem höheren Zuschauerschnitt als die PL. Diese Schwarz Malerei ist da einfach nur deplatziert. Who cares wenn man die hyper Kommerzialisierung und Ausverkauf ala PL nicht mitmacht. Die fans finden die Liga offensichtlich hervorragend und unterhaltsam. Dieses immer größer geiler ist doch gerade das Problem. Hat man halt europaweit weniger Erfolg . Die UEfA muesste ihre Strukturen ändern für fairen europäischen Wettbewerb statt dessen ist man genauso korrupt wie Fifa geworden und hat ffp im Grunde abgeschafft. Das ist ein Fakt.

Man kann nur innerhalb Deutschlands für eine gesunde interessante Bundesliga sorgen und ja sorry die haben wir. Wenn es dir nur um Meisterschaft geht klar aber das ist ja nun viel mehr als das.

Wenn der BVB mal endlich wieder gute Transferpolitik macht ( man hat sehr viel Geld versenkt) ist das ein ernsthafter Kandidat. Genauso Frankfurt und Leipzig.

Die Bundesliga stand jetzt ist ein Top Produkt da sie ihre Identität hat und eben finanziell trotz sehr hohen Einnahmen nicht derart finanziellen Suizid mitmacht wie in anderen Ligen. Viele Fans sehen das genauso.
 

Hans Meyer

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In der ganz grauen Theorie könnten sicherlich bei entsprechenden Transfererlösen Frankfurt, Stuttgart, Leverkusen und Dortmund einen 50 Mio Transfer machen, Leipzig sowieso. Das Problem ist halt zum einen die Risikoabwägung. Zündet der Transfer nicht gibts massive Probleme, Bayern kann sich halt im Zweifelsfall auch einen Hernandez leisten. Das mit der Ablöse einhergehende Gehalt kommt auch noch hinzu. Das wäre in jedem einzelnen Verein sofort der Topverdiener.

Zum anderen mal auf das völlig unpassende Beispiel Olise bezogen. Man muss da jetzt nicht so tun als ob man da eine versteckte Perle aus den Niederungen der PL geholt hat. Das war ein Top-Spieler der PL. Einfach mal gucken wie z.B. auch @Max Power schon von ihm geschwärmt hat zu Palace Zeiten. Geht der nicht zu Bayern, geht's zu den Topklubs der PL oder direkt nach Spanien, aber leider ganz sicher nicht zu Leverkusen und co. nach Deutschland.

Olise hätte man wenn dann direkt aus Reading holen müssen, aber da war auch schon halb Europa dran, aber ich glaub in dem Bereich kann man der BL ohnehin keinen Vorwurf machen. Solche Transfers macht man häufig und holt genug Talent in die Liga.

Jemanden wie Schürrle kann man eher für 30 Mio holen als jemanden wie Robben, man muss schon wirklich jemanden wie Olise überzeugen, dass er ausgerechnet zum BVB und keinen größeren Verein wechselt, man muss sehr früh dran sein, egal ob man bereit ist 50 Mio zu zahlen oder nicht. Jemanden wie Kohr bekommt man für 50 Mio,.
 
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