Materialthread


BennyWe

EFF #77
Beiträge
8.160
Punkte
113
Selbst wenn es so explizit nicht in den Regeln stand, so gab es die bestimmte Luftdurchlässigkeit ja schon immer. Und wenn ich die durch Beschichtungen verändere, passt sie nicht...

Edit: 2014 stand es auch schon in den Regeln, an anderer Stelle und nicht so separat, aber es steht drin. Das war das älteste Dokument, was Google auf die Schnelle ausgespuckt hat.
Danke fürs recherchieren :)
 

Elysa

Nachwuchsspieler
Beiträge
248
Punkte
43
Die Diskussion mit dem Holzleim ist schwierig. Holzleim auf Holz oder anderen Materialien - auch Stoff, sieht man nach Trocknung nicht mehr. Obwohl der weiß ist beim Auftragen, wird der dann farblos matt. Auf Stoff merkt man das nur, wenn der dick aufgetragen wird. Ich bastele viel und hab das schon so verwendet.
Und die Frage ab wann es Betrug ist, diese Frage ist für mich eindeutig: Alles was gemacht wird, was nicht erlaubt ist, auch wenn es nicht explizit in den Statuten steht, ist Betrug. Selbstverständlich auch wenn man nicht erwischt wird.
Und alle die nun beteuern, dass sie imner die totalen Unschuldslämmer waren, glaube ich nicht mehr.
Wenn nun nicht die totale Reißleine gezogen wird, geht Betrug weiter. Totale Überwachung ist halt nötig, um jeglichen Verdacht auszuschließen. Ist zwar blöd, teuet und total aufwendig, muss aber meiner Meinung sein.
Wenn dieses Wischiwaschi-Kontrollsystem weiter geht, dann gute Nacht Skisprungprofisport.
 

LeZ

Bankspieler
Beiträge
29.980
Punkte
113
Die Athleten kämpfen doch um jedes Gramm, da wird niemand mitten in der Saison sich plötzlich ein paar Kilo anfressen oder -trinken. Wenn Leute wachsen, wird der Anzug eben angepasst, aber eben nicht selbst sondern unter Kontrolle der FIS während des gesamten Vorgangs.

Wir können uns aber Gedanken machen bis wir schwarz werden, die FIS scheint eher darauf geeicht, Korruption weiter zu ermöglichen. Was nicht nur traurig ist, sondern den Sport ggf. zerstören wird.
 

Marti

Bankspieler
Beiträge
2.047
Punkte
113
Janne traut der FIS eher nicht zu die Probleme zu lösen.
Generell sagt er auch, dass er teilweise bewusst mit zu großen Anzügen gesprungen ist und er denkt, dass sich die FIS auch einfach schwer damit getan hat, große Namen wie ihn zu disqualifizieren.

 

moiag

Nachwuchsspieler
Beiträge
462
Punkte
43
er denkt, dass sich die FIS auch einfach schwer damit getan hat, große Namen wie ihn zu disqualifizieren.

Aber ja, und natürlich weiß das jeder, der es wissen will.

Und genau deshalb sind „einige“ größere Nationen am wenigsten daran interessiert das System mehr fair für alle machen. Und genau diese Nationen haben (überraschenderweise, nicht zufällig) auch den größten Einfluss auf das System und mögliche Verbesserungen …
 

moiag

Nachwuchsspieler
Beiträge
462
Punkte
43
Pertile kann doch nicht zugeben, dass mit dem System etwas nicht stimmt. Er ist dafür verantwortlich.
 

Marti

Bankspieler
Beiträge
2.047
Punkte
113
Pertile lehnt das ab.
Also auf der einen Seite verstehe ich das Argument von Pertile, dass niemand mehr Ahnung hat, als die Kontrollierenden der FIS, auf der anderen Seite ist es etwas, was man defintiv schulen kann. Nur bräuchte es halt auch eine unabhängige Instanz, die das dann eben macht. Ne Equipment Wada...
 

Benjamin

Zahlenfreund
Beiträge
39.936
Punkte
113
Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie unabhängig eine solche Instanz dann wirklich wäre.

Ich habe leider von Dopingkontrollen zu wenig Ahnung, um das wirklich sicher sagen zu können; aber jemand, der beispielsweise den Urin eines Skispringers auf irgendwelche verbotenen Substanzen kontrolliert, könnte das genau so mit dem Urin eines Radfahrers oder eines Boxers machen. Wenn also durch massenhaft aufgedeckte Dopingfälle der Skisprungsport zusammenbräche, kann der unabhängige Dopingtester in Zukunft eben Radfahrer und Boxer testen - er ist tatsächlich unabhängig von der konkreten Sportart.

Aber ein Materialtester im Skispringen lässt sich wahrscheinlich nur schwer zu einem Formel-1-Kontrolleur umschulen, das heißt, wenn der unabhängige Materialkontrolleur jede Menge Anzugbetrügereien aufdeckt und dadurch der Skisprungsport zusammenbricht, sägt auch er in gewisser Weise den Ast ab, auf dem er sitzt. Wirklich unabhängig wäre er also wohl auch nicht.
 

Marti

Bankspieler
Beiträge
2.047
Punkte
113
Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie unabhängig eine solche Instanz dann wirklich wäre.

Ich habe leider von Dopingkontrollen zu wenig Ahnung, um das wirklich sicher sagen zu können; aber jemand, der beispielsweise den Urin eines Skispringers auf irgendwelche verbotenen Substanzen kontrolliert, könnte das genau so mit dem Urin eines Radfahrers oder eines Boxers machen. Wenn also durch massenhaft aufgedeckte Dopingfälle der Skisprungsport zusammenbräche, kann der unabhängige Dopingtester in Zukunft eben Radfahrer und Boxer testen - er ist tatsächlich unabhängig von der konkreten Sportart.

Aber ein Materialtester im Skispringen lässt sich wahrscheinlich nur schwer zu einem Formel-1-Kontrolleur umschulen, das heißt, wenn der unabhängige Materialkontrolleur jede Menge Anzugbetrügereien aufdeckt und dadurch der Skisprungsport zusammenbricht, sägt auch er in gewisser Weise den Ast ab, auf dem er sitzt. Wirklich unabhängig wäre er also wohl auch nicht.
Klar 100 Prozentige Unabhängigkeit und Unbefangenheit wird es wohl nie geben...
 

moiag

Nachwuchsspieler
Beiträge
462
Punkte
43
wenn der unabhängige Materialkontrolleur jede Menge Anzugbetrügereien aufdeckt und dadurch der Skisprungsport zusammenbricht, sägt auch er in gewisser Weise den Ast ab, auf dem er sitzt. Wirklich unabhängig wäre er also wohl auch nicht.
Stimmt, aber das gilt umso mehr für das aktuelle System und die aktuellen Sitzer auf dem Ast.

Ich glaube nicht an die Unabhängigkeit irgendeinigen Personen. Kontrolle sollte vereinfacht und automatisiert werden. Und alles, was nicht kontrolliert wird, ist erlaubt. WENN man WIRKLICH Verbesserungen will …

Ich bin optimistisch, dass es schon für die nächste Saison Verbesserungen geben wird, vielleicht nicht ideallen, aber dennoch signifikanten.
 

Lazergirl

EFF #3
Beiträge
65.335
Punkte
113
Pertile kann doch nicht zugeben, dass mit dem System etwas nicht stimmt. Er ist dafür verantwortlich.
Vielleicht sprichst du bitte endlich einmal Klartext. Irgendwas unterstellst du Pertile und der FIS doch. Was stimmt nicht? Dass nicht alle gleich sind bei der FIS und nur dann Veränderungen getroffen werden, wenn bestimmte Nationen sie wollen oder fordern? Und dass alles so bleibt, wenn es Nachteile für den Ist- Zustand betrifft? Mein Eindruck ist eh, dass es unter Pertile in die falsche Richtung geht mit dem Sport. Ob er dieser Situation gewachsen ist bezweifle ich.
 

Hakuba

J-Fan
Beiträge
18.610
Punkte
113
Ort
Berlin
Aber ein Materialtester im Skispringen lässt sich wahrscheinlich nur schwer zu einem Formel-1-Kontrolleur umschulen, das heißt, wenn der unabhängige Materialkontrolleur jede Menge Anzugbetrügereien aufdeckt und dadurch der Skisprungsport zusammenbricht, sägt auch er in gewisser Weise den Ast ab, auf dem er sitzt. Wirklich unabhängig wäre er also wohl auch nicht.

Es gibt doch unabhängige (kommerzielle) Prüffirmen, Stichwort TÜV, die in verschiedensten Bereichen testen, Materialprüfung, Fehlerermittlungen, Funktionskontrollen etc. und die sicherlich über sehr moderne und sehr feine Gerätschaften verfügen in puncto bildgebende Verfahren (z. B. in der Medizintechnik), Messtechnik etc. Wahrscheinlich gibt es Geräte und Verfahren, von denen die FIS gar nichts weiß, weil dort keine studierten Messtechniker beschäftigt sind.

Man könnte eine solche Firma beauftragen, entsprechende Instrumente zu entwickeln und dann einen (oder der Abwechslung halber auch zwei oder drei) darin ausbilden, damit Skisprunganzüge zu vermessen. Diese Leute machen ja dann als Mitarbeiter ihrer Firma nicht nur Skispringen.
Ich stelle mir vor, dass irgendwas in der Art gehen müsste.
Dann gäbe es wahrscheinlich auch keine Vorwürfe der Voreingenommenheit mehr.
 

Marti

Bankspieler
Beiträge
2.047
Punkte
113
Es gibt doch unabhängige (kommerzielle) Prüffirmen, Stichwort TÜV, die in verschiedensten Bereichen testen, Materialprüfung, Fehlerermittlungen, Funktionskontrollen etc. und die sicherlich über sehr moderne und sehr feine Gerätschaften verfügen in puncto bildgebende Verfahren (z. B. in der Medizintechnik), Messtechnik etc. Wahrscheinlich gibt es Geräte und Verfahren, von denen die FIS gar nichts weiß, weil dort keine studierten Messtechniker beschäftigt sind.

Man könnte eine solche Firma beauftragen, entsprechende Instrumente zu entwickeln und dann einen (oder der Abwechslung halber auch zwei oder drei), damit Skisprunganzüge zu vermessen. Diese Leute machen ja dann als Mitarbeiter ihrer Firma nicht nur Skispringen.
Ich stelle mir vor, dass irgend so was in der Art gehen müsste.
Dann gäbe es wahrscheinlich auch keine Vorwürfe der Voreingenommenheit mehr.
Würde mich mal interessieren ob es im Sport schon Beispiele dafür gibt, dass mit externen Prüffirmen wie dem TÜV zusammengearbeitet wird und ob das einfach so möglich ist? Weiß nicht wie das zum Beispiel im Motorsport ist.

Grundätzlich kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen, dass die FIS alles andere als die technologische Speerspitze ist, da wird es in der industriellen/ wissenschaftlichen Materialprüfung wohl deutlich ausgereiftere Kontroll/Messmethoden geben.

Hier wird es dann natürlich wieder ne Kostenfrage.
 

Hakuba

J-Fan
Beiträge
18.610
Punkte
113
Ort
Berlin
Mit der Firma ewoxx, die die Weitenmessung und neuerdings auch automatisierte Streams anfertigen, muss es ja auch eine Art von Vertrag geben.
 

gentleman

Administrator
Teammitglied
Beiträge
43.897
Punkte
113
Ort
Austria
Würde mich mal interessieren ob es im Sport schon Beispiele dafür gibt, dass mit externen Prüffirmen wie dem TÜV zusammengearbeitet wird und ob das einfach so möglich ist? Weiß nicht wie das zum Beispiel im Motorsport ist.

Grundätzlich kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen, dass die FIS alles andere als die technologische Speerspitze ist, da wird es in der industriellen/ wissenschaftlichen Materialprüfung wohl deutlich ausgereiftere Kontroll/Messmethoden geben.

Hier wird es dann natürlich wieder ne Kostenfrage.
Naja technische Messungen und Datenerfassungen externer privatwirtschaftlicher Unternehmen im Spitzensport sind doch nichts außergewöhnliches, oder? Im Tennis oder Fußball wird ja das Hawk-Eye-System eingesetzt, das wurde früh von Sony übernommen und die sind hier bis heute der global Player mWn der mit der ATP/WTA/ITF oder der FIFA/UEFA etc. zusammenarbeitet. Also es wäre sicher nicht all zu schwierig, hier grundsätzlich ein externes Unternehmen zu beauftragen.
 

Marti

Bankspieler
Beiträge
2.047
Punkte
113
Naja technische Messungen und Datenerfassungen externer privatwirtschaftlicher Unternehmen im Spitzensport sind doch nichts außergewöhnliches, oder? Im Tennis oder Fußball wird ja das Hawk-Eye-System eingesetzt, das wurde früh von Sony übernommen und die sind hier bis heute der global Player mWn der mit der ATP/WTA/ITF oder der FIFA/UEFA etc. zusammenarbeitet. Also es wäre sicher nicht all zu schwierig, hier grundsätzlich ein externes Unternehmen zu beauftragen.
Jap zur Datenerfassung, Anwendung, Bildauswertung etc ja. Aber wie ist es mit der Materialkontrolle, da ist mir direkt kein Beispiel eingefallen, kann aber natürlich sehr gut sein, dass das im Motorsport gang und gebe ist, keine Ahnung.
 

Misolidio

Nachwuchsspieler
Beiträge
42
Punkte
18
Oben