Weil die "logischen" Spieler vielleicht Teil des Problems sind.
Vielleicht muss eine Nationalmannschaft um erfolgreich zu sein keinen Kimmich oder Nmecha auf dem Feld haben.
Vielleicht findet sich kein gutes IV Pärchen mit Tah und Schlotterbeck.
Ziel ist es ja nicht die 11 besten Spieler mit deutschem Pass zu finden.
Ziel ist aus den vorhandenen Spieler die beste 11 zu finden.
Und wenn ich mir die Spiele gegen Holland und Griechenland so ansehe dann ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass die Mannschaft eventuell besser aussieht wenn so mancher großer Name nicht als Stammspieler im Trikot zu sehen ist.
Das kann absolut Teil des Problems sein, vielleicht ist auch die post-2014-Generation insgesamt ein Problem.
Ziel muss ja sein:
- einen Spielerpool zu finden, aus dem man überhaupt sinnvoll rekrutieren kann (das passiert ja gerade)
- dann zu gucken: wen habe ich, was können die, welcher Fußball passt am besten zu den Spielern, die überhaupt denkbar sind? Es bringt ja nichts zu sagen: wir spielen jetzt 1zu1 Klopp-Ball wie in Liverpool, wenn es nicht die Spielertypen gibt, die das auf gutem Niveau (es muss nicht jeder WK sein) können. Früher sagt man, dass es ein BT ja viel leichter als ein Vereinstrainer hätte, weil er viel mehr Auswahl hat. Seit Bosman ist das ja aber überhaupt nicht mehr der Fall. Der BT hat vielleicht ein Dutzend richtig gute Leute und dann nochmal 30 bis 40, die ganz ok sind. Er kann aber nirgendwo echte Qualität dazukaufen und wir als Deutschland haben bei Weitem nicht auf jeder Position echte Qualität und schon gar nicht die Auswahl aus mehreren Klassespielern für jede Position.
Also muss man gucken: welcher Fußball geht denn mit dem, was da ist, überhaupt?
Wir können doch gar keine klare Spielidee von A bis Z durchziehen, weil es für keine klare Spielidee genügend gute Spieler in D gibt. Nihct für Kloppball, nicht für Pepball, nicht für Catenaccio, für nichts. Jedenfalls nicht auf Halbfinalnivau eines Turniers. Jeder BT muss sich anpassen und bei der Spielweise zig Kompromisse und Zugeständnisse an die überschaubare Qualität des Materials machen. Auch Klopp. Und das wird Klopp noch genauso frustrieren wie seine Vorgänger, hoffentlich bewahrt er sich trotzdem seinen Optimismus und seine Kommunikationsgabe. Sonst wird er scheitern.
- so. und wenn dann irgendwann ein Systemkompromiss gefunden ist, der irgendwie Erfolg verspricht, dann muss man eben gucken, ob wir alle großen Namen brauchen oder ob manch einer, trotzt individueller Qualität, dem Teamerfolg mehr im Wege steht als nutzt. Aber so weit sind wir mMn noch lange nicht, das ist erst der dritte Schritt und Klopp hat gerade erst mit dem ersten begonnen und merkt bereits jetzt, dass das mit Schritt 2 schon richtig schwierig werden wird.