Novak Djokovic


DocBrown

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Das Jahr 2015 war ein absolutes Seuchenjahr für Nadal. Er gewann lediglich 3 Turniere und KEIN Sand-Masters im Vorfeld der French Open. Er war völlig neben der Spur.

Einige Wochen später scheiterte er in Wimbledon lächerlicherweise gegen Justin Brown.

Frage beantwortet?

Das war so die Zeit, als man glaubte, die Wachablösung für die "Big 3" steht an: Federer und Nadal waren zu der Zeit häufiger länger verletzt bzw. in einer Formkrise, Djokovic dann ab Mitte 2016 mit der merkwürdigen Pepe-Imaz-Episode und mehreren Verletzungssorgen. Es war damals gängige Experten-Meinung, dass jetzt erstmal Murrays Stunde schlägt und nach und nach Nishikori, Raonic, Dimitrow, Thiem etc. das Zepter übernehmen. Am Ende wurden es dann insgesamt noch einmal geschmeidige 23 GS-Siege für die drei anderen...
 

Matt

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Ja, danke!
Ich hatte es mir auch durch Formschwäche Nadals erklärt.
2021 (+/- 1 Jahr) siegte Nole auch nochmal gg. Nadal in Paris. Das Match sah ich sogar komplett live damals. Da wirkte Nadal recht fit.
Das war dann also tatsächlich eine großartige Leistung von Djokovic.

Auch seine zweite Niederlage erlitt er während einer ungewöhnlich formschwachen Phase bzw. aufgrund körperlicher Einschränkungen.
Nicht ohne Grund sagte Nadal Wimbledon & Olympia ab nach den French Open.

Bei 10 Duellen bei den French Open gegen einen GOAT darf man auch 2x verlieren (8-2 gegen Djokovic insgesamt) - insbesondere wenn man weit von Bestform entfernt ist.
 

Akiray24

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Auch seine zweite Niederlage erlitt er während einer ungewöhnlich formschwachen Phase bzw. aufgrund körperlicher Einschränkungen.
Nicht ohne Grund sagte Nadal Wimbledon & Olympia ab nach den French Open.

Bei 10 Duellen bei den French Open gegen einen GOAT darf man auch 2x verlieren (8-2 gegen Djokovic insgesamt) - insbesondere wenn man weit von Bestform entfernt ist.
Ja, natürlich. Habe auch nie behauptet, dass es eine Schande wäre gg. Djokovic zu verlieren.
Die Statistik (8-2) kenne ich auch.
Für mich ist Nadal in Paris das beste im Tennis, was es jemals gab (in meiner Fachfremdheit), daher meine Verwunderung über das 3-0.
Dies habe ich mir auch genau dadurch erklärt, dass er eben nicht in Bestform war, da das deutliche Ergebnis eben zu deutlich war. Also dass es eher an Nadals "Schwäche" lag und nicht an Djokovic.

Sein zweiter Sieg war für mich seine Karriere Bestleistung, weil ich mir unsicher war, dass Nadal auch dann formschwach/eingeschränkt war.;)
 

DocBrown

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Die Bilanz der letzten 5 GS können sich für einen Enddreißiger wirklich sehen lassen:

HF-HF-HF-HF-F

Solange Djokovic den 25. Titel irgendwie in Reichweite sieht, dürfte er auch motiviert sein, weiterzuspielen. Sicher war dieses Mal ein bisschen Glück mit dem w/o gegen Mensik und der Aufgabe Musettis dabei, aber im Endeffekt hat dann nur ein Aufschlagspiel Zverevs gegen Alcaraz gefehlt und Djokovic wäre tatsächlich noch einmal der große Coup gelungen… Zverev hätte gestern sicher einen Weg gefunden, zu verlieren.

Der 1. Satz gestern gegen Alcaraz hat auch mal wieder gezeigt, was für ein Monster v.a. zwischen 2011 und 2016 in der Rod Laver Arena auf dem Platz stand. Und wie hoch man z.B. Wawrinkas Leistung einordnen muss, der ihn drei Jahre in Folge über fünf Sätze zwang und 2014 ja sogar gewann. Die Rückhand longline aus dem Cross-Duell landete da gefühlt in neun von zehn Fällen mit Schmackes punktgenau im Eck.

Wie auch immer, für Djokovic wird es natürlich zunehmend schwerer, mehrere kräftezehrende Best-of-Five-Matches in Folge zu absolvieren. Grundsätzlich kann er „aus dem Stand“ immer noch physisch mit der Weltspitze mithalten, solange er wie vor dem Sinner-Match Kraft sparen kann. Das Problem im Alter sind vielmehr die notwendigen längeren Regenerationsphasen, v.a. wenn das vorherige Match bis spät in die Nacht geht. In seiner Prime hätte Djokovic das Niveau des 1. Satzes auch drei Stunden durchziehen können, gestern war halt nach nicht einmal einer Stunde der Tank ziemlich leer.
 

Matt

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In seiner Prime hätte Djokovic das Niveau des 1. Satzes auch drei Stunden durchziehen können, gestern war halt nach nicht einmal einer Stunde der Tank ziemlich leer.
Das hängt vom Gegner ab. Djokovic hat im zweiten Satz nicht etwa plötzlich schlechter ausgesehen, weil er körperlich einbrach, sondern weil Alcaraz sein Spiel angepasst hat.

Insofern war Djokovic' erster Satz bemerkenswert, aber eben mindestens genauso bemerkenswert war wie ein 22-jähriger Lösungen gefunden hat. Dass Alcaraz in der Folge von seinen jüngeren Beinen profitiert hat, steht außer Frage.
 
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